{"hits":{"total":{"value":10,"relation":"eq"},"hits":[{"_index":"gesis-01-11-2026-01-05-43","_id":"bibsonomy-klie2002pflegekulturelle","_version":3,"_seq_no":116316,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"id":"bibsonomy-klie2002pflegekulturelle","type":"publication","title":"Pflegekulturelle Orientierungen. Empirische Grundlagen f\u00fcr einen mikropolitischen Diskurs","date":"2002","date_recency":"2002","person":["Klie, Thomas","Blinkert, Baldo"],"person_sort":"KlieBlinkert","study":"ALLBUS1996","access-date2":"Aufgenommen: 24. 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Unsere Studie sch\u00e4rft aber den Blick f\u00fcr die Bedeutung von sozialen Milieus und ist deshalb in der Lage, die \u00c4nderungen in den pflegekulturellen Orientierungen sozial zu verorten und zu quantifizieren. Dabei wird deutlich, dass die Pflegeversicherung als auf die Zukunft gerichtete soziale Sicherung, sich in ihrer Konzeption weitgehend an den zahlenm\u00e4\u00dfig stark zur\u00fcckgehenden Milieus und ihren Mentalit\u00e4ten orientiert: Sie baut auf eine eher traditional vermittelte Pflegebereitschaft in Familien und Partnerschaften, sie f\u00f6rdert in den zahlenm\u00e4\u00dfig zunehmenden sozialen Milieus eher eine Abkehr vom Selberpflegen und eine h\u00f6here Akzeptanz gegen\u00fcber der Heimpflege. Damit wird aber in Frage gestellt, dass die Pflegeversicherung ihre sozialpolitischen Zielsetzungen erreicht, gerade mit Blick auf die Zukunft, Pflegebereitschaften in der \"modernen Gesellschaft\" zu f\u00f6rdern und zu stabilisieren. Sollte sich die von uns beschriebene Verteilung von pflegekulturellen Orientierungen auch in entsprechende Entscheidungen umsetzen, d\u00fcrfte \u00fcberdies das finanzpolitische Konzept der Pflegeversicherung in Frage gestellt werden, das auf einem recht hohen Anteil von Pflegegeldbeziehern und damit selbst pflegenden Angeh\u00f6rigen basiert.\" Im Rahmen der Entwicklung eines eigenen Milieukonzepts greifen die Autoren auf Daten des ALLBUS 1996 zur\u00fcck.","bibtex_key":"klie2002pflegekulturelle","remarks":"(ALLBUS)","address":"Stuttgart","recordurl":"","document_type":"incollection","tags":["2002","ALLBUS","ALLBUS1996","ALLBUS_input2009","ALLBUS_pro","ALLBUS_version24","FDZ_ALLBUS","checked","incollection"],"data_source":["ALLBUS-Bibliography"],"study_group":["ALLBUS"],"group_description":["Mit der Allgemeinen Bev\u00f6lkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) werden aktuelle Daten \u00fcber Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur der Bev\u00f6lkerung in der Bundesrepublik Deutschland erhoben. 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Ergebnisse einer Untersuchung \u00fcber die sozialstrukturelle Verankerung von Solidarit\u00e4t","date":"2000","date_recency":"2000","person":["Blinkert, Baldo","Klie, Thomas"],"person_sort":"BlinkertKlie","study":["ALLBUSkum1982-1996 ALLBUS1996","ALLBUSkum1982-1996"],"access-date2":"Aufgenommen: 17. 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Hat die Ver\u00e4nderung von sozialen Strukturen, also sozialer Wandel, Auswirkungen auf die Entscheidung zu der einen oder anderen Form der Versorgung Pflegebed\u00fcrftigen?\" Dies sind die Fragen, mit denen sich die Autoren in dem Kapitel besch\u00e4ftigen. Zur \u00dcberpr\u00fcfung des Einflusses sozialer Milieus auf pflegekulturelle Orientierungen werden dabei aus den ALLBUS-Umfragen von 1982-2000 die Indikatoren zur Klassifizierung sozialer Milieus herangezogen.","bibtex_key":"blinkert2004erklrung","remarks":"(ALLBUS)","address":"Hannover","recordurl":"","document_type":"incollection","tags":["2004","ALLBUS","ALLBUS1982-2000","ALLBUS_input2009","ALLBUS_pro","ALLBUS_version24","FDZ_ALLBUS","checked","incollection"],"data_source":["ALLBUS-Bibliography"],"study_group":["ALLBUS"],"group_description":["Mit der Allgemeinen Bev\u00f6lkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) werden aktuelle Daten \u00fcber Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur der Bev\u00f6lkerung in der Bundesrepublik Deutschland erhoben. Seit 1980 wird alle zwei Jahre ein repr\u00e4sentativer Querschnitt der Bev\u00f6lkerung mit einem teils konstanten, teils variablen Fragenprogramm befragt. 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Dazu wird eingangs der Projekthintergrund skizziert und dann die Erhebung beschrieben, die als Repr\u00e4sentativbefragung von 40- bis 60-J\u00e4hrigen in der ausgew\u00e4hlten Kleinstadt Munderkingen erfolgte. Aus den zentralen Resultaten ragt vor allem die sehr deutliche Korrelation unterschiedlicher Pflegevorstellungen mit Indikatoren der sozialen Ungleichheit heraus. Auch bei vorsichtiger Interpretation ergeben sich einige Schlussfolgerungen, die f\u00fcr eine erfolgreiche gesellschaftliche und auch individuelle Steuerung der Altersvorsorge zumindest ebenso wichtig sind wie demographische Faktoren. Das fordert eine Neuorientierung in der Altenplanung heraus, um flexibel angepasste Pflegearrangements in kleinen Planungseinheiten zu f\u00f6rdern.\" Der ALLBUS 1996 wird als Vergleichsdatensatz bei der Frage nach der Verteilung sozialer Milieus genutzt.","bibtex_key":"blaumeiser2001zwischen","remarks":"(ALLBUS)","address":"","recordurl":"http:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/bitstream\/handle\/document\/16572\/ssoar-2001-4-blaumeiser_%20et_al-zwischen_heim_und_daheim.pdf?sequence=1","document_type":"article","tags":["2001","ALLBUS","ALLBUS1996","ALLBUS_input2013","ALLBUS_pro","ALLBUS_version28","FDZ_ALLBUS","OA_SSOAR","OAproved","SCOPUSindexed","article","checked","indexproved"],"data_source":["ALLBUS-Bibliography"],"study_group":["ALLBUS"],"group_description":["Mit der Allgemeinen Bev\u00f6lkerungsumfrage der Sozialwissenschaften (ALLBUS) werden aktuelle Daten \u00fcber Einstellungen, Verhaltensweisen und Sozialstruktur der Bev\u00f6lkerung in der Bundesrepublik Deutschland erhoben. 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Unsere Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Bereitschaft, die eine Art 'Nahraumsolidarit\u00e4t' konstituiert, in verschiedenen sozialen Milieus sehr unterschiedlich ausgepr\u00e4gt ist. Sie ist am gr\u00f6\u00dften bei den 'Verlierern von Modernisierungsprozessen' - im traditionellen Unterschichtmilieu, d.h. bei geringen strukturellen Ressourcen (geringes Einkommen, niedriger Berufsstatus und Bildungsabschluss) und einem eher 'vormodernen Lebensentwurf' - und am geringsten bei den 'Gewinnern', d.h. im b\u00fcrgerlich-liberalen Milieu, also in Gruppen mit viel strukturellen Ressourcen (hohem Einkommen, Berufsstatus und Bildungsabschluss) und einem 'modernen Lebensentwurf'. Demgegen\u00fcber ist 'Fernraumsolidarit\u00e4t', die sich in der Bereitschaft zum gemeinwesenorientiertem b\u00fcrgerschaftlichen Engagement \u00e4u\u00dfert, genau umgekehrt verteilt: Sie ist am geringsten im traditionellen Unterschichtmilieu ausgepr\u00e4gt und am st\u00e4rksten im liberal-b\u00fcrgerlichen Milieu. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diese Verteilung verschiedener Solidarit\u00e4tsformen sind unterschiedliche Pr\u00e4ferenzen und Unterschiede in der Einsch\u00e4tzung und Bedeutung verschiedener Kosten und Belohnungen, die mit Nahraum- und Fernraumsolidarit\u00e4t von den Akteuren in Verbindung gebracht werden. Um die k\u00fcnftigen Versorgungschancen von pflegebed\u00fcrftigen Menschen einzusch\u00e4tzen, ist es wichtig, au\u00dfer dem demografischen Wandel auch diese Milieuverteilung in der Bereitschaft zur \u00dcbernahme sozialer Verpflichtungen zu ber\u00fccksichtigen, da sich auch die Sozialstruktur ver\u00e4ndert und zwar so, dass der Anteil der Milieus mit hoher Pflegebereitschaft in der Vergangenheit deutlich geringer geworden ist und vermutlich weiter abnehmen wird.\" (Autorenreferat)","portal_url":"http:\/\/sowiport.gesis.org\/search\/id\/gesis-solis-00341708","type":"publication","topic":["Pflege","soziale Ungleichheit","soziales Milieu","schichtspezifische Faktoren","Pflegebed\u00fcrftigkeit","Solidarit\u00e4t","Engagement","Familie","Familienangeh\u00f6riger","Bundesrepublik Deutschland"],"person":["Blinkert, Baldo"],"person_sort":"Blinkert","source":"In: Soziologie der Pflege, Grundlagen, Wissensbest\u00e4nde und Perspektiven, Klaus R. 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Wie unsere Simulationsmodelle zeigen, k\u00f6nnen wir bis ungef\u00e4hr 2010 noch einigerma\u00dfen \u00fcberschaubare Verh\u00e4ltnisse erwarten, die sich dann aber sehr rasch und dramatisch ver\u00e4ndern. Diese Entwicklung ist mit Chancen und Risiken verbunden. Die Chancen bestehen darin, dass es ausreichend Zeit f\u00fcr eine \"geordnete Anpassung\" geben wird. Die Risiken sind darin zu sehen, dass die mittelfristig noch einigerma\u00dfen ertr\u00e4glichen Ver\u00e4nderungen zu Illusionen und Unt\u00e4tigkeit Anlass geben k\u00f6nnten. Wir schlagen in unserem Beitrag vor, wie sich Strukturen schaffen lassen, die auch unter ver\u00e4nderten Bedingungen eine qualitativ hochwertige Versorgung von Pflegebed\u00fcrftigen erm\u00f6glichen k\u00f6nnen.\"Anhand von ALLBUS-Daten (1980-1986, 1991) werden die Ver\u00e4nderungen sozialer Milieus seit den 1980er Jahren rekonstruiert. Wichtig in diesem Zusammenhang ist der Umstand, dass deutliche Unterschiede zwischen den Milieus hinsichtlich der Pflegebereitschaft bestehen. Es zeigt sich, dass im sogenannten \"traditionellen Unterschichten-Milieu\", welches aber nach den ALLBUS-Daten in den letzten Jahren erheblich schrumpfte, diese Bereitschaft aufgrund geringerer Opportunit\u00e4tskosten viel gr\u00f6\u00dfer ist als in \"liberal-b\u00fcrgerlichen Milieus\", deren Anteil in der Bev\u00f6lkerung hingegen w\u00e4chst. 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Im zweiten Teil werden die strukturellen Bedingungen des Pflegegeschehens hinsichtlich ihrer m\u00f6glichen Wirkungen auf der mikrosozialen Ebene des individuellen Handelns anhand empirischer Befunde zum einen aus der Sicht pflegender Angeh\u00f6riger als Nachfrager professioneller Unterst\u00fctzung in der h\u00e4uslichen Versorgung, zum anderen aus der Sicht professioneller Pflegekr\u00e4fte als Teil der Angebotsseite des Wohlfahrtsmarktes beschrieben. Im Mittelpunkt stehen dabei M\u00f6glichkeiten und Grenzen des Zusammenwirkens privater und professioneller Helfer in unterschiedlichen Pflegearrangements. Im dritten Teil der Untersuchung werden die mikrosozialen Befunde zum Pflegegeschehen im Rahmen privat-\u00f6ffentlich kombinierter Sicherungsstrukturen unter Marktbedingungen auf die Makroebene \u00fcberindividuell wirksamer Konzeptionen von Solidarit\u00e4t und sozialer Koh\u00e4sion bezogen. Abschlie\u00dfend werden gesamtgesellschaftliche Perspektiven von Risikoabsicherung und sozialer Integration unter ver\u00e4nderten demographischen, sozialen und \u00f6konomischen Bedingungen im Lichte empirisch fassbarer Auswirkungen auf der Mikroebene sozialen Handelns diskutiert. 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Die f\u00fcr die Zukunft angemessene Perspektive liegt, und hier treffen sich der pflegewissenschaftliche Diskurs, in neuen Hilfemixturen, in denen die vier Felder der Wohlfahrtsproduktion: informeller Sektor (Familie und Freundschaft), Markt (marktf\u00e4hige Dienstleistung), Staat (staatlich garantierte Leistungen und Infrastruktur) sowie der terti\u00e4re Sektor (b\u00fcrgerschaftliche und ehrenamtliche Arbeit, graue M\u00e4rkte) zusammengef\u00fchrt werden. 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