{"hits":{"total":{"value":4,"relation":"eq"},"hits":[{"_index":"gesis-21-05-2026-02-00-54","_id":"gesis-ssoar-30859","_version":2,"_seq_no":66728,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"title":"M\u00e4nner klar im Vorteil: Frauen tragen bei einer Trennung weiterhin die finanzielle Hauptlast","id":"gesis-ssoar-30859","date":"2011","date_recency":"2011","abstract":"\"Ein Zeitvergleich der wirtschaftlichen Folgen von Familientrennung zeigt, dass Frauen weiterhin die finanzielle Hauptlast tragen. Auch die steigende Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen kann die Einkommensverluste durch die Trennung vom m\u00e4nnlichen Hauptverdiener nicht ausgleichen. Frauen mit Kindern haben es nach einer Trennung nach wie vor schwer, wieder auf dem Arbeitsmarkt Fu\u00df zu fassen. Das hat auch damit zu tun, dass ihnen der Ausstieg aus dem Erwerbsleben bei der Familiengr\u00fcndung durch verschiedene Anreize sehr leicht gemacht wird.\"[Autorenreferat]","portal_url":"http:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/30859","type":"publication","topic":["Bundesrepublik Deutschland","Ehe","Benachteiligung","Frau","Ehescheidung","allein erziehender Elternteil","Einkommensunterschied","Mann","finanzielle Situation","Einkommen","Einkommensverh\u00e4ltnisse"],"person":["Radenacker, Anke"],"person_sort":"Radenacker","source":"In: WZB-Mitteilungen, 2011, 134, 10-12","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-308592"}],"subtype":"journal_article","document_type":"Zeitschriftenartikel","institutions":["WZB"],"coreAuthor":["Radenacker, Anke"],"coreSjahr":"2011","coreJournalTitle":"WZB-Mitteilungen","coreZsnummer":"134","coreLanguage":"de","urn":"urn:nbn:de:0168-ssoar-308592","data_source":"GESIS-SSOAR","index_source":"GESIS-SSOAR","database":"SSOAR - Social Science Open Access Repository","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":1,"metadata_quality":10,"full_text":" ployment upon separation. male breadwinner used to provide. Existing incentives for women's exit from the labor market when starting a family are to some extent responsible for a hindered re-entry into emwork force, they are unable to compensate for the loss of the income the nung f\u00fcr M\u00e4nner und Frauen unterschiedlich sind, dass also das Geschlecht eine ases in women's participation in the dritte der im Jahr 2009 geschlossenen Ehen wieder geschieden. Gegenw\u00e4rtig sind bei rund jeder zweiten Scheidung minderj\u00e4hrige Kinder betroffen, in 90 Prozent der F\u00e4lle leben sie nach der Trennung bei der Mutter. M\u00e4nner klar im Vorteil Frauen tragen bei einer Trennung weiterhin die Anke Radenacker A comparison of the finan-Summary: Immer weniger Geburten und immer weniger Hochzeiten, daf\u00fcr immer mehr cial consequences of family break-up Scheidungen: Die Familienstrukturen in Deutschland und ganz Europa haben -over time shows that women still car sich in den vergangenen Jahrzehnten grundlegend ver\u00e4ndert. Seitdem ist das -ry the financial burden. Despite incre Trennungsrisiko in Deutschland kontinuierlich angestiegen. Blieben die heutigen Scheidungsverh\u00e4ltnisse gleich, w\u00fcrde in den kommenden 25 Jahren jede Trennung betroffen sind als jemals zuvor. In einem DFG-gef\u00f6rderten Forschungs- Panels (SOEP) erforscht, welche wirtschaftlichen Folgen zentrale Lebensereignisprojekt am WZB wird auf der Grundlage von Daten des Sozio-oekonomischen - Die Ver\u00e4nderungen haben dazu gef\u00fchrt, dass heute mehr Menschen von einer se wie Familientrennung, aber auch Arbeitsplatzverlust, Krankheit und Renteneintritt im Lebensverlauf f\u00fcr betroffene Haushalte haben. Es ist ein bekanntes -Ergebnis vorangegangener Forschung, dass die finanziellen Folgen einer Tren Kurzgefasst: das nicht \u00e4lter als 14 Jahre ist. Dabei ist es unerheblich, ob das Paar verheiratet men Haushalt auszieht, in dem zu diesem Zeitpunkt mindestens ein Kind lebt, -Trennung einer Familie bedeutet hier, dass ein Elternteil aus einem gemeinsa oder unverheiratet ist. Die finanzielle Situation bemisst sich am Haushaltsnet toeinkommen auf Jahresbasis. Dieses Einkommen wird gewichtet, damit die Die Ergebnisse entsprechen zun\u00e4chst den bekannten Befunden der Scheidungs 10 WZB Mitteilungen Heft 134 Dezember 2011 Ein Zeitvergleich der tigt werden, deren H\u00f6he die M\u00e4nner selbst angeben. Teilweise arbeiten M\u00e4nner lienpolitischer Leistungen stellt sich aktuell aber vor allem die Frage nach der -Dimension sozialer Ungleichheit ist. Unter dem Eindruck einer Ausweitung fami forschung: Frauen tragen weiterhin die finanzielle Hauptlast einer Trennung, --winne aber auch rechnerisch zustande, weil von dem in etwa gleichbleibenden -nach einer Trennung mehr als vorher. Gleichzeitig kommen diese relativen Ge-Einkommen von Haushalten unterschiedlicher Gr\u00f6\u00dfe verglichen werden k\u00f6nTrennung um bis zu 25 Prozent - selbst wenn Unterhaltszahlungen ber\u00fccksichmen m\u00fcssen. Im Gegenteil, M\u00e4nner profitieren sogar von einer Trennung bzw. werbst\u00e4tig sein. So steigt das Haushaltsnettoeinkommen von M\u00e4nnern nach der Kinder betreuen, k\u00f6nnen V\u00e4ter unver\u00e4ndert oder sogar intensiver als zuvor erDa es fast ausschlie\u00dflich die M\u00fctter sind, die nach der Trennung die gemeinsamen und Kind(er) zu versorgen und b\u00fc\u00dfen gleichzeitig durch den Verlust der in den nung haben die M\u00e4nner n\u00e4mlich nicht mehr im gleichen Umfang die Ex-Partnerin -in Deutschland weiter vorherrschende Hauptern\u00e4hrermodell: Nach einer TrenScheidung, wenn es um das Haushaltsnettoeinkommen geht. Grund daf\u00fcr ist das leicht gemacht wird. wirtschaftlichen Folgen von FamilienEntwicklung der Einkommensverluste f\u00fcr Frauen und M\u00e4nner im Verlauf der Zeit.nen. Ermittelt werden die finanziellen Ver\u00e4nderungen im Jahr der Trennung w\u00e4hrend M\u00e4nner nach wie vor keine bedeutenden Einkommensverluste hinnehtrennung zeigt, dass Frauen weiterhin die finanzielle Hauptlast tragen. Auch die steigende Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen kann die Einkommensverluste durch die Trennung vom m\u00e4nnlichen Hauptverdiener nicht ausgleichen. Frauen mit Kindern haben es nach einer Trennung nach wie vor schwer, fassen. Das hat auch damit zu tun, dass ihnen der Ausstieg aus dem Erwerbsleben bei der Familiengr\u00fcndung durch verschiedene Anreize sehr wieder auf dem Arbeitsmarkt Fu\u00df zu meisten F\u00e4llen h\u00f6chstens teilzeitbesch\u00e4ftigten Partnerin kaum Einkommen ein. finanzielle Hauptlast--1987 bis 1992, von 1993 bis 1999 und von 2000 bis 2005.Dieser Zeitraum wird f\u00fcr den Zeitvergleich in drei Abschnitte unterteilt: von folgende Darstellung umfasst Familientrennungen zwischen 1987 und 2005. gegen\u00fcber den Einkommensverh\u00e4ltnissen der Vortrennungsjahre wieder. Die men der drei Jahre vor der Trennung. Dies gibt die relativen Unterschiede sowie in den folgenden vier Jahren gegen\u00fcber dem durchschnittlichen Einkom --- - den Sozialstaat und Familie. radenacker@wzb.eu Entwicklung seit den 80er Jahren\" und forscht \u00fcber bensrisiken in Deutschland und den USA und ihre -im Projekt \"Die wirtschaftlichen Folgen zentraler Le lung Ungleichheit und soziale Integration. Sie arbeitet zusammen und verbessern dadurch die Einkommenssituation ihres Haushalts. Tats\u00e4chlich hat sich auch das nacheheliche Partnerschaftsverhalten im Laufe der Zeit ver\u00e4ndert - ein Hinweis darauf ist, dass heute weniger Geschiedene als fr\u00fcher wieder heiraten. Zum einen mag die finanzielle Notwendigkeit eines m\u00e4nnlichen Familienern\u00e4hrers durch die wachsende wirtschaftliche Selbstst\u00e4ndigkeit von Frauen abgenommen haben. Gleichzeitig sind Geschiedene und Frauen ziehen nach einer Trennung vielleicht wieder mit einem neuen Partner Neben rein rechtlichen Anspr\u00fcchen ist aber letztlich ausschlaggebend, ob diese Anspr\u00fcche tats\u00e4chlich geltend gemacht werden. Um Streit zu vermeiden, aber auch im Streben nach Unabh\u00e4ngigkeit verzichtet eine Reihe von Frauen auf Unterhalt vom Ex-Partner. Ein ver\u00e4ndertes Haushaltseinkommen in den Jahren nach der Trennung kann auch aus einer sich ver\u00e4ndernden Haushaltszusammensetzung resultieren. f\u00fcr die Frauen mit geringeren Aussichten auf Ehegattenunterhalt verbunden. zumutbar einzusch\u00e4tzen. Im Vergleich zur sogenannten Hausfrauenehe ist dies die Erwerbst\u00e4tigkeit der Mutter im Hinblick auf ihre Qualifikation und die Kinderbetreuung als zumutbar angesehen wird. Erwerbst\u00e4tigkeit w\u00e4hrend der Ehe und die damit bereits vorhandene Kinderbetreuung durch Dritte k\u00f6nnen dann als Grund gesehen werden, auch nach der Scheidung eine Erwerbst\u00e4tigkeit als Ehegattenunterhalt nach der Scheidung orientiert sich unter anderem daran, ob erst durch die j\u00fcngsten \u00c4nderungen im Unterhaltsrecht. Denn der Anspruch auf Einkommens des Mannes nicht ausgleichen. Die steigende Erwerbsquote von Frauen k\u00f6nnte sich aus finanzieller Sicht im Scheidungsfall sogar mehr und mehr negativ ausgewirkt haben, und zwar nicht folgenden beiden Kohorten arbeiteten nach einer Trennung mehr, mit steigender Tendenz. Dies kann aber die finanziellen Verluste durch den Wegfall des sich Beruf und Familie damals noch schwerer vereinbaren lie\u00dfen als heute. Die senkten die Zahl ihrer Arbeitsstunden sogar. Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte sein, dass haltens von M\u00fcttern nach einer Trennung zeigen, dass Frauen im Schnitt durchaus ihr individuelles Arbeitsvolumen im Zeitverlauf erh\u00f6ht haben. Frauen der \u00e4ltesten Trennungskohorte, die sich also zwischen 1987 und 1992 trennten, gibt. Das Arbeitsvolumen ist derweil sogar gesunken. Analysen des Erwerbsverdurch gestiegen, dass es immer mehr Teilzeit- und geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigungen -nung erholt. Tats\u00e4chlich aber ist die Frauenerwerbsquote in erster Linie da -haltseinkommen von Frauen im Laufe der Zeit vom Einbruch nach einer Tren allem M\u00fctter sind erwerbst\u00e4tig - weshalb zu erwarten w\u00e4re, dass sich das HausJahre dauerhaft verloren. Welche Strategien verfolgen alleinerziehende M\u00fctter, um die Verluste zu kompensieren? Und wie erfolgreich sind diese Strategien, inwiefern haben sie sich -\u00fcber die Zeit ver\u00e4ndert? K\u00f6nnen damit auch die dauerhaften Einkommensver luste der aktuelleren Kohorten erkl\u00e4rt werden? Immer mehr Frauen und vor urspr\u00fcnglichen Einkommens bleibt f\u00fcr getrennt lebende Frauen der 2000er nach der Trennung fast das Ausgangsniveau. Trennungen in den 1990er und 2000er Jahren zogen auch im vierten Jahr nach dem Auszug des Partners noch bedeutende Einkommensverluste f\u00fcr Frauen nach sich. Bis zu einem Viertel des bis Anfang der 1990er Jahre getrennt hatten, erreichte bereits im dritten Jahr Verlusten. Das Haushaltseinkommen von Frauen, die sich Ende der 1980er Jahre mationen zur Verf\u00fcgung, weder f\u00fcr die M\u00e4nner noch f\u00fcr die Frauen. Anwaltskosten oder Kosten f\u00fcr die doppelte Haushaltsf\u00fchrung stehen keine InforErwerbseinkommen des Mannes nach der Trennung weniger Menschen versorgt werden m\u00fcssen. Dadurch haben die M\u00e4nner mehr Einkommen f\u00fcr den eigenen Bedarf zur Verf\u00fcgung. Zu erw\u00e4hnen ist allerdings, dass bei der Untersuchung -abgesehen von Unterhaltszahlungen - lediglich die Einnahmenseite ber\u00fccksich tigt werden kann. \u00dcber die trennungs- und scheidungsbedingten Ausgaben wie -Frauen geht rund die H\u00e4lfte des Haushaltseinkommens verloren, wenn der Fa -milienern\u00e4hrer auszieht. Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die relati ven Einkommensverluste f\u00fcr die Frauen im Trennungsjahr eher geringer geworden sind - statt 47 Prozent in der \u00e4ltesten Trennungskohorte waren es f\u00fcr die aktuellste Trennungskohorte noch 42 Prozent. Allerdings erholen sich die [Foto: David Ausserhofer] Frauen in den Folgejahren der Trennung heute langsamer als fr\u00fcher von ihren Diplom-Demographin, ist seit April Anke Radenacker, -2009 wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Abtei Mitteilungen Heft 134 Dezember 2011WZB 11 gerichtet. Ansatz und ist international vergleichend ausgen. Das Forschungsprogramm der Projektgruppe folgt einem lebenslauftheoretischen ist die Analyse intergenerationaler Beziehundie Vereinbarkeit von Familiengr\u00fcndung und Berufseinstieg in Deutschland und den USA. Ein weiterer Schwerpunkt der Projektgruppe Westdeutschland vor und nach der Wende oder zum Beispiel die Familienbildung in Ost- und der Columbia University. Die Gruppe untersucht zun\u00e4chst in mehreren Projekten den Zusammenhang von Familienbildung, Fertilit\u00e4t und sozialer Ungleichheit drei Jahre als Postdoktorandin an der Yale und Vor ihrem Wechsel nach Berlin verbrachte sie Deutschland und Gro\u00dfbritannien\" promoviert. \"Geschlechterungleichheit in der Rente in wurde sie in Bremen mit einer Arbeit \u00fcber und der Yale University in New Haven. 2008 sit\u00e4t M\u00fcnchen, der Jacobs University Bremen -ziologie an der Ludwig-Maximilians-Univer Berlin, \u00fcbernommen. Die geb\u00fcrtige D\u00fcsseldorferin (mit amerikanischem und ungarischem Pass) studierte Sotersucht. Deren Leitung hat Anette Fasang, Juniorprofessorin der Humboldt-Universit\u00e4t zu auf die Verteilung von Wohlstand innerhalb von Gesellschaften? Diese und andere Fragen werden seit 1. August 2011 in der neuen Projektgruppe Demografie und Ungleichheit unchen schwer, auf dem Arbeitsmarkt wieder Fu\u00df zu fassen. derungen der Bev\u00f6lkerungsstruktur Einfluss markt. Der Wiedereinstieg wird ihnen dann sp\u00e4ter durch mangelnde M\u00f6glichkeiten zur Kinderbetreuung und die Diskriminierung von M\u00fcttern erschwert. Bricht dann die Partnerschaft auseinander, haben es Frauen mit Kindern ausgesprolungen verleiten Frauen bei der Familiengr\u00fcndung zum R\u00fcckzug vom ArbeitsEhegatten-Splitting, der Versorgungsausgleich und gro\u00dfz\u00fcgige Elternzeit-RegePartnerinnen, nicht aber gegen\u00fcber den gemeinsamen Kindern - zwar ein Weg -zu wirtschaftlicher Unabh\u00e4ngigkeit von M\u00fcttern sein. Andererseits sind die be troffenen Haushalte dadurch zun\u00e4chst finanziell schlechter gestellt. Denn das von Familienleistungen in Form von Geld oder Zeit einerseits und negativen Anreizen zu traditioneller Arbeitsteilung mit abgeleiteten Versorgungsanspr\u00fcchen andererseits ist. So mag die Betonung der Eigenverantwortung im neuen Unterhaltsrecht - im Sinne abnehmender finanzieller Verpflichtungen gegen\u00fcber Exmen seit den 1980er Jahren, wie schmal der Grat zwischen einer Anerkennung -gibt, tut ein \u00dcbriges. Nicht zuletzt verdeutlichen die familienpolitischen Ma\u00dfnah die Tatsache, dass heute zwar mehr Frauen als fr\u00fcher erwerbst\u00e4tig sind, jedoch h\u00e4ufiger nur in Teilzeit arbeiten. Dass sich das Partnerschaftsverhalten nach der Trennung ver\u00e4ndert und es immer mehr nichteheliche Lebensgemeinschaften setzung von Haushalten verdeutlichen die Komplexit\u00e4t der Einkommensverh\u00e4ltnisse, wenn es zu einer Trennung kommt. Weiter verkompliziert wird dies durch -men, staatlichen und privaten Transfers sowie die sich ver\u00e4ndernde Zusammen Vollzeit erwerbst\u00e4tiger Frauen ist h\u00f6her. Andererseits haben sie allein aufgrund des Familienstandes geringere Unterhaltsanspr\u00fcche als vormals Verheiratete, was sich wiederum im Haushaltseinkommen bemerkbar macht. Alleinerziehende heute weniger stigmatisiert als fr\u00fcher. Ein weiterer Grund f\u00fcr die anhaltenden Einkommenseinbu\u00dfen k\u00f6nnte sein, dass es immer mehr nichteheliche Lebensgemeinschaften mit Kindern gibt, in denen sich die Partner trennen. Frauen in diesen Lebensgemeinschaften weisen zwar eine h\u00f6here Erwerbsbeteiligung auf - sowohl die Frauenerwerbsquote als auch der Anteil in -Die Zusammensetzung des Haushaltseinkommens als Mix aus Arbeitseinkom Literatur Radenacker, Anke: \"Economic Consequences of Family Break-up. Income Before and After Family Break-up of Women in Germany and the United States\". In: Schmollers Jahrbuch, Vol. 131, No. 2, 2011, S. 225-234. Demografie und Ungleicheit: Neue Projektgruppe am WZB Wie h\u00e4ngen demografische Entwicklung und -soziale Ungleichheit zusammen? Haben Ver\u00e4n 12 Mitteilungen Heft 134 Dezember 2011WZB "},"system_type":"BASE","doc_rank":1,"rid":28959591},{"_index":"gesis-21-05-2026-02-00-54","_id":"gesis-ssoar-18494","_version":3,"_seq_no":92476,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"title":"Erwerbst\u00e4tigkeit und Kindererziehung in den Lebensl\u00e4ufen von Frauen und der Einfluss auf das Alterseinkommen","id":"gesis-ssoar-18494","date":"2008","date_recency":"2008","abstract":"\"Die Ver\u00e4nderung der Rollenbilder von Mann und Frau (nicht generell der tats\u00e4chlichen Rollenmuster) und im Zusammenhang damit das Aufbrechen der traditionellen Arbeitsteilung haben auch in der sozialpolitischen Debatte zur Forderung der St\u00e4rkung der Erwerbst\u00e4tigkeit von Frauen und M\u00fcttern gef\u00fchrt. Gleichfalls wird im Licht der gesellschaftlich gewandelten Sicht eine eigenst\u00e4ndige, vom Partner unabh\u00e4ngige soziale Absicherung von Frauen gefordert. In diesem Kontext wird dann - neben der Forderung nach egalit\u00e4ren Partizipationsm\u00f6glichkeiten am Erwerbsleben - eine st\u00e4rkere Anerkennung der Familienarbeit in den Systemen der sozialen Sicherung und besonders auch in der gesetzlichen Rentenversicherung eingefordert. Im Mittelpunkt des Beitrags steht der Zusammenhang zwischen Kindererziehung und Berufst\u00e4tigkeit von M\u00fcttern im Vergleich zu kinderlosen Frauen mit den Daten der gesetzlichen Rentenversicherung. Ferner wird dargestellt, wie sich das unterschiedliche Erwerbsverhalten von Frauen auf das pers\u00f6nliche Renten- und Gesamtalterseinkommen auswirkt und wie dies die Einkommenssituation im Ehepaarkontext beeinflusst. 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Teilbd. 1 u. 2, Campus Verl., Frankfurt am Main, 2008, 5037-5051","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-154354"}],"subtype":"in_proceedings","publisher":"Campus Verl.","document_type":"Sammelwerksbeitrag","institutions":["DGS"],"coreAuthor":["Stegmann, Michael"],"coreEditor":["Rehberg, Karl-Siegbert"],"coreCorpEditor":"Deutsche Gesellschaft f\u00fcr Soziologie (DGS)","coreSjahr":"2008","corePublisher":"Campus Verl.","coreSatit":"Die Natur der Gesellschaft: Verhandlungen des 33. Kongresses der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Soziologie in Kassel 2006. 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Familienarbeit in den Syste-1955 zu deren Erwerbsverlauf und zum projizierten Aischen Debatte bereits seit mehr als Arbeitsteilung f\u00fchrte allerdings in der sozialpolitAufbrechen der Orientierung der sozialen Sicherung dererziehung und Erwerbst\u00e4tigkeit neuen Aufwind (StM\u00fcttern. Dabei wird im Licht der gesellschaftlich gmen der sozialen Sicherung und besonders auch in dedrei Dekaden zur Forderung der St\u00e4rkung der Erwerbsn der Jahrg\u00e4nge 1936 bis damit verbundene Unterbrechung, Reduzierung oder gaErwerbst\u00e4tigkeit als wesentliches Merkmal f\u00fcr deutlschaften genannt (vgl. Pabel 1998). Im Zentrum stehmenhang zwischen Kindererziehung und Erwerbsbeteiligen dieser Faktoren auf die Altervorsorge von FraueKindererziehung in der gesetzlichen Rentenversicherwelche Analysem\u00f6glichkeiten die f\u00fcr die Untersuchunbieten (vgl. dazu Rahn\/Becker 1997; Ruland 2001; Krwerden Analysen mit den L\u00e4ngsschnittdaten f\u00fcr Frauer gesetzlichen Rentenversiche-In der rentenpolitischen Diskussion wird h\u00e4ufig die g verwendeten Daten damit ung registriert werden und authausen 2002). Danach am Leitbild der traditionellen ewandelten Sicht eine eigenst\u00e4n- Der folgende Beitrag stellt zun\u00e4chst dar, in welche egmann 2004, 2007). Das on Frauen gefordert. In die- t\u00e4tigkeit von Frauen und ich geringere Rentenanwart- r endg\u00fcltige Beendigung der n. Kindererziehung und die t die Frage nach dem Zusam- r Form Erwerbst\u00e4tigkeit und gung und den Auswirkun- 5038 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Erwerbst\u00e4tigkeit und Kindererziehung in den Daten der gesetzlichen Rentenversicherung Die gesetzliche Rentenversicherung berechnet die Leistungen der Altersrenten im Wesentlichen auf der Grundlage von Beitr\u00e4gen und Beitragszeiten der Erwerbst\u00e4tigkeit (vgl. Polster 1998). Hinzu kommen vollwertige Beitr\u00e4ge f\u00fcr besondere Umst\u00e4nde, vor allem f\u00fcr Kindererziehung oder Pflege. Diese rentenrechtliche Bedeutung bringt es mit sich, dass die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) exakte Daten \u00fcber die Erwerbst\u00e4tigkeitsepisoden einer Person in ihrer Versicherungsbiografie und \u00fcber andere soziale Situationen besitzt. Mit den Daten der Rentenversicherung k\u00f6nnen daher Ereignisse wie eine Kindergeburt in ihrem biografischen Kontext, etwa vorausgehende Erwerbst\u00e4tigkeit, betrachtet werden. Versicherungspflichtige Erwerbst\u00e4tigkeit Versicherungspflichtig waren f\u00fcr die betrachteten Jahrg\u00e4nge im Wesentlichen abh\u00e4ngige Besch\u00e4ftigungen, deren Bezahlung die Geringf\u00fcgigkeit \u00fcberschreiten. F\u00fcr jeden Monat einer versicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung wird ermittelt, wie hoch das Einkommen im Verh\u00e4ltnis zum Durchschnitt aller sozialversicherungspflichtigen Einkommen in der Bev\u00f6lkerung ist.1 Erzielt eine Person ein Jahr lang ein durchschnittliches Einkommen, dann wird ihr ein Entgeltpunkt auf ihrem Rentenversicherungskonto gutgeschrieben. Die Daten der Rentenversicherung zeigen damit die H\u00f6he des Einkommens der Vergangenheit im Verh\u00e4ltnis zum Durchschnittseinkommen des jeweiligen Bezugsjahres. Die Entgeltpunkte erm\u00f6glichen damit eine sehr einfache Interpretation der relativen Einkommensposition. Allerdings bilden die Entgeltpunkte das Einkommen nur bis zu der Grenze ab, bis zu der Beitr\u00e4ge an die gesetzliche Rentenversicherung zu entrichten sind, der Beitragsbemessungsgrenze. Damit sind Analysen der Spitzeneinkommensbezieher\/innen mit den Daten nicht m\u00f6glich. Weil Frauen nur sehr selten Einkommen in H\u00f6he der Beitragsbemessungsgrenze beziehen, ist dies f\u00fcr die nachfolgende Analyse nur von geringer Bedeutung. -----1 Das Durchschnittseinkommen wird vom Statistischen Bundesamt errechnet und der Rentenversicherung mitgeteilt, die es ihren Berechnungen zugrunde legt. S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5039 Kindererziehungszeiten Das sozialpolitische Ziel der Aufnahme von Zeiten der Kindererziehung in die Rentenberechnung war es, den Einkommensausfall, der durch Kindererziehung entsteht, teilweise zu kompensieren. Die Rentenversicherung erkennt f\u00fcr Frauen aller Geburtsjahrg\u00e4nge ab 1921 in Westdeutschland und 1927 in Ostdeutschland die Erziehung eigener Kinder und au\u00dferdem die Erziehung von Adoptiv- und Pflegekindern an. F\u00fcr jedes Kind, das vor 1992 geboren wurde, erh\u00e4lt die Erziehungsperson (i.d.R. die Mutter) f\u00fcr ein Jahr die Rentenanwartschaften eines Durchschnittsverdieners. F\u00fcr Kinder, die nach 1992 geboren wurden, betr\u00e4gt dieser Zeitraum drei Jahre. Dies gilt grunds\u00e4tzlich auch, wenn zus\u00e4tzlich einer Erwerbst\u00e4tigkeit nachgegangen wird. Die Kindererziehungsleistung allerdings kann immer nur einem Elternteil zugeordnet werden. Sie erh\u00e4lt jede Erziehungsperson, wenn sie nicht in einem anderer Regelalterssicherungssystem abgesichert ist (z.B. Beamte). Weil der Nachweis von Kindererziehungszeiten die Rente steigert, kann von einer fast vollst\u00e4ndigen Meldung der Kinder ausgegangen werden. Datenbasis der Analysen Die Erhebung AVID 1996 zielte auf eine Verbesserung der empirischen Informationslage der GRV zu einer Reihe von Tatbest\u00e4nden, vor allem zum Aufbau der Altersvorsorge. Die dargestellten Ergebnisse zu l\u00e4ngsschnittbezogenen Biografiedaten basieren auf einer Stichprobe und f\u00fcr die Zeiten nach dem Befragungsjahr 1996 bis zum jeweils 65. Lebensjahr auf einer statistischen Fortschreibung.2 Das Design der Studie und die methodische Umsetzung wird ausf\u00fchrlich im Methodenband zur Untersuchung beschrieben (vgl. Kortmann u.a. 2000). Die Untersuchung AVID 1996 basiert auf einer repr\u00e4sentativen Befragung und den Informationen aus dem Rentenversicherungskonto. Aus den zusammengef\u00fchrten Daten erfolgte eine Fortschreibung der Lebens- und Erwerbsverl\u00e4ufe bis zum jeweiligen 65. Lebensjahr auf Basis eines von Infratest Sozialforschung entwickelten Mikrosimulationsmodells. -----2 Dies gilt in der Regel dann, wenn \u00fcber die H\u00f6he der Anwartschaften bzw. den gesamten Biografieverlauf berichtet wird. 5040 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Erwerbst\u00e4tigkeitsprofile von Frauen im Zusammenhang mit Kindererziehung Von einem Profil l\u00e4sst sich dann sprechen, wenn wesentliche Charakteristika zu einem pr\u00e4genden und abgegrenzten Gesamtbild verbunden werden. Es geht also nicht darum, Konturen und Schattierungen verschiedener oder typisierender Biografiemuster herauszuarbeiten. Vor dem Hintergrund der Fragestellung wird der Zusammenhang von Phasen der Kindererziehung und der Erwerbsbeteilung sowie der Auswirkungen auf das Alterseinkommen in den Vordergrund gestellt. Betrachtet werden Quoten und Durchschnitte f\u00fcr Frauen mit dem pr\u00e4genden Charakteristikum der unterschiedlichen Anzahl an Kindern. Auf eine Unterscheidung nach Geburtskohorten wird verzichtet, da sich keine signifikanten Differenzen ergeben. Erwerbsbeteiligung Der Einfluss der Kindererziehung auf die Erwerbsbeteiligung zeigt sich in den unterschiedlichen Erwerbsbeteiligungen von kinderlosen Frauen und Frauen mit Kindern. Zun\u00e4chst wird die altersbezogene Erwerbsquote analysiert. In Westdeutschland zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen kinderlosen Frauen und M\u00fcttern. Die im L\u00e4ngsschnitt betrachtete altersbezogene Erwerbsquote der kinderlosen Frauen steigt dort kontinuierlich bis zum 26. Lebensjahr an und erreicht dort im Maximum 90 Prozent. Bis circa zum 40. Lebensjahr wird dieses Niveau gehalten, um anschlie\u00dfend kontinuierlich abzusinken. Bei den Frauen mit Kindern zeigt sich dagegen fr\u00fch ein kinderbezogener R\u00fcckgang der Erwerbsquote, der in Abh\u00e4ngigkeit von der Anzahl der Kinder gravierender und nachhaltiger ausf\u00e4llt. Ein Bezug zur Kindererziehung l\u00e4sst sich dabei in der Abb. 1 durch das abgetragene durchschnittliche Alter bei Geburt der Kinder herstellen. Den pr\u00e4gnantesten Unterschied zu den Frauen ohne Kinder weisen in Westdeutschland die Frauen mit zwei Kindern und die Frauen mit drei und mehr Kindern auf. In Folge der Kindererziehung kommt es bei ihnen zu einem regelrechten Einbruch der Erwerbsquote. Im 33. Lebensjahr sind von den Frauen mit zwei Kindern nur noch 35 Prozent erwerbst\u00e4tig. Bei den Frauen mit drei und mehr Kindern liegt das Minimum der berufst\u00e4tigen Frauen bereit im 30. Lebensjahr und erreicht nur noch 28 Prozent. Ab Mitte bis Ende 30 beginnen die Erwerbsquoten wieder anzusteigen, erreichen aber bei den Frauen mit zwei Kindern nur noch maximal 60 Prozent und bei den Frauen mit drei und mehr Kindern 50 Prozent. S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5041 Ein deutlich anderes Bild vermittelt die Situation der Jahrg\u00e4nge 1936 bis 1955 in Ostdeutschland. Es muss an dieser Stelle aber betont werden, dass auf Grund der Umbruchsituation im Osten durch die Wiedervereinigung nicht davon ausgegangen werden kann, dass sich dieses Bild f\u00fcr j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge in gleicher Weise darstellt. Auff\u00e4llig ist, dass ab dem Alter 40 die Quote allgemein stetig und deutlich absinkt. Dieser Befund gilt unabh\u00e4ngig von der Anzahl der Kinder und steht in deutlichem Zusammenhang mit dem Geschehen auf dem Arbeitsmarkt nach der Wende (Hauschild 2002). Bei den Frauen mit Kindern kommt es im Zusammenhang mit den Kindern zu einem Absinken der Erwerbsquoten. \u00c4hnlich wie im Westen f\u00e4llt dieser Effekt umso deutlicher aus, je mehr Kinder erzogen werden. Der wesentliche Unterschied zum Ergebnis in den alten Bundesl\u00e4ndern liegt aber darin, dass es aber relativ schnell wieder zu einem Anstieg kommt. Auch die Frauen mit einem und zwei Kindern erreichen dann wieder Werte von \u00fcber 90 Prozent. Gleiches gilt selbst f\u00fcr Frauen mit drei und mehr Kindern, die sich ebenfalls dieser Marke ann\u00e4hern. Anmerkung: Maximaler Fortschreibungszeitraum beschreibt den maximalen Zeitraum, der durch die Mikrosimulation mit statistisch ermittelten Werten gef\u00fcllt ist. Dieser ist am l\u00e4ngsten beim Jahrgang 1955. Abbildung 1: Lebensalterbezogene Erwerbsquoten nach Anzahl der Kinder, Frauen in Westdeutschland, Geburtsjahrg\u00e4nge 1936-1955 mit eigener projizierterter GRV-Rente. (Quelle: Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID 1996)) 5042 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Anmerkung: Maximaler Fortschreibungszeitraum beschreibt den maximalen Zeitraum, der durch die Mikrosimulation mit statistisch ermittelten Werten gef\u00fcllt ist. Dieser ist am l\u00e4ngsten beim Jahrgang 1955. Abbildung 2: Lebensalterbezogene Erwerbsquoten nach Anzahl der Kinder, Frauen in Ostdeutschland, Geburtsjahrg\u00e4nge 1936-1955 mit eigener projizierterter GRV-Rente (Quelle: Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID 1996)) Einkommensposition Aber nicht nur bezogen auf die Erwerbsbeteiligung l\u00e4sst sich der Einfluss von Kindererziehung nachzeichnen, sondern auch hinsichtlich der durchschnittlichen Einkommensposition. Besonders deutlich wird dies wiederum in den alten Bundesl\u00e4ndern. Es sei jedoch vorab angemerkt, dass bei der Schilderung der nachfolgenden Befunde nicht abschlie\u00dfend gekl\u00e4rt werden kann, auf welche Einflussfaktoren dieser Einkommensunterschied zur\u00fcckzuf\u00fchren ist. Eine wichtige Erkl\u00e4rung liegt in der kind- bzw. familienbedingten Teilzeitbesch\u00e4ftigung, die zu einer geringeren Entlohnung und damit zur Senkung des Durchschnitts f\u00fchrt. In den beiden Abbildungen 3 und 4 ist jeweils das durchschnittliche Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Besch\u00e4ftigung abgebildet. Zum Zeitpunkt S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5043 der Untersuchung existierten die heute sozialversicherungsrelevanten so genannten Mini- und Midijobs noch nicht, so dass diese nicht in die Werte mit eingehen. Abbildung 3: Durchschnittliches Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Besch\u00e4ftigung (in Entgeltpunkten) bezogen auf die Lebensjahre, Frauen in Westdeutschland, Geburtsjahrg\u00e4nge 1936 bis 1955 mit eigener projizierter GRV-Rente. (Basis: Altersvorsorge in Deutschland 1996, AVID 1996) Zu Beginn der Berufsbiografie nimmt das durchschnittliche Erwerbseinkommen zuerst einen von der Anzahl der Kinder unabh\u00e4ngigen Verlauf. Ab dem 20. Lebensjahr beginnt eine Differenzierung zwischen den Frauen mit Kindern und den Frauen, die keine Kinder haben. Die kinderlosen Frauen zeigen eine ansteigende Entwicklung bis circa zum Alter von 37 Jahren, wo im Mittel ein Entgeltpunkt, also ein im Sinne der Rentenversicherung durchschnittliches Einkommen, erzielt wird. Bei den Frauen mit Kindern zeigt sich kein weiterer Anstieg, bei Frauen mit zwei bzw. drei Kindern sinkt das durchschnittliche sozialversicherungspflichtige Einkommen 5044 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN sogar. Frauen mit drei und mehr Kindern erreichen zuerst das vergleichsweise geringste durchschnittliche Entgelt von circa 0,6 Entgeltpunkten, im nachfolgenden Verlauf sinkt dieser Wert auf 0,45 ab und steigt erst wieder ab den 40. Lebensjahr leicht an. Abbildung 4: Durchschnittliches Einkommen aus sozialversicherungspflichtiger Besch\u00e4ftigung (in Entgeltpunkten) bezogen auf die Lebensjahre, Frauen in Ostdeutschland, Geburtsjahrg\u00e4nge 1936 bis 1955 mit eigener projizierter GRV-Rente (Basis: Altersvorsorge in Deutschland 1996, AVID 1996) Die Situation in Ostdeutschland stellt sich auch hier wiederum anders dar. Auch dort zeigt sich ein kinderbedingter Effekt f\u00fcr die Jahrg\u00e4nge 1936 bis 1955, dieser ist jedoch tempor\u00e4r. Die durch Kindererziehung verursachte Ausdifferenzierung der Durchschnitte beginnt zwischen dem 19. und 20. Lebensjahr. Bei den kinderlosen Frauen steigt das Einkommen im Mittel bis zum 25. Lebensjahr auf 0,8 Entgeltpunkte an und stabilisiert sich auf diesem Niveau bis zum circa 40. Lebensjahr, ab dem ein stetiges Absinken beginnt, das sich ab dem 50. Lebensjahr nochmals in einen Anstieg umkehrt. Bei Frauen mit Kindern bricht der Anstieg der durch- S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5045 schnittlichen Einkommen fr\u00fcher ab und es kommt zu einer mittelfristigen Stagnation der Werte. Der Anstieg bricht umso fr\u00fcher ab, je mehr Kinder zu erziehen sind. Bemerkenswert ist jedoch, dass es im folgenden Verlauf wieder zu einer Angleichung der Werte kommt, in dem die Frauen mit mehr Kindern aufholen; im 40. Lebensjahr sind die Werte f\u00fcr alle Gruppen dann nahezu gleich. Das generelle Absinken der durchschnittlichen Entgelte mit einem anschlie\u00dfenden Anstieg in \u00e4lteren Lebensjahren wird deutlich durch die besondere Situation in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung gepr\u00e4gt und ist im Wesentlichen auf die Arbeitsmarksituation zur\u00fcckzuf\u00fchren. Die ansteigenden Durchschnitte in den Jahren vor dem 60. Lebensjahr sind dabei auch davon beeinflusst, dass besonders besser Qualifizierte (und damit in der Regel auch besser Entlohnte) deutlich eher in Besch\u00e4ftigung verbleiben. Ein \u00bbKindereffekt\" spielt hier keine direkte Rolle. Kindererziehung und Alterseinkommen Die durch Kindererziehung mehr oder weniger stark gepr\u00e4gten Erwerbsmuster zeigen Konsequenzen auf die erwartete H\u00f6he der Anwartschaften zur GRV-Rente und auf das gesamte Alterseinkommen. Zun\u00e4chst kann betrachtet werden, wie viele Entgeltpunkte sich in der Summe direkt aus sozialversicherungspflichtiger Besch\u00e4ftigung ergeben und wie viele Entgeltpunkte insgesamt f\u00fcr die Berechnung der GRV-Rente ma\u00dfgeblich sind. Die Differenz der beiden Werte spiegelt im Wesentlichen alle Regelungen wider, die besondere Lebenssituationen und -umst\u00e4nde anerkennen, welche direkt oder indirekt leistungssteigernd in die Bewertung der Rente einflie\u00dfen (Bieber\/Stegmann 2002). In Tabelle 1 sind diese Werte f\u00fcr verschiedene Personengruppen vorgenommen worden. In den alten Bundesl\u00e4ndern zeigt sich eine deutliche Differenzierung nach Anzahl der Kinder. Die Kindererziehung und die damit verbundene geringe Beteiligung am Erwerbsleben sowie die daran gekoppelte spezifische Situation hinsichtlich der Entlohnung k\u00f6nnen durch zus\u00e4tzliche Leistungen der GRV nur teilweise ausgeglichen werden. In den neuen Bundesl\u00e4ndern verh\u00e4lt es sich f\u00fcr die betrachteten Geburtsjahrg\u00e4nge anders. Der kinderbedingte Unterschied in den durchschnittlichen Entgeltpunktsummen aus sozialversicherungspflichtiger Besch\u00e4ftigung f\u00e4llt deutlich geringer aus; er betr\u00e4gt zwischen den kinderreichen Frauen und den kinderlosen Frauen acht Punkte und nur 4,5 Entgeltpunkte bezogen auf die letztlich f\u00fcr die Rente ma\u00dfgeblichen Anwartschaften. Im Vergleich zum Westen liegt dies am unterschiedlichen Muster der Erwerbsbeteiligung, aber auch an dem vergleichsweise geringeren Unterschied hinsichtlich der H\u00f6he der Beitr\u00e4ge und damit auch der Entlohnung. 5046 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Durchschnittliche Durchschnittliche Summe AVID 1996: Geburtsjahrg\u00e4nge 1936- Summe der f\u00fcr die eigene GRV-der EGPT aus 1955 (nach RRG 99 ohne Rente sozialver-\u00dcbergangsregelungen) ma\u00dfgeblichen sicherungspflichtiger EGPT Erwerbst\u00e4tigkeit Insgesamt M\u00e4nner - alte Bundesl\u00e4nder 42.4 45.7 M\u00e4nner - neue Bundesl\u00e4nder 37.3 40.3 Frauen - alte Bundesl\u00e4nder 17.9 22.8 Frauen - neue Bundesl\u00e4nder 26.3 31.9 Insgesamt 30.7 34.8 Frauen nach Anzahl der Kinder Frauen - alte Bundesl\u00e4nder keine Kinder 35.7 39.2 1 Kind 20.6 24.8 2 Kinder 15.3 20.1 3 Kinder u. mehr 10.7 17.2 Frauen - neue Bundesl\u00e4nder keine Kinder 30.6 34.1 1 Kind 28.1 32.9 2 Kinder 26.7 32.1 3 Kinder u. mehr 22.3 29.6 Frauen nach Voll- und Teilzeit in der Erwerbsbiografie Frauen - alte Bundesl\u00e4nder nur Vollzeit 7.2 10.6 Voll- und Teilzeit 23.0 28.6 nur Teilzeit 10.2 14.6 weder noch 0.6 4.4 Frauen - neue Bundesl\u00e4nder nur Vollzeit 18.1 24.6 Voll- und Teilzeit 27.4 32.8 Tabelle 1: Durchschnittliche Entgeltpunktsummen aus sozialversicherungspflichtiger Erwerbst\u00e4tigkeit und Summe der f\u00fcr die eigene GRV-Rente ma\u00dfgeblichen Entgeltpunkte (EGPT), Frauen in Ost- und Westdeutschalnd, Geburtsjahrg\u00e4nge 1936 bis 1955 mit eigener projizierter GRV-Rente (Quelle: Altersvorsorge in Deutschland 1996, AVID 1996) In Tabelle1 wird auch deutlich, dass Frauen mit einer Mischbiografie aus Voll- und Teilzeitt\u00e4tigkeit, im Durchschnitt die h\u00f6chsten GRV-Anwartschaften erzielen (vgl. Kortmann\/Schatz 1999). Zur\u00fcckzuf\u00fchren ist dieses Ergebnis auf die unterschiedliche Dauer der sozialversicherungspflichtigen T\u00e4tigkeit. Betrachtet man den Zu- S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5047 sammenhang zwischen der Dauer der Phasen mit Teilzeitt\u00e4tigkeit und den je durchschnittlich durchlebten Jahren mit Vollzeitt\u00e4tigkeit, wird offensichtlich, dass die Teilzeitbesch\u00e4ftigung ein wichtiges Bindeglied zur Arbeitswelt darstellt (Bieber\/ Stegmann 2000). Kritisch zu hinterfragen ist danach die These, dass die niedrigen Entgelte, die w\u00e4hrend der Teilzeitphasen erworben werden, auch zu niedrigen Renten f\u00fchrten und dass teilzeitarbeitende Frauen \u00bbam schlechtesten abschneiden\" (Ministerium f\u00fcr Kultur, Jugend, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz 1997). Sicherlich ist es richtig, dass eine fiktive Frauen-Biographie mit 40 Jahren in Teilzeitt\u00e4tigkeit bei \u00bbtypischem Frauenlohn\" zu einer im Vergleich zur Standardrente niedrigen Anwartschaft f\u00fchrt (ebd.) Doch diese eher typologisch, denn empirisch begr\u00fcndete These verdeckt den Zusammenhang, nach dem Phasen der Teilzeitt\u00e4tigkeit als Scharniere zwischen Vollzeitarbeit- und Familienphasen dienen oder die Erwerbst\u00e4tigkeit w\u00e4hrend l\u00e4ngerer Phasen der Haushaltsf\u00fchrung erm\u00f6glichen. Durch diese Wirkung erh\u00f6hen sich die Anwartschaften teilzeitarbeitender Frauen bei Renteneintritt letztlich in wesentlichem Umfang. Die Alternative zur Teilzeitbesch\u00e4ftigung besteht unter den gegebenen Verh\u00e4ltnissen am Arbeitsmarkt, in den Familien und in der Kinderbetreuung nicht in der Vollzeiterwerbst\u00e4tigkeit, sondern in der Erwerbslosigkeit. Die Auswirkungen der Kindererziehung spiegeln sich auch in den Befunden zum gesamten Nettoalterseinkommen wider (Tabelle 2). Dabei muss hervorgehoben werden, dass es sich bei den vorgestellten Betr\u00e4gen um Werte des Jahres 1996 handelt. In den alten L\u00e4ndern besteht ein inverser Zusammenhang zwischen der Zahl der Kinder und der Anzahl der Beteiligungen an Alterssicherungssystemen sowie der H\u00f6he der GRV-Anwartschaften. Sowohl bei alleinstehenden Frauen als auch bei verheirateten Frauen sinken das projizierte Renteneinkommen und das pers\u00f6nliche Nettoalterseinkommen in Abh\u00e4ngigkeit von der Kinderzahl. Dies zeigt auch Auswirkungen auf die Situation im Ehepaarbezug. Auf Ebene der NettoAlterseinkommen verst\u00e4rken sich diese Unterschiede, da kinderlose Frauen bzw. Ehepaare eher in der Lage waren und sind, (gr\u00f6\u00dfere) finanzielle Mittel f\u00fcr zus\u00e4tzliche Altersvorsorge aufzubringen. So erreichen Ehepaare ohne Kinder ein deutlich h\u00f6heres Alterseinkommen als Kinderreiche. F\u00fcr die neuen Bundesl\u00e4nder l\u00e4sst sich ein solch eindeutiger Zusammenhang nicht nachvollziehen, eher besteht eine gegenteilige Tendenz. Auch auf der individuellen Ebene erreichen Frauen mit Kindern kein geringeres pers\u00f6nliches Netto-Alterseinkommen, im Gegenteil erzielen Frauen mit Kindern sogar h\u00f6here Werte. 5048 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Westdeutschland Ostdeutschland Keine Kinder Alleinstehende Frauen 1 Projizierte GRV-Anwartschaft 1,820 1,295 1,149 918 1,210 1,220 1,155 1,001 im 65.Lebensjahr (DM) 3) Kind Projiziertes pers\u00f6nliches 2 2,440 1,876 1,809 1,478 1,396 1,795 1,487 1,316 Netto-Alterseinkommen (DM) 4) Kinder Verheiratete Frauen 3 u. m. Projizierte GRV-Anwartschaft 1,503 971 788 669 1,160 1,124 1,119 1,041 Kinder im 65.Lebensjahr (DM) 3) Projiziertes pers\u00f6nliches Netto-Alterseinkommen (DM) Keine 4)1,806 1,156 968 807 1,310 1,280 1,310 1,162 Kinder Ehepaare5) 1 Summe der projizierten GRVKind Anwartschaft beider Ehepartner 3,282 2,955 2,763 2,490 2,345 2,560 2,555 2,396 4) 2 (DM) Kinder Summe des projizierten NettoAlterseinkommens beider 4,332 3,935 3,800 3,261 2,776 2,973 3,029 2,822 3 u.m. Ehepartner (DM) 5) Kinder Anmerkungen: 1) Einbezogene Systeme: GRV, BAV, Z\u00d6D, BV, AdL, BSV und PV (LV\/PRV) 2) Familienstand gem\u00e4\u00df der Situation im Jahr 1996 3) Zahlbetrag vor Einkommenssteuer und nach Abzug des Eigenanteils zur Kranken- und Pflegeversicherung der Rentner 4) Zahlbetrag nach Abzug der Einkommenssteuer und des Eigenanteils zur Kranken- und Pflegeversicherung 5) Ehemann der Geburtskohorten 1936 bis 1955 mir projizierter Anwartschaft auf Versichertenrente der GRV Tabelle 2: Projizierte eigene Beteiligungen an Alterssicherungssystemen 1), projizierte H\u00f6he der Anwartschaften auf Versichertenrenten der GRV und Nettoalterseinkommen in DM nach Zahl der Kinder2) (in Werten von 1996), Geburtskohorten 1936 bis 1955 mit eigener proj. GRV-Rente (Quelle: Altersvorsorge in Deutschland 1996, AVID 1996) Fazit Zusammenfassend l\u00e4sst sich festhalten, dass Kinder bei den meisten M\u00fcttern der untersuchten Geburtskohorten zu einem zumindest zeitweiligen Ausstieg aus dem Erwerbsleben f\u00fchren. Je mehr Kinder eine Frau hat, desto eher ist dies der Fall und S T E GM A N N: ERW ERB ST \u00c4T IGK E IT U N D K IN D ER ERZ IE HU N G 5049 umso l\u00e4nger ist die Dauer der Kinderpause bzw. die Wahrscheinlichkeit, dass es zu einem dauerhaften Ausstieg kommt. Diese Befunde zeigen sich vor allem in den alten Bundesl\u00e4ndern, in Ostdeutschland gelang auch kinderreichen Frauen zu einem hohen Anteil ein beruflicher Wiedereinstieg. Als weiteres Ergebnis l\u00e4sst sich festhalten, dass im Zusammenhang mit der Kindererziehung das durchschnittlich erzielte Einkommen der berufst\u00e4tigen M\u00fctter hinter dem der kinderlosen Frauen zur\u00fcckbleibt, und zwar umso st\u00e4rker, je mehr Kinder die Frauen haben. In Westdeutschland wird dieser durchschnittliche Abstand langfristig nicht wieder aufgeholt. In Ostdeutschland ist dieser Einkommensunterschied f\u00fcr die betrachteten Jahrg\u00e4nge nur auf den Zeitraum der Kindererziehung bezogen und es kommt relativ schnell wieder zu einer Angleichung der Verh\u00e4ltnisse. Die geringere relative Einkommensposition von M\u00fcttern ist zum Teil auf die Teilzeiterwerbst\u00e4tigkeit zur\u00fcckzuf\u00fchren. Diese hat aber auch gro\u00dfe Bedeutung, da sie h\u00e4ufig eine Br\u00fcckenfunktion zur Vollzeitt\u00e4tigkeit ist. In der Summe betrachtet erreichen die Frauen mit einer Mischbiografie aus Voll- und Teilzeiterwerbst\u00e4tigkeit die h\u00f6chsten Rentenanwartschaften. Die kinderspezifischen Erwerbsmuster schlagen sich in den alten Bundesl\u00e4ndern deutlich in den Anwartschaften auf die GRV-Rente nieder und k\u00f6nnen auch durch besondere Leistungen der gesetzlichen Rentenversicherung, insbesondere kinderbezogene Leistungen, nicht ausgeglichen werden. Auch bezogen auf das Gesamtalterseinkommen erreichen Frauen mit Kindern bzw. Ehepaare mit Kindern ein geringeres Niveau als Kinderlose. Dies wird umso deutlicher, je mehr Kinder vorhanden sind. In den neuen Bundesl\u00e4ndern ergibt sich kein kinderbezogener Nachteil in der GRV-Rente und im Alterseinkommen insgesamt, im Gegenteil kommt es im Vergleich zu Kinderlosen zu h\u00f6heren Betr\u00e4gen bei Frauen mit einem oder zwei Kindern. Zu bemerken ist dabei, dass bei den betrachteten Jahrg\u00e4ngen die Kindererziehungszeiten in der Regel ein Jahr betragen, weil die Kinder vor 1992 geboren wurden. Die dreij\u00e4hrige Kindererziehungszeit f\u00fcr Geburten ab 1992 und die H\u00f6herbewertung von Zeiten der Kindererziehung bei Erwerbst\u00e4tigkeit nach dem AvmEG k\u00f6nnen sich hier noch nicht entfalten. Sie betreffen zumeist j\u00fcngere Jahrg\u00e4nge. Modellrechnungen zeigen aber auch hier, dass sie zwar zu Verbesserungen f\u00fchren, jedoch die kinderbezogenen Beitragsausf\u00e4lle nicht kompensieren. Die betriebliche und private Vorsorge spielt bei den betrachteten Geburtsjahrg\u00e4ngen in Westdeutschland eine deutlich gr\u00f6\u00dfere Rolle als in Ostdeutschland. Dabei zeigt sich, dass es hier ebenfalls zu deutlichen Einfl\u00fcssen der Kindererziehung kommt. Im Ehepaarkontext ergibt sich in der Folge ein deutlich niedrigeres, durchschnittlich projiziertes Gesamtalterseinkommen von kinderreichen Ehepaaren im Vergleich zu Kinderlosen. Auch hier wird die Notwendigkeit deutlich, besonders bei Frauen mit mehreren Kindern die zus\u00e4tzliche Vorsorge zu unterst\u00fctzen. 5050 AD- HO C-G RU PPE: ARB EIT SMARKT PART IZIPAT IO N, ERW ERB SB IO GRAFIEN Literatur Beckmann, Petra (2002), \u00bbZwischen Wunsch und Wirklichkeit. Empirische Ergebnisse zur Teilzeit\", Bundesarbeitsblatt 11, S. 13-17. Bieber, Ulrich\/Stegmann, Michael (2000), \u00bbSozialversicherungspflichtige Teilzeitbesch\u00e4ftigung in den Erwerbsbiographien der zuk\u00fcnftigen Rentnerinnen. Eine Kohortenbetrachtung auf Basis der Untersuchung Altersvorsorge in Deutschland 1996 (AVID\"96)\", Deutsche Rentenversicherung 6 , S. 364-383. Bieber, Ulrich\/Stegmann, Michael (2002), \u00bbMa\u00dfnahmen des sozialen Ausgleichs innerhalb der Gesetzlichen Rentenversicherung, Relevante Anwartschaftsbestandteile bei den Geburtsjahrg\u00e4ngen 1936 bis 1955\", Deutsche Rentenversicherung 11, S. S.612-641. 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