{"hits":{"total":{"value":10,"relation":"eq"},"hits":[{"_index":"gesis-21-05-2026-02-00-54","_id":"gesis-ssoar-12851","_version":3,"_seq_no":91548,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"title":"The current crisis of intensive work regimes and the question of social exclusion in industrialized countries","id":"gesis-ssoar-12851","date":"1997","date_recency":"1997","abstract":"\"Der Aufsatz analysiert die gegenw\u00e4rtigen Schwierigkeiten, mit denen verschiedene\nRegimes sozialer Regulierung der Wirtschaft konfrontiert sind, einschlie\u00dflich ihrer\nTransformationspfade. Um dieser komplexen Fragestellung gerecht zu werden,\nwerden zun\u00e4chst die allgemeinen Ver\u00e4nderungsprozesse auf dem Arbeitsmarkt\ndargestellt. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Tatsache gelegt, da\u00df der Abbau\nvon lebenslangen Arbeitsverh\u00e4ltnissen das Besch\u00e4ftigungssystem massiv\ndestabilisiert. Das bezieht sich nicht ausschlie\u00dflich oder gar vorrangig auf die\nr\u00fcckl\u00e4ufigen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten. Gleichzeitig sind n\u00e4mlich im\nDienstleistungssektor zahlreiche neue Arbeitspl\u00e4tze entstanden - wenn auch in der\nRegel unsichere und schlecht bezahlte. Sie spiegeln ein geringeres Ma\u00df\ngesellschaftlicher Regulierung und implizieren damit eine schw\u00e4chere soziale\nIntegration sowie ein h\u00f6heres Risiko sozialer Ausgrenzung. In diesem\nZusammenhang werden die Trends zur Heterogenisierung und Polarisierung der\nBerufsbiographien in der Dienstleistungsgesellschaft thematisiert und dabei\nbesonders die Vielfalt der l\u00e4nderspezifischen Mischungen von Zust\u00e4ndigkeiten von\nFamilie, Staat und Markt dargelegt. Diese bilden die Grundlage f\u00fcr die in diesem\nBeitrag identifizierten Modelle wohlfahrtsstaatlicher Kapitalismen.\nEs lassen sich zwei verschiedene Reaktionsmuster der Industriestaaten auf\ndiese Ver\u00e4nderungsprozesse unterscheiden. Auf der einen Seite stehen USA und\nGro\u00dfbritannien mit ihren ausgepr\u00e4gten Deregulierungspolitiken und der Ausweitung\nvon flexiblen Arbeitsverh\u00e4ltnissen; auf der anderen Seite die L\u00e4nder\nKontinentaleuropas, die auf die Beibehaltung der Transferorientierung traditioneller\nWohlfahrtsprogramme setzen. Keine dieser Strategien f\u00fchrte jedoch zu neuen und\ndauerhaften Synergie-Effekten zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. Die\nM\u00f6glichkeiten f\u00fcr innovative Regulierungen - so die hier vertretene These - sind\ndaran gebunden, da\u00df bislang \u201eunsichtbare\u201c Produktionen aufgewertet werden, wie\nbeispielsweise Produktion zum Eigenverbrauch, unbezahlte T\u00e4tigkeiten wie\nFamilienarbeit, Solidarit\u00e4t und die Bildung von sozialem Kapital. Ein solcher Ansatz\nk\u00f6nnte richtungsweisend sein f\u00fcr ein neues regulatives Gleichgewicht, das den\nMindestanforderungen an Kooperation Rechnung tr\u00e4gt und damit die Voraussetzung\nf\u00fcr ein sozial integriertes Wirtschaftsleben gew\u00e4hrleistet.\" (Autorenreferat)","portal_url":"http:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/12851","type":"publication","topic":["Dienstleistungsgesellschaft","Europa","Arbeitsverh\u00e4ltnis","Arbeitsmarkt","soziale Folgen","Wirtschaftspolitik","Wohlfahrts\u00f6konomie","Besch\u00e4ftigungsentwicklung","Arbeitsmarktpolitik","Regulierung","USA","Gro\u00dfbritannien","Deregulierung","internationaler Vergleich","Wirtschaft","Arbeitsplatz","\u00c4nderung","Sozialpolitik","Besch\u00e4ftigung"],"person":["Mingione, Enzo"],"person_sort":"Mingione","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-128519"}],"document_type":"Arbeitspapier","institutions":["USB K\u00f6ln"],"coreAuthor":["Mingione, Enzo"],"coreCorpEditor":"Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung gGmbH","coreSjahr":"1997","coreZsband":"97-105","publishLocation_str_mv":"Berlin","coreLanguage":"en","urn":"urn:nbn:de:0168-ssoar-128519","data_source":"GESIS-SSOAR","index_source":"GESIS-SSOAR","database":"SSOAR - Social Science Open Access Repository","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":1,"metadata_quality":10,"full_text":" SOCIAL SCIENCE RESEARCHF\u00dcR SOZIALFORSCHUNGCENTER BERLINdiscussion paper WISSENSCHAFTSZENTRUM BERLIN FS I 97 - 105 Social Exclusion in Industrialized CountriesWork Regimes and the Question ofThe Current Crisis of Intensive Enzo Mingione December 1997ISSN Nr. 1011-9523 Besch\u00e4ftigungArbeitsmarkt undOrganisation und Forschungsschwerpunkt:Abteilung: Besch\u00e4ftigung EmploymentLabour Market andResearch Unit:Organization andResearch Area: Employment *c\/o Fondazione Bignaschi, 20123 Milano, Italy ZITIERWEISE \/ CITATION Enzo Mingione* The Current Crisis of Intensive Work Regimes and the Question ofSocial Exclusion in Industrialized Countries Discussion Paper FS I 97 - 105 Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung 1997 Forschungsschwerpunkt: Research Area: Arbeitsmarkt und Labour Market and Besch\u00e4ftigung Employment Abteilung: Research Unit: Organisation und Organization and Besch\u00e4ftigung Employment Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung Reichpietschufer 50 D-10785 Berlin Abstract The aim of this article is to analyze the difficulties currently being faced by regimes of reflect the traditional standards of social regulation and therefore entail a weakeningdifferent and changing mixes of family, state and market. These policy mixes formis introduced, highlighting in particular the variety of regulatory forms with theirthe theme of the heterogeneity and polarization of working careers in service societyof the mechanisms of social integration and a growing risk of exclusion. At this pointthe basis for the various models of welfare capitalism identified here.created in the tertiary sector, though insecure and badly paid, but these jobs do nothas had a destabilizing impact on employment systems. This is true not so much inexamined. Emphasis is given in particular to the fact that the decline in life-time jobsIn order to address this complex question, transformations in the labour market aresocial regulation of economic life and the ways in which they are being transformed.terms of reduced employment. In fact, numerous job opportunities have been Finally, consideration is given to the two main responses to this transitional presuppose a reappraisal of modes of activity that are at present \"invisible\" such asbetween state, market and family that would secure the level of cooperation neededcreation of social capital. Political steps in this direction could lead to a new balanceproduction for own consumption, family care, volunteer and charitable work and thework; on the other hand, in the countries of continental Europe where thebetween the economy and the society. Potential regulatory innovations wouldof these strategies, however, has produced new and lasting prospects for synergiesredistributive modes of traditional welfare programmes have been preserved. Neitherwhich are characterised by intensive deregulation and the spread of flexible forms ofphase in industrialized countries. On the one hand, in English-speaking countriesfor socially embedded economic life. Zusammenfassung Der Aufsatz analysiert die gegenw\u00e4rtigen Schwierigkeiten, mit denen verschiedene Regel unsichere und schlecht bezahlte. Sie spiegeln ein geringeres Ma\u00dfBeitrag identifizierten Modelle wohlfahrtsstaatlicher Kapitalismen.besonders die Vielfalt der l\u00e4nderspezifischen Mischungen von Zust\u00e4ndigkeiten vonBerufsbiographien in der Dienstleistungsgesellschaft thematisiert und dabeiZusammenhang werden die Trends zur Heterogenisierung und Polarisierung derIntegration sowie ein h\u00f6heres Risiko sozialer Ausgrenzung. In diesemgesellschaftlicher Regulierung und implizieren damit eine schw\u00e4chere sozialeFamilie, Staat und Markt dargelegt. Diese bilden die Grundlage f\u00fcr die in diesemDienstleistungssektor zahlreiche neue Arbeitspl\u00e4tze entstanden - wenn auch in derdestabilisiert. Das bezieht sich nicht ausschlie\u00dflich oder gar vorrangig auf dievon lebenslangen Arbeitsverh\u00e4ltnissen das Besch\u00e4ftigungssystem massivdargestellt. Besonderes Gewicht wird dabei auf die Tatsache gelegt, da\u00df der Abbauwerden zun\u00e4chst die allgemeinen Ver\u00e4nderungsprozesse auf dem ArbeitsmarktTransformationspfade. Um dieser komplexen Fragestellung gerecht zu werden,Regimes sozialer Regulierung der Wirtschaft konfrontiert sind, einschlie\u00dflich ihrerr\u00fcckl\u00e4ufigen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten. Gleichzeitig sind n\u00e4mlich im Es lassen sich zwei verschiedene Reaktionsmuster der Industriestaaten auf daran gebunden, da\u00df bislang \"unsichtbare\" Produktionen aufgewertet werden, wieMindestanforderungen an Kooperation Rechnung tr\u00e4gt und damit die Voraussetzungk\u00f6nnte richtungsweisend sein f\u00fcr ein neues regulatives Gleichgewicht, das denFamilienarbeit, Solidarit\u00e4t und die Bildung von sozialem Kapital. Ein solcher Ansatzbeispielsweise Produktion zum Eigenverbrauch, unbezahlte T\u00e4tigkeiten wievon flexiblen Arbeitsverh\u00e4ltnissen; auf der anderen Seite die L\u00e4nderM\u00f6glichkeiten f\u00fcr innovative Regulierungen - so die hier vertretene These - sinddauerhaften Synergie-Effekten zwischen Wirtschaft und Gesellschaft. DieWohlfahrtsprogramme setzen. Keine dieser Strategien f\u00fchrte jedoch zu neuen undKontinentaleuropas, die auf die Beibehaltung der Transferorientierung traditionellerGro\u00dfbritannien mit ihren ausgepr\u00e4gten Deregulierungspolitiken und der Ausweitungdiese Ver\u00e4nderungsprozesse unterscheiden. Auf der einen Seite stehen USA undf\u00fcr ein sozial integriertes Wirtschaftsleben gew\u00e4hrleistet. Inhaltsverzeichnis Seite 1. The decline of standardized wage work and the rise 1 of mass unemployment 2. The polarization of work experiences in service societies 73. Flexibility and heterogeneity in contemporary work 12 biographies 4. The confines of inclusion and exclusion in diverse 17 socio-economic contexts References 26-28 1. The decline of standardized wage work and the rise of mass unemployment In all industrial countries, the regulation of work is today beset by difficulties whose repercussions are rising long-term unemployment 1 and\/or the spread of varied interweaving of market tensions and the forms of social regulation thatpopulation ageing, rising public expenditure to sustain ever more costly welfareallow work regimes to exist in a climate of social organization.systems (Esping Andersen, 1996) - are nothing other than the outcomes of thesion (Mingione, 1996a). What are viewed as the main causes of these difficul-ties - globalization and industrial restructuring, the demographic transition andincrease in social inequalities and chronic poverty in the form of social exclu-unstable forms of employment providing inadequate income. The result is an In this paper, the question of the current transition is examined starting historical cycle (world war one to the economic crises of the 1970s),progress and the extension of market relations interweave with diversifiedassumed by society derive both from varied processes of historical change andfrom the persistence of differences that crystallize into models of society. Inthese models the tensions produced by growing individualism, technologicalsocial reactions. The patterns of these reactions are depending on theplay by the relevant actors or group of actors (Mingione, 1991 and 1997). Theuse of the concept of historical cycles starts from the assumption that thetransformation of capitalist societies can be interpreted in terms of long cyclicalprocesses of variable duration, characterized by a succession of short cycles ofthan capitalism, a first historical cycle (end of XVIII century to world war one)can be identified, based on extensive social regulation that replaced traditionalexpansion and crisis (Arrighi, 1994). By focusing on capitalist societies ratherperfected. It is since the crises of the 1970s that a new phase may have begun,expansion of large manufacturing industry and rising labor productivity waswage, stable adult male employment, breadwinning assets) compatible with thecharacterized by intensive social regulation, a selective social regime (familyparticular responses in terms of sociality and culture that can be brought intoindividualism, monetary consumption and wage work. During the secondsocial institutions with others to ensure social order in the face of the spread offrom some basic assumptions. These are grounded on the idea that the forms 1 By international convention long-term unemployment is defined as seeking employment for a average number of months in unemployment increased, in some regions to over three years(Benoit-Guilbot and Gallie, 1995).term unemployment rise as a share of total unemployment during the 1980s, but also thecontinuous period of twelve months. In almost all European countries, not only did the long1 based on flexible or fragmented social regulation, characterized by attention is focused on employment changes in the various national and localcycle where competition recovers its vigour and family and work biographiesthe last phase called \"Fordism\", are no longer adequate. Within this paper,higher levels of productivity imposed by the intensive cycle, particularly duringtransition, the problem, in general, is that those standardized forms of selection,are more and more unstable and heterogeneous. Under the conditions of thedivision and protection of the labor supply that coincided with the higher andlarge institutional structures and economic growth, to a flexible and fragmentedfrom the intensive cycle, based on the synergy between the development ofhistorical framework, the assumption is that we are now in a phase of transitionfinancial and communication flows as hegemonic economic factors. Within thisquantity-profitability combination with that of quality-consumption and globalderegulation, unstable family and work regimes, and the replacement of the 2 contexts, and it is assumed that the changes under way tend to produce adeficit of social integration in various forms, which is reflected in the emergingquestion of exclusion. In this section I start by arguing that industrial restructuring and the decline regulation regimes favouring increasing trends towards social exclusion. In theregulation of work everywhere in the industrialized world. This process hasproduced a mix of two syndromes - increasing unemployment and the diffusionof precarious forms of work - that are equally undermining the traditionalredistribution the direct access to resources and the capacity for survival andsocial and cultural integration. In the second section I take a closer look at theservice employment regimes as they matured differently in the various modelsof welfare capitalism. I argue that it is mainly the expansion of service jobswhich is producing employment polarization and the precarization of workingprecariousness and low-income jobs is constituting an open wound in theconcluding section I compare the two predominant political responses to thebiographies. In the third section I explore how the diffusion of flexibility,cooperation and integration.accompanied by the social bonds necessary for a workable level of socialthat they are both insufficient for creating new trends in economic developmentexperiences and the radical defence of welfare regimes and institutions. I argue\"Fordist\" regulation regimes. These balanced through various forms oftransitional trends: neoliberal strategies favouring the flexibilization of workingof stable contractual employment in large concerns have destabilized the social 2 The basic politico-geographical unit on which industrial societies are constructed are the and sub-national entitites. It is for this reason that here, although the basic societal unit con-sidered is almost always still the national one, reference is made to localities and regions andto supra-national entities such as the European Union.cause the nation-state is gradually losing its regulatory capacity to the benefit of both supra-the intensive phase. The transition poses some problems also in this regard, above all be-nation-states as they formed during the extensive cycle and developed institutionally during 2 The employment systems have been subjected to changes, at a faster rate based on standard labor contracts and legally authorized forms of self-em-of continuous employment with family income for the head of the household,cluded.greater fragmentation and new boundaries between the included and the ex-of social regulation. It is this process that is reflected in increasing problems,ployment (Supiot, 1994), thus making it necessary to redesign the mechanismshowever, it has become more heterogeneous and less marked by the standardothers (in almost all countries in central and southern Europe). In all of them,in those European regions characterized by dynamic micro firms) and down insome places (above all the US, Japan and the Scandinavian countries, but alsovate services. Following these changes, overall employment has gone up ingrowing employment in more or less innovative and advanced, public and pri-zaton - declining employment in big manufacturing industry - and tertiarization -after the 1970s oil crises, that have as their hub combinations of deindustrialiDeindustrialization and industrial restructuring have resulted from the big the picture by promoting the entry on the scene of new zones of production (instrong competition. Globalization and industrial restructuring have complicatedemployment since they cannot be sustained indefinitely by exponentially risingparticular the Asiatic tigers) and various forms of relocation and reorganizationof large companies.consumption in Western industrial countries and export markets are underincreases in productivity that characterized the manufacturing cycle in theabove all consumer durables, are in the long run reflected in decreasedbig increases in the productivity of labor in the concentrated productive sectors,cyclical crises have helped to intensify an essentially structural process. Suchgolden age of the thirty years following world war two. The oil crises and local Declining employment in large companies, on which was centred the regulabor. This is not an absolute excess and in fact numerous work opportunitiesthe failure of economic policies, factors that on the contrary have not been ofgenerally been put down to the greater virulence of industrial restructuring oralso explains why the phenomenon has led to different syndromes, which havethen, is an imbalance that is affecting the very modes of work regulation. Thispaid to match potential workers\" life expectations and strategies. What we have,are appearing in the tertiary sector, though many are too unstable and poorlydecisive importance.the industrial countries are thus entering into a phase of chronic excess ofshare of the labor supply can no longer find suitable forms of employment. Allproductivity careers at an income in line with a high cost of living, a growingductivity. Socialized in the industrialized world in terms of continuous and high-benign circuit that balances the modes of regulation against the rises in pro-even where unemployment is not going up. The effect is the diminishing of theskill levels of the workforce, is having a destabilizing impact on work systemslation combining selection of supply and conditions of high productivity at all 3 The two most evident negative syndromes from the crisis in the regulative cultural integration.fare system and the social profile of the unemployed and of precarious workers.enable reproduction of labor power under existing conditions of social andThis mix affects in different ways the repercussions for life strategies derivingfrom a more or less long period of job-seeking or a work situation that does notmixes of phenomena relating also to self-employment and small firms, the wel-while the second has its epicentre in the US. But in all cases, we find complexsocial inequality. The first syndrome is typical of some European countriesspread of precarious inadequately paid jobs, both accompanied by heightenedbalances have been rising levels of long-term and mass unemployment and the As against the low levels of the early 1970s, the rise in unemployment has hit all advanced industrial countries, though at different times and in variousways 3. It has been more massive in European countries, which has also to do surviving by unemployment benefit and the minimum income subsidy. In allorigin. In Germany, they are often adults near to retirement age and assisted inthe countries of southern Europe they are predominantly the young, even thoseEuropean countries, unemployment is prevalently female, except for the UKwhere women seek and find part-time jobs while men cannot afford to do this.Lastly, the Scandinavian countries, which once seemed immunewith average levels of school achievement, maintained by their families ofreers but who, at the same time, find no alternative work and are in one way oranother sheltered by various combinations of state subsidy and family help. Inand social characteristics entail the unacceptability of downgraded working ca-prolonged joblessness has been concentrated among subjects whose personalcrisis in labor markets regulation, is more apparent. Practically in every case,is especially with regard to the latter that the nature of the problem, that is thewith the increased waiting times and hence the share of the long-term jobless. It 4 have been hit the unemployed are entitled to quite a high benefit as one of the social rights ofcausing unemployment to rise within a spiralling effect difficult to check.citizenship) has been forced to drop some secondary spending plans, therebyeven more manifest. The difficulty in absorbing the new generations of labormeet the growing cost-induced financial crisis (in the Scandinavian countriessupply by the private sector has been offloaded onto the public sector, which toby unemployment. Here the importance of the regulative question has been 3 See in this regard, among others, Malinvaud, 1984; D\"Iribarne, 1990; Benoit-Guilbot and Gallie, 1995; Reyneri, 1996. 4 reached Sweden at the beginning of the 1990s. Here it exploded in the space of a fewmonths from a negligible 2% up to medium-high rates of 8 to 10%, where it then settled.average. Then it erupted in Finland, rising rapidly to extremely high levels and, finally,It first set foot in Denmark, where in the 1980s it settled at levels higher than the European 4 The fact that the employment crisis is rooted in the systems for regulating work regimes makes it difficult to deal with and leads to numerous misinterpre-tations. An example is the question of the education level and occupationalqualifications of the jobless. As often 5 unemployment hits poorly educated and it is to raise the level of education and occupational training of the massesqualified subjects, politicians and academics think that its main cause lies in theoversupply of poorly qualified labor and, consequently, the best way to combat 6. In reality, the picture is more complex. Poorly educated subjects do not find work -or, more frequently, are forced to accept downgraded work careers - becausethe typically Fordist combinations of semi-skilled labor and high levels of pro-ductivity that permitted acceptable standards of living are disappearing 7. This and almost inevitably lead to social exclusion. This is precisely where the differ-ence lies between the US and continental European countries (Esping-Ander-sen, 1996). The most accurate indicators of the difference are those for thealternatives, that is are not literally starving to death without work - they shunbeing caught up in work careers that do not provide for reproduction at satis-factory levels of social and cultural integration in the community of belongingbeing poorly educated or qualified but because - at least if they have practicalThe fact is that in the industrial countries the jobless are not such as a result oftransformation of what are now downgraded and unacceptable work careers.taining a job, but rather by aiming for new acceptable balances starting from thetraining, which always ends by pushing up the minimum qualifications for ob-situation cannot be redressed by raising the general level of education and 5 Italy represents in part an exception since the incidence of unemployment is persistently Mingione and Pugliese, 1995).ment among poorly educated subjects becomes once again high (Pugliese, 1995 and 1995a;at over 25 years of age, Italy ceases to be an exception because the incidence of unemploy-while, after a long wait, those with a secondary-school diploma find permanent employment,downgraded work careers. Given that the latter often fall back into intermittent unemploymentdissuaded from entering the official labour market and that poorly educated males from low-income families cannot afford to spend long looking for a good job and thus end up acceptingmale, we have to take into account both that poorly educated young southern females areregulation. Since the unemployed are prevalently young southerners, and most of these fe-chap. 6). This exceptional case is easily explainable by reference to the modes of socialhigher among those with secondary-school diplomas than those without (see Reyneri, 1996, 6 Esping-Andersen (1995; 1996) insists a great deal on this point, particularly as regards thecountries of southern Europe. He is not alone in this respect as almost all observers maintainthat interventions in education and training are decisive regardless of social regulation and ofexisting work opportunities. Also, the long-term evidence on the ineffectiveness of occupa-tional training courses for the unemployed in areas of high joblessness has been explainedby the poor quality of such courses rather than by serious underlying problems. 7 perience or job training can be integrated into a, relatively speaking, high-productivity workorganization.organization (such as assembly lines), in which an unskilled worker with little education, ex-The process began even earlier with the gradual disappearance of Taylorist forms of work 5 population under the severe poverty line (the American poverty line, which more than twice that in the US (5%).measures absolute poverty, is now more or less equivalent to the relativepoverty line used in Europe but calculated at 40%). While the share of thepopulation below this threshold in the US stands in the 1990s at 14% (35million) with the quota of children rising to 20% (13 million), in continentalEurope the estimate for severe poverty is around 8% (under 20 million) of thepopulation with a similar percentage for children (under 5 millions). On the otherhand, the average unemployment rate in continental Europe (11%) is today The transition in employment is complicated by the fact that nowhere is it possible to speak of an absolute antithesis between good and bad occupations,the latter always destined to pull subjects towards social disintegration and ex-text of tertiarization and employment polarization. Here, mention must be madeof the, often neglected, problem of the possible connections between transitionin employment, mass unemployment and self-employment or employment insmall enterprises that persist and remain more extensive and flexible thanwhere wage labor is used.clusion. This question is analysed in more detail in the next section in the conThe fact that the highest unemployment levels of the last twenty years are trade, repair and traditional handicraft shops and so on. The same argumentunable to embark on an innovative course: the entire area of retail and streetenterprises to push cost-cutting and the extension of their activities to their ex-also helps to explain the different levels of unemployment between on one sideSpain and southern Italy and, on the other, Portugal and Greece. In the lattertwo cases, characterized by unemployment levels below the European averbeen widely accepted with regard to agricultural activities, but more recently ithas been extended to artisanal and commercial undertakings that have beenproductivity and mass consumer culture that compels the less innovative microhave attained a minimum degree of education. This explanation has alreadytreme limits so as to compensate for the productivity gap, the jobs they offeralso become impracticable work itineraries, above all for young people whoshould be sought also in this area of employment regimes. At a high level ofenterprises persist even outside of agriculture, implies that an explanationto be found in places, like Spain or southern Italy, where many traditional micro age 8, work opportunities in traditional micro enterprises are still in part feasible given the lower level of local productivity and the climate of lower expectationsand weaker conditions of social integration. Similar reasoning can be applied tothe difference in the US between some minority groups (especially Afro-Ameri-cans and Puerto Ricans), hit harder by unemployment and less engaged in 8 Whereas the level of unemployment in Greece and Portugal (between 4 and 8%) has always phenomena are the same: a high concentration among young people of first-job seekers andlong-term unemployed, generally with no benefit (IARD, 1996).been lower than that in Spain and Southern Italy (between 15 and 25%) the characteristic 6 micro entrepreneurship, and recent immigrants, conversely more active as ethnic entrepreneurs and in bad jobs and less affected by unemployment. 2. The polarization of work experiences in service societies the employment conditions typical of big industry constituting the parameter forself-employment and in micro enterprisespact on all modes of employment, inducing adjustments and restrictions also inconditions typical of high-productivity manufacturing industry being able to im-a cycle of expansion and concentration of industrial employment and thework regime regulation. This framework was effective under two preconditions:industry being homogeneous or involving most of the population but, rather, onpact on labor regulation systems. They have never depended on manufacturingstructuring has been relatively modest when compared to its destabilizing im-ing semi-peripheral regions. However, the quantitative extent of industrial re-firms, in the areas of decentralization and relocation and in the newly develop-and increasing them in the secondary segment, in the small subcontractingmore heterogeneous by decreasing guaranteed jobs in the large companiesThe restructuring of manufacturing industry has helped to make the job scene 9. Deindustrialization has disrupted dustry. In order to understand what is taking place in the world of work, wecentral parameter of regulation, affect an ever smaller part of the employmenttherefore need to examine closely the question of employment regimes in thetertiary sector (Sassen, 1991; 1996).rary employment regimes derives chiefly from the features of the tertiary sector,which is subjected to a growth dynamic unlike that typical of manufacturing in-are right to pay close attention to since they are connected with what is still theare created in services. The heterogeneous and polarized nature of contempo-lation (over 60%) is employed in the tertiary sector and practically all new jobslandscape in the advanced economies. Here the majority of the working popu-this picture. Moreover, employment changes in manufacturing, which observers Employment in the tertiary sector is of great importance not only due to its quantitative predominance but also because it is characterized by a great va-riety of regulative forms - those diverse combinations of care work undertakenby family members, public services and private services that make up one ofthe parameters on which the models of welfare capitalism are constructed. Thedetermination of the different models of welfare capitalism is based principallyon state, market and family as the main sphere for social regulation, the aim ofwhich is to ensure individual and family welfare and thus solve the problem of 9 Take, for example, the impact of \"workers\" statutes of rights\" that have been agreed on and tive effects on almost all areas of employment by fixing a central standard for work careers,adopted as a parameter for the configuration of other jobs.formulated in the big manufacturing companies, but have then had direct or indirect regula7 social order. Following this line of thought, Esping-Andersen (1990) distinput forward the hypothesis that during the intensive historical cycle, the modelsvoluntary organizations, manifested in the spread of self-employment and smallguishes three models of welfare capitalism: the liberal model (US, UK), char-acterized by a relative prominence of the market and a pronounced individualdependence on monetary income from wage work; the social-democratic model(Scandinavian countries), in which the state takes on a central role in the directuniversalistic supply of welfare services thereby limiting individual and familyreliance on market-produced income; and the conservative model (continentalEurope), which is marked by the more central position of the family andshifting from the manufacturing to the service sector.in diverse social contexts. It is therefore reasonable to assume with much pru-and medium-sized family enterprises. In a recent work (Mingione, 1997) I haveof welfare capitalism increased to at least five. The reason is that the liberalmodel divided into a populist variant (US) and more statist versions and, aboveall, after world war two there was a clear divergence within the conservativearea between statist variants characterized by the influx of guest workers(central Europe) and familistic variants characterized by weaker and more di-versified development and by the persistence of emigration. This variety,moreover, has the big effect of diversifying the quality of life for different groupsdence that, at least in part, the main regulative axis of employment systems is We will start from an economic interpretation of the typical dynamics in the tertiarization process and then add some remarks on work regulation 10. The line increase labor productivity through organizational and technological innovation.tional increase in the demand for services. The second assumption lies in theof interpretation is based on two assumptions. The first rests on Ernst Engel\"slaw of the hierarchy of consumption at varying income levels. According to thislaw, industrial development engenders a rise in the propensity to consumealong a scale with at the bottom the satisfaction of minimum subsistenceneeds, first of all for food, clothing and shelter, and at the top luxury goods and,above all, sophisticated services inessential for physical survival. Economicgrowth and the consequent rise in average income lead to a more than propor-consideration that the several branches of the economy vary in their capacity toworkers\" incomes so they can keep up with rising costs and living standards,A large part of the tertiary sector is, for technical reasons, at least partlyimpervious to increases in labor productivity. Organizational and technologicalinnovation more often serves to improve the quality of the service or to massmarket it. Consequently, a persistent technological and productivity gap isopened up with negative repercussions on the employment regime. Services, inparticular those with a lower potential for increasing labor productivity, are wit-nessing marked rises in costs and prices caused by the need to raise employeddriven up in turn by increases in productivity in the other branches of the econ10 Generally speaking, this line of interpretation is similar to that used by Gershuny (1978; 1983; and Miles, 1983) to explain the emergence of the self-service society. 8 omy. Within the process of tertiarization, the combination of the two assumptions entails an exponentially expansive circuit fed, on one side, by rising de-mand as a consequence of economic growth and, on the other, by persistentlylow productivity, reflected in tendencies towards big jumps in employment thatare difficult to check through technological labor-saving strategies and fasterwork tempos. At this point, what we have is a plausible explanation for the expansive nations, starting from the development of the welfare state, that up to a certainshows how conflicts have arisen in the work-regulating regimes.point explains the durability of the staggering growth and, at the same time,and prices. In reality, tertiarization is accompanied by a variable mix of combi-does not explain why this circuit has not been curbed by severe crises in costslabor adapt to increases in productivity. Hence the argument unfolded so farthe dominant modes of social regulation, where selection and profitability ofcycle of employment in the tertiary sector, which does not however square with In short, the issue in its varied forms in the diverse contexts is the following. by the state. In the second case, a persistently large part of the demand forstage (restaurants, shops, department stores, petrol stations, and so on)development of self-servicing to include the user\"s unpaid labor at the supplydevelopments in care specialization, on the other side. Next we have thewages, on one side, and discouragement of female paid work andare financed through a mix between strong fiscal implementation of familyservices is borne by families, with innovations in unpaid female care work whichUp to a certain point, this conflict does not reach unsustainable levels becauseening of the social integration mechanisms and growing risk of social exclusion.four different modes. The first is expansion in welfare services supplied directlythe modes of regulation keep it under control through various combinations ofnot reflect the conditions of the dominant social regulation and lead to a weak-with the costs and life strategies of the community of belonging; hence they doin principle compatible in terms of income, stability and employment guaranteesties - their low productivity has nothing to do with their social utility - that are notTertiarization produces a growing proportion of low-productivity work opportuni11. Above all, ways of working are spreading that in themselves do not offersufficient guarantee of integration, but where social compatibility derivesindirectly from the activity\"s complementary profile (multiple jobholding, part-time work by married women, occasional jobs done by students, etc) or from itstemporary consonance with workers\" life conditions and projects, particularly inthe case of immigrants. What remains to be understood are the socialconsequences of diverse mixes and the reasons for which all possible 11 Gershuny gives an extensive interpretation of self-service, which also includes the use of sion to replace other free-time recreational services, such as cinema and theatre.the motor-car as a means of transport (in place of the train or tram) or the spread of televi9 combinations are today inadequate for shoring up the intensive regimes of working activity regulation. The models of welfare capitalism have developed combinations that include all the components. However, the predominance of public services istypical of the social-democratic model. The liberal (or laissez-faire ) model is crisis so much for the more predictable reason of its lesser capacity forby employment polarization, which once the limits of compatibility with theants have displayed a greater propensity for keeping a sizeable share of careservices inside the family, carried out by unpaid female labor. In the long run, allthree itineraries tend to destabilize the social regime, though in different ways.The social-democratic path is in difficulty because it feeds a circuit of high-costand rising public spending, generating in addition an employment ghetto forwomen that leaves the question of gender inequality unresolved. Once built,this gilded cage (desired by a large part of the moderate left throughout theworld as it keeps social inequalities at minimum levels in a climate of politicaland the ghettoization of female labor. The laissez-faire path is directly disruptedliberty) is difficult to get to grips with at its weak points: the high cost of welfarecharacterized by prevalence of private services, which entails the vigorousemployment in public services and in the conservative path by the high sharesvariants, by encouraging innovative solutions both in domestic and care strate-here that employment polarization is immediately apparent whereas in theScandinavian countriesdue to the high cost of public welfare, though in different terms to those in theregulative regime have been passed, engenders rampant chronic poverty. It ispublic services cannot hold out beyond a certain level of growth in tertiarizationrather, from the fact that even the combination of innovative families and basicgies and in small family enterprises in general. Growing tensions have derived,and the parallel fragmentation of the social fabric. Here, too, difficulties ariseeconomic growth. This obstacle has been overcome, at least in the dynamicof unpaid female domestic and care work. The latter path has not entered intosocial-democratic path it is concealed by the particular conditions ofgrowth of poorly guaranteed and badly paid jobs. Lastly, the conservative vari12; in addition, families (women) are unable to withstand beyond a certain point the excessive load of responsibility in the systems ofcaring, above all under demographic conditions characterized by familyinstability and the multiplication of increasingly sophisticated and special careneeds within a heavily bureaucratized framework. 13 12 In the case of the conservative variants, the unsustainable circuits of public spending are produced by the transfers to families, pensions systems, measures in favour of greaterselectivity of the labour supply and the cost of caring (Esping-Andersen, 1996). 13 pression in the monetary and financial forms which attract the attention of scholars andpoliticians. Think for instance of the tensions between, on the one hand, the developmentof women\"s individual identities and access to education and specialization, necessary alsocontradictions that have not been explored in depth, also because they rarely find ex-The implementation of the conservative variants of welfare capitalism comprise various 10 As Gershuny (1978) point out, the spread of self-service is the only element technical and organizational potential is widely exploited in all social contextsself-service. However, Gershuny\"s hypothesis notwithstanding, no society todayable to curb the destabilizing circuits of tertiarization. Rising demand for serv-ices gives rise to demand for durable goods for self-provision of these sameservices; such goods include motor-cars, video-recorders, computers, vendingmachines, do-it-yourself tools. Low-productivity labor is supplied at no cost bythe user without any serious repercussions in terms of social inequalities while,in general, the firms producing the durable goods are able to raise productivityand, by reducing working hours, give their workers more time to dedicate tocan be seen to be moving towards generalized self-service, even though itsqualities, employment polarization and social exclusion.starting with the laissez-faire variants in which the marked spread of self-servicehas checked neither tertiarization nor manifest employment polarization. Theself-service factor complicates the picture of the transformations in industrialsocieties, but it seems unable to lessen the tertiarization circuit\"s destabilizingimpact on employment regimes, which cumulates in the other three compo-nents in the mixes. On the contrary, self-service appears to be more consonantwith laissez-faire regimes and to accentuate further tendencies towards ine-in the mix that is, in theory, compatible with systems of regulation and hence This incapacity on the part of self-service transformations to modify the advantaged by the spread of self-service systems. Furthermore, an importantthe difficulty in adapting to the standard conditions of self-supply; there arelimit to self-service transformationspoor or disabled subjects who are unable to use self-service and are thus dis-destabilizing effects of tertiarization can be explained. The qualitative and inter-some wealthy subjects who continue to be the receivers of services and manypersonal nature of the process of utilization in many services makes a general-ized extension of self-service impossible. The impact of inequalities is seen in 14, understood in the broad sense of, for exbility and reversibility of public spending and in any case gives further impetusto the benefit of private cars. It has underpinned expansion in a branch ofto tertiarization. Consider the impact of the transformation of transport systemsmatics, lies in their requiring costly public investment, which reduces the flexi-ample, the revolution in private car transport or that in television and inforin order to implement the role of housewife in advanced bureaucratized societies and, on the other, the persistent discouragement of educated women to start paid work. 14 petrol), 2) collective investment in material (\"hardware\") infrastructure (e.g. roads, broad-equipment); unpaid \"informal\" labour, using the first three elements to produce the finalgrammes), and other intermediate consumer services (such as maintenance of domesticcasting networks); 3) provision of non-material activities (\"software-activities\", e.g. TV pro-service-functions (e.g. driving a private car).\"sary materials), typically by the individual or household seeking the service (e.g. cars, TV,tions, depends on four preconditions: \"1) investment in equipment (and purchase of neces-the broad sense, not just simply the spread of self-service shops, restaurants or petrol sta-According to Gershuny and Miles (1983: 84-5), a transformation along self-service lines in 11 manufacturing (the motor industry) that is subject to increases in labor proopening up a new front for expenditure that could in no way entirely replace thatductivity and became the symbol of the intensive historical phase. At the sametime, it diverted a large part of public investment from collective transport to thebuilding of infrastructures for the motor-car. This has helped to widen the ine-quality between those who can afford a car and the users of public transport,less efficient and more expensive following decreased investment. And it hasimpeded neither the rise in public spending (in a certain sense, it has fed it byon collective transport) nor tertiarization, which has been fuelled by the prolif-eration of car-repair shops, car and spare parts dealers, petrol stations and soon. In conclusion, the polarization of employment regimes, brought about more guarantee of stability, income and working conditions to enable full and perma-as, conversely, by the proliferation of work opportunities without sufficientnent integration into one\"s community of belonging.sion of manufacturing to resist fully. The critical tensions have not been engen-dered so much by overproduction of poorly educated and qualified labor supplyby the persistence of unpaid female care of family members. None of thesemodes, however, allows the regulative balances that developed with the expan-portion of public employment at relatively subventioned conditions and in otherseven if in some variants of welfare capitalism it is partially hidden by higher pro-by tertiarization than industrial restructuring, is as things stand unstoppable 3. Flexibility and heterogeneity in contemporary work biographies Industrial restructuring and tertiarization pose a series of difficulties for the is an all-round basic education, occupational training and refresher courses andthose who are unmarried have reached career levels on a par with unmarriedunmarried men. For obvious reasons, the exact converse applies to women:(with or without offspring) are on average decidedly more brilliant than those ofcontexts. At least as regards male professional careers, those of married mencontinual support of a dedicated family is still useful, even in the less familistica welfare system that guarantees physical health and mental alertness; but themen, while those who are married lag far behind, especially when comparedon intense work tempos and the fragmentation of tasks. What is needed todaylorist organization of work, which used poorly qualified labor and relied entirelyvent of automated and computerized systems have meant the end of the Tay-port and selection. On the contrary, the further rise in productivity and the ad-to sustain high-productivity work careers with highly articulated systems of sup-sive historical cycle. On the one hand, these processes do not reduce the needforms of regulation of the employment regimes that developed during the inten12 with married men (Facchini, 1997). The simple explanation for this starts from mitment by the husband nor servants, babysitters or housekeepers are an ef-the observation that all the intensive breadwinner and gender-based division oflabor regimes have been constructed on the complementarity between the hus-band\"s performance in his work career and the specialization and dedication ofthe wife in supporting and care activities. Career women, therefore, find them-selves in work itineraries that require a high degree of supporting care (thattypically supplied by a wife) but which they are generally unable to obtain.Hochschild\"s research clearly shows that neither an, unusual, domestic com-fective way of dealing with the deficit in care support, particularly where thereare small children (Hochschild, 1989). Within the transformations under way, moreover, the decline in high-proprivileges from high productivity in ways that contrast with those of otherworkers. The familial synthesis of socio-employment equilibria in the adult malehead of the household on a family income is working less and less as a reducerof imbalances and employment polarization.tional mechanisms of market competition. All this signifies that the selectionand support of high-productivity and constant-income forms of work continuesto be a requirement for regulation and that a minority of workers only enjoy thefessional responsibility may be even higher than that caused by the produc-sional fields, and in political bureaucracy and public and private welfare serv-research, advertising and marketing, data elaboration and diffusion), in profes-careers in the advanced tertiary sector (banking, financial services, industrialductivity careers in manufacturing is counterbalanced by the increase in similarices. In many cases, the stressful intensity of political competition and proOn the other hand, the current employment transformations are giving rise to low-productivity and specialized 15 work opportunities that have undermined of micro firms and the modification of female domestic segregation in the Italianlabor regulation regimes, because they hit the forms of social integration builtness, low-income jobs are becoming more and more an open wound in theor German way: none of these is any longer sufficient. Flexibility, precarious-ating areas of chronic social disadvantage. The broad reach of public serviceswith high American-style mobility, the technological and innovative adaptationalong Swedish lines, a marked spread of precarious work though hand in handthe capacity of regulatory systems to complement such situations without cre15 In many care jobs, professional competence is conventionally devalued by the fact that example, doctors and psychiatrists) and the professions held to be more general and closethe capitalist circuit and require long periods of professional training - the clearest exampleto the activities free of charge by women; they slide down the scale even when they enteris that of the nursing profession.tween the specialist care professions, among the most highly paid and esteemed (like, fordertaken by wives or mothers at no cost. In this case, there is a persistent polarization be-such activities have not entirely entered the capitalist circuit and are, at least in part, un13 on fragile balances dictated by the need to support high-productivity employment profiles. The search for flexibility together with social integration has relaunched self-employment and family micro businesses also in contexts of high prole-tarianization 16. On the whole, the dualism of the more intensive and productive work-intensive low-qualified personal care.organization of micro enterprises. On this front, artisanal and manufacturingtions are not valid for the entire heterogeneous sector of services, above all forthat have offset the disadvantages from low economies of scale. But such solu-to microelectronics) and, in some contexts, from local organizational networksprises but subsequently adaptable on a reduced scale (from electrical systemsfirms have been able to benefit from technologies developed by large enter-sibility to raise the productivity of more discontinuous forms of work within therequire a stable solidarity-based family and social fabric and the technical pos-be applied in all the diverse contexts and areas of working activity because theyexample, of rural indigence). These virtuous complementary conditions cannotsive working life, reinventing or adapting a subsistence economy (typical, foroffset by innovations that exploit flexibility rather than by lengthening the exten-ployment holds as a mode of regulation where the gap in productivity can beforms of wage labor and the more extensive and flexible forms of self-emWhat was said above with regard to self-employed careers and those in these reasons the vitality of self-employment and of micro enterprises does notcontext, and on the other innovative circuits that create a balance betweentions socialized into behaviour and expectations typical of a high-productivitycuits, which are in growing difficulty and less and less feasible for new genera-ily businesses a growing rift is opening up between, on one side, traditional cir-regulation that these modes entail. Even within self-employment and small fam-between the diffusion of more flexible work modes and the deficit in socialconstitute a generally applicable solution vis-\u00e0-vis the need to find a balancemicro enterprises in agriculture and the traditional tertiary sector in Spain andand standard of living and a general expectation of upward social mobility. Forpensate for low labor productivity in social and cultural contexts with a high costutilization of family, kinship and community solidarity are no longer able to com-munity of belonging. The extension of working times and lives and the greatersurvival at acceptable standards of life and for acceptance in one\"s own com-less desirable as they do not provide sufficient material and social resources forsouthern Italy also applies to this area. Namely, work itineraries are less and 16 Among European countries, the UK is the one that, starting from a low level, shows the reduction in the self-employed in agriculture and, to a lesser extent, in the more traditionalsectors of trade and handicraft. In these countries, too, the share of self-employed workersin the advanced tertiary sector and some branches of industry is rising.the same share; but this does not go against the underlying trend. The decline is due to theEurope, where levels are still decidedly higher than the average, show a slight decline inbiggest increases in the share of self-employed. In contrast, the countries of southern 14 flexibility and acceptable life conditions but which cannot be extended to all sectors of the economy and are unlikely to get a foothold in contexts character-ized by social disintegration 17. Demographic transformations also help to destabilize the regulation of geneity of family forms, characterized by rising proportions of single-parent andabove all to the detriment of those situations in which kinship solidarity consti-working lives. Besides longevity, the instability of marriage and low fertility ratesare modifying the interface between family support and working careers in thedirection of a growing polarization between more stable and more unstable andsocially isolated family situations. Not only do nuclear families based on a cou-ple with young dependent offspring occupy a decreasing part of the life cycle,ous conditions. Furthermore, the drop in fertility weakens kinship networkstutes a resource for micro entrepreneurship and family care work. The hetero-the population still depends on a single low income, which is increasingly re-they also involve a declining share of the population in ever more heterogene-reassembled families and single person units, intersects with the polarizationbetween families sustained by a single high income or many incomes and thosesustained by a single, and more and more frequently, discontinuous income orexcluded form work and forced to turn to welfare (Pahl, 1988 and 1988a). Inother words, whereas increasing economic demands make it necessary for allplural households to rely on more than one source of income, a large share offlected in the spread of poverty 18. Pahl, moreover, insists on another worrying standard of living vis-\u00e0-vis that of low-income groups. Under these conditions,middle-income families who are well inserted in a stable social fabric, especiallycome merely an opportunity for middle-income groups further to improve theirdecades ago was a defensive strategy of the poorest rural families has now be-of self-provided consumption. Another way of putting it is that what until a fewand degraded social situations are excluded also from these modernized formsif they are homeowners. Low- or precarious-income families in more unstableaspect of this transformation. Multi-income families make many acquaintancesby household members using state-of-the-art equipment - are only feasible for1990; 1992; 1995). In addition, self-provisioning opportunities - all those repairsuch acquaintances in order to change a difficult employment situation (Morris,ported by unemployed or precarious workers, which are even more in need ofing jobs for their children or kin. This is not the case, however, for families sup-during work which are useful for improving their own working careers and find-and improvement activities related to one\"s own life and dwelling done directly 17 In the Italian case, the persistent division between the more dynamic centre-north, with its lower rates of unemployment, and the south, underdeveloped and characterized by veryhigh rates of joblessness is also the outcome of the strong diffusion of small dynamic firmsin the north, while in the south predominate inefficient traditional enterprises in agriculture,building, petty commerce and services, which are unable to provide new jobs for youngpeople. 18 concentration of poverty in urban areas in the south (see Mingione, 1996).In the case of Italy, this process provides the most convincing explanation for the growing 15 therefore, the rift between \"work-rich families\" and \"work-poor families\" turns into a real circuit of social polarization (Pahl, 1988a). The big employment changes of the last few decades have been variously interpreted as contingent phenomena that require modifications to the iron lawsof market mechanisms or as an epochal transformation of the same mecha-nisms, now at the mythical stage of globalization. However, market tensionshave long since learned to cross borders, though obviously in historicallychanging ways. It has been above all the debates on informal activities andjobs 19 and, subsequently, that on the formation of an underclass 20 - a group institutionally and chronically excluded from opportunities and life conditions typi-cal of one\"s own community - and on social exclusion which have pointed to thenode of the social regulation of working activities as a critical point in the trans-formations under way. We can speak of a crisis in wage-work regulative regimes not so much bedemographic conditions that are developing, these same regimes engenderrising levels of social disintegration that end up eroding the potential for coop-in a social order.the market paradigm still believe - but because, under the economic, social andtition - this is what the majority of politicians and social scientists conditioned bycause they are too rigid and costly vis-\u00e0-vis the new demands of global compe-eration indispensable for the functioning of an economy, necessarily embedded The fundamental question, therefore, is not the direct cost or education and training of labor in high-productivity manufacturing and economic services ex-posed to international competition. These sectors employ a declining share ofthe workforce. Their capacity to control the relation between the cost of laborand productivity and market share depends on social and political factors that 19 The debate on informal activities in the industrialized countries went through a particularly the industrialized countries to indicate no longer a sector and a particular locality but activi-Berndt, 1981; Pahl 1984).without a contract, national insurance and taxation) (Ferman et al., 1978; Ferman andlation of existing regulations (like undeclared multiple activities and work as an employeecorded and taxed (like occasional jobs and self-provisioning) or they are carried out in vio-city (Accra in Ghana), characterized by a persistent mix of subsistence activities with pre-ties and forms of work that avoid state controls because either they are not identified, re-carious market-oriented jobs. Towards the end of the 1970s, the term was imported into(1973) in a study for the International Labour Bureau on the urban economy of an Africanintensive phase during the 1980s. The term \"informal\" was used for the first time by Hart 20 social exclusion came much more recently into the debate, also at an official level, withinthe countries of the European Union (Castel, 1995 and 1995a; Silver 1996). See the firstconcepts of Afro-Americans concentrated in the big city ghettos (Wilson, 1987 and 1990) while that ofThe term \"underclass\" was created in the US with particularly in mind the life conditions ofand last chapters of Mingione (1996a) for a discussion of the connection between the two underclass and social exclusion and for references to the relevant literature. 16 explain why in the global economy highly diversified wage levels can continue side by side and why industrial restructuring has been intense but only under-mined the productive hierarchy to a limited extent. It is the division of labortypical of high-productivity wage regimes that has entered into a crisis since theever widening area of social care activities, unpaid or too low-paid to be eco-nomically viable, has outstripped the redistributive capacities developed in vari-ous ways by the intensive regimes. 21 The crisis of the intensive division of labor is reflected in two distinct synatypical forms of work, the more the crisis is reflected directly in increasing pov-terpreted as regulative innovation strategies. It is for this reason that neither theUK. Both these processes are syndromes of the crisis and thus cannot be in-erty and forms of social exclusion, as is the case above all in the US and theall-out defence of welfare programmes nor deregulation are giving rise to newbutive modes are allowed to decline so as to foster the spread of flexible andas happens above all in continental Europe. Conversely, the more the redistri-social care, the more the crisis takes on the form of growing costs and rigidity,redistributive modes are defended and extended to offset the growing deficits inand lasting prospects of synergy between economy and society.dromes present to varying degrees in all the models and variants. The more the 4. The confines of inclusion and exclusion in diverse socioeconomic contexts The problem of social exclusion lies not so much in the presence or extent of tors that, in turn, fed further economic growth. In a certain sense, rural indi-inequalities or social unease. The intensive regimes were characterized bymarked inequalities and widely felt unease. But both phenomena were attenu-ated by the growth dynamics and redistributive mechanisms that preventedconditions of chronic disadvantage from crystallizing and transformed bothtransitory problem syndromes and structural discrimination into synergetic fac-gence, the extremely tough social selection of immigrants, minorities and recenturban migrants, and gender discrimination constituted essential key ingredientsin feeding intensive growth and consolidating the forms of social integration 21 The crisis of the redistributive balance takes place also in the conservative variants of weleroded by the decline of stable forms of male employment and by the fiscal crisis of theversification of household forms and the massive, even if delayed, entry of women into thestate confronted with increasingly complex and heterogeneous needs. On the other, the di-labor market weaken the efficacy of the familial micro redistribution processes.in the family. On the one side, the support of the family wage by public transfer payments issistently large part of care and support activities takes place in terms of unpaid female workfare capitalism even if it is less visible from a macro redistributive point of view as a per17 typical of that historical cycle. Today, on the contrary, the flexibilization of costs and does not lead to sufficient advantages favouring further growthworking careers and the instability and heterogeneity of family biographies re-flect not only a higher degree of individualism and freedom of choice. Becausethe new production regime enforces discontinuities and frequent passagesthrough situations in which individuals are not sufficiently protected by family,community, work or state resources, many people end up in difficulties thattend to become chronic and, hence, with a large deficit in social integration.This deficit consolidates an area of disadvantage which has high economic 22. The failure of the current large-scale strategies for attacking or defending lems for the state\"s finances and inhibit the development of innovative forms ofalso do not engender competitive conditions leading to economic superiority inthe intensive welfare balances confirms the diagnosis: the transition requires aredesigning of social regulation that cannot be obtained by speeding up theprocess of rendering family and work biographies more precarious or by de-fending to the utmost the guarantees and divisions typical of the welfaresystems. Indeed, apart from partial, sectorial and temporary outcomes, byspeeding up the dismantlement of welfare the strategies accompanying thetransformation not only increase the production of poverty and exclusion, butopposite pole, all-out defence of welfare institutions does not just create prob-strategies for attaining goals of economic efficiency and prosperity.economic organization; it is not even able to check the erosion of integrationbalances, as the cases of the countries in continental Europe demonstrate.Before concluding, we need to return to the social exclusion syndromes in thediverse models of welfare capitalism in order better to understand why flexibili-zation and deregulation or the defence of intensive-regime institutions andguarantees cannot succeed by themselves in bringing about new dynamicgrowth regimes, even though they are largely dominant as feasible politicalthe global market, as demonstrated by the cases of the UK and the US. At the In the case of the US and the variants of the laissez-faire model, the last workers on inadequate incomes and widen the gap between areas of societydisadvantaged areas. Within these models the social crisis is alarming and re-where the advantages of financial speculation are concentrated and chronicallytwenty years have been dominated by strategies of privatization that foster theing but, at the same time, they create a large number of families supported bycontext. These strategies manage to contain unemployment and public spend-spread of atypical jobs within an unstable and heterogeneous demographic 22 In a recent article significantly entitled \"Positive functions of the undeserving poor: uses of the detriment of the excluded. The American sociologist\"s thinking is plausible but under-estimates the impact of the erosion of sociality bonds and, consequently, of the minimumconditions permitting economic cooperation.and failure that ends by consolidating the social links between those who are integrated toacutest forms of poverty, especially in terms of drawing an artificial line between successthe underclass in America\", Gans (1994) dwells on the functions taken on by even the 18 gards above all the fact that a sizeable minority, generally segregated in ghettos or rundown neighbourhoods in big cities, endures very hard life condi-tions, is cut off from any prospects, opportunities and rights and has no hope ofbenefiting from any upturns in the economy because overwhelmed by a maligncircuit of drift that is difficult to stop 23. But the real problem is that from a strictly worsening social climate lead to difficulties in the training, selection and supportnificantable to penetration by foreign capital. In this respect, the case of the UK is sig-of high-productivity workers and, hence, render the industrial structures vulner-work careers are concentrated above all in services while deregulation and thein terms of competitivity and development. The effects from the flexibilization ofeconomic standpoint, these strategies do not bring any significant advantages 24. From an economistic point of view, the UK today is to be envied: state fitions. So today, on the economic front, \"...British manufactures have \"the worstearned in private services and the new industrial structure, decentralized fromneous familial configurations supported by low and discontinuous incomesAt the same time, on the social front, a high and growing number of heteroge-sary to reap the traditional benefits of economies of scale\" (Rubery, 1994: 336).added, small batch production but denied the stability and size of orders neces-of all worlds\", lacking the independence and power to move into high-value-and an economy based on low wages and scarcely regulated working condi-industrialization (Massey and Meagan, 1982). The Thatcher reforms completedsuited to the requirements of the intensive cycle has been swept aside by de-is anything but rosy. The old manufacturing machinery that was already ill-market and dismantling of welfare guarantees, the economic and social picturegrowth. But underlying this miracle, based on the flexibilization of the labornances in order; falling rate of unemployment; above-average economicthe job by undermining welfare guarantees in favour of financial specialization 23 It is above all the recent literature on the ghetto poor and the underclass in the US that has malign circuits having an also negative economic effect (see Wilson, 1987, 1993, andRican minorities that have remained segregated in the big city ghettos after the relocationminorities, starting with the substantial and growing group of Central-American immigrantsing problems in the American case is that the exclusion syndromes are spreading to otherof the new middle classes from these communities to the suburbs. One of the most worry-brought into focus the interweaving of and prospects for the exclusion syndromes asdrift towards marginalization. This situation affects above all a part of the black and Puertoenvironmental and working conditions and of their impact in terms of making irreversiblecases a thorough study has been carried out of the negative intertwining between social,1996; Massey and Denton, 1993; Katz, 1993; Kazepov and Mingione, 1994). In these(Moore and Pinderhughes, 1993). 24 compete for jobs and for trade on the basis of low wage levels, even at the expense of pro-used to provide flexibility to the the large and dominant retail chains and not to enhance theductivity....Flexibility in the production systems in many consumer industries has thus beenmarket position of the producer.\"skill, high-value-added model for the future of an integrated Europe....The UK is content tobecoming notorious within the European Union as the one country not to endorse the high-Rubery (1994: 335-6) points out the most significant aspects of this syndrome. \"Britain is 19 abroad and dominated by commercial considerations, or excluded from the labor market (Buck, 1996) lie below the poverty line and passively submit to astrong attack on social integration 25. The erosion of a minimum climate of cocesses of underdevelopment rather than to produce synergies between differ-on exclusion and lead to tensions that risk bringing about a further deteriora-fined to low-income part-time jobs. The basic picture is worrying because theprivate tertiary sector and the single-income families supported by women con-poorly educated West-Indian minority destined for the more humble jobs in theThose most hit by exclusion syndromes are above all the former working-classvanced, although it has not reached the level of acceleration typical of the US.operation indispensable for sustaining a market economy is already far ad-population no opportunities for escaping from difficult life conditions, borderingpopulation in the de-industrialized cities, like Liverpool and Newcastle, the moretional scale and for an increasingly speculation-oriented elite. Under differenttion. The inability to modernize and innovate the educational and vocationaltraining systems, the abandonment of preventive policies in health and deviantcrime, and the deterioration in public services enlarge, in connection with thegreater instability of family and work biographies, the bottom layer of the popu-lation at risk of marginalization. All this, while increasing advantages are beingcumulated for an industrial structure that is less and less controllable on a na-conditions, models of this kind appear to renew a circuit typically found in pro-ent conditions of economic growth and forms of regulation compatible with thenew features of individualism and familial and occupational instability.partial economic success of this model offers this growing minority of the The case of the UK helps to show that the new regulatory models for power and in a, though decreasing, technological supremacy.from the low unemployment levels and increasing cheap flexible and atypicalhegemony of the US and are still reflected in the country\"s political and military(Sassen, 1991 and 1996). These phenomena were inherited from the intensiveand the expansion of employment in the tertiary economy of global citieslabor, above all in private services, but also from the strong financial drainageversion since the latter is founded on the transformation of the dualism betweenregimes. In this case, the appearance of economic success derives not onlytransition erodes the prospects of mobility that characterized the intensiveimmigrants and minorities towards a heightened polarization, in which thethe official high-productivity economy and the poor but dynamic economies ofunstable employment conditions. The US confirms this hypothesis in a differentfragmented societies cannot rest on the low cost of labor and flexible and 25 Particularly evident is the increasing poverty among \"...women not embedded in the rising numbers of vulnerable familial configurations and poor employment opportunities andbiographies -in the UK women jobs are above all part-time - that produces the increase infemale poverty.second-income-earner status\" (Rubery, 1994: 349). In this case too, it is the combination ofstandard nuclear family, as women\"s wage and employment opportunities are still geared to 20 However, also the American model has its costs and negative synergies. It cess to adequate educational and training services. Thus, a clear rift is openingcept worse employment conditions and of young people with an average edu-of the intensive synergy. On both fronts, areas of chronic marginalization aregration of increasing masses of immigrants and fed the dynamic dualism typicalgrated groups, and the conditions for economic mobility that allowed the inte-stratum of blue- and white-collar workers, employed in the large vertically inte-dations of social stability that guaranteed living conditions for a broad middletrol and repression (police forces and prisons, the legal system) is high anding number of middle-aged subjects who are made redundant and forced to ac-below the poverty line among industrial countries or that the cost of social con-years the US has held the negative record for the highest share of populationminorities in the big city ghettos are trapped, or the fact that for the last twentyis not only a question of the critical situation in which the most disadvantagedgrowing out of control. The American model is now undermining both the foun-destiny of a high number of Central American immigrants who stay trapped incation and high expectations who remain trapped in unstable and underpaidwork itineraries in private services. In the second case, there is the uncertainprecarious employment with no outlets either in ethnic enclaves or through oc-cupational promotion. Here we have, among other things, a slice of the popula-tion at a high level of fertility in which precocious and numerous families areformed and whose children suffer discrimination in terms of language and ac-up between the demographically more dynamic part and the rest of the Ameri-can population. The uncheckable rising poverty among Hispanics and theparallel discrimination and closure towards clandestine immigrants are signsthat a period is coming to a close in which immigration was a process with ahigh human cost, but was undoubtedly significant for its synergy with the modelof economic development centred on the growth of big high-productivity in-dustry and consumerism.emerging that bring no economic benefits. In the first case, there is an increasIn almost all the other variants, strategies in defence of welfare tend to predifficult social situations. This kind of approach is generally opposed by econo-to keep a certain degree of control over the destabilization of the social situa-welfarist policies since they are sensitive to the fact that such policies are ableof growth. Sociologists, on the contrary, are in principle more favourable toflexible low-cost forms of work that, in theory, should encourage a new processmists as it leads to increasing costs and rigidities and hinders the spread oftion and to check the faster development of chronic poverty and exclusion;the population, and leaves few resources for the protection of a growing area ofsive protection favouring breadwinner regimes, covering a declining share ofthe problems caused by the transition, above all because it reproposes exces-Nor does the defence of welfare structures represent an innovative answer toorganized trade unions, and by the financial problems besetting national states.litions, more or less favourable to the socialdemocratic regime of rights won byvail even if in circumstances marked by the alternation of different political coa21 moreover, they are more sceptical about the prospects for growth models based on low-cost labor. In this debate, the importance that sociologists at-tribute to medium- and long-term prospects and to the phenomena of\"reflexivity\" of social constructions also comes into play. In this sense, it is as-sumed that by destroying the potential for cooperation, the complicated inter-play of feedback and unexpected effects causes irreversible and unforeseeabledamage not only to the social order but also to economic equilibria 26. The more fragile confines of the defence of welfarist structures are marked by two interconnected questions: immigration and unemployment 27. All adfor use in low-cost services clashes with a climate of intolerance fuelled also byare exposed to the perverse circuit of discrimination. The contextual rise in un-be confined in the least skilled services and at the same time show a deficit incontinuous work opportunities that meet the expectations of the indigenouspopulation. This represents a problematical combination for the social and eco-nomic structures. The immigrants are indispensable for keeping down the costof increasingly privatized services; but it is precisely for this reason that they areconfined in an area of persistent marginality with low incomes and limited ac-cess to citizenship rights. Masses of drifting immigrants from a wide variety ofvanced industrial societies, characterized by a radical tertiarization and a re-localities have few possibilities of consolidating forms of ethnic solidarity andpolitical circuit conditioned by a besieged fortress mentality according to whichsources away from the indigenous population, thereby activating a controversialin the creation of an area of uncontrollable social exclusion.major countries of continental Europe are plagued by this problem, which endsitineraries of even selective integration of immigrants problematical. All thesince tailored to the requirement of holding down the cost of services, makesthe fact that the very scarcity of the resources available for immigrant insertion,employment levels encourages the belief that immigrants take jobs and re-and their security. The need to keep the borders open to a quota of immigrantsa mass of foreigners, beggars and deviants undermine citizens\" living conditionsduced demographic dynamic, are attracting a growing number of immigrants to 26 See apropos, among others, Boudon, 1984; Bauman, 1993; Giddens, 1990 and 1991; Beck, Giddens and Lash, 1994 and also the essay by the intellectual financier Soros (1997)on the open society. 27 The only exception of some weight is Japan, where both the growing migratory invasion,which is also, within certain limits, beginning to be a problem (Sassen, 1991) and rising un-employment are kept under tighter control by the rigid dualistic balances between core ances are in crisis because overextensive subsidiary sectors and more and more fragilefamilies overburdened with responsibilities are unable to complement further the develop-ments of the big groups, increasingly oriented towards global financial speculation.acterized by heavy discrimination against women. But in this case too, the intensive bal-sectors, subsidiary sectors and the complementary role of family and kin, as always char22 On the unemployment front, the situation is just as controversial and engenders moves to destabilize welfare structures that follow two different linesaccording to whether the unemployed receive benefit, as in the socialdemoc-ratic and statist variants, or do not receive any public income supplement, as inthe familistic variants (Therborn, 1986; Pugliese, 1993) 28. In the first case, the tion of sufficiently stable and adequately paid job opportunities. On the otherof the occupational system is required that can rediscover care and support ac-nomena. In order to address the question structurally, a radical transformationimposed by high productivity and are less and less sensitive to cyclical phe-hand, employment trends cannot be manipulated within the dualistic structurewhich is inevitably translated into the undermining of social support and thethe context of an employment structure that is producing a diminishing propor-short on all sides and this is giving rise to conflicts that are difficult to control inwidening of the area at risk of exclusion. The welfare blanket has become toosustaining work opportunities.and forces reductions in benefits and\/or cuts in other welfare programmes,structural increase in unemployment has direct repercussions on state financestivities and redistribute productive tasks so as to close the deficit in socially selfIn the familistic variants, unemployment chiefly translates into a block on without opening up deep splits in the existing social and economic fabric.1996). Joblessness and poverty tend to be concentrated in the depressed re-Pugliese, 1994 and 1995; Reyneri, 1996). Generally speaking, the unemployedare not maintained by state benefits but by their families during the long periodsof waiting, or they live on their wits and do black work and occasional jobs. Thehigh levels of long-term unemployment fuel the spread of economic povertyeven though most poor families are not such due to the family head being job-less and the majority of the unemployed do not live in poor families (Mingione,new one after an interruption due to maternity (Pugliese, 1993; Mingione andcial circumstances, is too short to cover the problems arising from the transitiondistricts in the big cities. Here perverse circuits and areas of chronic social dis-advantage come into being that turn into forms of exclusion, different in kind butwith a potential to undermine social cohesion equal to those affecting the ghettopoor in the big American cities (Morlicchio, 1996 and 1996a). In these casesalso, the welfare blanket, in its historically structured form and limited by finan-gions and in areas badly affected by de-industrialization, above all in certainentering the world of work for young people and women seeking a first job or a 28 The main difference is between a large majority of the unemployed supported by unementitled to any public transfer payments and survive because they are supported by thefamily and\/or by access to casual and temporary informal jobs, as is the case in southernEuropean countries.European countries and a large majority of the unemployed, young or female, who are notployment benefits or, at least, by reasonably high minimum income subsides in central 23 In short, neither the approaches based on liberalization nor those in defence of welfare regimes are framing the regulative perspectives typical offragmented societies. The third ways already exist but are not very visible andcannot be generalized, given that fragmentation leads to considerabledishomogeneity and the spread of local and sectorial experiences differing theone from the other. At this point, some conclusive remarks can be made on what are the main reduce unemployment without any effect on the level of poverty, the new flexi-recently shown, where a large amount of voluntary part-time work has helped tocultural and social conditions of their own community of belonging.antees and protection that allow unstable and atypical workers to live in thetion. This is only the case, however, when they come with new kinds of guar-ble work itineraries do not automatically lead to a rising deficit in social integra-integration mechanisms, which through a varied set of redistributive processescome or with inadequate and discontinuous incomes. As the Dutch case has(public or familial) made social inclusion possible also for subjects with no in-poorly paid work. This process helps to disarm the typically intensive (Fordist)unemployment rates and the spread of heterogeneous, unstable and, often,has been seen, the employment transition brings about varied mixes of highcritical nodes in the regulative reshaping of the transformation in progress. As The most important question emerging from our investigation is that the dicialization processes and the structuring of gender differences. In this sense,now suffocating division between reproductive activities of low economic valuetensive regimes and cannot hold any further. The reproductive area, devaluedby the advent of monetary economies, can no longer remain self-supporting; atthe same time, however, it has become too costly to be maintained by a smallerand smaller productive sector stifled by a virtual financial economy many timeslarger than the real economy. The crisis of welfare and the bureaucratic appa-ratuses, the growing importance of solidarity and voluntary associations andnetworks, the emphasis on activities for the common good, the heterogeneousconfiguration of support systems, the innovative revitalization of reciprocity in-stitutions are the contradictory signals of this transition towards overcoming thevision between productive and reproductive activities, as it developed in theemphasis on equal opportunities - above all when accompanied by a less ca-nomic calculations and social regulation are still based, beginning with the so-and productive activities. The point is that it is on this very division that eco-economies, and the tendency to redesign working biographies in more flexibleand agencies of solidarity and voluntary work within the more dynamic localbution of care responsibilities -, the increasing importance of social networksreer-oriented downsizing of male occupational itineraries in favour of a redistri-terms, with breaks for vocational training, cultural improvement and taking ontransition. The massive entry of women into continuous work itineraries and thethe construction of new regulative balances constitutes an extremely difficultbuilding of industrial economies, has been taken to its utmost limits by the in24 social responsibilities, are currents of transformation that can be useful for building new balances. These tendencies, however, meet with resistance notonly from the cultural set-ups that developed during the intensive cycle but alsofrom the strong claims made on the economy by the financial sector. The dis-cord in the European Union over the Maastricht parameters is an example of adifficult dilemma involving opposed visions: that favouring the framing of newrules for the embeddedment of economic life and that advocating the sacrificeof social balance to the financial benefits of monetary integration in an area ofproductional supremacy but growing social tensions. Another way or reading the transition\"s critical currents comes from the fact centred on the dominance of monetary relations. The question for the regula-ticable for linking on a large scale unused working energies with unsatisfied lifeof needs has broken down. The intensive balances leave a growing share oflabor power in a state of idleness or underemployment and, in parallel, anincreasing number of needs unmet in the sphere of poverty, marginalization\"iron\" rules of the market economy in which working activities and needs arerigidly measured in monetary terms. Self-consumption, unpaid reproductive ac-tivities, solidarity and social capital constitute marginal modalities within thissystem of rules for value-adding; hence they are, under many aspects, imprac-and exclusion (Lunghini, 1995). This widening imbalance is dictated by thetory patterns of future societies is whether a different balance is feasible, oneimportance of these invisible modalities, but always as appendices of a regimeneeds. The history of industrial growth models is paved with the \"submerged\"levels of cooperation indispensable for implementing socially embedded eco-end either in a growing deficit in sociality destined to jeopardize the minimumways of living that do not stifle the course of the monetary economy, but do notbinations of unused working energies and unsatisfied needs help to createnomic life.that is no longer subservient to the monetary regime and in which various com-that the minimum balance between utilization of potential labor and satisfaction 25 References Arrighi, G. (1994): The Long XX Century , London, Verso. Bauman, Z. (1993): Post- Modern Ethics , Oxford, Basil Blackwell. Beck, U., Giddens, A., Lash, S. (1994): Reflexive Modernization: Politics, Tradition and Aesthetics in The Modern Social Order , Cambridge, Polity Press. Benoit-Guilbot, O., Gallie, D. (1995): Long Term Unemployment , London, Pinter Publisher. Boudon, R. (1984): La place du d\u00e9sordre. 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Dabei konzentriert sich die Debatte auf die sogenannte 'Krise des Fl\u00e4chentarifvertrages': weniger Betriebe seien bereit, dieses Instrument anzuwenden. Die Schl\u00fcsselkategorien Dezentralisierung und Desorganisation werden h\u00e4ufig als Indikatoren daf\u00fcr herangezogen, um nachzuweisen, da\u00df das deutsche Modell seine etablierten Bahnen verlasse. Notwendig ist deshalb eine begriffliche Trennung zwischen Dezentralisierung von Regelungskompetenzen und der Desorganisation des Regulierungsmodells selbst. In diesem Beitrag wird der Frage nachgegangen, ob und inwieweit der eingetretene Dezentralisierungsprozess kollektivvertraglicher Regelungen zur Desorganisation des Systems industrieller Beziehungen f\u00fchrt. Standen in der Debatte \u00fcber die Integrationsprobleme der Tarifverb\u00e4nde bis in die 80er Jahre hinein die Gewerkschaften im Vordergrund, so werden mittlerweile die Desintegrationsprobleme im Arbeitgeberlager als mindestens ebenso problematisch angesehen, denn ohne die Bereitschaft der Unternehmen, sich verbandlich zu organisieren und die F\u00e4higkeit der Arbeitgeberverb\u00e4nde, kollektive Verhandlungen zuf\u00fchren, d\u00fcrfte das deutsche Modell tats\u00e4chlich bedroht sein. Die Herausforderungen f\u00fcr die kollektiven Akteure werden anhand von vier Optionen der Unternehmen spezifiziert. Exemplarisch werden zentrale Instrumente vorgestellt, mit denen die kollektiven Akteure bislang den Wandlungsprozessen begegnen. Diese Instrumente lassen sich, so die These, als kontrollierte Dezentralisierung fassen. Diese bisher vereinbarten institutionellen Differenzierungen gleichen Suchbewegungen nach neuen regulativen Antworten auf \u00f6konomische und soziale Ver\u00e4nderungen. Es wird davon ausgegangen, da\u00df mit den derzeitigen Umbr\u00fcchen, insbesondere der Produktionsstrukturen, die Verarbeitungskapazit\u00e4t des deutschen Systems industrieller Beziehungen schrumpft; seine etablierte Struktur dadurch jedoch nicht grundlegend gef\u00e4hrdet wird.\" (Autorenreferat)","portal_url":"http:\/\/sowiport.gesis.org\/search\/id\/gesis-solis-00256304","type":"publication","topic":["industrielle Beziehungen","Dezentralisation","Mitgliedschaft","Akteur","Fl\u00e4chentarifvertrag","Kollektivverhandlung","Deregulierung","Gewerkschaft","Arbeitgeberverband","Betriebsvereinbarung","Elektroindustrie","Metallindustrie","Bundesrepublik Deutschland"],"person":["Schr\u00f6der, Wolfgang","Weinert, Rainer"],"person_sort":"Schr\u00f6derWeinert","source":"In: Zeitschrift f\u00fcr Politikwissenschaft, Jg. 9, 1999, H. 4, 1295-1317","links":[],"subtype":"journal_article","publisher":"GESIS","database":"SOLIS - Sozialwissenschaftliches Literaturinformationssystem","document_type":"Zeitschriftenaufsatz","coreAuthor":["Schr\u00f6der, Wolfgang","Weinert, Rainer"],"coreJournalTitle":"Zeitschrift f\u00fcr Politikwissenschaft","coreZsband":"Jg. 9","coreZsnummer":"H. 4","corePagerange":"1295-1317","coredoctypelitadd":["Aufsatz"],"coreLanguage":["Deutsch (DE)"],"coreIssn":"1430-6387","data_source":"GESIS-Literaturpool","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":0,"index_source":"OUTCITE","literature_collection":"GESIS-Literaturpool"},"system_type":"BASE","doc_rank":2,"rid":28959630},{"_index":"gesis-21-05-2026-02-00-54","_id":"iab-litdok-I970416D01","_version":1,"_seq_no":84510,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"title":"Zwischen Deregulierung und Reorganisation : zur Zukunft der industriellen Beziehungen in Europa","id":"iab-litdok-I970416D01","date":"1997","date_recency":"1997","abstract":"\"Nach einem einf\u00fchrenden \u00dcberblick \u00fcber die Vielfalt kollektiver Arbeitsbeziehungen in Westeuropa, werden im zweiten Abschnitt die Herausforderungen durch den europ\u00e4ischen Binnenmarkt f\u00fcr kollektive Arbeitsbeziehungen behandelt. 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Die These des Beitrages ist, dass sich die deutschen Arbeitsbeziehungen zu einem mehrstufigen Verhandlungsmodell ver\u00e4ndern, innerhalb dessen die dezentralen Vereinbarungen an Relevanz gewinnen. Allerdings bleibt der Fl\u00e4chentarifvertrag die zentrale Referenzgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Mehrheit der dezentralen Vereinbarungen. Ein prominentes Beispiel fair diese Entwicklung ist das Volkswagen-Projekt '5.000 x 5.000'. Gleichzeitig gibt es gegenl\u00e4ufige Entwicklungen, die zu einer Ausweitung tarifpolitischer Kompetenzen auf der Ebene des Fl\u00e4chentarifvertrages f\u00fchren: beispielsweise die tarifliche Regelung einer privaten, kapitalgedeckten Zusatzrente. Auf europ\u00e4ischer Regulierungsebene wurde in den 90er Jahren ein wettbewerbspolitisches Paradigma in die europ\u00e4ische Lohnpolitik implementiert. W\u00e4hrend institutionalisierte Formen der Koordinierung von Geld- und Lohnpolitik unrealistisch sind, suchen die Gewerkschaften die Basis f\u00fcr eine eigene transnationale Koordinierungspolitik zu legen. Der erste Streik unter dem Euro im Fr\u00fchjahr 2002 in der deutschen Metallindustrie zeigt, dass weiterhin Handlungsspielr\u00e4ume f\u00fcr nationale Tarifpolitik bestehen.\" (Autorenreferat)","portal_url":"http:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/34455","type":"publication","topic":["Arbeitsbeziehungen","industrielle Beziehungen","europ\u00e4ische Integration","Exportwirtschaft","Dezentralisation","Tarifpolitik","Fl\u00e4chentarifvertrag","Lohnpolitik","Bundesrepublik Deutschland"],"person":["Schr\u00f6der, Wolfgang","Weinert, Rainer"],"person_sort":"Schr\u00f6derWeinert","source":"In: Industrielle Beziehungen : Zeitschrift f\u00fcr Arbeit, Organisation und Management, 10, 2003, 1, 97-117","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-344555"}],"subtype":"journal_article","document_type":"Zeitschriftenartikel","institutions":["Rainer Hampp Verlag"],"coreAuthor":["Schr\u00f6der, Wolfgang","Weinert, Rainer"],"coreSjahr":"2003","coreJournalTitle":"Industrielle Beziehungen : Zeitschrift f\u00fcr Arbeit, Organisation und Management","coreZsband":"10","coreZsnummer":"1","coreLanguage":"de","urn":"urn:nbn:de:0168-ssoar-344555","coreIssn":"0943-2779","data_source":"GESIS-SSOAR","index_source":"GESIS-SSOAR","database":"SSOAR - Social Science Open Access Repository","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":1,"metadata_quality":10,"full_text":" German metal industry 2002 demonstrates that there is space left for national wage policy. unions are seeking to lay the foundations of a co-ordination policy of their own. The strike in nstitutionalised forms of co-ordination of monetary and wage policy seem to be unrealistic, trade a paradigm driven by competitiveness was implemented that dominates wage policy. While collective bargaining partners to private pension schemes. At the European level in the 1990s, time developments in the opposite direction are taking place that extending the competences of the the majority of decentralised agreements relate to sectoral collective agreements (Fl\u00e4chentarifvertrag). One important example is the project \"5.000x5.000\" launched by Volkswagen. At the same Handlungsspielr\u00e4ume f\u00fcr nationale Tarifpolitik bestehen. gration. It is argued that a multilevel political bar gaining structure is emerging characterised by declining coverage and a quantitative and qualitative expansion of decentralised agreements. But Gewerkschaften die Basis f\u00fcr eine eigene trans nationale Koordinierungspolitik zu legen. Der erste Streik unter dem Euro im Fr\u00fchjahr 2002 in der deutschen Metallindustrie zeigt, dass weiterhin wettbewerbspolitisches Paradigma in die europ\u00e4i sche Lohnpolitik implementiert. W\u00e4hrend institutionalisierte Formen der Koordinierung von Geld- und Lohnpolitik unrealistisch sind, suchen die kapitalgedeckten Zusatzrente. Auf europ\u00e4ischer Regulierungsebene wurde in den 90er Jahren ein der Ebene des Fl\u00e4chentarifvertrages f\u00fchren: beispielsweise die tarifliche Regelung einer privaten, tig gibt es gegenl\u00e4ufige Entwicklungen, die zu einer Ausweitung tarifpolitischer Kompetenzen auf prominentes Beispiel f\u00fcr diese Entwicklung ist das Volkswagen-Projekt \"5.000x5.000\". Gleichzeisich die deutschen Arbeitsbeziehungen zu eine m mehrstufigen Verhandlungsmodell ver\u00e4ndern, innerhalb dessen die dezentralen Vereinbarungen an Re levanz gewinnen. Allerdings bleibt der Fl\u00e4chentarifvertrag die zentrale Referenzgr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die Mehrheit der dezentralen Vereinbarungen. Ein derungen einerseits und europ\u00e4ischer Integration andererseits. Die These des Beitrages ist, dass Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 97 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert * Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung. Oder \"Can the German Model Survive\"? ** Der Beitrag diskutiert den Wandel deutscher Arbeitsbeziehungen in der Exportindustrie durch die doppelte Herausforderung von betrieblichen sowie wohlfahrtsstaatlichen Strukturver\u00e4nBetween devolution to the company level and Europeanisation: or 'can the German model survive?' The article discusses changes in the German industrial relations system stemming from decentralisation and changes in the German welfare state as well as the effects of European inteKey words: German model, decentralization, differentiation, transnational co-ordination ____________________________________________________________________ * Wolfgang Schroeder, Jg. 1960, Dr. rer. pol., PD, Johann Wolfgang Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt am Main, Fachbereich Sozialwissenschafte n; Leiter des Referates f\u00fcr Europ\u00e4ische Tarifpolitik beim Hauptvorstand der IG Metall. Rainer Weinert, Jg. 1950, Dr. rer. pol., apl. Pr of., Freie Universit\u00e4t Berlin, Institut f\u00fcr Soziologie, Garystr. 55, D - 14195 Berlin. E-Mail: weinert.berlin@t-online.de. ** Der Beitrag fasst ausgew\u00e4hlte Ergebnisse aus de m Forschungsprojekt \"Die Zwangs-Europ\u00e4isierung industrieller Beziehungen. Institu tionelle Entkopplung, transnationa le Koalitionsbildungen und neue institutionelle Arrangements nach der Europ\u00e4isch en W\u00e4hrungsunion\" zusammen: das von der Deutschen Forschungsgemeinschaft im Rahmen des Schwer punktprogramms \"Regulier ung und Restrukturierung der Arbeit in den Spannungsfelder n von Globalisierung und Dezentralis ierung\" gef\u00f6rdert wurde. Artikel eingegangen: 27.10.2002 revidierte Fassung akzeptiert nach doppelt-blindem Begutachtungsverfahren: 18.12.2002. 98 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung Die industriellen Beziehungen der Bundesre publik werden derzeit einem vielfachen Ver\u00e4nderungsdruck ausgesetzt. Ne ben dem Anpassungsdr uck, der von Globalisierung und Europ\u00e4isierung ausgeht, ist au f den sozialen Wandel und die nachhaltigen Folgen der deutschen Einheit zu verwei sen. Seit einigen Jahren wird jedoch mit einer gewissen Fassungslosigkeit festgeste llt, dass die deutschen Arbeitsbeziehzungen trotz dieses vielf\u00e4ltigen Wandels ihrer Rahmenbedingungen und Grundlagen \"bemerkenswert stabil\" (f\u00fcr viele: Streeck 2001: 299) geblieben sind. Dieses Ergebnis ist in der Tat nicht erwa rtbar gewesen. Zwar trafen alle prognostizierten negativen Entwicklungen wie der R\u00fcckga ng der Mitgliedschaft in Gewerkschaften und Arbeitgeberverb\u00e4nden, Zunahme inner-organisatoris cher Konflikte vor allem in den Arbeitgeberverb\u00e4nden, Anstieg dezentraler Vereinbarungen und die Abnahme der Deckungsrate fl\u00e4chentarifvertraglicher Regelungen ein. Trotz dieser Erosionsprozesse ist das System der deutschen Arbeitsbezi ehzungen nicht aus dem Ruder gelaufen. Gleichwohl w\u00e4re es unzutreffend davon au szugehen, dass der Zu stand industrieller Beziehungen unproblematisch sei: Denn die deutschen Arbeitsbeziehungen sind mit einer doppelten Problemlage konfrontiert, di e ihren Bestand perspektivisch grundlegend gef\u00e4hrden k\u00f6nnte. Hierzu z\u00e4hlen als Er stes die Auswirkungen der europ\u00e4ischen Integration durch die Europ\u00e4isierung de r Geldpolitik und des Stabilit\u00e4ts- und Wachstumspaktes. Zweitens geht es um unt ernehmensspezifische Ver\u00e4nderungen und Anforderungen, die unter dem Stichwort de r \"Verbetrieblichung und Individualisierung\" diskutiert werden. Aufgrund seiner diesb ez\u00fcglich herausragende n Prominenz widmen wir uns dem sogenannten \"5.000x5.000\"-Pro jekt von Volkswagen. Neben Tendenzen, die sich m\u00f6glicherweise restrik tiv auf die Handlungsbedingungen der \u00fcberbetrieblichen Tarifakteure au swirken, sind aber auch Tr ends erkennbar, die den Fl\u00e4chentarifvertrag st\u00e4rken k\u00f6nnten. Gemein t sind neue Verha ndlungsgegenst\u00e4nde und Institutionen, die auf der Basis von Kollek tivvertr\u00e4genn bearbeitet werden. Ein prominentes Beispiel daf\u00fcr sind Tarifvertr\u00e4g e zur betrieblichen Alterssicherung. Der Beitrag analysiert die Wirkunge n von Verbetrieblichungsprozessen und Europ\u00e4isierungsdynamik in den exportorientiert en Hochburgen der de utschen verarbeitenden Industrie. 1 Die Ausgangsbeobachtung dieses Beitr ages ist, dass sich trotz aller Kontinuit\u00e4t deutliche Erosionserscheinunge n am tradierten Modell deutscher Arbeitsbeziehungen feststellen la ssen. Unsere Hypothese ist, dass die au\u00dferordentliche Konzentration auf den Fl\u00e4chentarifvertrag an Bedeutung verlie rt, ohne als Referenzgr\u00f6\u00dfe \u00fcberfl\u00fcssig zu werden, dass aber para llel dazu dezentrale betriebliche sowie 1 Wir beziehen uns zwar prim\u00e4r auf Regel ungen aus der Metall- und Elektroindustrie, die f\u00fcr den exportorientierten Sektor eine exemplar ische Relevanz haben. Die Regelung bei Volkswagen ist zwar ein sehr exponier tes Beispiel, aber durchaus nicht singul\u00e4r. Es lie\u00dfen sich andere, vergleichbare unternehmensspezifische Ve reinbarungen aufz\u00e4hlen, beispielsweise der Tarifvertrag bei dem Finanzdienstleister \"deb is\". Bei den europ\u00e4ischen Tarifkoordinierungen beziehen wir uns auf den europ\u00e4ischen Me tallgewerkschaftsbund (EMB), weil die lohnpolitische Koordinierungspraxis des EMB wegweisend f\u00fcr die anderen Branchenfederationen ist. Daf\u00fcr spricht, dass der EGB diese Praxis \u00fcbernommen hat. Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 99 zentrale Regelungen an Bedeutung gewinnen. In seiner \"Regierbarkeit\" wird dieses mehrstufige Verhandlungsmodell durch ne ue Regelungsarenen (Tripartismus) und Regelungsinhalte wie Renten (aber auch Qualifikationen) noch komplexer. Um die relative Stabilit\u00e4t deutscher Arbe itsbeziehungen zureic hend zu erfassen, greift eine isolierte Betrachtung der industrial relations zu kurz. Notwendig erscheint deren Modellierung innerhalb des deutschen Wohlfahrtsst aates. Diesbez\u00fcglich hat sich in den internationalen Sozialwi ssenschaften eine Ei nordnung des deutschen Wohlfahrtsstaates und seiner Arbeitsbezi ehungen durchgesetzt, wonach diese zwischen einem sozialdemokratisch dominiert en, mit zentralisierten Verhandlungssystemen ausgestatteten nordeurop\u00e4ischen Wohl fahrtskapitalismus auf der einen und einem rein marktf\u00f6rmigen, mit dezentralen Verhandlungssystemen ausgestatteten angels\u00e4chsischen Kapitalismus au f der anderen Seite verortet werden (Esping-Andersen 1990, Traxler 1997). Anschlussf\u00e4hig an di ese Debatte ist die These von Manfred G. Schmidt, der von einer str ukturellen \"Mittellage\" des de utschen Wohlfahrtsstaates spricht. 2 Das deutsche System werde durch dr ei Strukturkomponenten gepr\u00e4gt: 1. den sozialpartnerschaftlichen Arbeitsbeziehungen zwischen gut organisierten Verb\u00e4nden, 2. einer zentristischen Orientierung des Pa rteiensystems auf der Basis von \"Volksparteien\" sowie 3. einer politischen Ins titutionenordnung mit ihrem F\u00f6derativsystem, durch das de facto die jeweiligen Oppositi onsparteien auf Bundesebene immer auch in den Entscheidungsprozess integriert sind. Insofern pr\u00e4ge das deutsche System ein politischer Zwang zur Kooperation. Beim Part eiensystem sei au\u00dferdem bedeutsam, dass beide deutschen Volksp arteien, CDU\/CSU und SPD, auf einem \"wuchtigen Sockel aus Gemeinsamkeiten ruhen\", n\u00e4mlic h Sozialpolitik und \u00fcberbetriebliche industrielle Beziehungen als unverzic htbaren Wesensbestandteil staatlicher Daseinsvorsorge und als Voraussetzung politischer Stabilit\u00e4 t zu begreifen (Schmidt 1998: 168). F\u00fcr unsere Fragestellung ist des Weiteren die autonome Bundesbank zu nennen, die fr\u00fchzeitig eine bedeutsame Rolle im politischen System Deutschlands sowie f\u00fcr die \u00f6konomische Leistungsf\u00e4higkeit de r deutschen Wirtschaft sp ielte (Weinert 1999, Goodman 1991). Diese Mittellage f\u00fchrte zu eine r strukturellen Pr\u00e4ferierung von Geldwertstabilit\u00e4t, \u00f6konomischer Effizienz, einer we itgehenden Delegation gemeinschaftlicher Aufgaben an intermedi\u00e4re Interessenorga nisationen sowie einer \u00fcberdurchschnittlich hohen Staatsquote (Schmidt 1999: 6). Das Problem dieser institutionellen Ordnung mit ihren hohen Kooperationszw \u00e4ngen besteht in ihrer Un elastizit\u00e4t und einer insgesamt verlangsamten Reaktion auf ve r\u00e4nderte Rahmenbedingungen (Schmidt 1998: 170). Trotz dieser strukturellen Schw\u00e4ch en \u00fcberwog lange Zeit eine positive Einsch\u00e4tzung dieser Mittellage, da der hohe Kooperationszwa ng den Legitimit\u00e4tsglauben der politischen Ordnung st\u00e4rkte und dennoch zu au\u00dferordentlichen Produktivit\u00e4tssteigerungen beitrug. Diese Position hat Sc hmidt 1999 revidiert. Denn mit der Europ\u00e4isierung der Geldpolitik ist der Bundesrepublik ein strate gischer Vorteil (Geldwert2 Schmidt hat seine These erstmals 1987 als \" policy of the middle way\" ver\u00f6ffentlicht und danach mehrfach materialreich weiter entwickelt, vgl. u.a. 1990; 1998. 100 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung stabilit\u00e4t), den nun alle habe n werden, abhanden gekommen. Die zentrale Gef\u00e4hrdung f\u00fcr die \"policy of the middle way\" sieht Schmidt allerdings in der \"abnehmenden Steuerungskapazit\u00e4t der Sozialpartner\" (Sc hmidt 1999: 19). Zwar sei die Tarifautonomie unangetastet geblieben, aber die Verpflichtungsf\u00e4 higkeit der Gewerkschaften und der Arbeitgeber sei dramatisch eingebr ochen, womit ein wesentlicher Stabilit\u00e4tspfeiler der Mittellage ins Wanken gerate. Schroeder (2000) kn\u00fcpft in seiner Analys e, die sich mit den Auswirkungen der deutschen Einheit auf die Strukturbedingunge n des deutschen M odells befasst, an Schmidts These an. Sein Urteil f\u00e4llt jedoch weniger skeptisch aus, da die pfadabh\u00e4ngige Entwicklung des deutschen Systems una ngetastet bleibe. Dabei macht er deutlich, dass sich die zentralen Heraus forderungen aus der Verkn\u00fcpfung von Restrukturierungskrise des deutschen Modells im eur op\u00e4ischen Kontext mit der ostdeutschen Transformationskrise in den 90er Jahren ergaben (Schroeder 2000: 377). Die Auswirkungen dieser Krise waren erheblich: die ohnehin br\u00fcchige Mitgliederbindung bei den Arbeitgeberverb\u00e4nden wurde stark ge schw\u00e4cht und zunehmend gr\u00f6\u00dfere Teile des politischen System positionierten sich ge gen die Tarifautonomie. Besonders auff\u00e4llig ist, dass selbst wirtschaf tlicher Aufschwung sowie tariflichpolitische Neujustierungen (\"H\u00e4rtefallklausel\") zu keiner wirklic hen Konsolidierung f \u00fchrten (Schroeder 2000: 377). Jenseits der Transformationskrise verw ies die allgemeine Entwicklungsdynamik seit den 80er Jahren auf ei nen funktional erh\u00f6hten Flex ibilit\u00e4tsbedarf der betrieblichen Ebene. Die Tarifparteien hatten darauf bereits in den 80er Jahren mit der Flexibilisierung der Arbeitszeit reag iert. In den 90er Jahren fo lgte die Einf\u00fchrung weiterer Gestaltungsoptionen, die de n tarifgebundenen Unternehmen eine begrenzte Gestaltungsfreiheit in Lohnfragen oder zumindest die Wahl zwischen mehreren Tarifpaketen erm\u00f6glichen (Schnabel 1997:195). Mit \u00d6 ffnungsklauseln, die 1993 erstmals in der ostdeutschen Metallindustrie eingef\u00fchr t wurden und 2002 in der gesamten deutschen Metallindustrie Einzug erhalten haben, besteht di e M\u00f6glichkeit, in \u00f6konomisch begr\u00fcndeten Notsituationen von tarifvertrag lichen Mindestnormen nach unten abzuweichen. In anderen Branchen, wie beis pielsweise der Chemie- und Textilindustrie, aber auch im Bankenbereich, implementierten die Tarifpar teien Vertr\u00e4ge, die in einem definierten Korridor eine konjunkture lle Anpassung der L\u00f6hne an die Konjunktur zulassen. Zu erw\u00e4hnen ist auch, dass ma n st\u00e4rker als in den Jahren zuvor verbandsfl\u00fcchtige Unternehmen mit Haus- oder Erg\u00e4nzungstarifvertr\u00e4gen regulativ einzufangen versuchte. Das Ergebnis dieser Flexibilisierung und Dezentralisierung der Tarifpolitik ist in der Literatur auch al s \"kontrollierte Dezentralisierung\" eingegangen (f\u00fcr viele: Schroeder\/Weinert 1999a). Das hei\u00df t, der Fl\u00e4chentarifvertrag ist weiterhin zentraler Ausgangs- und Referenzpunkt. Aus der Sicht der Mehrheit der gr\u00f6\u00dferen Unternehmen wird er insbesondere deshalb we rtgesch\u00e4tzt, weil er die betrieblichen Transaktionskosten senkt. Daran \u00e4ndert sich auch durch die kontinuierliche Abnahme der Deckungsrate, die eben nicht notwendige rweise deren \"general decay\" anzeigt (Traxler et al. 2001: 197; Wallerstein et al. 1997: 382), derzeit noch nichts Grundlegendes. Aber \u00d6ffnungsklauseln, Haus- und Erg\u00e4nzungs- oder sonstige tarifliche Son- Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 101 derregelungen nehmen quan titativ und qualitativ an Bedeu tung zu und ver\u00e4ndern damit das Gesamtsystem der Arbeitsbezie hungen zugunsten eines mehrstufigen Verhandlungssystems. Durch diese neuen Inst rumente kontrollierter Dezentralisierung wird das deutsche System industrieller Beziehungen in seinen pr\u00e4genden institutionellen Strukturen zwar fortgesetzt, aber zugleich einem beschleunigten Wandel ausgesetzt. Denn durch die Implementation in stitutioneller Differenzierungen wird die Problemverarbeitungskapaz it\u00e4t des Gesamtsystems an ver\u00e4nderte Umweltbedingungen angepasst. Die Schutzfunktion fl\u00e4chenta rifvertraglicher Regelungen bleibt erhalten, aber ihre Reichweite und Geltungskr aft nimmt ab. Entscheidend ist jedoch, dass die Verb\u00e4nde weiterhin als Herren der Verfahren fungieren, indem sie die betrieblich relevanten Regelungssachverhalte auf der intermedi\u00e4ren Ebene vorstrukturieren, ohne dass sie grunds\u00e4tzlich verhinde rn k\u00f6nnen, dass die betrieblichen Akteure ein noch gr\u00f6\u00dferes Eigengewicht im Gesa mtsystem erhalten (Schroeder\/Weinert 1999). Wir postulieren daher einen Wandel deutscher Arbeitsb eziehungen von einem de jure einstufigen zu einem mehrstufig en Verhandlungssystem (dezentraler, Branchen- trans- und surpranationaler Regulie rung): Im mehrstufigen Verhandlungsmodell kommt es zu einer qualitativen und qua ntitativen Ausweitung zentraler und dezentraler Vereinbarungen. Der 'deutsche Tric k' relativer Stabilit\u00e4t besteht darin, dass die majorit\u00e4re Referenzgr\u00f6\u00dfe der dezentralen Vereinbar ungen der Fl\u00e4chentarifvertrag bleibt. Dieser gibt allerdings immer we niger die unabdingbaren, universell verbindlichen quantitativen Normen vor, sondern steckt Korridore und Variabilit\u00e4ten ab. Als de facto neue Regulierungsebene tritt, die eu rop\u00e4ische hinzu. Im Folgenden analysieren wir anhand zentraler Beispiele die \"Zurechnungsproblematik\" dieses Wandels: Welche Effekte sind der Dimension der \"Verbetrieblichung\" und welche der \"Europ\u00e4isierung\" zuzuweisen? Verbetrieblichung: Das Volkswagen-Projekt \"5.000x5.000\" Im August 2001 wurde ein Tarifvertrag zwischen der IG Metall und dem Volkswagenwerk unter dem Titel \"5.000x5. 000\" abgeschlossen. Dem Abschluss gingen \u00e4u\u00dferst schwierige Verh andlungen voraus, bei denen nahezu alle dramaturgischen Elemente, die das deutsche System zur Verf\u00fcgung hat, eingesetzt wurden. Neben der ergebnisoffenen Unte rbrechung der Verhandlungen standen massive mediale und politische Interventionen. Es fehlten le diglich die Instrumente Streik und Aussperrung. Ausgangspunkt dieses tarifpo litischen Konfliktes war das Konzept des Volkswagen-Managements: \"Benchma rking Production 5000x5000\". Der Bau eines neuen Mini-Van sollte mit einer Neude finition von Arbeitsorganisation und gesamtem Gesch\u00e4ftsprozess einhergehen. Um den Bau dieses neuen Wagentyps in Deutschland unter g\u00fcnstigen Kostenbedingungen zu ge w\u00e4hrleisten, waren nach den Vorstellungen von Volkswagen v\u00f6llig neue tari fvertragliche Regelungen notwendig. Denn urspr\u00fcnglich sollte der Bau des Autos in ei nem ausl\u00e4ndischen St andort erfolgen. Und im Falle eines Scheiterns der Verhandlungen drohte der VW-Konzern mit einer Verlagerung des Produktionsstandortes ins Ausl and, wie dies bei wichtigen anderen Fahrzeugtypen von Volkswagen zuvor bereits mehrfach praktiziert wurde (Pries (dokumentiert in: IG Metall 2001). Im Erge bnis werden zun\u00e4chst 3.500 Arbeitslose eingestellt. Zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt weitere 1.500 in Hannover. Die Wochenarbeitszeit, einer der strittigsten Punkte, be tr\u00e4gt 35 Stunden im Durchschnitt eines Jahres, wobei maximal bis zu 42 Stunden pr o Woche unter Einschluss der SamstagFr\u00fchschicht gearbeitet werden k\u00f6nnen. Di e Verg\u00fctung entspricht dem Fl\u00e4chentarifvertrag in der nieders\u00e4chsischen Metallindus trie. Das Entgelt setzt sich zusammen aus einem Grundentgelt, einem Mindestbonus, ei nem pers\u00f6nlichen Leistungsbonus sowie einer Ergebnisbeteiligung. 102 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung 2002: 224). So stieg beispielsweise die Autoproduktion bei VW von etwa 3,2 Millionen Einheiten im Jahre 1991 auf \u00fcber 5 Milli onen Fahrzeuge im Jahr 2000 (IG Metall 2001: 13). Jedoch blieb in diesem Zeitraum di e Produktion der in De utschland gefertigten Autos mit etwa 1,8 Millionen nahezu konstant, w\u00e4hrend die Produktion in den ausl\u00e4ndischen Standorten von 1,4 au f \u00fcber 3,3 Millionen stieg (e benda). Damit lastete ein enormer Druck auf der IG Me tall, bei einem Scheitern de r Verhandlungen f\u00fcr die Abwanderung weiterer Produktionsm \u00f6glichkeiten in Deutschland verantwortlich zu sein. Volkswagen wollte 5.000 Arbeitslose ei nstellen, diese qualifizieren und mit 5.000 D-Mark-Jobs verg\u00fcten. Neu an diesem Vorhaben war, dass es sich um ein befristetes \"Projekt\" handelte, zentrales Leis tungskriterium sollte das sogenannte \"Programmentgelt\" sein, w\u00e4hrend s\u00e4mtliche anderen Leistungskr iterien, vor allem das der Arbeitszeit, als abh\u00e4ngige Fa ktoren betrachtet wurden. Hochflexible Arbeitszeiten sollten in drei Schichten, unter Einbezi ehung des Samstags, al s Regelarbeitstag gefahren werden, dabei sollten die Arbeitszeiten nicht tariflich, sondern nur durch die Limits des Arbeitszeitgesetzes bestimmt we rden. Das deutsche Arbeitszeitgesetz sieht eine durchschnittliche Wochenarbeitszeit bi s zu 48 Stunden vor, in Ausnahmef\u00e4llen sind bis zu 60 Stunden erlaubt. Bei einer so lchen Regelung der Arbeitszeiten w\u00e4re die gesamte tarifliche Arbeitsze itpolitik der IG Metall seit 1984 in Frage gestellt worden, insbesondere aber die Tarifv ertr\u00e4ge bei Volkswagen selb st. Schlie\u00dflich wurde bei VW die \"4-Tage-Woche\" (28,8-Stunden-Wo che) als erstem Unternehmen der Welt tariflich eingef\u00fchrt. Aus diesen Gr\u00fcnden prallten vor allem be i der Regelung der Arbeitszeiten die unterschiedlic hen Positionen aufeinander (Meine\/Schwitzer 2001). Die IG Metall bef\u00fcrwortete dieses Projekt zw ar, ging aber mit zwei Forderungen in die Verhandlungen: 1. die Basis f\u00fcr die Arbeitszeitregelungen sollte die 35-StundenWoche sein und 2. sollte das Einkommen auf dem Niveau des Fl\u00e4chentarifvertrages liegen (IG Metall 2001). Nach z\u00e4hen Verha ndlungen n\u00e4herten sich die Vorstellungen beider Seiten kaum an und wurden im Juni 2001 ausgesetzt. Daraufhin folgten heftige Vorw\u00fcrfe gegen die IG Metall:. Es kam zu einer Debatte im deutschen Bundestag, zu Interventionen der nieders\u00e4chsisches Lande sregierung und des Bundeskanzlers. Auch innerhalb der IG Metall fand eine intensive De batte statt, die sich vor allem zwischen den Betriebsr\u00e4ten der gro\u00dfen Automobilwer ke abspielte. Dabei ging es darum, dass mit diesem Projekt eine Versch\u00e4rfung des Wettbewerbs erfolge, der deutsche Pfad qualitativer Produktionsarbeit verlassen we rde und die Tendenz hin zum Arbeitskraftunternehmer verst\u00e4rkt werde. Wenige Wochen sp\u00e4ter nahmen beide Seiten die Verhandlungen wieder auf und einigten sich im August 2001 auf das Gesamtprojekt sammenhang von Leistungserbringung, Arbeits zeit und Entgelt zumindest partiell aufgel\u00f6st. Das war der zentrale Konflikt zw ischen beiden Parteien. Das Ergebnis orientierte sich am Handlungsmodus, den die IG Metall bereits in anderen Bereichen erfolgreich praktizierte: Referenzpunkt sind di e bestehenden Fl\u00e4chentarifvertr\u00e4ge, die Gestaltungsspielraum enthalten und damit gr unds\u00e4tzlich unter der Kontrolle der Tarifparteien bleiben (Schroeder\/Weinert 1999). F\u00fcr die IG Metall war wichtig, den Nachweis zu erbringen, dass mit dem existierenden Instrumentarium von Fl\u00e4chenund Haustarifvertr\u00e4gen auch v\u00f6llig neue Produktionskonzepte zu regulieren sind, ohne dass es zu Verwerfungen zwischen den Besch\u00e4ftigtengruppen kommt, und gleichzeitig die Unternehmen in die Lage zu versetzen, konkurrenzf\u00e4hige Produkte anzubieten. Gleichwohl ist es mit diesem Vert rag bei VW zu einer weiteren Differenzierung zwischen T\u00e4tigkeiten und Standorten gekommen. Bei dem VW-Projekt handelt es sich um eine hoch spezialisierte Strategieabstimmung (n\u00e4mlich nach Fahrzeugtypen), mit der zugleich ein moderner Sozialcharakter von Arbeit vorangetrieben und symbolis ch dramatisiert wird. Wir sprechen von einem unternehmensspezifischen Avantgardismus, durch den der Bedeutungswandel der betrieblichen Regulier ung von Arbeit innerhalb des Sy stems deutscher Arbeitsbeziehungen exemplarisch verdeutlicht wird. Bem erkenswert ist, dass VW Wert auf eine konsensuelle Regelung mit den Gewerksc haften legt. Die tarifpolitische Bedeutung dieses Projektes zeichnet sich dadurch aus, dass einerseits ein neuer Pfad unternehmensspezifischer Regulierung eingeschlagen worden ist und ande rerseits gewerkschaftlicher Einfluss aufrecht er halten blieb. Zu erwarten ist, dass sowohl die Anzahl derartiger unternehmensspezifischer Sonderstr ategien als auch die 'Spreizung' der zu regelnden Sachverhalte z unehmen wird. Das k\u00f6nnen die Gewerkschaften nicht ignorieren, wenn sie weiterhin Regelungskompetenz beanspruchen. Es bietet sich deshalb an, mit unternehmensspezifischen Alternati vvorschl\u00e4gen zu agieren, ohne die Referenz zu den Fl\u00e4chentarifvertr\u00e4gen aufz ugeben. Die Auswirkunge n auf die deutschen Arbeitsbeziehungen sind ungewiss. Zugleich ist zu ber\u00fccksichtigen, dass das Volkswagen-Projekt nur bedingt ei ne verallgemeinerbare Tendenz darstellt, schlie\u00dflich verf\u00fcgen die Tarifparteien nur in wenigen Un ternehmen \u00fcber ein solch starkes Akteursund Regelungsnetzwerk. Gegenl\u00e4ufige Entwicklungen: Ausdifferenzierung neuer tari fpolitischer Handlungsarenen Die Geschichte der deutsc hen Sozialversicherung ist zun\u00e4chst einmal die Geschichte ihrer Expansion (M. Schmidt 1998) . Seit etwa Mitte de r 1970er Jahre ist dieser Expansionsprozess zugunsten von Konso lidierungsma\u00dfnahmen abgel\u00f6st worden Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 103 Betrachtet man sich Ergebnis und Konflik tinhalte, so k\u00f6nnen wir folgendes festhalten: Das Neue an dem 5000x5000-Projekt ist, dass es sich um ein zeitlich befristetes Projekt handelt. Zentrale s Leistungskriterium ist das Entgelt, Arbeitszeit ist das abh\u00e4ngige Kriterium. Es hande lt sich damit um einen \" qualitativ neuen Ansatz der Verbindung eines innovativen Produktionssy stems mit neuen Wegen der Tarif- und Besch\u00e4ftigungspolitik\" (Pries 2002: 227). Vor allem wird der bislang \u00fcbliche Zu- 104 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung (Offe 1990: 179) Allen Krisenanalysen (A lterung der Gesellschaft, \u00dcberlastung der \u00f6ffentlichen Haushalte, unste tige Erwerbsverl\u00e4ufe, hohe Lohnnebenkosten etc.) hinsichtlich der zuk\u00fcnftigen Finanzierbarkeit zum Trotz blieben jedoch umfassendere Reformen aus. Stattdessen erfolgte \u00fcber 20 Jahre hinweg \"eine Serie von st\u00fcckwerkhaften Einzelma\u00dfnahmen\", die das Gesamtsy stem sozialer Sicherung in Deutschland \"fast undurchschaubar\" machte (D\u00f6ring 2002: 110). Diese Herausforderung wurde von der rot-gr\u00fcnen Bundesregie rung zumindest f\u00fcr den Bereich der Rente partiell in Angriff genommen, indem si e das gesetzliche verb\u00fcrgte Rentenniveau durch einen Paradigmenwechsel hin zu einer einnahm eorientierten Ausgabenpolitik minderte. Diese Reduzierung des Leistungsniveaus der gesetzlichen Ren tenversicherung soll durch eine individuell zu leistende priv ate und betriebliche Rentenvorsorge kompensiert werden, die jedoch nicht mehr auf der Basis der parit\u00e4tischen Finanzierung steht. Um den Individuen den Weg in die zus\u00e4tzliche private Vorsorge zu erleichtern, werden bis 2008 Steuervorteile und Abschl\u00e4ge be i den Sozialversicherungsbeitr\u00e4gen gew\u00e4hrt, also staatliche Subventionen gege ben. Das sogenannte \"Altersverm\u00f6genserg\u00e4nzungsgesetz\" fixiert diesen Wande l auf der gesetzlichen Ebene. Das System der Alterssicherung besteht tr aditionell aus drei S\u00e4ulen: der gesetzlichen, der betrieblichen Zusa tzrente sowie der privaten Zusatzvorsorge. W\u00e4hrend die erst S\u00e4ule bislang etwa 85% des indi viduellen Lebenseinkommens im Rentenalter ausmacht, erreicht die private S\u00e4ule etwa 10% und die betriebliche S\u00e4ule ca. 5% (D\u00f6ring 2002). Die dritte S\u00e4ule, die kapitalfinanzi erte (private) Zusatzrente wird mit diesem Gesetz nun deutlich ausg eweitet. W\u00e4hrend in den meisten OECD-L\u00e4ndern die betriebliche und private Vors orge bereits heute einen deutlich h\u00f6heren Stellenwert haben (Schmidt 1998; Heinze\/Schmid\/Str\u00fcnc k 1999), war es in Deutschland lange Konsens, dass die Altersversorgung als umla gefinanzierte Sozialversicherungsrente organisiert sein sollte. Zwar dominiert die umlagefinanzierte Rente weiterhin die Gesamtstruktur, gleichwohl werden die beiden anderen S\u00e4ulen auch sukzessive aufgewertet. Die Bedeutung dieses Wechsels liegt in dem Strukturbruch mit dem bisherigen \"Grundverst\u00e4ndnis\", das im Wesentlichen von den beiden gro\u00dfen Parteien (der CDU\/CSU und der SPD) in Deutschland getrag en wurde. F\u00fcr die Tarifvertragsparteien galt ein vergleichbares Grundverst\u00e4ndnis, wonach die Regelung der Alterssicherung eine genuin staatliche Aufgabe sei und nicht Gegenstand tarifvertraglicher Verhandlungen werden d\u00fcrfe. Mit der Rentenreform 2002 wird den Tarifp arteien eine neue Funktion in den sozialen Sicherungssystemen zugewiesen (D\u00f6ring 2002: 121). Uns interessieren an dieser Stelle prim\u00e4r die Auswirkungen au f das System der deutschen Arbeitsbeziehungen. Auf der Basis des neuen Gesetzes schlossen die Tarifparteien im Herbst 2001 in fast allen Branchen Tarifvertr\u00e4ge ab, die die individuelle M\u00f6glichkeit vorsehen, einen Teil des Lohnes f\u00fcr die private Altersvorsorge umzuwandeln. 3 In der Me3 \u00a71a Satz 1 BetrAVG: \"Der Arbeitnehmer ka nn vom Arbeitgeber verlangen, dass von seinen k\u00fcnftigen Entgeltanspr\u00fcchen bis zu 4 vom H undert der jeweiligen Beitragsbemessungsgrenze gekoppelt ist, daf\u00fcr umso st\u00e4rker an de n Markt (Streeck 2001: 306). Andererseits Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 105 tallbranche wurde daf\u00fcr eine von beiden Tarifparteien ge meinsam getragene Institution errichtet (\"Versorgungswerk Metallrente\") , die insbesondere den Unternehmen sichere und renditestarke Anlagem\u00f6glichkeiten anbieten soll. An dieser Einrichtung k\u00f6nnen sich auch andere Branchen beteilig en. Da in den gr\u00f6\u00dfe ren Unternehmen h\u00e4ufig bereits betriebliche Zu satzrenten sowie entsprechende Einrichtungen bestehen, richten sich die Aktivit\u00e4ten der Tarifparte ien prim\u00e4r an die kleinen und mittleren Firmen. In manchen Tarifvertr\u00e4gen, wie beis pielweise in der Textil- und Bekleidungsindustrie, konnte vereinbart werd en, dass der Arbeitgeber einen Zuschlag zur individuellen Altersvorsorge zahlt, der sich daraus speist, dass dem Unternehmen selbst steuerliche Vorteile dadurch en tstehen, dass der Besch\u00e4ftigte eine vorsorgeorientierte Entgeltumwandlung vornimmt. Die politische Bedeutung dieser Zusatzre gelung besteht allgemein in einer \"Neuausrichtung der gesamten Sozial- und Gesellschaftspolitik: Weg vom umsorgenden Sozialstaat - hin zum aktivierende n Sozialstaat.\" (Gr\u00f6bner 2001: 9) Die Reichweite der Neujustierung der Alterssi cherung ist noch offen. Auch wenn angesichts der weiterhin bestehenden Domina nz der gesetzlichen Rente und der neuen Formen von Staatszusch\u00fcssen viel f\u00fcr eine pfadabh\u00e4ngige Reform spricht, so deutet die Einrichtung der R\u00fcrup-Kommission daraufhi n, dass die \"Riester-Rente\" erst der Beginn eines noch viel grundlegenderen Wande ls ist. Diese Offenheit bezieht sich auch auf die Regulierungszust\u00e4ndigkeit der Ta rifparteien. Zwar wurden mit dieser Neuregelung erstmals Fragen der Alte rssicherung tarifvertraglich geregelt (Sasdrich\/Wirth 2001: 17; IG Metall 2001a). Kl ar scheint aber der zeit auch zu sein, dass sich damit f\u00fcr die deut schen Gewerkschaften kein e expansive Mitgliederperspektive verbindet, wie sie den Gewerkscha ften des Ghent-Systems (Belgien, D\u00e4nemark, Finnland und Schweden) eigen ist. Di ese Gewerkschaften verwalten einzelne Sozialversicherungen, meistens die Arbeits losenversicherung, womit sich ein starker Mitgliederanreiz verbindet, was zu Orga nisationsgraden von 60% und mehr f\u00fchrt. Welche organisationspolitischen Perspektiven das Engage ment in der Rentensicherung erm\u00f6glicht, l\u00e4sst sich derweil noch nicht absch\u00e4tzen. Bei aller Offenheit und Skepsis l\u00e4sst sich festhalten: Mit der Errichtung einer klassen-\u00fcbergreifenden Institution ist eine neue Handlungsarena der Tarifpolitik institutionalisiert worden, womit sich f\u00fcr di e Tarifparteien ein neuer Gestaltungsspielraum er\u00f6ffnet, \u00fcber den sie neue Legitim it\u00e4t gewinnen k\u00f6nnen, we nn sie in der Lage sind, dieses Feld kompetent zu regulieren. Die \"Riester-Rente\" ist sozialwissenschaftlich ein schillerndes Beispiel der 'Diale ktik' von Kontinuit\u00e4t und Wandel, die die deutschen Arbeitsbeziehungen au szeichnen. Einerseits ist die tarifliche Regelung kapitalgedeckter Zusatzsystem e ein Ausdruck der \u00fcbergeo rdneten Dynamik, dass die Funktionslogik der Arbeitsbeziehungen immer weniger an politische Entscheidungen in der Rentenversicherung der Arbeiter und A ngestellten durch Entgeltumwandlung f\u00fcr seine betriebliche Altersversorgung verwendet werden\". 106 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung nutzen die Tarifparteien die Kompetenz de r Versicherungsdienstleister, um auf 'Nummer sicher' zu gehen und damit selbst zus\u00e4tzlich Leg itimation zu erreichen. Mit dieser Kombination aus korporatistischem A rrangement (der Staat erschlie\u00dft eine Handlungsarena, die Tarifparteien kombinieren ihre gleich gerichteten politischen Interessen in einer gemeinsamen Institution) und der Indienstnahme kompetenter privater Akteure der \"Deutschland AG\" kann ei n neuer Handlungskorridor aufgebaut werden, der sich stabilit\u00e4tsf\u00f6rdernd auf die Ar beitsbeziehungen auswirkt. In diesem Sinne ist das \"Versorgungswerk\" der MetallRente der Versuch, die Vorteile marktorientierter Dienstleistungen umfassend in Ansp ruch zu nehmen und die potenziellen negativen Effekte von Marktprozesse n politisch zu neutralisieren: politics beats market . Das k\u00f6nnte wom\u00f6glich sogar geli ngen, man sollte sich nur dar\u00fcber im Klaren sein, dass Marktprozesse nicht wie in korporatis tschen Arrangements politisch beeinflussbar sind. Insofern begeben sich die Tari fparteien mit diesem Schritt nicht nur auf neues Terrain, sondern auch auf 'blankes' (Markt-)Parkett, das beiden intermedi\u00e4ren Verb\u00e4nden bislang fremd ist. Vor dem Hintergrund der problematischen Ausgangslage der Rentenversicherung haben die Tarifparteien einen Weg besc hritten, bei dem uns aus der Perspektive der Arbeitsbeziehungen zwei Aspekte von zentraler Bedeutung sind: Mit dieser neuen tariflichen Regelung wird die tarifpolitische Verhandlungsarena ausdifferenziert. Das gemeinsame Versorgungswerk von Arbeitgebern und Gewerkschaften ist ein wichtiges Bei spiel f\u00fcr die von uns geltend gemachten gegenl\u00e4ufigen Trends zur Destabilisierung der Ar beitsbeziehungen. In einem Politikfeld, das durch ein hohes Ma\u00df gemein samer Interessen bestimmt ist, erfolgt die Implementierung durch gemeinsame Institutionenbildung. Gleichzeitig er\u00f6ffnet diese Regelung di e Chance einer neuen Legitimit\u00e4tsbeschaffung der kollektiven Akteure. Bisla ng richtet sich das direkte Wirken der Tarifparteien prim\u00e4r auf die Ebene po litischen Lobbyings und auf die indirekt partizipative Ebene der Selbstverwalt ungsgremien des deutschen Sozialstaates. Das hat sich nunmehr ge\u00e4 ndert: Jetzt sind Gewerksc haften und Arbeitgeberverb\u00e4nde direkt \u00fcber ihr Kerninstrument, de n Tarifvertrag, verantwortliche Akteure der sozialen Sicherungssysteme. Das he i\u00dft, sie ver\u00e4ndern und erweitern ihre Einflusssph\u00e4re. Auf jeden Fall wird durch die unmittelbare Marktabh\u00e4ngigkeit bei der Finanzierung von priv aten und betrieblichen Zusa tzrenten das 'Gesch\u00e4ft' der Gewerkschaften nicht gerade leichter. Vermutlich wird ihr lobbyistischer Einfluss durch den sinkenden Geltungsgrad der gesetzlichen Rente und dort sich vollziehende Strukturver\u00e4nde rungen minimiert. Dagegen wird ihr direkter Einfluss auf der Ebene eines sich plura lisierenden und dezentralisierenden Systems gr\u00f6\u00dfer. Ob es sich dabei im Ergebni s wirklich um eine Funktionserweiterung oder zumindest um einen Beitrag zur Konsolidierung deutscher Arbeitsbeziehungen handelt, ist offen. Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 107 Deutsche Tarifpolitik und transnationale Koordinierung Betrachtet man die Entwicklung der europ\u00e4 ischen Integration, dann f\u00e4llt auf, dass die Gewerkschaften von einer \"Europ\u00e4isie rung\" erst sehr sp\u00e4t erfasst werden. Mit dem Maastricht-Prozess, vor allem de r Einf\u00fchrung des Euros, ist ein Anpassungsmechanismus verloren gegangen, der bislang daf\u00fcr sorgte, dass insbesondere schw\u00e4chere Volkswirtschaften ihre preis liche Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch die Abwertung ihrer nationalen W\u00e4 hrungen kompensieren konnten. Das zentrale Problem der deutschen Gewerkschaften war prim\u00e4r, wie die Praktiken einiger Nachbarl\u00e4nder, tarifliche Standards zu unterbieten (\" beggary-thy-neighbour\") unter Kontrolle gebracht werden k\u00f6nnen. Zumal mit dem Vertra g von Maastricht viele bef\u00fcrchten, dass dadurch ein ungehemmter Lohn- sowie St euersenkungswettbewerb gef\u00f6rdert werde. Bei gegebenen wirtschaftliche n Ungleichgewichten zwisch en den EU-L\u00e4ndern verlagern sich die Anpassungslasten auf di e Lohnpolitik und auf die Systeme der Aushandlung von L\u00f6hnen und Geh\u00e4ltern. Damit tret en die unterschiedlichen sozialstaatlichen Regulierungssysteme st\u00e4rker als je zuvor in Konkurrenz. Dabei ist allerdings zu ber\u00fccksichtigen, dass f\u00fcr die europ\u00e4isch en Gewerkschaften auch schon vor dem Maastricht-Prozess die exportorientierten Indus triesektoren wie die westdeutsche Metall- und Chemieindustrie f\u00fcr den Prozess der Lohnfindung in vielen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern eine gro\u00dfe Bedeutung hatten. Insofe rn stellt sich die Frage, ob sich f\u00fcr die deutsche Tarifpolitik eine prinzipiell neue Lage ergeben hat. In der Literatur wird dies \u00fcberwiegend verneint, da einerseits die Responsivit\u00e4t deutscher Tarifpolitik zur Geldpolitik gegeben sei sowi e deren Abh\u00e4ngigkeit von den exportstarken Sektoren (Traxler 2002b: 125; Visser 2002: 68). Umge kehrt stellt sich die Frage, ob und inwieweit es f\u00fcr andere europ\u00e4ische L\u00e4nde r Sinn macht, die deutsche Lohnpolitik als Benchmark zu betrachten und davon ausgehe nd fallweise zu unterlaufen (Hanck\u00e9 2002: 146). Zweifellos ver\u00e4ndert der Vertrag von Maas tricht mit der Implementierung einer europ\u00e4ischen \"Stabilit\u00e4tskultur\" das Umfeld f\u00fcr nationale Gewerkschaftspolitik: Einerseits kommt es zu einer Liberalisier ung der M\u00e4rkte und ande rerseits zu einer Geldpolitik, die ausschlie\u00dflich auf Geldwertst abilit\u00e4t ausgerichtet ist. F\u00fcr die deutschen Gewerkschaften scheinen uns vor diesem Hintergrund zwei Entwicklungsstr\u00e4nge bedeutsam: Einerseits die eige norganisatorischen Koordinierungsaktivit\u00e4ten der Gewerkschaften und a ndererseits die Koordini erung von Geld-, Finanz- und Lohnpolitik im Rahmen des makro\u00f6konomischen Dialogs. 1. Eine zentrale Frage in der Literatur ist, ob mit der forcierten Binnenmarktintegration und nach der Etablierung der EZB eine Koordinierung von Geld-, Finanzund Lohnpolitik (Traxler 2002b; Visser 2002) sta ttfindet, wie sie im Rahmen des so der Zentralbank auf \"prinzip ielle\" Einw\u00e4nde, da die zentr alen Probleme in der EuroZone wirtschafts- und besch\u00e4ftigungspolitisch er Natur seien, de ren Akteure bislang nicht in der Lage waren, die hohe Arbeitslosigkeit zu reduzieren. Der makro\u00f6konomische Dialog f\u00fchrt aus der Si cht der EZB nicht zu relevanten Ergebnissen. Eine intensive Abstimmung zwischen Geld- und Fi nanzpolitik k\u00f6nne man sich nur in der \"Euro-11-Gruppe\" vorstellen (EZB 2000: 83). Das besondere des makro\u00f6konomischen Dialogs besteht also darin, dass es sich um das einzige Gremium handelt, in dem alle koordinierungsrelevanten Akteure auf europ\u00e4ischer Ebene versammelt sind. Aus deutscher Perspektive, wo die Gewerkschaften dies als wichtige Neuerung begr \u00fc\u00dfen (Welzm\u00fcller 2002), ist zu ber\u00fccksichtigen, dass es zu keinem Zeitpunkt in der Geschichte der Bunde srepublik ein Gremium oder gar eine Institution gab, die im entferntesten etwas mit der \"Koordinierung\" von Geld- und Lohnpolitik zu tun hatte. Inso fern stellt die Einrichtung des makro\u00f6konomischen Dialogs aus deutscher Perspe ktive eine wichtige Neuerung dar. Betrachtet man sich aber die Pr\u00e4feren zen der EZB, dann kann der makro\u00f6konomische Dialog, \u00fcberspitzt formuliert, als eine supr astaatliche Instanz mit dem Ziel der Stillstellung von Lohnpolitik verstanden werden. Die Interessen der nationalen Finanzund Wirtschaftsminister unterscheiden si ch zwar nicht unerh eblich von denen der EZB, dennoch sind sie hinsichtlich der na tionalen Lohnpolitik de r Gewerkschaften gleichgerichtet. Insofern handelt es sich beim makro\u00f6konomischen Dialog um eine suprastaatliche Interessenformierung, die prim\u00e4r auf die Lohnpolitik der Nationalge108 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung genanten \"makro\u00f6konomischen Dialogs\" erfolgen soll, 4 der auf dem EU-Gipfel in K\u00f6ln (1999) auf Betreiben der deutschen B undesregierung installiert wurde. Es geht darum, eine \"nichtinflation\u00e4re Wach stumsdynamik\" freizusetzen. Der makro\u00f6konomische Dialog setzt sich aus Mitgliedern der EU-Kommission, den Finanz- und Wirtschaftsministern (und zwar jener Mitgliedsl\u00e4nder, die di e vorherige, aktuelle und folgende Pr\u00e4sidentschaft wahrne hmen), den Sozialpartnern, also dem europ\u00e4ischen Gewerkschaftsbund (EGB) und dem europ\u00e4isch en Arbeitgeberverband (UNICE) sowie der EZB zusammen. Vertreter der EZB mach en geltend, dass die Politik der EZB zu Unrecht in den Mittelpunkt der kritischen Betrachtung bei der Entwicklung des Wirtschaftswachstums stehe. Zentral sei die Herstellung und Weiterentwicklung des europ\u00e4ischen Binnenmarktes. Die einheitliche W\u00e4hrung mache s\u00e4mtliche Kostenstrukturen transparent, was zu einem erhebliche n Anpassungsdruck auf die jeweiligen nationalstaatlichen Akteure f\u00fchre. Der Wegfall des Wechselkurspuffers f\u00fchre im Grunde zur Vollendung der Liberalisie rung des Au\u00dfenhandels. Das seien die entscheidenden Parameter f\u00fcr die \u00f6konomische Entwicklung in Europa, nicht prim\u00e4r die Geldpolitik der EZB. Der makro\u00f6konomische Dialog sei ei n Versuch der Ex-ante-Koordination unter Einbeziehung der EZB. Diese steuerungspolitische Vorstellung sto\u00dfe innerhalb 4 Die folgenden Angaben basieren auf Akte ursgespr\u00e4che der f\u00fcr den Makro\u00f6konomischen Dialog zust\u00e4ndigen Vertreter aus den Finanzminist erien in Frankreich und Deutschland sowie aus der EZB. Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 109 werkschaften, insbesondere der deutschen ausgerichtet ist. Im makro\u00f6konomischen Dialog gibt es zwar einen Informationsaust ausch, aber kein gemeinsames \"target setting\". Die begrenzte Bedeutung dieser Einrichtung d\u00fcrfte bestenfalls in der Funktion als \"information channel\" liegen. Aus Sicht von EZB und Kommission besteht auch keine Notwendigkeit zu einer Institutionalisierung koordinierter Geld- und Lohnpolitik, da sich die von der Tarifpolitik erwarteten Ergebnisse seit Mitte de r 1990er Jahre auch ohne direkte Akteursbeteiligung herstellen lassen (Soskice\/Hanck\u00e9 2002: 17). Entscheidend f\u00fcr die Lohnkoordinierung im Zuge des Maastricht-Proze sses ist die Implementierung eines indirekten Koordinierungs-Mechanismus', der \u00fcber die Sozialpakte in fast allen L\u00e4ndern der Euro-Zone eingef\u00fchrt wurde und zu ei ner europaweiten wettbewerbspolitischen Ausrichtung von Lohnpolitik f\u00fchrte (Fajertag \/Pochet (eds.) 2000; Hassel 1999). Diese Pakte wurden verl\u00e4ngert (als post-entr y-pacts) und sind de facto ein entscheidendes Element dezentraler Koordinierung von Lohnpolitik in der Euro-Zone. Das Ergebnis ist ein Mechanismus dezentraler Lohnkoordinierung, der dazu f\u00fchrt, dass \"wage bargaining in the Euro-zone is th erefore driven by competitiveness - and employer - and not a union-driven wage target.\" (Soskice\/Hanck\u00e9 2002: 18). Dem gegen\u00fcber tritt der makro\u00f6konomische Dialog als institutionelles \"Scheingebilde\" (Tocqueville) in den Hintergrund. 2. Um auf die Herausforderungen der neuen europ\u00e4ischen Institutionenordnung mit ihrem versch\u00e4rften Wettbewerb zu reag ieren, haben die Gewe rkschaften eigenorganisatorische, transnationale Koordinier ungsaktivit\u00e4ten entwickelt. In der Folge des Maastricht-Prozesses vereinbarten fast alle europ\u00e4ischen Gewerkschaftsverb\u00e4nde sog. Koordinierungsregeln, um sich wechsels eitig gegen Sozialdumping zu sch\u00fctzen (Dufresne 2002). Hinzu treten grenz\u00fcbers chreitende Konsultations- und Austauschprozesse nationaler Gewerkschaften (Gollbach\/Schulten 1999 und 2000; Weinert 2001). Die nationalen Gewerkschaften orie ntieren ihre Tarifpolitik auf ein Abschlussvolumen, das die summierte H\u00f6he von nationaler Infla tionsrate und Produktivit\u00e4tssteigerung nicht unterschreitet. Zur Evaluation dieses Ansatzes wurde ein Berichtssystem entwickelt, mit dem die Mitg liedsorganisationen der jeweiligen Branche \u00fcber ihre Abschl\u00fcsse informieren. 5 Das ist zweifellos einerseits ein kleiner Schritt zur \"Europ\u00e4isierung nationaler Ge werkschaftspolitik' (Weine rt 2001) und andererseits ein plausibler Ansatz, um die Handlungslogi k einer marktorientierten europ\u00e4ischen Integration zu begrenzen. F\u00fcr Traxler ( 2002a) und Sisson\/Marginson (2000) ist dieser Prozess zugleich ein Beleg daf\u00fcr, dass Mark tprozesse f\u00fcr die Akteure der industriellen Beziehungen widerspr\u00fcchliche Anforderunge n auferlegen. Denn einerseits ist es 5 Wir st\u00fctzen uns im Folgenden auf die Koor dinierungsaktivit\u00e4ten des Europ\u00e4ischen Metallgewerkschaftsbundes (EMB) und teilweise auf die des Europ\u00e4ischen Gewerkschaftsverbandes: Textil-, Bekleidung- und Lederindustrie (EGV:TB L), deren Koordinierungspolitik die Autoren mit betreuen. Als Akteure dieses Proze sses sind subjektive Verzerrungen nicht auszuschlie\u00dfen. nicht aus dem Stand effektive Strukturen au fbauen k\u00f6nne, sondern \u00fcber einen l\u00e4ngeren Prozess des Organisations- und Akteurslernens di e Verpflichtungsf\u00e4higkeit der Koordinierungsregeln langsam erh\u00f6ht, EMB 2001. 110 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung aufgrund wachsender Interdependenzen f\u00fcr die nationalen Gewerk schaften rational, ihre Lohnpolitik zu koordinieren. Andererseits stehen die Gewerkschaften de facto in einem Wettbewerbsverh\u00e4ltnis zueinander, das diese Formen weicher Koordinierung extrem anf\u00e4llig macht (Traxler 2002a: 5) . Wir k\u00f6nnen diese widerspr\u00fcchlichen Anforderungen als Koordinierungs-Paradox bezeichnen. Formal erf\u00fcllen die eigenorganisatorisc hen Koordinierungsaktivit\u00e4ten jene Kriterien, die Sisson\/Marginson (2002) an ei ne begriffliche Pr\u00e4zisierung von Koordinierung kn\u00fcpfen: Es gibt einen transnationalen Informationsaustausch, akzeptierte Zielgr\u00f6\u00dfen, Verfahren zur j\u00e4hr lichen Berichterstattung sowi e institutionelle Ver\u00e4nderungen. Allerdings sind die Koordinier ungsregeln zun\u00e4chst einmal \"nur\" weiche Formen moralischer Selbstbindung, n\u00e4mlich auf Lohndumping zu ve rzichten, die die beteiligten Akteure zu nichts wirklich verpflichten . Das liegt auch daran, dass die Koordinierungsprozesse und Strukturen unter-instituti onalisiert sind. Vor allem fehlen harte Sanktionen bei einem Unterschreiten der Regel n. Auch k\u00fcnftig ist nicht zu erwarten, dass die Koordinierungsregeln intentiona ler Referenzpunkt nationalen Handelns werden (Soskice\/Hanck\u00e9 2002: 15). Es gibt aber einen nicht unwichtigen \"Meta-Effekt\" dieser Koordinierungsarbeit: Er besteht in der Ver\u00e4nderung der 'kognitiven' Voraussetzungen in den nationalen Gewerkschaften (Weinert 2001). Auch wenn diese Prozesse der Europ\u00e4isierung la ngwierig sein d\u00fcrften, zumal die Gewerkschaften wie kaum ein anderer Interesse nverband mit der jeweiligen nationalen Kultur verwoben sind, besteht bislang die zentrale Funktion dieser eigenorganisatorischen Koordinierung in der Erh\u00f6hung der transnationalen Ko mpetenz der nationalen Gewerkschaftsakteure. Mit anderen Worten: Handlungsstra tegisch befinden sich diese Koordinierungen der Gewerkschaften noch im 'Vor-Raum' funktional relevanter Politik. Es empfiehlt sich daher, diese Aktivit\u00e4ten vor sichtig zu beurteilen (Dufresne 2002; Visser 2002: Hassel 2002). Ein Beleg f\u00fcr diese Zur\u00fcckhaltung ist die Tatsache, dass die Koordinierungsregeln und die damit gekoppelte n Berichtspflichten nur einem kleinen Kreis von Europa- und\/oder Tarifexperten be kannt und der regulative Einfluss dieser Regeln auf die nationalen Tarifpolitiken kaum nachweisbar sind. 6 Kurzum: Bei den gewerkschaftlichen Koordini erungsregeln handelt es sich um freiwillige, moralische Selbstbindungen, also: unter-institutionalisiert e Formen eines transnationalen Informationsaustauschs, ein organisationspolitisch nach wie vor 'zartes Pfl\u00e4nzchen', das vor allem in den nationale n Verb\u00e4nden der drei gr\u00f6\u00dft en \u00d6konomien (Deutschland, Frankreich und Italien) wenig bekannt ist, w\u00e4hrend dies in de n kleineren L\u00e4ndern 6 Zu diesem selbstkritischen Ergebnis kommt au ch ein Bericht des EMB, der auf der Tarifpolitischen Konferenz in Oslo 2001 verabschiedet wurde. Das Gegenargument besteht darin, dass es sich bei der Koordinierung um einen \"politischen Prozess\" handele, der gewisserma\u00dfen normaler Vorgang, zum ersten Mal trafen sich w\u00e4hrend eines laufenden nationalen Streiks die Vorsitzenden der europ\u00e4ischen Metallgewerkschaften zur aktiven Koordinierung einer aktuellen Tari fbewegung. Verabschiedet wurde die \"Frankfurter Erkl\u00e4rung\", in der die europ\u00e4ischen Metallgewerks chaften ihre Absicht bekr\u00e4ftigten, \"keine streikbrechenden oder streikaush\u00f6hle nden Ma\u00dfnahmen zu unterst\u00fctzen\" (Schroeder\/Weinert 2002). Ein zentrales Ergebnis dieses Tarifkonflikte s war, dass eine Tarifpolitik, die sich an Inflation und Produktivit\u00e4tsfortschritt orie ntiert, keine negativen Effekte auf die Preisstabilit\u00e4t im Euro-Raum haben muss. Inso fern gibt es auch unter einem wettbewerbspolitischen Paradigma Handlungsspielr \u00e4ume f\u00fcr nationale Lohnpolitik - dies d\u00fcrfte eine der wichtigsten Erkenntnisse aus dieser Lohnrunde sein. Denn die EZB hatte sich Anfang Mai 2002 auf ihrer Presse konferenz zu dem Streik der IG Metall vehement negativ ge\u00e4u\u00dfert. \"The outcome of the ongoing wage negotiations in some regions of the euro area could become a matter of concern. Excessive wage increases (Hervorh. der Autoren) could create additi onal cost pressure with potential consequences not only for prices but also - to an even greater exte nt - for employment creation and real GDP growth.\" (ECB 2002) Di eser Einsch\u00e4tzung schloss sich die europ\u00e4ischen Kommission kurzer Zeit sp\u00e4ter an : \"Excessive wage increases may pose risks to the development of employment as companies cut jobs.\" (European Economy 2002: 32) Wenige Monate sp\u00e4ter konnte man fe ststellen, dass die Gefahren eher deflation\u00e4rer als inflation\u00e4rer Natur waren. Das zweite wi chtige Ergebnis betrifft die Feuerprobe, die das Berichtssystem des EM B durchlief. Als wesentlich erwies sich dabei die Akteurs-Dimension, d.h. der zeitnahe Austausch zwischen den Gewerkschaftsakteuren des Netzwerkes. Das sind zweifellos erste, wichtige Koordinierungserfahrungen, bei denen es da rum geht, m\u00f6gliche Strategien der Arbeitgeberseite, wie kurzfristige Auftragsverlagerungen in Nac hbarl\u00e4nder, zu unterlaufen. Vor dem Hintergrund des skizzierten wettbewerbspolitisch en Paradigmas in der nationalen Lohnpolitik darf bezweifelt werden, dass in absehbarer Zeit eine nachhaltige lohnpolitiEMB und die Vorsitzenden der Mitgliedsorganisationen w\u00e4hr end des Streiks zu einer gemeinsamen Beratung und Pressekonferenz nach Frankfurt ein. Dieses war kein Industrielle Beziehungen, 10. Jg., Heft 1, 2003 111 Skandinaviens und den Benelux-L\u00e4nder besser en twickelt zu sein sc heint; in den s\u00fcdeurop\u00e4ischen L\u00e4ndern d\u00fcrfte die Relevan z noch geringer zu veranschlagen sein. 7 3. Im Folgenden wollen wi r der Frage nachgehen, wie sich die Bedingungen f\u00fcr Koordinierungspolitik im Kontext eines europa -relevanten Streiks da rstellen. Es geht um den ersten fl\u00e4chendeckenden Streik in Europa nach Einf\u00fchrung des Euro: vom Fr\u00fchjahr 2002 in der deutschen Metallindus trie. Schon wegen m \u00f6glicher Auswirkungen auf die europ\u00e4ische Geldpolitik wurde dem deutschen Tarifergebnis eine supranationale Bedeutung beigemessen, die rich tungweisend f\u00fcr andere Lohnrunden in der Euro-Zone werden k\u00f6nnte. Vor diesem Hintergrund lud die IG Metall erstmalig den 7 Diese Einsch\u00e4tzung st\u00fctzt sich im Wese ntlichen auf die Beobachtung der EMB-Debatten und -Strukturen in den Jahren 2000 bis 2002. 112 Wolfgang Schroeder, Rainer Weinert: Zwischen Verbetrieblichung und Europ\u00e4isierung sche Koordinierungspolitik in Europa m\u00f6g lich sein wird. Dagegen sind die Bedingungen f\u00fcr konkrete Einzelma\u00dfnahmen, wie sie im Falle des Streiks stattfanden, relativ g\u00fcnstig. Schlussbemerkungen Durch die \u00f6konomische Internationalisie rung sind die deutschen Arbeitsbeziehungen massiv unter Druck gera ten. Ein prominentes, wenngleich sehr eindrucksvolles Beispiel f\u00fcr diese Prozesse ist das Volkswagen-Projekt \"5.000x5.000\". Dar\u00fcber hinaus haben wir es mit einem s\u00e4kularen Prozess der Vermarktlichung der industriellen Beziehungen auf betrieblicher Ebene zu tun, der die dezentrale Regulierungsebene gegen\u00fcber der \u00fcberbetrieblichen st\u00e4rkt. Auch wenn diese Prozesse in der exportorientierten Industrie auf eine vergleichs weise starke Akteurs konstellation treffen, sind die Wirkungen in Richtung eines Umbaus sehr deutlich. Denn damit wird auch auf dieser Ebene das herk\u00f6mmliche Modell des dominanten Fl\u00e4chentarifvertrages relativiert und in Richtung eines mehrstufig en Verhandlungsmodells ver\u00e4ndert. Strukturaufl\u00f6sende Effekte werden allerdings dur ch den \"deutschen Trick\" der flexiblen Verhandlungskultur verhindert, wonach die Referenzgr\u00f6\u00dfe dezentraler Vereinbarungen nach wie vor der Fl\u00e4chentarifvertrag bl eibt. Neben den vielen Momenten, die den Fl\u00e4chentarifvertrag und seine tragenden Akteure schw\u00e4chen, k\u00f6nnen wir relevante gegenl\u00e4ufige Entwicklungen ausmachen, die potenziell in der Lage sind, die deutschen Arbeitsbeziehungen mit neuen Impulsen auszustatten. In diesem Sinne wurde auf die Ausdifferenzierung der Rentenpolitik als neuer tarifpolitischer Handlungsarena verwiesen. Ein Prozess ' unbegrenzter Dezentralisier ung' erscheint daher wenig wahrscheinlich, eher eine Gleichze itigkeit von Deregulier ung und Reregulierung (Streeck 1998a: 13). Die von uns diskutierten Ergebnisse markieren allerdings nur eine ambivalente Konsolidierung. Von Konsolidierungstendenzen kann insofern gesprochen werden, weil die von uns identifizierten Beispiele die deutschen Arbeitsbeziehungen in der exportorientierten verarbeitenden Industrie vor einer Abw\u00e4rtsspirale sch\u00fctzen, indem neue Gegenst\u00e4nde implementiert werden, mehr Verhandlungsarenen entstehen, die flexibel und differenziert auf individuelle und betriebliche S ituationen eingehen k\u00f6nnen. Dabei bleibt der Fl\u00e4chentarifvertrag als Referenzwert bestehen. Sowohl durch die Dezentralisierung und Pluralisierung der Verhandlungsarenen als auch durch die ohnehin virulente geldpolitische Responsivit\u00e4t der Tarifpolitik ver\u00e4ndern sich die Bedingungen der tarifpolitischen Akteure pfad abh\u00e4ngig. Darin scheint aber auch zugleich auch ein Problem zu liegen. De nn die Ambivalenz dieser Konsolidierung besteht darin, dass die eingetretene Entw icklung von allen kollektiven Akteuren ungewollt ist: F\u00fcr die Arbeitgeber ist das alle s unzureichend, f\u00fcr die Gewerkschaften h\u00e4ufig zu schnell und zu weitg ehend. Damit entsprechen die hier diskutierten Beispiele den bekannten Mustern sozialen Wa ndels in Deutschland: Wandel bahnt sich nur z\u00f6gernd durch \u00dcberwindung massiver Wide rst\u00e4nde seinen Weg. Eine konsensuale programmatische Startprogrammierung fe hlt, die Aneignung dieses Wandels erfolgt h\u00e4ufig gar nicht, verzerrt oder eben ex post. Das sind jene Merkmale sozialen Fajertag, Giuseppe\/Pochet, Philippe (Hg.) (2000): Social Pacts in Europe: New Dynamics. ETUI: Br\u00fcssel. Gollbach, Jochen (1999): Grenz\u00fcberschreitende Koor dinierung als Weg zu einer solidarischen europ\u00e4ischen Gewerkschaftspolitik? 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Demzufolge w\u00e4re eine neue klassen-\u00fcbergreifende Strategiebildung hilfreich, mit der die kollektiven Akteure zu einem gemeinsamen Basisverst\u00e4ndnis kommen, um einen neuen Produktiv it\u00e4tspakt zu etablieren, der Produktivit\u00e4tsspr\u00fcnge motiviert und besch\u00e4ftigungspo litische Implikationen dieser Politik positiv integriert. Nach unseren Ergebnissen si nd derartige Konsolidierungsperspektiven unbedingt notwendig, sind aber derzeit nich t erkennbar. Hinter dieser Problemkonstellation treten die tarifpolitischen Probl eme der Europ\u00e4isierung eindeutig zur\u00fcck. Literatur Bulletin der Europ\u00e4ischen Union 6-1999. D\u00f6ring, Diether (2002): Die Zukunft der Alterssich erung. Europ\u00e4ische Strategien und der deutsche Weg. Frankfurt am Main: Suhrkamp. D\u00f6ring, Diether\/Hauser, Richard (H g.) (1995): Soziale Sicherheit in Gefahr. Frankfurt am Main: Suhrkamp. Dufresne, Anne (2002): Wage Co-ordination in Europe: Roots and Routes. 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Dem wird die These von der Notwendigkeit und M\u00f6glichkeit einer politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation entgegengestellt. Der Begriff Arbeitsorganisation wird in diesem Beitrag sowohl in einem engen Sinn von Arbeitsteilung, Kooperation und Kontrolle als auch in einem weiten Sinn der zeitlichen und vertraglichen Formen des Personaleinsatzes behandelt. Im zweiten Teil des Artikels werden nach einem theoretisch gehaltenen Hinweis auf die Kr\u00e4fte, welche die Entwicklung der Arbeitsorganisation bestimmen, konkrete Programme und Ma\u00dfnahmen der direkten und indirekten politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern angesprochen. Je intensiver der globale \u00f6konomische Wettbewerb - so die Schlussfolgerung -, desto wichtiger wird politische Gestaltung mittels Restriktionen, die auf betrieblicher Ebene nicht zur Disposition stehen.' 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Da die Wettbewerbsbedingungen und die neuen Technologien die Unternehmen zwingen, die Besch\u00e4ftigten h\u00f6her zu qualifizieren und sellschaft\" (Bell) oder \"Netzwerkgesellschaft\" (Castells) - die Dominanz hochqualifizierter T\u00e4tigkeiten und autonomer Arbeit abgeleitet eine lange Tradition, in denen aus sozio-\u00f6konomischen Entwicklungen - hin zur \"terti\u00e4ren Zivilisation\" (Fourasti\u00e9), \"post-industriellen Geideologischen Gr\u00fcnden b\u00fc\u00dfte der politische Einfluss auf die Gestaltung von Arbeit an Legitimit\u00e4t ein. Inzwischen haben auch Prognosen mend in Frage gestellt, dass eine politische Gestaltung von Arbeitsorganisation notwendig, sinnvoll und m\u00f6glich sei. Doch nicht nur aus 1. Einleitung Mit dem Siegeszug des Wirtschaftsliberalismus und der damit verbundenen \"Globalisierung\" der Wirtschaft wurde zunehangeh\u00f6ren. Und im Dienstleistungssektor gibt es neben der kleinen Gruppe der hochqualifiIndustriearbeit zeigen \u00fcberdies, dass tayloristische Rationalisierungsmuster mit all ihren Folgeproblemen keineswegs der Vergangenheit mehr Autonomie, mehr Geld und weniger Belastungen\", nicht mehr stimmt. Neuere Forschungsergebnisse \u00fcber die Entwicklung der steht in der Arbeits- und Industriesoziologie Einigkeit dar\u00fcber, dass die alte Gleichung: \"H\u00f6here Qualifikationsanforderungen bedeuten tung mittels Restriktionen, die auf betrieblicher Ebene nicht zur Disposition stehen. bale \u00f6konomische Wettbewerb - so die Schlussfolgerung -, desto wichtiger wird politische Gestalder Arbeitsorganisation in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern angesprochen. Je intensiver der globestimmen, konkrete Programme und Ma\u00dfnahmen der direkten und indirekten politischen Gestaltung einem theoretisch gehaltenen Hinweis auf die Kr\u00e4fte, welche die Entwicklung der Arbeitsorganisation vertraglichen Formen des Personaleinsatzes behandelt. Im zweiten Teil des Artikels werden nach am Rande der Gesellschaft k\u00fcmmern, die an der erfreulichen Entwicklung nicht teilhaben k\u00f6nnen. Die Prognosen haben sich bisher im Hinblick auf die Organisation der Arbeit als wenig treffsicher herausgestellt. Schon seit l\u00e4ngerem bevon Arbeitsteilung, Kooperation und Kontrolle als auch in einem weiten Sinn der zeitlichen und entgegengestellt. Der Begriff Arbeitsorganisation wird in diesem Beitrag sowohl in einem engen Sinn These von der Notwendigkeit und M\u00f6glichkeit einer politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation etabliert w\u00fcrden, die zugleich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen bewirken. Dem wird die litik darauf beschr\u00e4nken, die Hindernisse zu beseitigen, welche den \u00dcbergang in dieses goldene Zeitalter bremsen, und sich um diejenigen technologischer Potenziale schon aus \u00f6konomischem Interesse der Unternehmen neue Arbeitsformen J\u00f6rg Flecker (Wien) Zwischen unerledigter Humanisierung und wettbewerbsorientierter Modernisierung: Zur politischen Gestaltung von Arbeitsorganisation Im Beitrag werden empirische Befunde \u00fcber die Entwicklung von Arbeitsorganisation referiert, die den modischen Argumenten widersprechen, wonach unter dem Druck des Marktes und zur Nutzung organisation in eine f\u00fcr alle Beteiligten w\u00fcnschenswerte Richtung. Somit kann sich die Po\u00d6ZP, 29 (2000) 4 433 2000_4_flecker.p65 433 22.12.2007, 16:55 physische und psychische Gesundheit der Be-tal und Arbeit ebenso bestimmend wie f\u00fcr diesch\u00e4ftigten. Die Formen der Integration einzeldamit f\u00fcr das Machtverh\u00e4ltnis zwischen Kapi-ternehmens von qualifizierter Arbeitskraft undder Produktion, f\u00fcr die Abh\u00e4ngigkeit des Ungen, ist sie doch f\u00fcr Produktivit\u00e4t und Qualit\u00e4tAnalysen und politischer Auseinandersetzun-und Karl Marx Gegenstand wissenschaftlicher der Arbeit und insbesondere ihre Zerst\u00fcckelungSchriften von Adam Smith, Charles Babbagein der industriellen Produktion ist seit den Kern um die Arbeitsteilung sowohl in hierar-chischer als auch in horizontaler Hinsicht und um die Integration der T\u00e4tigkeiten. Die Teilung zumeist betrieblich organisierten Arbeitsprozess, dem bevorzugten Gegenstand der Ar-beits- und Industriesoziologie. Dabei geht es im \"Globalisierung\" verbliebenen Notwendigkeiten und M\u00f6glichkeiten der politischen Gestaltung von Arbeitsorganisation hinzuweisen. 2. Arbeitsteilung, Kooperation und Kontrolle Wenden wir uns zun\u00e4chst der Arbeitsorganisation im engeren Sinn zu, also dem organisation angesprochen. Ziel dieses Beitrags ist es, auf die auch in der \"post-industriellen Gesellschaft\" und unter den Bedingungen der minierenden Kr\u00e4fte, welche die Entwicklung der Arbeitsorganisation bestimmen, M\u00f6glichkeit und Formen politischer Gestaltung der Arbeitsnach der Notwendigkeit politischer Gestaltung eingehen. Im Anschluss daran werden im zweiten Abschnitt nach einem Hinweis auf die doF\u00fcr jede von ihnen werde ich im ersten Abschnitt dieses Artikels unter Verweis auf empirische Entwicklungstendenzen auf die Frage den folgenden Ausf\u00fchrungen aber nicht weiter behandelt; es soll vielmehr um die beiden ersten Definitionen von Arbeitsorganisation gehen. Fehlens einer erwerbsunabh\u00e4ngigen Grundsicherung. Fragen der gesellschaftlichen Organisation der Arbeit in diesem Sinne werden in Erwerbsarbeit und insbesondere um Fragen der sozialen Sicherheit angesichts der Erwerbszentriertheit der Sicherungssysteme und des selverh\u00e4ltnis zwischen Erwerbsarbeit und Nichtsion \u00fcber die Zukunft der Erwerbsarbeit, wie sie Gorz und andere in den 70er Jahren angesto\u00dfen haben. Auch hier geht es um das Wechzeit, soziale Sicherheit oder Chancengleichheit ab. Zum anderen \u00fcberwiegt ein solcher, weiter Begriff von Arbeitsorganisation in der Diskusarbeit und der Sph\u00e4re der Reproduktionsarbeit eingefordert wurde. Daraus leitet sich ein Gestaltungsbedarf in den Politikfeldern ArbeitsFamilien, in der eine Betrachtung des gesamten Lebenszusammenhangs und der Wechselwirkungen zwischen der Sph\u00e4re der Erwerbsinsgesamt. Dabei sind zwei Schwerpunkte zu erkennen. Zum einen die Diskussion \u00fcber unbezahlte Arbeit insbesondere in Haushalten und jedenfalls auch die Muster der Arbeitszeit und die vertraglichen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse gemeint. Ein drittes Begriffsverst\u00e4ndnis greift schlie\u00dflich \u00fcber die Erwerbsarbeit hinaus und thematisiert die Organisation gesellschaftlicher Arbeit besondere auf der Ebene der Europ\u00e4ischen Union. Wird in diesem Zusammenhang von Arbeitsorganisation gesprochen, so sind damit trennt. Gerade diese Dimensionen bilden jedoch einen Schwerpunkt in aktuellen besch\u00e4ftigungsund industriepolitischen Diskussionen insDer Personaleinsatz in qualifikatorischer, geschlechtlicher, zeitlicher und vertraglicher Hinsicht wird davon analytisch und begrifflich geund der Kooperation umfasst, welche f\u00fcr Fragen der Qualifikationsanforderungen oder Belastungen von entscheidender Bedeutung sind. der gewerkschaftlichen und kollektivvertraglichen Politik eine enge Begriffsdefinition, die insbesondere die Muster der Arbeitsteilung Arbeitsorganisation kein einheitlich verwendeter und klar definierter Begriff ist. So dominiert in der Arbeits- und Industriesoziologie und in holt. Dabei zeigen die Diskussionen in unterschiedlichen wissenschaftlichen Subdisziplinen und in verschiedenen Politikfeldern, dass k\u00e4rer Besch\u00e4ftigung. Die Frage nach der politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation ist also keineswegs \u00fcberzierten, autonomen \"WissensarbeiterInnen\" ein Heer von niedrig bezahlten, zeitlich fremdbestimmten Arbeitskr\u00e4ften in zunehmend pre434 2000_4_flecker.p65 434 22.12.2007, 16:55 autonomy and responsibility, without which newtechnologies cannot be used up to their potentimation technology. calls for cooperation, team work, workers\"\"The nature of the informational work processtenziale zur Produktivit\u00e4tssteigerung nutzen: of the network enterprise made possible by new inforductivity potential. The networker is the necessary agent informed workers to deliver the full promise of its prolen sie die in der Technologie angelegten Po-Handlungsspielr\u00e4ume gew\u00e4hren m\u00fcssen, wol-ten qualifizieren und ihnen umfangreiche mation technologies call for greater freedom for betterbeitskr\u00e4fte mobilisiert werden m\u00fcssen. Auch von der Technologie als zentralem movens der Organisationsgestaltung ausgehende Ans\u00e4tze kommen zu \u00e4hnlich optimistischen Schlussfolgerungen. Castells (1996, 242) etwa beschreibt das \"informational paradigm\" folgenderma\u00dfen: der Interessen zwischen Kapital und Arbeit, weil aus Gr\u00fcnden der Wettbewerbsf\u00e4higkeit die intellektuellen Ressourcen hochmotivierter Arstellt, sondern auch wegen seiner vorteilhaften Auswirkungen auf die Arbeitenden ger\u00fchmt. Es kommt, so wird betont, zu einer Verschr\u00e4nkung Das Konzept wurde nicht nur als eine universell anwendbare und allen anderen Formen \u00f6konomisch \u00fcberlegene Arbeitsorganisation dargeOrganisationsgestaltung, Aufgabenintegration und Dezentralisierung der Verantwortung sowie Auslagerung und Fremdvergabe von Aufgaben. et al. 1990): Prozessorientierung statt Funktionsgliederung, Bildung von Teams, Einbeziehung der ArbeiterInnen und Angestellten in die Ver\u00e4nderung der Leitbilder f\u00fcr die Gestaltung der Arbeitsorganisation. Die Eckpunkte des Konzepts der \"lean production\" sind (Womack der vermeintlich \u00fcberlegenen Organisationsform japanischer Unternehmen, die Anfang der 90er Jahre einsetzte, brachte eine tats\u00e4chliche Was die Industriearbeit betrifft, so blieb die Verbreitung der \"neuen Produktionskonzepte\" allerdings beschr\u00e4nkt. Erst die Orientierung an durch g\u00fcnstige Bedingungen besser zu n\u00fctzen. m\u00f6glichst auszugrenzen, sondern gerade die kreativen Beitr\u00e4ge der ArbeiterInnen und Angestellten auch in ausf\u00fchrenden T\u00e4tigkeiten wurde aufgewertet, Arbeitsteilung und Integration von T\u00e4tigkeiten also nicht mehr darauf ausgelegt, die Subjektivit\u00e4t der Arbeitenden rigider Arbeitsteilung und von Dequalifizierung sowie einen Verzicht auf Automation um jeden Preis enthielten. Die menschliche Arbeitskraft \"neuen Produktionskonzepte\" stellten insofern eine Neuerung in den Grundprinzipien der Arbeitsorganisation dar, als sie eine Abkehr von m\u00e4rkten standhalten und die neuen Technologien besser n\u00fctzen zu k\u00f6nnen (Kern\/ Schumann 1984; Baethge\/Oberbeck 1986). Die nehmender Optimismus: Die Unternehmen ver\u00e4nderten ihre Rationalisierungsstrategien, um der versch\u00e4rften Konkurrenz auf den Produktarbeit blieb jedoch in ihren Wirkungen in den meisten L\u00e4ndern sehr begrenzt. Dagegen verbreitete sich in den 80er und 90er Jahren zuder Arbeitsorganisation Ansto\u00df gaben. Die in den 70er Jahren in verschiedenen L\u00e4ndern entwickelte Politik der Ver\u00e4nderung von Industriedas Bild eines konfliktfreien Wohlfahrtstaates so sehr gest\u00f6rt, dass sie zu einer Tradition der gesellschaftlichen und politischen Gestaltung nisierung der Arbeit. In Schweden beispielsweise haben unerwartete Streiks gegen den stark ausgepr\u00e4gten Taylorismus Ende der 60er Jahre Arbeitsteilung und die F\u00f6rderung kooperativer Arbeitsformen, wie Gruppenarbeit, zum Inhalt politischer Forderungen nach einer Humapers\u00f6nlichkeitsf\u00f6rderliche Arbeitsbedingungen stehen. So wurde seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts insbesondere die Reduktion der aufgaben und f\u00fcr eine technische Steuerung der Arbeitsgeschwindigkeit. Arbeitsteilung, Kooperation, Qualifikation und Autonomie sind jene Dimensionen der Arbeitsorganisation, die auch im Zentrum der politischen Diskussion \u00fcber gesundheits- und die technische Verschr\u00e4nkung oder soziale Kooperation - mit dem Flie\u00dfband als Symbol f\u00fcr eine subjektunabh\u00e4ngige Verbindung von Teilner T\u00e4tigkeiten sind nicht minder umstritten: In der vertikalen Dimension geht es um die Auspr\u00e4gung der Hierarchie, in der horizontalen um Notwithstanding the formidable obstacles of authoritarian management and exploitative capitalism, inforDie optimistischen Erwartungen im Hinblick auf die Arbeitsorganisation werden daraus abgeleitet, dass die Unternehmen die Besch\u00e4ftig435 2000_4_flecker.p65 435 22.12.2007, 16:55 Arbeit verb\u00fcnden (Schumann 1998, 458). system eher Entwarnung angesagt; technische undHilfe Produktivit\u00e4tsentfaltung und Humanisierung der Intervention dringend erfordert, wird im Besch\u00e4ftigungsfen.kreativen, hochqualifizierten Arbeit nicht schaf-gesehen, die den Aufsprung auf den Zug derIndustriearbeit, bei der sich auch ohne gesellschaftliche enthalten. Handlungsbedarf wird im Hinblickauf die durch Produktivit\u00e4tssteigerung verlore-ne Besch\u00e4ftigung und diejenigen Arbeitskr\u00e4fte tung. Glaubt man den optimistischen Szenariosder Entwicklung der Arbeit, so kann man sich der gesellschaftlichen Intervention weitgehend neuen call centres (Huws 1999, 42). All dies hat freilich Konsequenzen f\u00fcr unsere Frage nach dem Bedarf an politischer GestalHochqualifizierte, sondern auch standardisierte, niedrig bezahlte und belastende Arbeitspl\u00e4tze, etwa bei der Dateneingabe oder in vielen der gen beschrieben (Thompson 2000). Auch die viel ger\u00fchmte \"Informationsgesellschaft\" bietet keineswegs nur kreative T\u00e4tigkeiten f\u00fcr ter dem Schlagwort \"McDonaldisierung\" (Ritzer 1993) die Vielzahl niedrig bezahlter, unsicherer und hochgradig routinisierter Dienstleistundie Ausbreitung tayloristischer und b\u00fcrokratischer Rationalisierung auf weite Bereiche des Dienstleistungssektors ins Treffen gef\u00fchrt, unkritische Positionen haben deutlich an Terrain gewonnen. Gegen die Thesen von der \"post-industriellen Gesellschaft\" wurde insbesondere (Baethge et al. 1998, 85). In den letzten Jahren scheint der Optimismus in Folge solcher Erkenntnisse verflogen zu sein, Insbesondere FacharbeiterInnen verlieren ihren bisherigen Schutz vor Leistungsintensivierung und Belastungen durch monotone Arbeit ten Arbeitskr\u00e4ften lange Phasen monotoner Arbeit zugemutet und ihre Qualifikationen nur im Fall von Problemen abgefordert werden. Personaleinsatz, wodurch auch hochqualifizierArbeitsstrukturen in Verbindung mit einer Intensivierung der Arbeit. Zudem f\u00fchrten die neuen Leitbilder zu einer Flexibilisierung im \u00e4ugeln. Insbesondere in neu aufgebauten Produktionsst\u00e4tten in den neuen Bundesl\u00e4ndern finden sich vielfach hochgradig restriktive Gerst (1996) - mit der Idee einer Niedriglohn-, Niedrigqualifikation-, Preiskonkurrenz-Alternative zum deutschen Produktionsmodell zu liebsifizierten Qualit\u00e4tsproduktion auf Basis hoher Qualifikation in den Raum. Eine wachsende Zahl von Managern scheint - so Schumann und industrie, demgegen\u00fcber immer weiter zur\u00fcckblieben. Auf der Basis ihrer Befunde sprachen Industriesoziologen in Deutschland nicht nur von mangelndem Fortschritt, sondern stellten gar einen \"Modellwechsel\" weg von der diverkapitalintensive Produktionen beschr\u00e4nkt blieb, w\u00e4hrend die arbeitsintensiven Montagebereiche, etwa in der Elektro- oder der Automobilsich in der Industrie, dass qualifizierte Gruppenarbeit und die Aufwertung von Produktionsarbeit zu einem \"neuen Typ von Facharbeit\" auf kation, Autonomie und Sicherheit entsprechen. Die Ergebnisse empirischer Untersuchungen tr\u00fcbten dieses Bild freilich recht bald. So zeigte f\u00e4higkeit der Unternehmen beitragen, und dass drittens die organisatorischen Innovationen den Interessen der ArbeitnehmerInnen an QualifiArbeitsorganisation auszul\u00f6sen, dass zweitens die neuen Formen der Arbeitsorganisation erheblich zur Steigerung der Wettbewerbsten die Botschaft, dass erstens \u00f6konomische und technische Gr\u00fcnde ausreichen, eine beschleunigte und grundlegende Ver\u00e4nderung der workers\" (Castells 1996, 249). Die optimistischen Prognosen im Hinblick auf die Entwicklung der Arbeitsorganisation enthalArbeitsorganisation hin: \"The social context ... drastically affects the actual shape of the work process and the consequences of the change for zierte und auf den gro\u00dfen Einfluss der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen auf die tats\u00e4chliche Realisierung der neuen Formen der al\" (Castells 1996, 246). Freilich weist Castells auch auf die Schattenseiten in Form schwindender Besch\u00e4ftigungschancen f\u00fcr niedrig QualifiW\u00e4hrend die Dramatik am Pol Besch\u00e4ftigungsunsicherheit und -ausschluss evident ist und politische Die teilweise R\u00fcckkehr zum Taylorismus und zum fordistischen Flie\u00dfband und die offensichtlich werdenden Folgeprobleme neuer Formen 436 Entwicklungsdynamik folgend, eine Modernisierung derarbeitspolitische Fortschritte f\u00f6rdern, ihrer eigenen2000_4_flecker.p65 436 22.12.2007, 16:55 hierarchischen Segmentierung. Denn die tradi-tionellen, nunmehr in Frage gestellten Muster Umbruch, den Arbeitsteilung und Kooperations-formen erfahren, enth\u00e4lt, so die These, Chancen f\u00fcr eine \u00dcberwindung der geschlechtsProduktionskonzepten\" und anderen neuen Formen der Arbeitsorganisation eine Verbesserung der Chancen erwerbst\u00e4tiger Frauen erwartet. Der en im Hinblick auf Einkommen, Aufstiegschancen und Belastungen benachteiligt. Auch in dieser Hinsicht wurde von den \"neuen werden bzw. unterschiedliche T\u00e4tigkeiten \u00fcbertragen bekommen. Die geschlechtliche Arbeitsteilung nimmt zumeist eine Form an, die Frautiteln sichtbar: Mit geschlechtlicher Arbeitsteilung ist gemeint, dass M\u00e4nner und Frauen an unterschiedlichen Arbeitspl\u00e4tzen eingesetzt in der Europ\u00e4ischen Union der Fall (Europ\u00e4ische Kommission 1997; EWON 1999). Betrachtet man zus\u00e4tzlich zur Arbeitsorganisation im engeren Sinn auch den Personaleinsatz, so wird die geschlechtliche Arbeitsteilung und die Bedeutung von Bildungsnen. H\u00e4ufig wird aber, wenn es um Arbeitsorganisation geht, beides darunter verstanden. Dies ist vor allem in der aktuellen Diskussion nen besetzen. Die begriffliche Trennung ist analytisch von Vorteil, weil die genannten Dimensionen unabh\u00e4ngig voneinander variieren k\u00f6nPersonaleinsatz, also davon, welche Arbeitskr\u00e4fte in welcher Form von Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis die T\u00e4tigkeiten ausf\u00fchren bzw. die Positiobedarf bleibt in gewandelter Form bestehen. 3. Personaleinsatz, Arbeitszeit, Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnis Arbeitsorganisation im engeren Sinn, wie sie eben beschrieben wurde, umfasst die Struktur von T\u00e4tigkeiten und Positionen unabh\u00e4ngig vom peration und Kontrolle sind also nicht von vornherein mit besseren Arbeitsbedingungen gleichzusetzen, ein politischer Gestaltungsweniger Leistungsf\u00e4hige extrem erh\u00f6hen und zu ihrer Ausgrenzung f\u00fchren (siehe auch Flecker 2000a). Neue Muster der Arbeitsteilung, Kooorientierten) Sinn (Krenn\/Papouschek 1998, 110). Weiterbildung aus der Sicht der Betriebe keinen (bedarfsAngelernten auch keine neuen Perspektiven, ergibt ihre der Arbeitsorganisation, er\u00f6ffnen sich f\u00fcr die Un- und chende Organisationsentwicklung, ohne Neugestaltung higkeiten, um ihre Arbeit auszuf\u00fchren. Ohne entsprefehlenden Ver\u00e4nderung der Arbeitsorganisation: Delegation der wirtschaftlichen Ergebnisverantwortung an Teams und \"unternehmerische\" Angestellte enthalten, k\u00f6nnen den Druck auf immer wichtigere Weiterbildung auf bereits gut ten Besch\u00e4ftigten auch keine neuen Kenntnisse und F\u00e4-Qualifizierte (Papouschek et al. 1998; Betcherman 1997). Neue Organisationsformen, die eine dass eine der wichtigsten Zielgruppen, n\u00e4mlich die Un- und Angelernten, kaum erreicht werden konnten. Ein Grund daf\u00fcr besteht in der Arbeit, als \u00fcberwunden gelten. So zeigte eine Evaluation der F\u00f6rderung betrieblicher Qualifizierung durch den Europ\u00e4ischen Sozialfonds, wenig k\u00f6nnen andere \u00dcbel des Taylorismus, wie mangelhafte Nutzung von Qualifikationen und begrenzte Chancen der Qualifizierung in der stand, die Mehrheit erwartet in diesem Punkt auch eine Verschlechterung der Arbeitssituation in der Zukunft (Flecker\/Krenn 1998). Ebenso Nach unseren Erhebungen unter Angestellten ist der Zeit- und Leistungsdruck nicht nur gegenw\u00e4rtig der h\u00e4ufigste und st\u00f6rendste Missmiger Handgriffe. \"Arbeit unter Zeitdruck\" ist, von 44% der Besch\u00e4ftigten genannt, die h\u00e4ufigste berufliche Belastung (Fasching 1996). leiden unter einseitiger k\u00f6rperlicher Beanspruchung, 9%, das sind 277.700 Menschen, unter der Ausf\u00fchrung taktgebundener oder gleichf\u00f6rbeitswelt\" keineswegs erledigt. Das zeigt schon ein Blick in die Statistik der beruflichen Belastungen: 21% aller Erwerbst\u00e4tigen in \u00d6sterreich 1998, 459). Die \"alte\" arbeitspolitische Agenda der Humanisierung hat sich also in der \"neuen ArProduktivit\u00e4tszugewinn werde \u00fcber \"die Wiedereinf\u00fchrung von Standardisierung, Hierarchie, Kontrolle und Exklusion\" gesucht (Schumann der Arbeitsorganisation f\u00fchrten zu einer \"R\u00fccknahme der Entwarnung\". Die Aus- und Weiterbildung werde auf ein Minimum beschr\u00e4nkt und Solange sich an dem (unqualifizierten) Charakter der Arbeitspl\u00e4tze nichts \u00e4ndert, brauchen die dort eingesetzAber auch in Bereichen mit beschleunigtem organisatorischen Wandel konzentriert sich die 437 2000_4_flecker.p65 437 22.12.2007, 16:55 an verschiedenen Arbeitspl\u00e4tzen oder f\u00fcr ver-M\u00f6glichkeit des Einsatzes von Arbeitskr\u00e4ftenschiedene T\u00e4tigkeiten. In der j\u00fcngeren Diskusbetrifft die funktionale Flexibilit\u00e4t, also dieweiterer, damit teilweise verbundener Aspektzeitliche Dimension jedoch weit hinaus. Einhinzu.fizienten Begrenzung der Arbeitszeit kommtDie Flexibilisierungsdiskussion geht \u00fcber die (Baethge et al. 1995). Die sozialvertr\u00e4gliche Ge-der politischen Tagesordnung, die Frage der ef-staltung flexibler Arbeitszeiten bleibt also auf in denen sich die Besch\u00e4ftigten in sehr hohemAusma\u00df mit ihrer Arbeit identifizieren, werden lange Arbeitszeiten zunehmend beklagt und Scheinselbst\u00e4ndigkeit untergraben die Wirkung der bisherigen Formen der Begrenzung der Arbeitszeit. Auch in jenen T\u00e4tigkeitsbereichen, zu einem immer gravierenderen Problem: Arbeiten in Projekten, Steuerung \u00fcber Zielvorgaben, Delegation von Ergebnisverantwortung einen erheblich gr\u00f6\u00dferen Spielraum bei den (legalen) betrieblichen Betriebs- und Arbeitszeiten. Unabh\u00e4ngig von der Qualit\u00e4t der Arbeitszeitmodelle wird die Regulierung der Arbeitszeit in den neuen Formen der Arbeitsorganisation zehnten (Bosch 1998). In \u00d6sterreich erm\u00f6glichten die Novelle des Arbeitszeitgesetzes 1997 und die darauf aufbauenden Kollektivvertr\u00e4ge gegen Arbeitszeitverk\u00fcrzung festzustellen, jedoch schreitet die Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit wesentlich langsamer voran als in fr\u00fcheren Jahrdehnung der Betriebs- und \u00d6ffnungszeiten. In einer Reihe europ\u00e4ischer L\u00e4nder ist ein politischer Tausch von Arbeitszeitflexibilisierung verbreiteten Modellen variabler Arbeitszeiten um die Anpassung der Personalkapazit\u00e4ten an die Auslastung des Betriebs und um die Ausregimes einen autonomeren Umgang mit ihrer Zeit zu erlauben (Trinczek 1998). Vielmehr geht es in den seit Mitte der 80er Jahre zunehmend durch eine Milderung des industriellen Zeitzeitlicher Hinsicht. Doch im Unterschied zur Diskussion in den 70er Jahren steht nicht die Zielsetzung im Vordergrund, den Besch\u00e4ftigten zehnt ein Thema die Diskussion \u00fcber Arbeitsorganisation: Flexibilisierung . Dies betraf zun\u00e4chst in erster Linie den Personaleinsatz in (Flecker et al. 1998). St\u00e4rker als die Frage der Chancengleichheit f\u00fcr Frauen beherrscht seit mehr als einem Jahrin Deutschland und \u00d6sterreich gesteigerte Anforderungen an Formalqualifikationen und die Frage der Nachtarbeit mit eine Rolle spielen ellen f\u00fchren Technisierung und neue Formen der Arbeitsorganisation in der Regel zu einem Ausschluss von Arbeiterinnen \u00fcberhaupt, bei dem der flexible Personaleinsatz eher ein Vorteil f\u00fcr hochqualifizierte m\u00e4nnliche Besch\u00e4ftigte zu sein. In der industriellen Produktion im Speziden Betrieben f\u00fchrt, d\u00fcrfte nur auf wenige Wirtschaftsbereiche zutreffen. Im Allgemeinen hingegen scheint die Aufgabenintegration und ab (Pastner\/Papouschek 1997). Auch die These, dass der Organisationswandel von sich aus zu einer Erosion alter Barrieren f\u00fcr Frauen in mindest in \u00d6sterreich nicht sehr weit verbreitet, sie zielen auch nicht notwendigerweise auf ein Aufbrechen traditioneller Geschlechterrollen weniger diskriminierend, wenn nicht sogar geschlechtsneutral. Die bisherigen Erfahrungen mit Ma\u00dfnahmen zur F\u00f6rderung von Chancengleichheit in Betrieben sprechen eher f\u00fcr wesentlich vorsichtigere Schlussfolgerungen. Nicht nur sind diese zudung der Diskriminierung kann also die Wettbewerbsf\u00e4higkeit erh\u00f6hen. Die \"neue Arbeitswelt\" sei, so die optimistische Sichtweise, lichen Besch\u00e4ftigten verzichten zu k\u00f6nnen, die durch restriktive Arbeitsgestaltung und \"gl\u00e4serne Decken\" ungenutzt bleiben. Eine Vermeiopportunities\" von der \u00dcberzeugung aus, unter neuen Wettbewerbsbedingungen nicht mehr auf die Qualifikation und das Engagement der weib(Goldmann 1993; Hilf\/Jacobsen 1999). Zudem geht die inzwischen von einer Reihe von Unternehmen verfolgte Politik der \"equal der Arbeitsteilung in den Fabriken und den B\u00fcros entsprechen ja vielfach den Trennlinien zwischen Frauen- und M\u00e4nnerarbeitspl\u00e4tzen 438 sion, insbesondere auf der Ebene der Europ\u00e4i-schen Union, ist von einer umfassendenFlexibilisierung der Unternehmen die Rede, dieauch die Entgeltgestaltung und die Form der ver-traglichen Bindung der Arbeitskr\u00e4fte an dasUnternehmen einschlie\u00dft (EWON 1999). Da-mit ist eine Diskussion angesprochen, die in2000_4_flecker.p65 438 22.12.2007, 16:55 Regeln f\u00fcr die Erledigung von Aufgaben und f\u00fcr den Einsatz von Arbeitskraft mit dem Ziel kommenserg\u00e4nzung, Verbesserung der Arbeitsund Besch\u00e4ftigungsbedingungen und soziale Absicherung (T\u00e1los 1999, 459f.). Zusammenfassend kann die Problematik des arbeitsorganisatorischen Wandels folgenderma\u00dfen charakterisiert werden: Werden generelle politischer Gestaltungsbedarf besteht deshalb im Arbeits- und Sozialrecht insbesondere im Hinblick auf prinzipielle Gleichstellung, EinFlexibilisierungs- und Einsparungsstrategien unter Nutzung atypischer Besch\u00e4ftigung auch zu prek\u00e4ren Arbeits- und Lebenssituationen. Ein Zeitsouver\u00e4nit\u00e4t und die M\u00f6glichkeit der Vereinbarung von Beruf und Familie eine Rolle (T\u00e1los 1999, 431). Andererseits f\u00fchren (Greenbaum 1998, 127). have the wages which reflect these increased skills Ursachen ihrer Verbreitung auch auf der Angebotsseite des Arbeitsmarkts zu finden sind. Dabei spielen W\u00fcnsche nach Selbstbestimmung, in jobs which contain a wide range of skills but do not work process. In many cases, the new flexibility results controlling wages and limiting labour\"s control of the organisation einschlie\u00dflich atypischer Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse den Interessen der ArbeitnehmerInnen entgegen kommen und dass bureaucratic ones based on rationalised labour did insbesondere die Versch\u00e4rfung der Konkurrenz zwischen Stamm- und Randbelegschaften bei. xibilit\u00e4t\" der Unternehmen dienen, sondern auch der Verbilligung und Disziplinierung der Arbeitskraft (M\u00fcckenberger 1989). Dazu tr\u00e4gt richteten Dienstleistungsbranchen wie Handel, Fremdenverkehr und Gesundheitswesen (Fuchsbichler et al. 1999). Geht es um die Frage der politischen Gestaltung, so ist darauf hinzuweisen, dass atypische Besch\u00e4ftigungsformen keineswegs nur der \"Fleatypischen Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse, allen voran geringf\u00fcgige Besch\u00e4ftigung, in \u00d6sterreich vor allem in den auf den Inlandsmarkt ausgearbeitsverh\u00e4ltnissen, um den Anforderungen an organisatorischer Flexibilit\u00e4t zu gen\u00fcgen (Flecker 2000b). Dagegen finden sich viele der ren mit globalem Wettbewerb setzen, jedenfalls in Deutschland und \u00d6sterreich, nach wie vor h\u00e4ufig auf Stammbelegschaften in Normalstrategien von Unternehmen zu einer Zunahme der sogenannten \"flexiblen\" Besch\u00e4ftigungsformen f\u00fchren. Gerade Unternehmen in Sektoformen keineswegs so plausibel, wie er klingt. Bei genauerer Betrachtung stellt man n\u00e4mlich fest, dass keineswegs alle Flexibilisierungs1990), zum anderen ist der Zusammenhang zwischen der Flexibilisierung der Arbeitsorganisation und atypischen Besch\u00e4ftigungsAbh\u00e4ngigkeit von institutionellen Rahmenbedingungen unterschiedliche Strategien zur Erreichung von Flexibilit\u00e4t (Sengenberger allen L\u00e4ndern gleich stark ausgepr\u00e4gt ist (Felstead\/Jewson 1999, Tal\u00f3s 1999). Zum einen w\u00e4hlen die Unternehmen unter anderem in von Erwerbsarbeit (Beck 1999, 79f.). und r\u00e4umlich dezentralen, deregulierten Einsatzformen besch\u00e4ftigungssystem\" mit hochflexiblen, arbeitszeitlich entstandardisiertes, fragmentiertes, plurales ,Unterverwertung. ... Mit der Risikoregulation entsteht nun ein teilung zu einem zentralen Hindernis der Kapitalh\u00e4ltnisse zugeschrieben werden. scheint unausweichlich, die politische Gestaltung der Arbeitsorganisation ein hoffnungsloses Unterfangen. Die Zunahme atypischer, als flexibel bezeichneter Besch\u00e4ftigungsformen ist ein international feststellbarer Trend, der allerdings nicht in Grundlage starrer, segmentierter, hierarchischer Arbeitsdigkeit einer Flexibilisierung der Unternehmen abgeleitet, der wiederum weitreichende Folgen f\u00fcr Arbeitszeitmuster und Besch\u00e4ftigungsveranderen Zusammenh\u00e4ngen unter dem Stichwort \"Erosion des Normalarbeitsverh\u00e4ltnisses\" gef\u00fchrt wird. In der Regel wird in dieser Diskussion aus den ge\u00e4nderten Wettbewerbsbedingungen in einer \"globalisierten\" Wirtschaft die NotwenIn dieser Welt globaler Risiken wird das fordistische Regime standardisierter Massenproduktion auf der New management strategies of so-called flexibility attempt to accomplish the same objectives that the old Die Aufl\u00f6sung des Normalarbeitsverh\u00e4ltnisses, ja eine \"Brasilianisierung\" Europas erAuch wenn diese kritischen Sichtweisen durchaus von empirischen Tendenzen gest\u00fctzt werden, sollte nicht generell ausgeschlossen werden, dass neue, flexible Formen der Arbeits439 2000_4_flecker.p65 439 22.12.2007, 16:56 Personaleinsatz, Arbeitszeit oder K\u00fcndigungenmit Machtressourcen zur Beeinflussung vonausgestattet, so wird dies einen Niederschlag in schaften oder Betriebsr\u00e4te auf legistischem Wegziehungen dar. Werden Akteure wie Gewerk-mechanismus stellen dabei die industriellen Bemen wird. Den offensichtlichsten Wirkungs-triebliche Arbeitsorganisation Einfluss genom-chen Rahmenbedingungen indirekt auf die berufliche Bildungssystem, die industriellenArbeitsbeziehungen und die Familienstrukturen benannt (Maurice et al. 1980).F\u00fcr die politische Gestaltungsm\u00f6glichkeit von Arbeitsorganisation l\u00e4sst sich daraus ableiten,dass \u00fcber die Ausgestaltung der gesellschaftlidingungen auf die Gestaltung der Betriebs- und Arbeitsorganisation betonte (\"effet soci\u00e9tal\") . Als wesentlichste Institutionen wurden das betive in den 80er Jahren ein institutionalistischer Ansatz durchgesetzt, der den Einfluss gesellschaftlicher und kultureller Rahmenbechen durchsetzen werde (Womack et al. 1990). In der Organisationsforschung hat sich gegen\u00fcber einer solchen universalistischen Perspekproduction\" von einem universellen Organisationsmuster, das sich als \u00fcberlegenes notwendigerweise in allen L\u00e4ndern und Branbedingungen einheitliche Strukturen bewirkt (Pugh\/Hickson 1976). Neuerdings sprechen etwa auch die Proponenten der \"lean al. 1960), oder dass es eine universelle Rationalit\u00e4t von Gro\u00dforganisationen gibt, die auch bei unterschiedlichen kulturellen Rahmenlogisch angetriebenen Modernisierungsprozesse zur Angleichung von organisatorischen und gesellschaftlichen Merkmalen kommt (Kerr et nommen werden. Universalistische Ans\u00e4tze beinhalten die Grundthese, dass es innerhalb eines Wirtschaftssystems aufgrund der technoder Form, dass sich die effizienteste Organisationsform generell durchsetzt, so kann nur ein geringer politischer Spielraum wahrge4.1. Kr\u00e4fte der Gestaltung von Arbeitsorganisation Wird die Organisation der Arbeit als \u00f6konomisch oder sachlich determiniert angesehen, in direkter Gestaltung etwa durch staatliche Programme der F\u00f6rderung bestimmter Formen der Arbeitsorganisation andererseits. ist zu unterscheiden zwischen Ma\u00dfnahmen, die indirekt \u00fcber die Festlegung von Rahmenbedingungen Einfluss aus\u00fcben, einerseits und retische Ans\u00e4tze verweisen, bevor unterschiedliche Formen der politischen Gestaltung von Arbeitsorganisation dargestellt werden. Dabei ren und in Bezug auf sie kann eine politische Gestaltung erfolgreich sein. Im Folgenden m\u00f6chte ich daher kurz auf diesbez\u00fcgliche theoliziert die Frage nach den Kr\u00e4ften, die auf die Entwicklung der Arbeitsorganisation einwirken. Denn nur unter Ber\u00fccksichtigung dieser Faktonur dem Ziel der Effizienzsteigerung, sondern auch der Sicherung gesundheits- und pers\u00f6nlichkeitsf\u00f6rdernder Arbeitsbedingungen dienen. 4. M\u00f6glichkeit und Formen der politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation Die Frage nach der M\u00f6glichkeit einer politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation impsation im Rahmen von Zielvorgaben charakterisierten Arbeitsorganisation reicht also f\u00fcr eine politische Gestaltung nicht aus, soll diese nicht mustern vielfach ins Leere, ohne dass hinsichtlich ihrer Funktion ein Ersatz gegeben w\u00e4re. Das Leitbild einer flexiblen, durch Selbstorganides Personaleinsatzes ansetzten und die Anweisungsbefugnisse der Vorgesetzten einschr\u00e4nkten. Sie greifen bei neuen OrganisationsBesch\u00e4ftigten verbunden ist. Dies wiegt umso schwerer, als Schutzbestimmungen und Rechte der Interessenvertretung bisher an den Regeln ternehmen und sogar zwischen den einzelnen Einheiten innerhalb von Unternehmen eine Entgrenzung der Leistungsanforderungen an die gungen verstanden. Immer weniger l\u00e4sst sich aber \u00fcbersehen, dass damit unter den Bedingungen versch\u00e4rfter Konkurrenz zwischen den Ungrund der Kritik an b\u00fcrokratischen Strukturen und tayloristischer Leistungsorganisation vielfach auch als Verbesserung der Arbeitsbedinaufgeweicht oder abgebaut, die Reaktionsf\u00e4higkeit des Unternehmens zu erh\u00f6hen und die Kosten zu senken, so wird dies auf dem Hinter440 den Unternehmensstrategien finden. Auswirtschaftsliberaler Perspektive betrachtet, han-2000_4_flecker.p65 440 22.12.2007, 16:56 different routes to partial failure (Hyman 1987, 30). no ,one best way\" of managing these contradictions, only lektivvertr\u00e4gen, auf die hier nicht eingegangen werden kann, zielen insbesondere Programme determinations are themselves contradictory. ... there is des Arbeitsprozesses und des Personaleinsatzes bestimmen. Gestaltung der Arbeitsorganisation zudem daraus, dass die gegebenen Zw\u00e4nge der Kapitalverwertung nicht schon die konkreten Formen beeinflusst werden. Aus einer an Marx orientierten Perspektive ergibt sich die M\u00f6glichkeit einer politischen Arbeitsorganisation ist somit von den konkreten Machtverh\u00e4ltnissen abh\u00e4ngig, die unter anderem durch die Situation auf dem Arbeitsmarkt chen und Ansatzpunkte f\u00fcr den Widerstand der ArbeiterInnen und Angestellten enthalten (Edwards 1981). Die Dynamik der Entwicklung der Gestaltung der Arbeitsorganisation ein umk\u00e4mpftes Gebiet (\" contested terrain \") darstellt, da Managementstrategien immer wieder UrsaFlecker 1997; 2000b). Die Bedeutung der Machtverh\u00e4ltnisse zwischen den Akteuren der Arbeitsbeziehungen verweist darauf, dass die Konzerne bestimmt. Dabei haben Unternehmen durchaus die M\u00f6glichkeit, sich vom konkreten institutionellen Umfeld abzukoppeln (siehe dazu lich wird Arbeitsorganisation zunehmend von der grenz\u00fcberschreitenden Verbreitung neuer Managementkonzepte innerhalb transnationaler den Einfluss, der vom dynamischen System des globalen Kapitalismus ausgeht, \u00fcbersehe (Smith\/Meiksins 1994; M\u00fcller 1994). Tats\u00e4chmen der Arbeitsorganisation entwickelten. punkte f\u00fcr die Unternehmen, um die herum sie Paradig8-Stundentag und die 40-Stundenwoche wurden Fixzu neuen Formen der Arbeitsorganisation veranlasst. Der aufgezwungen worden; sie haben die Unternehmen aber weitgehend durch Gesetzgebung und Tarifvereinbarung Diese Arbeitszeitverk\u00fcrzungen sind der Wirtschaft zwar die M\u00f6glichkeiten zur berufliche Mobilit\u00e4t beeinflusst. Kritiker betonen, dass der Ansatz in seiner Konzentration auf die nationalstaatlich geformten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen der Arbeitsorganisation den gro\u00dfen und wachsenStruktur betrieblicher Positionen und im betrieblichen Personaleinsatz findet sowie die soziale Distanz zwischen Besch\u00e4ftigtengruppen oder wichtiger Faktor des wirtschaftlichen Wachstums war. beobachten. So vertreten Bosch und Lehndorff (1998, 307) die Auffassung, Hinsicht als g\u00fcnstig erweisen. Die \u00f6konomische N\u00fctzlichkeit von Beschr\u00e4nkungen l\u00e4sst sich auch in anderen Politikfeldern ren Organisationsformen f\u00fchren. Somit k\u00f6nnen sich Beschr\u00e4nkungen \u00f6konomischer Handlungsalternativen selbst in rein \u00f6konomischer der Unternehmen zwar kurzfristig vorteilhaft erscheinende Optionen ausschlie\u00dfen k\u00f6nnen, aber gerade dadurch zu langfristig erfolgreichestimmten Marktsituationen als h\u00f6chst erfolgreiche Anpassungsstrategie erwies. Das hei\u00dft, dass Einschr\u00e4nkungen der Entscheidungsautonomie kr\u00e4fte f\u00fchrte, brachten diese Einschr\u00e4nkungen die Unternehmensstrategie der \"diversifizierten Qualit\u00e4tsproduktion\" hervor, die sich unter bewettbewerbs (\"low road\") versperrt war. Zusammen mit dem dualen Ausbildungssystem, das zu einem hohen Anteil qualifizierter Arbeitszifischen industriellen Beziehungen der Weg der Lohnsenkung und der Personalreduktion und damit die (einfachere) Strategie des Preis\"deutschen Produktionsmodells\". So hat Streeck (1989) dargelegt, dass den Unternehmen der deutschen Automobilindustrie wegen der spepassungs- und Wettbewerbsf\u00e4higkeit des Unternehmens schw\u00e4chen. Es gibt aber auch gegenteilige Erkl\u00e4rungen, etwa f\u00fcr den Erfolg des delt es sich dabei um Rigidit\u00e4ten, die Unternehmensleitungen in ihren Entscheidungsm\u00f6glichkeiten einschr\u00e4nken und daher die Andass die Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit in den letzten 100 Jahren nicht nur Verteilungspolitik, sondern auch ein Strategic choice exists, not because of the absence or weakness of structural determination, but because these Im Konzept des \"effet soci\u00e9tal\" spielte das 4.2. Direkte politische F\u00f6rderung von berufliche Bildungssystem eine besonders wich- Arbeitsorganisation tige Rolle, da seine Struktur, vermittelt \u00fcber Bildungszertifikate, Entsprechungen in der Neben konkreten inhaltlichen Regelungen \u00fcber den Personaleinsatz in Gesetzen und Kol441 2000_4_flecker.p65 441 22.12.2007, 16:56 von Norwegen anmerkt, wo sozialpartner-schaftliche Programme zur F\u00f6rderung derker gewichtet, wie Bosch (1997) am Beispiel rung der Arbeitsbedingungen zunehmend st\u00e4r-Wettbewerbsf\u00e4higkeit gegen\u00fcber der Verbesse-wurde im Laufe der Zeit die St\u00e4rkung der derung neuer Formen der Arbeitsorganisationschold 1992).In den Zielsetzungen der Programme zur F\u00f6rmunikation. Wie eine Evaluation des Pro-gramms ergab, wurde damit allerdings \"zu viel Proze\u00df und zu wenig Design\" geboten (Naein und f\u00f6rderte etwa 70 betriebliche Entwicklungsprojekte. Die Methode setzte fast ausschlie\u00dflich auf breite Partizipation und Kombis 1990. Es wurde von den Arbeitgeberverb\u00e4nden und Gewerkschaften gemeinsam getragen, bezog etwa 60 wissenschaftliche BegleiterInnen gaben machen. Ein Musterbeispiel daf\u00fcr ist das schwedische LOM-Programm (\"Leitung, Organisation, Mitbestimmung\") aus den Jahren 1985 betrieblichen Akteure in die Lage versetzen wollen, die Arbeitsorganisation im Konsens zu ver\u00e4ndern, aber selbst keine inhaltlichen VorBetriebs- und Arbeitsorganisation in einem umfassenden Sinne abzielen und dabei eine radikale Prozessorientierung aufweisen, also die (Holek 1997). Auf der anderen Seite der Bandbreite finden sich Programme, die auf eine Entwicklung der f\u00fcr Ausbildung stand den Betrieben in der Laufzeit des Programms (1994-1997) eine Summe von etwa 180 Millionen Schilling zur Verf\u00fcgung petitiver Arbeit bis zum Jahr 2000 zu halbieren. F\u00fcr die F\u00f6rderung von arbeitsorganisatorischen \u00c4nderungen, f\u00fcr technische Entwicklung und ten und die Arbeitgeberverb\u00e4nde erarbeiteten Anfang der 90er Jahre gemeinsam einen Handlungsplan, um die Verbreitung einseitiger, redurch die \u00dcberwindung der tayloristischen Zerst\u00fcckelung von T\u00e4tigkeiten in der Produktion. Die Dachverb\u00e4nde der d\u00e4nischen Gewerkschafgesundheitlichen Situation der ArbeiterInnen d\u00e4nische Programm gegen \"einseitige, repetitive Arbeit\", das in der oben angef\u00fchrten \u00dcbersicht nicht enthalten ist, der Verbesserung der liegen unterschiedliche Definitionen von Arbeitsorganisation zugrunde, bzw. sie zielen auf unterschiedliche Aspekte ab. So dient das Gewerkschaften. Auch den Programmen, die Ver\u00e4nderungen in der Arbeitsorganisation direkt unterst\u00fctzen, des Wissenstransfers, und etwas weniger als ein Drittel finanzieren Projekte zur Weiterbildung und Bewusstseinsbildung in Unternehmen und gramme Forschung \u00fcber neue Formen der Arbeitsorganisation, mehr als ein Drittel unterst\u00fctzen die Vernetzung von Firmen zum Zweck Organisationsformen. Wesentlich h\u00e4ufiger wird eine mittelbare Unterst\u00fctzung angeboten. So f\u00f6rdern mehr als die H\u00e4lfte der analysierten Provon Hierarchiestufen \u00fcber die Flexibilisierung der Arbeitszeit und Mehrfachqualifizierung (multi-skilling ) oder Aufgabenwechsel bis zur Entwicklung neuer Unternehmenskulturen, die Vertrauen, Partizipation, Autonomie und Verantwortlichkeit betonen. Nur in wenigen Programmen geht es allerdings um die unmittelbare, finanzielle Unterst\u00fctzung der Betriebe bei der Einf\u00fchrung neuer wie etwa das Programm \"Arbeit und Technik\" in Deutschland, das \" National Workplace Development Programme \" in Finnland, das Programm \" Man, Technology, Organisation \" in Schweden oder den \" Fund to Improve Working Life Conditions and Increase Growth \" in D\u00e4nemark. Die Palette der gef\u00f6rderten Ver\u00e4nderungen reicht dabei von der Einf\u00fchrung teilautonomer Arbeitsgruppen und der Reduktion versuchen, durch F\u00f6rderungen auf die Entwicklung in den Betrieben Einfluss zu nehmen. Im einzelnen handelt es sich dabei um Initiativen men der Arbeitsorganisation ( Business Decisions Limited 2000) geht hervor, dass die Regierungen der meisten Mitgliedstaaten \"Besch\u00e4ftigung und Soziale Angelegenheiten\" der Europ\u00e4ischen Kommission erstellten \u00dcberblick \u00fcber staatliche Programme f\u00fcr neue Forzur F\u00f6rderung bestimmter Formen von Arbeitsorganisation auf eine direkte politische Gestaltung ab. Aus einem f\u00fcr die Generaldirektion 442 aktion zum deutschen Programm zur \"Humani-Unternehmensentwicklung seit den 60er Jahrendurchgef\u00fchrt werden.tion der direkten politischen Gestaltung vonArbeitsorganisation. Sieht man von einer sehrbescheiden dotierten und kurzfristigen Parallel-In \u00d6sterreich fehlt es an einer solchen Tradi-2000_4_flecker.p65 442 22.12.2007, 16:56 \"das Gr\u00fcnbuch nicht in der Absicht ver\u00f6ffententerprise economy (Betcherman 1997, 76f). economic security can be provided in a flexibleultimately, governments must be concerned with how and brokering sectoral and national partnerships. And, investing in intangibles (especially for small enterprises); chen durch Aufkl\u00e4rung und nicht durch zwingende Regelungen erreicht werden. So betonte die Europ\u00e4ische Kommission (1998, 1), dass sie consulting support on organisational change and information on workplace innovation; providing of best practices through gathering and disseminating giert. Dazu hei\u00dft es in einer Publikation: sationsformen auf Basis von hoher Qualifikation, Vertrauen und Partizipation, also die \"high road\" der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, im wesentliof organisational innovation. One is to foster the diffusion spezifischen institutionellen Bedingungen in Deutschland (Beruflichkeit, Machtbeziehungen zwischen Akteuren etc.) angepasst wurde. Eine indirekte politische Gestaltung der Arbeitsorganisation durch nationalstaatliche Regierungen wird auch von der OECD propaNutzen besteht insbesondere darin, dass dadurch ein weltweit diskutiertes Konzept der Arbeitsorganisation (Team- oder Gruppenarbeit) an die Ebene k\u00f6nnen in ihren Aushandlungen auf dieses Konzept Bezug nehmen, es erf\u00fcllt also eine Orientierungs- und Legitimierungsfunktion. Der Aufgabenintegration, Selbstorganisation, Partizipation und Chancen der Qualifikationsnutzung in den Vordergrund. Akteure auf betrieblicher wickelten gemeinsam ein Konzept zur Erreichung von Effizienz und attraktiver Arbeit durch Gruppenarbeit. Sie stellten dabei die Prinzipien kret bedeuten k\u00f6nnen: Die Unternehmensverb\u00e4nde VDW und VDMA der Branche Werkzeugmaschinenbau und die IG Metall entpartner\" auf, im Wandlungsprozess \"eine F\u00fchrungsrolle zu \u00fcbernehmen\". Ein Beispiel aus Deutschland soll zeigen, was Leitbilder und Konzepte neuer Arbeitsorganisation und die Rolle der Kollektivvertragsparteien in der politischen Praxis konten beruht\". In ihrer Mitteilung \"Modernisierung der Arbeitsorganisation - den Wandel als Chance begreifen\" (1998, 3) fordert sie die \"Sozialersetzt werden, die auf den Grunds\u00e4tzen hohe Qualifikation und starkes Vertrauen sowie auf einer verst\u00e4rkten Einbeziehung der Besch\u00e4ftigDie neue und zu f\u00f6rdernde Arbeitsorganisation bestehe darin, \"dass hierarchische und starre Strukturen durch innovativere und flexiblere sion in ihrem Gr\u00fcnbuch (1997, 2): \"Eine neue Arbeitsorganisation im Geiste der Partnerschaft\" das inhaltliche Ziel der Ver\u00e4nderung nur grob. die Bewusstseinsbildung und die Verbreitung von neuen Leitbildern und \" best practice \"-Beispielen. So umrei\u00dft die Europ\u00e4ische Kommisdavon, die vielfach auch in den eben angef\u00fchrten staatlichen F\u00f6rderprogrammen enthalten sind, umfassen die F\u00f6rderung von Forschung, xes Thema f\u00fcr direkte Interventionen handelt, wird zumeist indirekten Formen der politischen Gestaltung der Vorzug gegeben. Elemente doch auch in \u00d6sterreich ein gro\u00dfer Bedarf an politisch gestalteter Ver\u00e4nderung der Arbeitsorganisation. 4.3. Indirekte politische Gestaltung der Arbeitsorganisation: Ausgehend von der \u00dcberlegung, dass es sich bei der Arbeitsorganisation um ein zu komplehohen Qualifikationen der Besch\u00e4ftigten besser nutzen, als auch mit dem Ziel der Verbesserung der Arbeitsbedingungen besteht m. E. jeren L\u00e4ndern. Sowohl unter dem Gesichtspunkt der Wettbewerbsf\u00e4higkeit, also etwa zur F\u00f6rderung von Organisationsformen, welche die den sein wie in der Industriestruktur, in der tayloristisch-fordistische Massenproduktion keine so gro\u00dfe Rolle gespielt hat wie in andeSozialpartnerschaft, in der Betonung der repr\u00e4sentativen betrieblichen Interessenvertretung gegen\u00fcber direkter Partizipation ebenso zu finbis heute politische Praxis sind. Die Ursachen daf\u00fcr d\u00fcrften in der Zentralisierung der Arbeitsbeziehungen im Rahmen der Wirtschafts- und sierung der Arbeit\" in den 70er Jahren ab, wurden in \u00d6sterreich keine derartigen Programme aufgelegt, wie sie insbesondere in Skandinavien However, governments must go beyond education and training, and address a range of other concerns in support In den gegenw\u00e4rtig am st\u00e4rksten propagierten Formen der politischen Gestaltung der Arbeitsorganisation sollen flexible Organi443 2000_4_flecker.p65 443 22.12.2007, 16:56 heblichen Druck gesetzt, Ma\u00dfnahmen dagegen die Regierungen in den 90er Jahren unter er-Arbeitslosigkeit - sie lag 1996 bei \u00fcber 12% -grund einbezieht. Zum einen hatte die hohe blieb es ja bei der Ank\u00fcndigung der 35-Stun-den-Woche) wird verst\u00e4ndlich, wenn man den spezifischen sozialen und politischen Hinterten ausgleichen sollen.Der Alleingang der franz\u00f6sischen Regierung innerhalb der Europ\u00e4ischen Union (in Italien auf 35 Stunden pro Woche herabgesetzt. Es sind weiterhin F\u00f6rderungen f\u00fcr die Unternehmen vorgesehen, welche die langfristigen Mehrkosrungen in der ersten Phase formuliert wurde und Anfang 2000 in Kraft trat, wurde die gesetzliche w\u00f6chentliche Arbeitszeit von 39 Stunden sch\u00e4ftigten andererseits den Hauptteil der Kosten ausgleichen (Cette 1999). Mit dem 2. AubryGesetz, das unter Ber\u00fccksichtigung der Erfahw\u00e4hrend erwartet wurde, dass die unmittelbar zu erwartenden Produktivit\u00e4tssteigerungen einerseits und die Lohnzur\u00fcckhaltung der Beternationalen Wettbewerbs kostenneutral ausfallen sollte. Der Beitrag des Staates soll - so die Planungen - etwa ein Drittel der Kosten decken, Sozialversicherung. Damit beteiligte sich der Staat an den Kosten der Arbeitszeitverk\u00fcrzung, die f\u00fcr die Unternehmen aus Gr\u00fcnden des in10% verk\u00fcrzten und dadurch die Besch\u00e4ftigung um mindestens 6% ausweiteten, erhielten eine Erm\u00e4\u00dfigung bei den Arbeitgeberbeitr\u00e4gen zur Stunden-Woche durch ein angek\u00fcndigtes zweites Gesetz im Jahr 2000 (bzw. f\u00fcr Kleinbetriebe im Jahr 2002) die Arbeitszeit um mindestens reize dazu angeregt, die Wochenarbeitszeit zu verk\u00fcrzen und damit Besch\u00e4ftigung zu schaffen. Unternehmen, die vor Einf\u00fchrung der 35es im Einzelnen? Mit dem Gesetz zur Arbeitszeitverk\u00fcrzung im Jahr 1998, genannt \"loi Aubry\", wurden Betriebe durch finanzielle AnModernisierung der Betriebsorganisation und die Belebung des sogenannten sozialen Dialogs auf der Ebene der Unternehmen. Worum geht nur auf die kollektive Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit als Mittel im Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit ab, sondern auch auf die nationalstaatlicher Politik mit legistischen Mitteln sehr tiefgreifend in die Arbeitsbeziehungen interveniert; zweitens zielte die Ma\u00dfnahme nicht Kontrast zur verbreiteten Selbstbeschr\u00e4nkung merkenswerte Initiative. Erstens wurde dem Siegeszug des Wirtschaftsliberalismus und der Globalisierungsdiskussion zum Trotz und im wie etwa das Beispiel der Arbeitszeitverk\u00fcrzung und -flexibilisierung in Frankreich zeigt. 4.4. Das Beispiel der Arbeitszeitverk\u00fcrzung und -flexibilisierung in Frankreich Die Einf\u00fchrung der 35-Stunden-Woche in Frankreich ist aus mehreren Gr\u00fcnden eine bep\u00e4ische Kommission 1997, 8f.). Frage des internen Unternehmensmanagements (EuroStaates und denen der Sozialpartner, insbesondere in der riger machen. Dies schlie\u00dft aber staatliche Vorschriften mit einem gewissen Spielraum f\u00fcr konkrete betriebliche L\u00f6sungen keineswegs aus, Gleichgewicht zwischen den Regelungsbefugnissen des rechtlichen Rahmenbedingungen den Weg f\u00fcr ein neues setzlicher Regelungen hin zu offeneren und flexibleren dynamik der Arbeitsorganisation inhaltliche Regelungen auf zentraler Ebene der Gesetzgebung oder der Kollektivvertr\u00e4ge immer schwievon starren Systemen zwingend vorgeschriebener gelen gegen\u00fcber der kollektiven Regelung angedeutet. messenen L\u00f6sungen bereith\u00e4lt\". Es wird weiters eine Aufwertung der kollektivvertraglichen gegen\u00fcber der gesetzlichen sowie der individuelwerden von der neuen Arbeitsorganisation in Frage gestellt\", weil es f\u00fcr die sich verbreitenden Organisationsformen \"offenbar keine angeve f\u00fcr eine neue Arbeitsorganisation dar. So hei\u00dft es im \"Gr\u00fcnbuch\": \"Die Fundamente des Arbeitsrechts und der Arbeitsbeziehungen wird\". Im Gegensatz zu anderen Politikfeldern sollen die Sozialpartner hier also nicht unter dem Druck m\u00f6glicher Richtlinien (\"under the shadow of the law\") verhandeln. Im Gegenteil stellt die Deregulierung einen wesentlichen, wenn nicht den bestimmenden Teil der Initiatilicht (hat), es als Grundlage f\u00fcr eine Gesetzesinitiative zu benutzen, durch die eine bestimmte Form der Arbeitsorganisation vorgeschrieben Hier \u00f6ffnet m\u00f6glicherweise die zu erwartende Entwicklung von Arbeitsrecht und Arbeitsbeziehungen weg Nun besteht zwar weitgehend Einigkeit dar\u00fcber, dass die Vielfalt und die Ver\u00e4nderungs444 2000_4_flecker.p65 444 22.12.2007, 16:56 die \u00dcberwindung bisheriger, als \"fordistisch\"in den Macht- und Verteilungsrelationen durchbezeichneter Schutzbestimmungen und MitWettbewerbsf\u00e4higkeit auch eine Verschiebungorganisation zum Zweck der Steigerung derDamit soll neben der Ver\u00e4nderung der ArbeitsTeil dem Ziel der \"Flexibilisierung\" geschuldet.und des Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisses, ist zumFragen des Personaleinsatzes, der Arbeitszeit gulierung verkn\u00fcpfen und auf indirektem Weg auf die Arbeitsorganisation Einfluss nehmen.Die Ver\u00e4nderung, welche die Definition von Arbeitsorganisation erfahren hat, n\u00e4mlich dieVerschiebung des Schwerpunkts von der Arbeitsteilung und Kooperation im Betrieb hin zu charakterisierten \u00c4ra sind freilich nicht zu leugnen. Damit haben neue Politikmuster an Bedeutung gewonnen, die zentrale und dezentrale ReArbeitsorganisation und Personaleinsatz verbleiben. Die Grenzen der Steuerung und die Ver\u00e4nderungen gegen\u00fcber der h\u00e4ufig als Fordismus hat die \"Globalisierung\" zwar die \u00f6konomischen Zw\u00e4nge versch\u00e4rft, aber nicht dazu gef\u00fchrt, dass keine Gestaltungsm\u00f6glichkeiten im Bereich von Produktivit\u00e4tssteigerung zugleich eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen mit sich bringen, in naher Zukunft zutreffen werden. Zudem rische Befunde sprechen n\u00e4mlich dagegen, dass die Prophezeiungen einer neuen Arbeitswelt, in der Ma\u00dfnahmen der Flexibilisierung und staltung sollte aufgezeigt werden, dass ein Einfluss nationalstaatlicher Politik auf die Arbeitsorganisation notwendig und m\u00f6glich ist. Empidie Festlegung so wichtiger Aspekte wie des Ausma\u00dfes der Flexibilisierung oder des Umfangs des Lohnverzichts vorbehalten. 5. Schlussfolgerungen Mit den Hinweisen auf Entwicklungen in der Arbeitsorganisation und ihrer politischen Geeinzelnen ArbeitnehmerInnen unterschrieben werden, die mit dem Mandat einer Gewerkschaft ausgestattet waren. Diesen Vereinbarungen blieb tiert. Die Vereinbarungen konnten daher von ner Minderheit der Betriebe gewerkschaftlich organisiert sind und keine gesetzliche Vertretung der ArbeitnehmerInnen (Betriebsrat) existen neu definiert (DARES 2000, 17). Die Besonderheit der franz\u00f6sischen Situation liegt freilich darin, dass die Besch\u00e4ftigten nur in eiwurden beispielsweise in der H\u00e4lfte der Vereinbarungen variable Arbeitszeiten geregelt, in einem Viertel die Qualifikation der Besch\u00e4ftignehmen, in denen Vereinbarungen geschlossen wurden, stellten diese in der Tat die ersten kollektiven Abkommen \u00fcberhaupt dar. Inhaltlich den Abschluss einer Vereinbarung zwischen Unternehmensleitung und Gewerkschaft zur Voraussetzung haben. Im Gro\u00dfteil der Untergen auf die betrieblichen Arbeitsbeziehungen, also die \"Belebung des sozialen Dialogs\", wird von der Tatsache erwartet, dass die F\u00f6rderungen ebenfalls ein deklariertes Ziel, dass dadurch eine Modernisierung der Betriebsabl\u00e4ufe angeregt werden soll (Charpentier 2000). Die Wirkunschon in Kauf nehmen m\u00fcssen - wird nicht nur auf die zeitliche Dimension der Betriebs- und Arbeitsorganisation Einfluss genommen. Es ist ses Ma\u00df hinausgehenden Arbeitszeit hinzugef\u00fcgt (Lehndorff 2000). Mit einer sp\u00fcrbaren Verk\u00fcrzung der Arbeitszeit und mit der M\u00f6glichkeit der Flexibilisierung - die Unternehmen auch eher in Anspruch nehmen, wenn sie den Nachteil der Verk\u00fcrzung wurde aber zum Zuckerbrot der F\u00f6rderungen die \"Peitsche\" der gesetzlichen Verk\u00fcrzung auf 35 Stunden bzw. der Verteuerung der \u00fcber die-flexibilisierung, auch dieser wurde schon durch fr\u00fchere, wenn auch weniger erfolgreiche legistische Ma\u00dfnahmen erm\u00f6glicht. Diesmal in Form staatlicher F\u00f6rderungen eingef\u00fchrt bzw. ausgebaut. Neu am Aubry-Gesetz war auch nicht der Tausch Arbeitszeitverk\u00fcrzung gegen Bereits unter einer konservativ-liberalen Regierung wurde in den Jahren 1993 und 1996 das Prinzip des Anreizes f\u00fcr Arbeitszeitverk\u00fcrzung in staatlichen Initiativen (Lehndorff 2000, 54; Freyssinet 1998). Nicht nur sozialdemokratische Regierungen betrieben eine solche Politik: zu ergreifen. Zum anderen bestand Arbeitszeitpolitik in Frankreich mangels Vereinbarungen zwischen den Kollektivvertragsparteien zumeist 445 wirkungsrechte erreicht werden, wenn auch,zumindest rhetorisch, am Humanisierungszielfestgehalten wird.politischen Gestaltung von Arbeitsorganisation\u00d6sterreich hat einen Nachholbedarf bei der2000_4_flecker.p65 445 22.12.2007, 16:56 the case of France, unver\u00f6ffentlichtes Manuskript,Conseil d\"Analyse Economique, Paris. CharpentierStrategy: The French Plan for Reduction in Working, Pascal (2000). European Employment Time; unver\u00f6ffentl. Manuskript, European Commis-sion Peer Review Programme 2000, Paris. DARES (2000). La loi relative \u00e0 la r\u00e9duction n\u00e9goci\u00e9edu temps de travail, unver\u00f6ffentlichtes Manuskript, Paris, 5.4.2000.Edwards, Richard (1981). Herrschaft im modernen Produktionsproze\u00df, Frankfurt am Main.Europ\u00e4ische Kommission (1997). 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Eine Dezentralisierung der Arbeitsbeziehungen in einem Ausma\u00df, wie es im Regierungs\u00fcbereinkommen zwizentralen Regulierung der Arbeit das Wort zu reden, die der Vielfalt der Arbeitssituationen und auch den individuellen Bed\u00fcrfnissen der Benicht dagegen. Je intensiver der Wettbewerb, je kurzfristiger die Managementziele, je einseitiger die Ausrichtung auf shareholder-value , desto wichtiger werden im Gegenteil die Restriktionen, die auf der betrieblichen Ebene nicht zur Disposition stehen. Das bedeutet nicht, einer der Akteure auf Unternehmensebene effektiv beeinflussen, also auch einschr\u00e4nken. Die Versch\u00e4rfung internationalen Wettbewerbs spricht zentraler, kollektivvertraglicher Ebene m\u00fcssen Rahmenbedingungen setzen, die Handlungsm\u00f6glichkeiten, Priorit\u00e4ten und Machtressourcen hat, mit Aufkl\u00e4rung durch Verbreitung von \"best practice\" allein nimmt der Einfluss auf die Betriebe ab: Staatliche Politik oder Regelungen auf organisation gerade auch f\u00fcr eine politische Gestaltung, welche die Verbesserung der Arbeitsbedingungen zum Ziel hat, erforderlich ist. Mit \"Beratung\" statt Kontrolle, wie j\u00fcngst der Minister f\u00fcr Wirtschaft und Arbeit die neue Ausrichtung des Arbeitsinspektorats umrissen nisse, die Frage der Arbeitszeit und die Diskriminierung von Frauen machen aber deutlich, dass ein umfassenderes Verst\u00e4ndnis von Arbeitsim engeren Sinn, also in der urspr\u00fcnglichen Zielsetzung der Humanisierung der Arbeit. Die Entwicklung im Bereich der Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4lt1 entspricht der wirtschaftsliberalen Vorstellung, den Unternehmern einen ANMERKUNG 1 Dort hei\u00dft es im Kapitel \"Starke Demokratie\" im Punkt 11 (Reform der Sozialpartnerschaft): \"Verla446 2000_4_flecker.p65 446 22.12.2007, 16:56 Egon Matzner (Ed.): No Way to Full Employment? Business School.Streeck, Wolfgang (1989). On the Social and Political Conditions of Diversified Quality Production, in: F. B\u00fcchtemann\/Helmut Neumann (Hg.): Mehr Arbeit durch weniger Recht? Chancen und Risiken der Arbeitsmarktflexibilisierung, Berlin, 47-66. Smith, Chris\/Peter Meiskens (1994). System, Society and Dominance Effects in Cross-National Organisational Analysis, Research Paper Series No. 9413, Aston Jahrbuch sozialwissenschaftliche Technikberichterstattung 1996 - Schwerpunkt: Reorganisation, Berlin. Schumann, Michael (1998). R\u00fccknahme der Entwarnung. 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Wien: Ein vergleichendes Res\u00fcmee, pp. 417-468.","pdf_url":""},{"view":"Thompson, P. (2000). Paradigmenwechsel oder wech- selnde Paradigmen? Was ist so neu an der neuen Arbeitswelt?. \u00d6sterreichische Zeitschrift f\u00fcr So- ziologie, 2 pp. 6-23.<\/a> ","pdf_url":""},{"view":"Trinczek, R. (1998). Arbeitszeitflexibilisierung in der bundesdeutschen Metallin- dustrie. Berlin: edition sigma. Flexibilisierung -Problem oder L\u00f6- sung, pp. 67-87.<\/a> ","pdf_url":""},{"view":"FLECKER, A. U. T., Dr., g. (1959). wissenschaftlicher Leiter der Forschungs-und Beratungsstelle Arbeitswelt (FORBA) in Wien und Lehrbeauftragter an der Wirt- schaftsuniversit\u00e4t Wien.","pdf_url":""},{"view":"Womack, J. P., ., Roos, D. (1990). Daniel: The Machine that Changed the World: The Story of Lean Production. Harper Perennial ( New York NY: The Story of Lean Production. Harper Collins. Vor allem verst\u00fcnden es diejenigen mit einem \"verborgenen Interesse an Familienpflege, die \/Tradition' von Verpflichtung und Abh\u00e4ngigkeit aufrechtzuerhalten\". Nach Hashimoto k\u00e4me es zur Entlastung der Frauen aber darauf an, die Altenbetreuung zu diversifizieren und dort ein Feld f\u00fcr professionelle, angemessen bezahlte Arbeit zu schaffen (ebd.<\/a> ","pdf_url":""}],"related_research_data_auto_Berufliche_Mobilit\u00e4t":[{"link_score":6.576289,"id":"ZA0768","check":""},{"link_reason":" Mobilit\u00e4t<\/b> beeinflusst. 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Mit Bezug auf das von M\u00fcller-Jentsch pointierte Konzept der Konfliktpartnerschaft wird die These vertreten, dass auch mit diesem ver\u00e4nderten Konfliktmodus weiterhin von einer Konfliktpartnerschaft, die ein spezifischer Modus der Sozialpartnerschaft ist, in der exportorientierten Industrie gesprochen werden k\u00f6nne.","portal_url":"https:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/65510","type":"publication","topic":["industrielle Beziehungen","Arbeitsbeziehungen","Sozialpartnerschaft","Exportwirtschaft","Interessenkonflikt","Gewerkschaftspolitik","Konfliktregelung","Streik","Aussperrung","historische Entwicklung","Globalisierung"],"person":["Schroeder, Wolfgang"],"person_sort":"Schroeder","source":"In: Industrielle Beziehungen : Zeitschrift f\u00fcr Arbeit, Organisation und Management, 23, 2016, 3, 374-392","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-65510-7"}],"subtype":"journal_article","document_type":"Zeitschriftenartikel","institutions":["WZB"],"coreAuthor":["Schroeder, Wolfgang"],"coreSjahr":"2016","coreJournalTitle":"Industrielle Beziehungen : Zeitschrift f\u00fcr Arbeit, Organisation und Management","coreZsband":"23","coreZsnummer":"3","coreLanguage":"de","urn":"urn:nbn:de:0168-ssoar-65510-7","coreIssn":"1862-0035","data_source":"GESIS-SSOAR","index_source":"GESIS-SSOAR","database":"SSOAR - Social Science Open Access Repository","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":1,"metadata_quality":10,"related_references":[{"view":"Behrens, M. 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Dabei soll zugleich deutlich werden, dass das Ma\u00df der Durchsetzung und die konkrete Ausformung dieser Tendenzen von Unternehmen zu Unternehmen variieren, je nach den konkreten Strategien, die die Akteure auf dieser Ebene verfolgen. Im Hauptteil des Textes gehen die Autoren dann unter R\u00fcckgriff auf empirische Fallbeispiele der Frage nach, wie sich die Aushandlungsbeziehungen zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen und insbesondere die relativen Gewichte beider Seiten dabei ver\u00e4ndern, und was davon der \"Globalisierung\" zugerechnet werden kann. Wichtig ist hier die Feststellung, dass die konkrete Ausformung von Globalisierung selbst Aushandlungsgegenstand ist, wobei der m\u00f6gliche Einfluss der Arbeitnehmervertretungen vor allem von der Produktwahl der Unternehmen abh\u00e4ngt. Wichtig ist dar\u00fcber hinaus, dass sich nicht alle Beeintr\u00e4chtigungen, die die Arbeitnehmervertretungen in der Tat erfahren, sinnvollerweise auf Globalisierung zur\u00fcckgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen bzw. sollten. Das abschlie\u00dfende Res\u00fcmee stellt in diesem Sinne nochmals heraus, dass angemessene strategische Antworten auf Erosionstendenzen im System industrieller Beziehungen in Deutschland aus einer verengten Sicht auf Globalisierung kaum zu gewinnen sein werden. 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Wissenschaftszentrum Berlin f\u00fcr Sozialforschung (WZB). Industrielle Beziehungen in Ostdeutschland: Zwischen Eigensinn und Paternalismus D-60528 Frankfurt Zitierweise: Schroeder, Wolfgang, 2000: Lyoner Str. 32 Tarifabteilung Vorstand IG Metall Anschrift des Autors: Dr. Wolfgang Schroeder die Einbindung in einen gemeinsamen institutionellen Kontext aufgegeben wird. regionale Abweichungen und Differenzen zwischen Zentrum und Peripherie geben, ohne dass gewachsenen Pfad des westdeutschen Modells verl\u00e4sst. Zuk\u00fcnftig wird es jedoch mehr Laboratorium, in dem ein neues Muster industrieller Beziehungen entsteht, das den historisch vor allem mit der klein- und mittelst\u00e4ndischen Industriestruktur zusammenh\u00e4ngen, kein Sektor der Bundesrepublik. 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Quite certain, these regional differences and deviations between \"centre\" and West which result from the differences in industrial structure (more small and mediumpass by the traditional German model. This is true despite the many differences between East that East Germany is not a laboratory producing new patterns of labour relations which will largest and most influential industrial sector in German economy. The main thesis pursued is employers' associations (1990-2000). Analyses focus on the metal and electric industries, the of free collective bargaining to the five new L\u00e4nder on the policies of trade unions and model approach, this paper investigates the impact and consequences of territorial extension Abstract Beside \"Europeanisation\" of politics and globalisation of the economy, reunification of Germany is another challenge for the German model of industrial relations. Using the German das deutsche Modell ist. Manche sprechen von einem \"sozialen Gro\u00dfversuch\", einem dar\u00fcber, dass der Transfer westdeutscher Institutionen eine existentielle Herausforderung f\u00fcr anderen Ausgangsbedingungen in das westdeutsche System zu integrieren. Konsens besteht Seit 1990 ist viel dar\u00fcber spekuliert worden, ob es gelingt, Ostdeutschland trotz der g\u00e4nzlich in der Weltwirtschaft beitr\u00e4gt. Die zweite gro\u00dfe Herausforderung ist die Wiedervereinigung. Globalisierung zu reagieren, indem er zu einer prosperit\u00e4tssichernden Stellung Deutschlands Zum einen stellt sich die Frage, ob er in der Lage ist, auf die Europ\u00e4isierung und Gesellschaft einen wichtigen Beitrag zur \u00f6konomischen wie auch zur politischen Stabilit\u00e4t und fundierten damit den bundesrepublikanischen Basiskonsens. Sinne leisteten die industriellen Beziehungen an der Nahtstelle zwischen Wirtschaft und durch das Tarifvertragsgesetz strukturierte \u00fcberbetriebliche, verbandliche Ebene. In diesem Sph\u00e4re, welche durch das Betriebsverfassungsgesetz judifiziert wird, und andererseits, die arenen der Konfliktregelung getragenes duales System funktioniert: Einerseits die betriebliche dustriellen Beziehungen besteht darin, dass es als ein von zwei rechtlich getrennten HauptKonfliktbew\u00e4ltigungsstrategien. Das wichtigste institutionelle Merkmal der deutschen inpassungsf\u00e4higkeit an ver\u00e4nderte Rahmenbedingungen durch ausgefeilte deeskalierende westdeutschen industriellen Beziehungen besteht in einer bislang gut entwickelten AnBesch\u00e4ftigten und relativ egalit\u00e4rem Lohnniveau feststellen. Ein weiteres Markenzeichen der ckendem, innovativem Technikeinsatz, hochentwickelter Qualifikation der Mehrheit der Wolfgang Schroeder Industrielle Beziehungen in Ostdeutschland: Zwischen Eigensinn und Paternalismus R\u00fcckblickend l\u00e4sst sich in der Geschichte der Bundesrepublik ein vergleichsweise gut funktionierendes Zusammenspiel zwischen leistungsf\u00e4higer Volkswirtschaft, fl\u00e4chende1 1. Zweifel am Fortbestand des deutschen Modells Seit den 80er Jahren sind die Zweifel an der Leistungsf\u00e4higkeit des deutschen Modells nicht mehr verstummt. Mehr noch: Der deutsche Weg steht auf dem Pr\u00fcfstand. Und zwar doppelt: 1 Vgl. We\u00dfels, Bernhard, Erosion des Wachstumsparadigmas: Neue Konfliktstrukturen im politischen System der Bundesrepublik? Opladen 1992. politisches Forum der IG Metall (15\/16.6.1995), Frankfurt 1995. 6 Czada, Roland, Der Vereinigungsproze\u00df - Wandel der externen und internen Konstitutionsbedingungen des westdeutschen Modells, in: Simonis, Georg (Hrsg.) 1998, S. 80. 7 Ebd., S. 81. Analyse eines Institutionentransfers im Proze\u00df der deutschen Einheit, in: KZfSS 1994\/3, S. 425-452. 5 Vgl. Streeck, Wolfgang, Der deutsche Kapitalismus: Gibt es ihn? Kann er \u00fcberleben?, in: IG Metall (Hrsg.) Interessenvertretung, Organisationsentwicklung und Gesellschaftsreform. Gewerkschafts- und gesellschafts181-209. 4 Vgl. Sinn, Gerlinde\/Sinn, Hans-Werner, Kaltstart. Volkswirtschaftliche Aspekte der deutschen Vereinigung, T\u00fcbingen 1991. Vgl. Ettl, Wilfried\/Wiesenthal, Helmut, Tarifautonomie in de-industrialisiertem Gel\u00e4nde. Grundlagen des deutschen Modells im unmittelbaren Zusammenhang der Vereinigungspolitik.\" Weges vor der Vereinigung diskutiert wurden, steht die Erosion der institutionellen und verteilungspolitischen Handlungsfelder im institutionellen Rahmen des westdeutschen und erfolgversprechende Strategien f\u00fcr die steuer- und fiskalpolitischen sowie gesellschaftsSchock (versetzte: WS), der durchaus stark genug gewesen sein kann, um dieses ein f\u00fcr allemal aus der Bahn zu werfen\" Bewertung 1995, dass der Einigungsprozess \"dem deutschen Modell einen historischen Entwicklung eine grundlegende Gef\u00e4hrdung des deutschen Modells; dabei lautete seine \u00f6ffentlichen Zweifel an der erfolgreichen \u00dcbertragung des westdeutschen Weges in Ostdeutschland n\u00e4hren. Tarifpolitik, die dem Produktivit\u00e4tsniveau vorauseilt, sind zentrale Ph\u00e4nomene, die den Massenarbeitslosigkeit, anhaltender finanzieller Transferbedarf aus dem Westen sowie eine 2 \"nat\u00fcrlichen Experiment\" oder gar von einem Laboratorium, in dem die Zukunft Deutschlands neu vermessen werde. 2 Doch die Prognosen \u00fcber die wahrscheinlichen Ergebnisse fallen sehr unterschiedlich aus: Bei den meisten sozialwissenschaftlichen Beobachtern dominiert Skepsis. 3 Nicht ganz zu unrecht: Schlie\u00dflich existieren die Bedingungen, die das westdeutsche Modell industrieller Beziehungen bis in die 80er Jahre zu einem international beachteten Erfolgsmodell werden lie\u00dfen, in Ostdeutschland nicht. Im Gegenteil: Deindustrialisierung, 4 Besonders alarmierend wirkt, dass ein gro\u00dfer Teil der mittelst\u00e4ndischen Arbeitgeber derzeit nicht gewillt ist, sich an der Fortf\u00fchrung des westdeutschen Modells in Ostdeutschland zu beteiligen. Wolfgang Streeck sieht in der ostdeutschen 5. \u00c4hnlich pessimistisch argumentiert Roland Czada, der ebenfalls im Ereignis der Vereinigung den entscheidenden Impuls zur Erosion des deutschen Modells verortet: \"W\u00e4hrend die Probleme der Weltmarktanpassung seit langem bekannt sind, 6 Das gr\u00f6\u00dfte Hindernis sei die trotz gr\u00f6\u00dfter politischer und \u00f6konomischer Anstrengungen eingetretene \"Dualisierung der \u00d6konomie\" und die in Folge der \"Verbetrieblichung der industriellen Beziehungen\" eingetretene Heterogenisierung der Lebensverh\u00e4ltnisse. 7 Diese Faktoren w\u00fcrden eine Fortf\u00fchrung des deutschen Modells eher unwahrscheinlich machen. 2 Vgl. Giesen, Bernd\/Leggewie, Claus (Hrsg.), Experiment Vereinigung. Ein sozialer Gro\u00dfversuch, Berlin 1991. 3 Vgl. Czada, Roland, Vereinigung und Systemtransformation als Governance Problem, in: Corsten, Michael\/ Voelzkow, Helmut (Hrsg.), Transformation zwischen Markt, Staat und drittem Sektor, Marburg 1997, S. Ms. 1999. 9 Ebd. 10 Vgl. ders., Immer noch auf dem \"mittleren Weg\"? Deutschlands politische \u00d6konomie am Ende des 20. Jahrhunderts, Ms 1999. die \u00dcbertragung der geldpolitischen Kompetenzen an die europ\u00e4ische Zentralbank zugenommen habe. der Inflation durch die Nachahmung der Preisstabilit\u00e4tspolitik in anderen L\u00e4ndern sowie durch den mittleren Weg gestiegen, w\u00e4hrend der spezielle Konkurrenzvorteil bei der Bek\u00e4mpfung Regelungskapazit\u00e4t der Sozialpartner im Rahmen der Tarifautonomie. Zudem sei der Preis f\u00fcr aufgrund der staatlichen Deregulierungspolitik und zweitens aufgrund der schrumpfenden Delegation hoheitlicher Aufgaben aus zwei Gr\u00fcnden schwieriger geworden sei: Erstens vereinten Deutschland zwar nicht ans Ende geraten, aber br\u00fcchiger geworden sei, weil die Periode zwischen 1960 und 1989 zu dem Ergebnis, dass die Politik des mittleren Weges im Leistungsniveaus zu erwirken. Schmidt kommt beim Vergleich der aktuellen Situation mit der Dezentralisierung, Flexibilisierung und Individualisierung der Regelungsebenen und verbandlichen Einfluss einzuschr\u00e4nken, um durch Deregulierung eine st\u00e4rkere neoliberale Umbauprojekte erfasst werden. Letztere zielen darauf, den staatlichen und strukturen. Eine Gef\u00e4hrdung des Modells des \"mittleren Wegs\" geht insbesondere von den ver\u00e4nderten internationalen Rahmenbedingungen aus, die mit den Stichworten Globalisierung und Mischungsverh\u00e4ltnisse zwischen zentralen und dezentralen Entscheidungs- und VerhandlungsIndikatoren zur Organisationsf\u00e4higkeit belegen l\u00e4sst wie auch durch die spezifischen industriellen Beziehungen eine mittlere Lage konzediert werden, was sich sowohl durch Aufgaben an gesellschaftliche Verb\u00e4nde delegiert. In Anlehnung an Schmidt kann auch f\u00fcr die Effizienz und ein transferintensiver Sozialstaat, der als \"delegierender Sozialstaat\" hoheitliche \"mittleren Systems\" sind nach Schmidt bislang der Vorrang der Preisstabilit\u00e4t, wirtschaftliche Parteiensystem und die Bund-L\u00e4nder-Institutionenordnung. Stabilisierende Prinzipien dieses 3 Auf Manfred G. Schmidt geht die Spezifizierung des deutschen Modells als einer \"Politik des mittleren Weges\" 8 zur\u00fcck, der \"zwischen dem nordeurop\u00e4ischen Wohlfahrtskapitalismus, der wesentlich von einer politisch dominanten Sozialdemokratie gepr\u00e4gt wird, und dem nordamerikanischen marktorientierten Kapitalismus\" 9 liege. Das deutsche Modell zeichne sich durch eine Machtverteilung aus, deren Schwerpunkt in der \"Mitte\" liege. Dies gelte nicht nur f\u00fcr die Besonderheiten der Staatst\u00e4tigkeit, sondern auch f\u00fcr das Mitte-orientierte 10 8 Schmidt, Manfred G., \"Die Politik des mittleren Weges\", in: Apuz B 9-10\/90, S. 23-31Schmidt, Manfred G., Immer noch auf dem \"mittleren Weg\"? Deutschlands politische \u00d6konomie am Ende des 20. Jahrhunderts, Wirtschaftsbereich bildet nach Umsatz und Besch\u00e4ftigtenanteil die wichtigste industrielle Dom\u00e4ne im bundesdeutschen System der industriellen Beziehungen. Stellung zu. Der im Rahmen der Tarifautonomie von IG Metall und Gesamtmetall regulierte Kapitalismus. In diesem kam der Metall- und Elektroindustrie stets eine herausragende 1990 stark gepr\u00e4gt sind durch die historisch geronnene Konfiguration des westdeutschen industriellen Beziehungen in Westdeutschland als auch die Entwicklung in Ostdeutschland seit wird von der These ausgegangen, dass sowohl die Wandlungs- und Anpassungsprozesse der Grundz\u00fcgen bestehen oder verliert sie ihr origin\u00e4res Profil und verschwindet? In dieser Studie tive. Anders formuliert: Bleibt die deutsche Variante der industriellen Beziehungen in ihren konkrete Ver\u00e4nderungsdynamik in Deutschland, also um eine longitudinale Binnenperspek- Welche R\u00fcckwirkungen hat die ostdeutsche Entwicklung auf die Akteure und Instrumente des westdeutschen Modells? Die Bezugnahme auf das deutsche Modell zielt in diesem Aufsatz nicht auf eine international vergleichende Perspektive, wenngleich diese mitgedacht wird. Es geht vielmehr um die behandelt: - In welchem Zustand befanden sich die westdeutschen Tarifparteien am Vorabend des Einigungsprozesses? - Mit welchen Instrumenten und Strategien reagierten die tarifpolitischen Akteure auf die ostdeutschen Verh\u00e4ltnisse? - Wie wirkten die westdeutschen Institutionen in Ostdeutschland? westdeutschen Modells in Ostdeutschland werden vier eng miteinander verbundene Fragen zu konsolidieren. Hinsichtlich der \u00dcbertragung nach und der Funktionsweise des System industrieller Beziehungen in der ostdeutschen Metallindustrie zu implementieren und beschrieben wird. Untersucht wird die Frage, ob und wie es gelungen ist, das westdeutsche prozess unter erschwerten Bedingungen, der als ein konflikthafter Aushandlungsprozess L\u00e4nder zwischen 1990 und 1999. Nachgezeichnet wird ein Integrations- und Transformationssich mit den industriellen Beziehungen in der Metall- und Elektroindustrie der f\u00fcnf neuen 4 2. Ostdeutschland im deutschen Modell In der Debatte \u00fcber Vorbild oder Auslaufmodell nimmt der Einfluss der Wiedervereinigung auf die industriellen Beziehungen eine herausragende Rolle ein. Der vorliegende Text befasst 11 Die herausragende Stellung der Metallindustrie ergibt sich aber nicht nur aus ihrer wirtschaftlichen Bedeutung. Als industrieller Leitsektor hat sie die anderen Branchen in den vergangenen Jahrzehnten auch 11 Vgl. Prigge, Wolfgang Ulrich, Metallindustrielle Arbeitgeberverb\u00e4nde in Gro\u00dfbritannien und in der Bundesrepublik Deutschland, Opladen 1987. von 43% auf rund 16%. (Quelle: Gesamtmetall\/IG Metall) reduzierte sich der Betriebsorganisationsgrad der metallindustriellen Arbeitgeberverb\u00e4nde in dieser Region Geschichte und Gesellschaft 1998\/1, S. 110-131. 15 Vgl. insbesondere: O'Donnel, Guillermo\/Schmitter, Philippe\/Whitehead Lavrence (Hrsg.), Transitions from Authoritarian Rule: Comparative Perspectives, Baltimore 1986. 16 Der gewerkschaftliche Organisationsgrad der Vollbeitragszahler (Nettoorganisationsgrad) in der ostdeutschen Metallindustrie fiel zwischen 1993 und 1998 von fast 90% auf 52%. Im gleichen Zeitraum rungsphase - trotz des Transformationsschocks - sind mittlerweile Zeichen der Entkonsolidierung un\u00fcbersehbar. Belege daf\u00fcr sind ein anhaltender Mitgliederr\u00fcckgang zehn Jahre nach dem Ende der DDR alles andere als konsolidiert. Es handelt sich gleichsam um eine Phasenverkehrung der in transformationstheoretischen Konzepten Tarifparteien entstanden. Allerdings ist l\u00e4ngerfristig gesehen die sektorale Konstellation auch westdeutsche Tarifniveau vereinbart werden, ohne dass unaufl\u00f6sbare Konflikte zwischen den Transformationsschocks, und es konnte ein Fahrplan zur materiellen Angleichung an das improvisiertes Handeln einen nachhaltigen Beitrag zur politischen Abpufferung des licher Regelungen weitgehend akzeptiert, die Tarifverb\u00e4nde leisteten durch unkonventionelles, an, der Fl\u00e4chentarifvertrag wurde anstelle des verschiedentlich geforderten Vorrangs betriebder Fr\u00fchphase des Transformationsprozesses stieg die Mitgliederzahl der Tarifparteien rasch deren kurz- und mittelfristigen Ziele dabei recht erfolgreich verwirklicht werden konnten: In Institutionentransfers war die stabilit\u00e4tsorientierte Machtstrategie der westdeutschen Akteure, die Konfliktrhetorik eine Spezifik, die sich deutlich von anderen Branchen, wie etwa der Chemieindustrie 5 tarifpolitisch gepr\u00e4gt und dar\u00fcber die Entwicklung der sozialen Standards am Industriestandort Deutschland ma\u00dfgeblich beeinflusst. Zugleich besitzt sowohl die Regulationspraxis als auch 12, unterscheidet. W\u00e4hrend in der Verteilungspolitik die Metallindustrie zumeist der Referenzpunkt f\u00fcr die \u00fcbrigen Branchen ist, haben sich jedoch bei manch anderer tarifpolitischen Thematik 13 durchaus auch andere Sektoren mit eigenen Modellen profiliert. Ausgangspunkt des vorliegenden Beitrages ist die These, dass der sektorale Transformationsprozess keine Stunde Null kannte. Er war sowohl von den spezifischen Verhaltensdispositionen der DDR-Gesellschaft 14 gepr\u00e4gt als auch von den handlungsbestimmenden Interessen und Strukturen der westdeutschen Akteure, die ihre fertigen Instrumente, Spielregeln sowie ihr Personal nach Ostdeutschland exportierten. Die richtungsweisende Kraft des 15 \u00fcblicherweise unterstellten Abfolge. Nach einer au\u00dfergew\u00f6hnlich schnell durchlaufenen Liberalisierungsund Demokratisierungsphase sowie einem ungew\u00f6hnlich raschen Eintritt in eine Konsolidie16 bei den Verb\u00e4nden und mannigfaltige Abweichungen vom Fl\u00e4chentarifvertrag bis hin zu dessen grundlegender ordnungspolitischer Infragestellung. Zudem ist der Anpassungsprozess an das westdeutsche 12 Vgl. K\u00e4dtler, J\u00fcrgen\/Hertle, Hans-Hermann, Sozialpartnerschaft und Industriepolitik. Strukturwandel im Organisationsbereich der IG Chemie-Papier-Keramik, Opladen 1997. 13 Beispielsweise bei den Arbeitszeitregelungen oder beim gemeinsamen Entgelttarifvertrag von Arbeitern und Angestellten. 14 Vgl. Engler, Wolfgang, Die Ostdeutschen. Kunde von einem verlorenen Land, Berlin 1999. Vgl. Pollack, Detlef, Die konstitutive Widerspr\u00fcchlichkeit der DDR. Oder: War die DDR-Gesellschaft homogen? in: S. 257-281. 18 Ebd. spezifische Stellung eines wirtschaftlichen Sektors in der Weltwirtschaft. In seiner stabilen Phase - zwischen den 50er und 80er Jahren - zeichnete sich das Modell Deutschland durch vier zentrale Strukturmerkmale aus, die gleichsam als Schl\u00fcssel dienen, Akteure innerhalb dieser Strukturen sowie deren Modifikationen durch politisches Handeln erkennen und erkl\u00e4ren zu k\u00f6nnen.\" westlichen Industriegesellschaften darzustellen, um die Aufgaben und das Handeln politischer um die Einordnung der vorliegenden Ergebnisse in den Kontext des \"Modell DeutschlandAnsatzes\". rung eine wesentliche Ursache f\u00fcr die Probleme des Aufbaus Ost sehen. Und drittens geht es beiten. Zweitens werden Thesen diskutiert, die im Modus der sogenannten Startprogrammiehaben, um deren Entwicklungsdynamik als konflikthafte Aushandlungsprozesse herauszuarProfil der industriellen Beziehungen in Ostdeutschland in den ersten zehn Jahren gepr\u00e4gt in drei Schritten vorgegangen: Erstens werden die wichtigsten Etappen rekapituliert, die das unabh\u00e4ngig von den Einfl\u00fcssen des Transformationsprozesses verlaufen. Im Folgenden wird Europ\u00e4isierung, Globalisierung und sozialem Wandel zur\u00fcckzuf\u00fchren, die weitgehend sie auf dynamische Ver\u00e4nderungsprozesse in der gesamtdeutschen \u00d6konomie im Kontext von den Tarifparteien in den ersten Aufbaujahren pfadabh\u00e4ngig angegangen wurden. Vielmehr sind kleinen Teil in der Transformationsproblematik, deren bedeutendste Herausforderungen von in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern vorgelegt werden. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr liegen allerdings nur zu einem Jahren bestenfalls eine Zwischenbilanz \u00fcber die Entwicklung der industriellen Beziehungen weniger \"Herren des Verfahrens\" blieben. In und zwischen den Verb\u00e4nden besteht eine nach wie vor offene Entwicklungsdynamik. So kann - am Beispiel der ostdeutschen Metall- und Elektroindustrie - nach nunmehr zehn dass mit fortschreitender Distanz zur Startphase die intermedi\u00e4ren Organisationen immer mit einer gewissen Verselbstst\u00e4ndigung ihrer jeweiligen betrieblichen Basis konfrontiert, so Beziehungsgeflechts innerhalb und zwischen den Verb\u00e4nden waren die verbandlichen Akteure wechselseitiges Misstrauen aufeinander prallten. Statt eines konstruktiven dynamischen 6 Tarifniveau seit 1996 blockiert, und in einigen ostdeutschen L\u00e4ndern bestand zwischen den Tarifparteien eine scheinbar unaufl\u00f6sbare \"Gefechtslage\", in der gegens\u00e4tzliche Ziele und 17 Das zentrale Anliegen dieses Konzeptes wird von einem ihrer Vertreter folgenderma\u00dfen beschrieben: \"Dem Ansatz geht es darum, grundlegende \u00f6konomische, soziale und politische Strukturen der Bundesrepublik - vor allem im Unterschied zu anderen 18 Die Grundidee besteht darin, von einer Wechselbeziehung zwischen internationalem und nationalem System auszugehen. Danach sind die nationalen Koalitionen und Institutionen Antworten auf die Herausforderungen und die 17 Vgl. Simonis, Georg, Das Modell Deutschland - Strukturmerkmale und Entwicklungslinien eines theoretischen Ansatzes, in: ders. (Hrsg.), Deutschland nach der Wende. Neue Politikstrukturen, Opladen 1998, Bundesregierung aus, die in der Phase der Startprogrammierung entgegen den \u00fcblichen Gepflogenheiten des \"semi sovereign state\" politischen Kultur gefunden werden. Die ma\u00dfgeblichen Impulse gingen zun\u00e4chst von der Zerfall und den grundlegende Wandel der Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie der sollten Antworten auf die Massenarbeitslosigkeit, Deindustrialisierung, den institutionellen sondern auch die zeitliche Verdichtung der auftretenden Probleme. Unter enormem Zeitdruck mu\u00dften. Damit sind nicht nur die quantitativen und qualitativen Dimensionen gemeint, das Weltwirtschaftssystem koh\u00e4rent verbunden wird. Anforderungen gestellt, wie sie nie zuvor in der Nachkriegsgeschichte bew\u00e4ltigt werden die Reproduktion der Gesellschaftsformation mit dem spezifischen Integrationsmodus in zweier h\u00f6chst unterschiedlicher Volkswirtschaften wurden an die politischen Akteure verbindet. - Das vierte Strukturelement besteht im funktional vernetzten Verhandlungsstaat, der durch seine wirtschafts- und gesellschaftspolitischen Steuerungsinitiativen darauf hinwirkt, dass L\u00f6hne und Qualifikationsniveaus sowie best\u00e4ndige Innovationsf\u00e4higkeit miteinander fliktminimierende und rationalisierungsf\u00f6rdende Instrument des Fl\u00e4chentarifvertrages hohe best\u00e4ndige Verbesserung der internationalen Wettbewerbsf\u00e4higkeit gesehen, da das kontonomie. In \u00fcberbetrieblich agierenden Tarifparteien wird ein wichtiger Motor f\u00fcr die - Drittens durch gut organisierte Interessenverb\u00e4nde von Kapital und Arbeit als Basis einer zwischen-betrieblichen und intersektoralen Selbstorganisation im Rahmen der Tarifauflankiert und unterst\u00fctzt wird. - Zweitens durch einen politisch regulierten Infrastruktursektor. 7 um die Verbindung von Wachstumsmodell und Gesellschaftsprojekt empirisch und analytisch zu erfassen 19: - Erstens durch erfolgreiche exportorientierte Kernsektoren, deren Wettbewerbsf\u00e4higkeit durch staatliche, verbandliche sowie finanz- und industrieorientierte Dienstleistungen 3. Prek\u00e4re Konsolidierung: Die Pluralisierung der Handlungsarenen und dieGleichzeitigkeit von Steuerung und Eigendynamik Der ostdeutsche Transformationsprozess von der Plan- zur Marktwirtschaft erfolgte vor allem durch den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland. Mit der Zusammenf\u00fchrung 20 auf eine enge Konsultationspolitik mit der 19 Vgl. hierzu: Simonis, Georg, 1998, S. 257 ff.; vgl. Esser, Josef, Das Modell Deutschland in den 90er Jahren - wie stabil ist der soziale Konsens? in: Simonis, Georg (Hrsg.)1998, S.123. 20 Vgl. Katzenstein, Peter J., Policy and Politics in West Germany. The Growth of a Semisovereign State, Philadelphia 1987. Population von 16 Million Menschen binnen weniger Jahre nachhaltig um 50 Prozent und mehr zu erh\u00f6hen.\" land bekannte Ma\u00df hinaus. intermedi\u00e4ren Organisationen der Verteilungspolitik vor\u00fcbergehend \u00fcber das in WestdeutschKernelement der \"Einheitspolitik\" wurde, wuchs auch die Bedeutung der sozialstaatlichen und wurde. Indem die Perspektive einer schnellen Einkommensangleichung zum legitimatorischen Wohlstandsniveau, der zugleich zum Katalysator und Indikator des Transformationsprozesses dynamik war der kollektive Wunsch nach schneller Partizipation am westdeutschen Sozialtransfers aufgefangen wurde. Von entscheidender Bedeutung f\u00fcr die soziale EinigungsBesch\u00e4ftigungseinbruch durch umfangreiche arbeitsmarktpolitische Ma\u00dfnahmen und sogenannte Schocktherapie relativiert. Zu ber\u00fccksichtigen ist auch, dass der dramatische Entkopplung von Einkommen, Leistung und Produktivit\u00e4t, fortgeschrieben und damit auch die deutsche Einkommensniveau wurden bestimmte Elemente der DDR-Sozialpolitik, wie die prozesses. In der Entscheidung f\u00fcr eine vertraglich abgesicherte Anbindung an das westzu einem der wichtigsten Bestimmungsfaktoren f\u00fcr die Richtung des Transformationsavancierte die Beteiligung der ostdeutschen Bev\u00f6lkerung am westdeutschen Lebensstandard k\u00f6nnen. Da auch die westdeutschen Akteure ihre Strategien an dieser Pr\u00e4ferenz ausrichteten, f\u00fcr einen schnellen Beitritt, weshalb wir auch von einer Konsumentenrevolution sprechen Orientierungspunkt. In der Revolutionsphase war dies sogar die mitunter wichtigste Triebkraft herangefahren werden sollte. Vergleicht man die Zwischenbilanzen der Transformationsprozesse in den ehemaligen RGW-L\u00e4ndern, so f\u00e4llt vor allem auf, dass das ostdeutsche Realeinkommensniveau deutlich \u00fcber dem aller anderen RGW-L\u00e4nder und \u00fcber dem im alten Regime erreichten Niveau liegt. bedienten, mit dem die ostdeutsche Bev\u00f6lkerung sukzessive an das westdeutsche Sozialniveau zu, die als Ergebnis ihrer Aushandlungspolitik gleichsam einen Fahrstuhl installierten und auf das Verh\u00e4ltnis zwischen der IG Metall und den metallindustriellen Arbeitgeberverb\u00e4nden ein hoher Grad an Gemeinsamkeiten zwischen den Akteuren herstellen lie\u00df. Dies trifft auch sektoralen Mehrebenensystems, wobei sich in der Startphase \u00fcber Interessengrenzen hinweg deutschen politischen Systems erfolgte dann die Transformation im Kontext des f\u00f6deralen und des au\u00dfenpolitischen Abstimmungsprozesses gekl\u00e4rt hatte. Entsprechend der Struktur des 8 parlamentarischen Opposition und den intermedi\u00e4ren Organisationen verzichtete. Deren Beteiligung stand erst auf der Tagesordnung, nachdem die Regierung die wichtigsten Eckpunkte 21 Im vergleichsweise hohen Wohlstands- und Konsumniveau der Bundesrepublik bestand aus der Perspektive der DDR-Bev\u00f6lkerung schon im geteilten Deutschland ein zentraler 21 Vgl. Wiesenthal, Helmut, Die Transformation der DDR. Verfahren und Resultate, G\u00fctersloh 1999, S. 61\/42: \"Auch hat es wohl noch nie zuvor einen \u00e4hnlich ambitionierten Versuch gegeben, die Realeinkommen einer Zeitraum ein paternalistisches Lehrer-Sch\u00fcler-Verh\u00e4ltnis installiert, mit dem die faktische ostdeutschen Funktion\u00e4re formal best\u00e4tigt; real wurde jedoch f\u00fcr einen nicht weiter definierten unterschiedliche organisationspolitische Strategien. Auf Arbeitgeberseite wurden zwar die westdeutsche Seite \u00fcber. F\u00fcr Arbeitgeberverb\u00e4nde und IG Metall ergaben sich daraus W\u00e4hrungsunion und der Pr\u00e4ferenz f\u00fcr das Beitrittsmodell ging die Federf\u00fchrung auf die zwischen der bundesdeutschen IG Metall und der IG Metall\/DDR. Mit der Ank\u00fcndigung der Gewerkschaftsbereich bestand f\u00fcr einige Monate eine sichtlich belastende Konkurrenzsituation Hilfe leisteten, ohne die Steuerungskompetenz der ostdeutschen Seite in Frage zu stellen. Im \u00fcberraschten und irritierten westdeutschen Verb\u00e4nde lediglich konzeptionelle und logistische und Neubau eigener intermedi\u00e4rer Institutionen verantworten w\u00fcrden, w\u00e4hrend die zun\u00e4chst 1989 und des Fr\u00fchjahrs 1990 sah es kurzfristig so aus, als ob die DDR-Kr\u00e4fte selbst den Umauch zwischen exogener Steuerung und endogenen Kr\u00e4ften. In der Umbruchphase des Winters Kapital eingebunden, sondern auch in jenes zwischen West- und Ostdeutschland und damit deutschland nicht nur in das Spannungsverh\u00e4ltnis sozialer Interessenkonflikte von Arbeit und Verb\u00e4nde aus. Damit waren Aufbau und Entwicklung industrieller Beziehungen in OstTransformationspolitik und den organisationspolitischen Strukturen und Strategien der 9 Schaubild 1: Akteurs- und Politikdynamik im Einigungsprozess Die wichtigsten Einfl\u00fcsse auf den Verlauf der Akteurs- und Politikdynamik gingen von der doppelten Erbschaft (Ost und West), dem Verhalten der Unternehmen, der staatlichen von der Lohndifferenz profitieren.\" potentiellen Investoren auch ein Anreiz zum schnellen Entschluss: Wer jetzt sofort investiert, der kann noch 1997, S. 93-139. 23 Vgl. Barbier, Der Stufenplan, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung 2.3.1991: \"Mit dem Stufenplan versuchen die Tarifparteien, den schmalen Steg zu finden. Im vorgezeichneten Anstieg der Tarifl\u00f6hne steckt f\u00fcr die Integration der ostdeutschen Wirtschaft gleichsam als \"Licht am Ende des Tunnels\" gegeben sei. bek\u00e4mpft, die Angleichungsschritte definiert und somit eine klare Perspektive f\u00fcr eine schnelle sitives Signal f\u00fcr einen gelingenden Einigungsprozess begr\u00fc\u00dft, mit dem die Abwanderung Vorgehen von allen Beteiligten beziehungsweise der politischen \u00d6ffentlichkeit als ein poeinen l\u00e4ngeren Zeitraum geregelt. Angesichts der beginnenden Vereinigungskrise wurde dieses worden waren, wurde nunmehr auch der Prozess der materiellen Angleichung vertraglich f\u00fcr wie zuvor durch die Regierung alle wichtigen Bereiche des Beitritts per Vertrag definiert abgeschlossenen Stufentarifvertrag ihre wichtigste materielle Vertragsform gefunden hatte. So industrieller Beziehungen entsprach eine tarifpolitische Homologie, die in dem 1991 Strukturen des westdeutschen Tarifsystems. Der Osterweiterung des deutschen Systems beginnende Differenzierung der Arbeitsbedingungen abgebremst und eingebettet in die f\u00fcr die Akzeptanz eines transparenten Angleichungsprozesses legte. Zugleich wurde die Tarifpolitik, die den Systemwechsel sozial friedlich flankierte und damit die materielle Basis Abschluss des Stufentarifvertrages im Jahre 1991 reichte, dominierte eine politische Fl\u00e4chentarifvertrages zur Regel zu erheben. In der Startphase, die vom Sommer 1990 bis zum es, die Mehrheit des vorhandenen Mitgliederpotentials zu integrieren und die Normen des Bedingungen der Transformationsphase Rechnung getragen h\u00e4tten. Beiden Verb\u00e4nden gelang Ausgangsgesellschaft zu machen, also keine Abweichungen zuzulassen, die den besonderen Ursprungskontextes vorzunehmen noch Anleihen bei den Instrumenten der ostdeutschen bestand darin, weder Ver\u00e4nderungen gegen\u00fcber den Instrumenten des westdeutschen Status quo vermeiden sollte. Der Konsens zwischen IG Metall und Arbeitgeberverb\u00e4nden abgebildet. Den federf\u00fchrenden westdeutschen Funktion\u00e4ren beider Verb\u00e4nde ging es um einen stabilit\u00e4tsorientierten Institutionentransfer, der negative R\u00fcckwirkungen auf den westdeutschen reflektierten Prozesse und Etappen sind in komprimierter Form in Tabelle 1 auf Seite 26 Aufbau nach westdeutschen Vorgaben und Erfahrungen gestalten sollte. Die im Folgenden Deren F\u00fchrungselite wurde durch eine westdeutsche Funktion\u00e4rsschicht ersetzt, die den 10 tarifpolitische Entscheidungskompetenz bei den westdeutschen Verb\u00e4nden lag. 22 W\u00e4hrend die ostdeutschen Arbeitgeberverb\u00e4nde integriert wurden, musste sich die IG Metall\/DDR aufl\u00f6sen. 23 Auf diese situativ positive Rezeption, die als gelungene Inszenierung gelten kann, folgte mit einer gewissen Phasenverschiebung eine grundlegende Kritik aus der Wirtschaft, den Parteien und der ver\u00f6ffentlichten Meinung an der exogenen Steuerung, die sich auf Struktur 22 Vgl. Hoffmann, G\u00fcnter, Die Entstehung von Arbeitgeberverb\u00e4nden im neuen Bundesgebiet am Beispiel des VME Berlin-Brandenburg, in: Hantsche, Walter et al., Aufbau der Verb\u00e4nde und Arbeitsgerichte, Opladen Ostdeutschland. Beitr\u00e4ge zur sektoralen Vereinigungspolitik, Frankfurt 1998, S. 18. 25 Vgl. Schleef, Heinz, Vom Kombinat zum Konzern. Die Umgestaltung des VEB Carl Zeiss Jena, in: Industrielle Beziehungen 1997\/4, S. 335-350. 26 Vgl. Vogel, Berthold, Ohne Arbeit in den Kapitalismus. Der Verlust der Erwerbsarbeit im Umbruch der ostdeutschen Gesellschaft, Hamburg 1999. 27 Vgl. Mense-Petermann, Ursula, Die Verbetrieblichung der industriellen Beziehungen in Ostdeutschland als Vertr\u00e4ge eine beachtliche \u00f6ffentliche Resonanz. Neben den Arbeitgeberverb\u00e4nden und den Christlichen Gewerkschaften \u00fcbten auch einzelne Unternehmen, beispielsweise Jenoptik, zu k\u00f6nnen, erreichten die zwischen ihr und den Arbeitgeberverb\u00e4nden abgeschlossenen gro\u00dfe Mitgliederbasis und Organisationsmacht verf\u00fcgt, um tarifpolitisch eigenst\u00e4ndig agieren nehmerseite in Frage zu stellen. Obwohl die Christliche Gewerkschaft \u00fcber keine hinreichend pluralismus\" zu installieren, um das Repr\u00e4sentationsmonopol der IG Metall auf der Arbeitin den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern mittels der Christlichen Gewerkschaft einen \"GewerkschaftsStrategiedifferenzen zur\u00fcckgingen. Dazu geh\u00f6rt auch der Versuch der Arbeitgeberverb\u00e4nde, kleiner Konflikte zwischen den Tarifparteien, die auf grundlegende Interessen- und Streik und dem Ende der Treuhandzeit begann eine Phase permanenter Unstimmigkeiten und fahrplans zu keiner Konsolidierung der industriellen Beziehungen. Im Gegenteil: Nach dem vertraglich vereinbarten Einf\u00fchrung der H\u00e4rtefallklausel und der Streckung des Angleichungsallen Bef\u00fcrchtungen ihre Konflikt- und Kompromissf\u00e4higkeit beweisen, doch kam es trotz der land seit dem Ende der DDR ihren H\u00f6hepunkt. Zwar konnten beide Tarifparteien entgegen vertrages durch die Arbeitgeber und fand mit dem ersten gro\u00dfen Fl\u00e4chenstreik in Ostdeutschzwischen den Verb\u00e4nden. Sie begann mit der au\u00dferordentlichen K\u00fcndigung des Stufentarifwurde. Daraus entwickelte sich im Fr\u00fchjahr 1993 eine erste dramatische Konfliktkonstellation Mitgliederbindung der Arbeitgeberverb\u00e4nde strapaziert und schlie\u00dflich massiv geschw\u00e4cht vertrages durch Lehmbruch \"als letzte wichtige Manifestation der korporatistischen Strategietradition in den Arbeitsbeziehungen\" 11 und Niveau des Stufentarifvertrages sowie auf die Rolle der Gewerkschaften im Treuhandkomplex konzentrierte. Auch wenn die r\u00fcckblickende Bewertung des Stufentarif24 sicher \u00fcberzogen ist, so stellte dieser Tarifvertrag zweifellos eine deutliche Z\u00e4sur in der ostdeutschen Entwicklung dar. Damit war r\u00fcckblickend die emphatische Einigungs- und Aufbauphase gewisserma\u00dfen abgeschlossen. Mit der Verschmelzung von Vereinigungs- und Standortkrise (1992\/1993) gerieten die Tarifparteien und ihre Politik unter \u00f6ffentlichen Dauerbeschuss, wodurch insbesondere die 25 Druck aus, um das etablierte Fl\u00e4chentarifvertragssystem gegen den Willen der IG Metall neu zu justieren. Als wichtigster Resonanzboden f\u00fcr die Strategien der Arbeitgeber wirkten Massenarbeitslosigkeit 26, verfestigte betriebliche Flexibilisierungsgemeinschaften 27 und eine mangelnde F\u00e4higkeit der IG Metall, sich auf dem symbolischen Feld der regionalen Politik auch medien- und tarifpolitisch zu behaupten. 24 Lehmbruch, Gerhard, Zwischen Institutionentransfer und Eigendynamik: Sektorale Transformationspfade und ihre Bestimmungsgr\u00fcnde, in: Czada, Roland\/Lehmbruch, Gerhard (Hrsg.), Transformationspfade in erreicht. Da die Arbeitszeit jedoch drei Stunden (38 statt 35 Wochenarbeitsstunden) l\u00e4nger ist wurde die hundertprozentige Angleichung der ost- an die westdeutschen Nominall\u00f6hne konstatierbar, dort jedoch ohne vergleichbar \"l\u00e4hmende\" verbandspolitische Wirkung. 1996 best\u00e4tigt als ver\u00e4ndert wurden. Zwar sind \u00e4hnliche Verhaltensweisen auch in Westdeutschland Ausgangsgesellschaft funktional waren und die durch die exogene Transformation eher schaft kann auf Verhaltensdispositionen zur\u00fcckgef\u00fchrt werden, die in der ostdeutschen Angleichungspolitik in der Fl\u00e4che bislang kaum m\u00f6glich. Die geringe Partizipationsbereitstrukturen orientiert. Folglich war eine offensive gewerkschaftliche Mobilisierung f\u00fcr eine dass ein gro\u00dfer Teil ihrer aktiven Mitglieder sich prim\u00e4r an betrieblichen Kompromissnicht mit einem \u00e4hnlich starken Mitgliederr\u00fcckgang konfrontiert, daf\u00fcr aber mit dem Problem, Exodus nach wie vor auf hohem Niveau stattfindet. Demgegen\u00fcber ist die IG Metall zwar der kleinen und mittelgro\u00dfen Betriebe aus den Arbeitgeberverb\u00e4nden aufzuhalten, deren offensive Politik gegen\u00fcber der IG Metall vermochte indes nicht, den verbandlichen R\u00fcckzug und weitergehende Flexibilit\u00e4tsbed\u00fcrfnisse der Unternehmen zugeschnitten war. Diese pr\u00e4ferierten eine st\u00e4rker kontextuelle Tarifpolitik, die auf lohnpolitische Sonderkonditionen darauf, sich von westdeutschen Vorgaben und Anpassungsparametern zu befreien und Modells industrieller Beziehungen einzusetzen. Die Arbeitgeberverb\u00e4nde setzten deshalb korporatismus fortzuf\u00fchren und sich statt dessen f\u00fcr eine Deregulierung des westdeutschen Einflusslogik basiert prim\u00e4r auf dem Desinteresse der Regierung den Vereinigungsendogene Problemlagen das verbandspolitische Handlungskalk\u00fcl. Der Bedeutungsverlust der bedingungen zum Ausdruck, sondern auch weitreichende Verschiebungen der Unternehmensstrukturen (Dominanz der Kleinbetriebe) Revision der tariflichen Grundlagen. Dabei kamen nicht nur ver\u00e4nderte politische RahmenAngleichung fortschreiben wollte, insistierten die Arbeitgeber auf einer grundlegenden wenig Raum f\u00fcr gezielte Kooperationen lie\u00df. W\u00e4hrend die IG Metall den Proze\u00df der Jahren die gemeinsame Interessenlage in einigen Regionen in eine Gegnerschaft, die nur noch die Abpufferung des Transformationsschocks richtete, so wandelte sich in den folgenden 12 Hatten IG Metall und metallindustrielle Arbeitgeberverb\u00e4nde anfangs ein gleichgerichtetes Interesse, das sich sowohl auf die Stabilisierung des bundesdeutschen Status quo wie auch auf 28 und infolgedessen auch der verbandlichen Mitgliederbasis. War es den Verb\u00e4nden in den ersten Jahren m\u00f6glich, eine exogen gesteuerte und einflusslogisch ausgerichtete Politik zu praktizieren, so dominierten in den letzten Jahren 29 und einige andere Punkte noch nicht erreicht werden konnten, besteht nach auch im Jahr 2000 noch eine tarifvertraglich gedeckte Differenz von etwa 10%. Aufgrund der geringen Durchsetzungsf\u00e4higkeit konzentrierte sich die IG Metall seit der zweiten H\u00e4lfte der 90er Jahre Herausforderung f\u00fcr das duale System, in: Industrielle Beziehungen 1996\/1, S. 65-79. 28 1991 arbeiteten im Durchschnitt 384 Besch\u00e4ftigte in einem ostdeutschen Metallbetrieb; 1998 waren es nur noch rund 87. 29 Diese Regelung ist bis 2003 festgeschrieben. im Zeitraffer stattfindendes kollektives Lernen ein eigenes erfahrungsges\u00e4ttigtes Profil entdurch die Tarifrunden, den Revisionsstreik, die Routinisierung verbandlicher Politik und ein Eigendynamik einher. Die Akteure der industriellen Beziehungen in Ostdeutschland konnten einer abnehmenden exogenen Steuerungspolitik und mit einer zunehmenden endogenen schwer zu regulierende Abw\u00e4rtsspirale zu verhindern. Der Wechsel von der gesellschaftspolitischen Ausnahmesituation des stabilit\u00e4tsorientierten Institutionentransfers hin zur flexibilit\u00e4tsorientierten betrieblichen Modernisierung ging mit unkontrollierte Belastungen der Arbeitnehmer vermieden werden, um eine ansonsten nur noch Dezentralisierungsprozess verl\u00e4uft, bedeutet dies auch, dass rechtsfreie R\u00e4ume und einseitige, Differenzierungs- und Flexibilisierungsprozess als verbandlich kontrollierter oder flankierter der G\u00fcterabw\u00e4gung und Schadensbegrenzung verfahren. Wenn in einem solchen Fall der Konflikt, wo sich Mitglieder- und Einflusslogik gegen\u00fcberstehen, wird meist nach dem Prinzip versuchen, wodurch die IG Metall wiederum tarifpolitisch erpressbar wird. In einem solchen schafft sie so niedrigere tarifliche Referenzwerte, auf die sich andere Betriebe zu beziehen meist die Organisationszugeh\u00f6rigkeit der Mitglieder in solchen Betrieben. Aber gleichzeitig Metall zwar die tarifpolitische Beteiligungsorientierung der Belegschaften und st\u00e4rkt damit betrieblichen Sonderkonditionen unterhalb der Norm des Fl\u00e4chentarifvertrages f\u00f6rdert die IG Dilemma der IG Metall in ihrer Firmentarifvertragspolitik. Durch die Zustimmung zu zugleich die eigene Autorit\u00e4t als Normsetzungskraft untergraben. Demgegen\u00fcber liegt das t\u00e4ten die H\u00fcrde f\u00fcr normabweichendes Verhalten bewusst niedrig gehalten, damit aber Verbandsmitgliedschaft wie auch durch die Pluralisierung der Entgelt- und ArbeitszeitrealiDie Arbeitgeberverb\u00e4nde haben sowohl durch die von ihnen betriebene Flexibilisierung der beigetragen, dass sie deutliche Einbu\u00dfen ihrer Verpflichtungsf\u00e4higkeit hinnehmen mussten. sektoralen Norm sich weitete. Zugleich hat die Praxis der Tarifparteien mittlerweile dazu intendiertes Ergebnis darin bestand, dass die Kluft zwischen der betrieblichen Realit\u00e4t und der die normative Kraft des Faktischen erzwungen. Er setzte Lernprozesse in Gang, deren nicht muster besch\u00e4ftigt. Der damit einhergehende Aufgaben- und Strategiewechsel wurde durch 90er Jahre prim\u00e4r mit der nachsorgenden Austarierung neuer betrieblicher Flexibilisierungsohne Unterst\u00fctzung der Tarifparteien abwichen. Folglich sind die Tarifparteien seit Mitte der entwickelte sich der kollektive Tarifvertrag zur Rahmennorm, von der viele Betriebe mit und Erosionsprozessen in Form einer Pluralisierung der Handlungsarenen und Tarifnormen. Dabei werden sollen. Nach der stabilisierungsorientierten Anfangsphase des exogenen Institutionentransfers, in der beide Tarifparteien als Transfer- und Pufferinstitutionen wirkten, kam es zu immanenten verm\u00f6genswirksamen Leistungen, die bis 2005 auf das westdeutsche Niveau angehoben 13 darauf, die im Westen ausgehandelten Ergebnisse nach Ostdeutschland zu \u00fcbertragen, um die Ost-West-Kluft nicht wieder gr\u00f6\u00dfer werden zu lassen. 2000 gelang der Einstieg in die Konsequenzen der deutschen Vereinigung, Frankfurt\/M. 1991, S. 269-294. 32 Vgl. Turner, Lowell, Fighting for Partnership. Labor and Politics in Unified Germany, Cornell 1998. Ulrich (Hrsg.), Wirtschaftspolitische Konsequenzen der deutschen Vereinigung. Wirtschaftspolitische gef\u00fchrt, sondern zu dessen Best\u00e4tigung in modifizierter Form. Was die Handlungsmotive und -folgen angeht, so formulieren eine Reihe prominenter Autoren die These, dass die Entscheidung zugunsten einer schnellen Lohnangleichung dem verkraftbar waren. Sie haben zu keinem grundlegenden Wandel des deutschen Modells aufgeb\u00fcrdet, die jedoch gemessen an der Bedeutung des Jahrhundertereignisses durchaus und die Verpflichtungsf\u00e4higkeit der Verb\u00e4nde als eher gering. intendierten Folgen haben den handelnden Akteuren zwar erhebliche Zumutungen und Kosten wobei der Einfluss der betrieblichen Akteure als au\u00dferordentlich hoch zu veranschlagen ist ostdeutschen Metallindustrie sind durch Turbulenzen und Un\u00fcbersichtlichkeiten gepr\u00e4gt, betrieblichen Aushandlungsmodus. Im Gegenteil: die industriellen Beziehungen in der Schw\u00e4chung des westdeutschen Modells ausgehen k\u00f6nne. Als archimedischen Punkt identifizierten Verfechter der Erosionsthese den spezifischen Modus der Transferprogrammierung. Verb\u00e4nden keine Vertrauensbasis f\u00fcr einen transparenten und weithin anerkannten \u00fcberzwischen den Tarifparteien zu verankern, entwickelte sich innerhalb und zwischen den abweichende Entwicklung zu Westdeutschland eintrete, von der zugleich eine nachhaltige betrieblicher Eigenl\u00f6sungen und den gro\u00dfen Schwierigkeiten, eine konsensuale Strategie 14 wickeln - ohne indes auch nach zehn Jahren \u00fcber den Zustand einer prek\u00e4ren Konsolidierung hinausgewachsen zu sein. Mit der Ver\u00e4nderung der Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse, der enormen Zunahme 4. Transferprogrammierung: Kein S\u00fcndenfall, sondern nicht intendierter,stabilit\u00e4tsorientierter Preis der Einheit Bei der Bewertung der industriellen Beziehungen in Ostdeutschland stehen sich kontr\u00e4re Positionen gegen\u00fcber: Die Pessimisten bef\u00fcrchten, dass in Ostdeutschland eine l\u00e4ngerfristig 30 Beziehen sich manche dabei prim\u00e4r auf die tarifpolitische Startprogrammierung, so verweisen andere eher auf den Umgang mit den ostdeutschen Akteuren und die sich daraus entwickelnde Repr\u00e4sentationsl\u00fccke. 31 Demgegen\u00fcber relativieren Optimisten die von der Startprogrammierung ausgehenden l\u00e4ngerfristigen Belastungen und verweisen auf die Robustheit und Flexibilit\u00e4t des westdeutschen Modells. 32 Ich interpretiere den eingeschlagenen Kurs als eine stabilit\u00e4tsorientierte, komplexit\u00e4tsreduzierende Machtstrategie der Westakteure, die damit den sicherheitsorientierten Erwartungen in beiden Teilen Deutschlands entsprachen. Die nicht 30 Vgl. Ettl, Wilfried\/Wiesenthal, Helmut, Tarifautonomie in de-industrialisiertem Gel\u00e4nde. Analyse eines Institutionentransfers im Proze\u00df der deutschen Einheit, in: KZfSS 1994\/3, S. 425-452. 31 Vgl. Mahnkopf, Birgit, Vorw\u00e4rts in die Vergangenheit? Pessimistische Spekulationen \u00fcber die Zukunft der Gewerkschaften in der neuen Bundesrepublik, in: Westphal, Andreas\/Herr, Hansj\u00f6rg\/Heine, Michael\/Busch, 37 Ebd., S. 437. 36 Ebd., S. 435 f. 35 Ettl, Wilfried\/Wiesenthal Helmut 1994, S. 436. Personal\u00fcberschusses und der zu erwartenden Arbeitslosigkeit unter den Bedingungen des Endphase der DDR an. Angesichts der tiefen \u00f6konomischen Krise, des offensichtlichen \"Endgame Rational\"-These bei der Interessenkonstellation der ostdeutschen Akteure in der pationsniveau ausgegangen seien. W\u00e4hrend beide Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze mit unterschiedlicher Gewichtung die schnelle Angleichung auf die Interessenlage der Westakteure zur\u00fcckf\u00fchren, setzt von F\u00fcrstenberg mit der \"Kartellbr\u00fcder\" unterstellt, die auf die Abwehr ostdeutscher Konkurrenz gezielt habe. \u00c4hnlich pointiert f\u00e4llt die organisationspolitisch ausgerichtete akteurstheoretische Rekonstruktion der tarifpolitischen Startphase durch Ettl\/Wiesenthal aus. Sie gehen von einem \"strukturellen Repr\u00e4sentationsdefizit\" ben; zudem wird eine quasi verschw\u00f6rungstheoretische Langfriststrategie der westdeutschen Produktivit\u00e4t erzwingen sowie die Abwanderung der Bev\u00f6lkerung in den Westen aufhalten wolle westlichen Bedingungen kann. Nur mit der Technologie einer der produktivsten Volkswirtschaften dieser Erde und zu ihren L\u00f6hnen darf ab 1995 noch produziert werden.\" tigungsverbot in einem Landesteil gleich. Wirtschaftlich bet\u00e4tigen darf sich nur, wer es zu Hans-Werner Sinn: \"Die Tarifvereinbarungen f\u00fcr Ostdeutschland kommen einem Besch\u00e4fwirksam und pointiert ist diesbez\u00fcglich die Kritik der Wirtschaftswissenschaftler Gerlinde und der Deindustrialisierung und der Massenarbeitslosigkeit gebracht. Besonders \u00f6ffentlichkeitsmierung unterstellte Handlungskalk\u00fcl wird dabei in einen intentionalen Zusammenhang mit 15 l\u00e4ngerfristigen Interesse der westdeutschen Akteure nach Ausschaltung einer ostdeutschen Billigkonkurrenz entsprach. Dieses den Tarifparteien in der tarifpolitischen Startprogram33 Die Begr\u00fcndung der Tarifparteien f\u00fcr die \"Hochlohn-Hightech-Strategie\", dass man den \"Investoren nicht falsche Signale f\u00fcr die Wahl ihrer Technologien\" geben und so eine hohe 34, bewerteten die Sinns als eine paternalistische Strategie, die massive Effizienznachteile mit sich bringe und den Staat und die Steuerzahler in die Pflicht nehme. So wird den Tarifparteien gewisserma\u00dfen die Hauptschuld f\u00fcr den schnellen Besch\u00e4ftigungsabbau gege35 auf Seiten der Arbeitgeber aus, in deren Folge sich eine auf \"Konfliktvermeidung\" und das Abwenden von \"Billiglohnkonkurrenz\" orientierte Politik durchgesetzt habe. Der Mangel an \"pr\u00e4ventiver Bearbeitung aufkommender Probleme\" sei das Ergebnis \"egoistische(r) Ignoranz\" 36. Indem die Arbeitgeberverb\u00e4nde das Interesse an niedrigen Lohnabschl\u00fcssen nicht massiv zur Geltung brachten, verletzten sie das Prinzip der Mitgliederlogik massiv und agierten letztlich als \"Gesellschaftspolitiker\" 37. Auch Ettl\/Wiesenthal kommen zu dem Ergebnis, dass von der tarifpolitischen Startprogrammierung negative Auswirkungen auf die Besch\u00e4ftigungsh\u00f6he, das Investitionsvolumen und das Partizi33 Vgl. Sinn, Gerlinde\/Sinn, Hans-Werner 1991, S. 150. 34 Vgl. ebd., S. 151 ff. zu reflektieren. Alternative Gestaltungsoptionen in der Tarifpolitik waren erstens eine l\u00e4ngere M\u00f6glichkeit, Vor- und Nachteile, Kosten und Konsequenzen unterschiedlicher Entscheidungen bedenkt. Denn die Thematisierung von Alternativen und nicht genutzten Chancen bietet die Grundlage verbandlichen Handelns. Eine anders akzentuierte Perspektive auf die Startprogrammierung ergibt sich, wenn man die unrealisierten Alternativen zur schnellen \u00dcbertragung westdeutscher Tarifstrukturen Ettl\/Wiesental vor allem die machtpolitische, prozesshafte Aushandlungsdimension als politischen und normativen Rahmenbedingungen weitgehend ausgeblendet werden, ignorieren glaubw\u00fcrdiges Handeln zusprach. W\u00e4hrend in der Analyse von Sinn\/Sinn die institutionellen, tiven Akteuren im Einigungsprozess ein \u00fcber Partialinteressen hinausreichendes die \u00fcberw\u00e4ltigende Mehrzahl der Mitglieder und relevante Teile der \u00d6ffentlichkeit den kollekkollektiven Handelns. Ohne die normative Dimension l\u00e4sst sich jedoch nicht erkl\u00e4ren, warum erw\u00e4hnten Betrachtungsweisen auch die zuf\u00e4llige und vor allem die normative Dimension recht hinsichtlich der weiteren Entwicklung. Unzureichend ber\u00fccksichtigt bleibt bei den alle Akteure mit einem unzureichenden Informationsniveau \u00fcber die aktuelle Lage, aber erst parteipolitischen, wirtschaftlichen und verbandlichen Interessen gepr\u00e4gt war. Dabei agierten f\u00fcr den Institutionentransfer, der durch eine komplexe, politisch \u00fcberformte Mischung von statt, vielmehr ist dieses eingebunden in komplexe Institutionenordnungen. Das gilt erst recht tragen. Schlie\u00dflich findet wirtschaftliches und politisches Handeln nicht am \"gr\u00fcnen Tisch\" zusammenhang herstellen, um den Ursachen und der Dynamik eines Prozesses Rechnung zu auszugehen, ist jedenfalls unzureichend. In solchen F\u00e4llen l\u00e4sst sich aber kein Kausaleines umfassenden komplexen Aushandlungsprozesses entstehen. Nur von den Zielen zwar denkbar, dass die intendierten Ziele partikularer Interessen als nicht intendiertes Ergebnis strategischen Ziele einzelner Gruppen mit dem Ergebnis des Prozesses identisch sind. Es ist justment problem to contend with that could not have arisen in post-communist Poland and Hungary.\" before the regime's end, the West German receivers would have been handed an extra adworkers had taken advantage of the prospect of unification to maximise the wage bill just deutschland und den RGW-Nachbarl\u00e4ndern: \"If East German politicians, managers and zentrale Ursache f\u00fcr die unterschiedlich verlaufene Arbeitsmarktentwicklung in Ostpensation durch die Bundesanstalt f\u00fcr Arbeit zu erhalten. Darin sieht F\u00fcrstenberg auch die 16 deutschen Sozialstaates sei es den ostdeutschen Akteuren in der ersten H\u00e4lfte 1990 darum gegangen, die L\u00f6hne schnell nach oben zu treiben, um sp\u00e4ter eine m\u00f6glichst hohe Kom38 Diese Erkl\u00e4rungsans\u00e4tze beziehen sich nur auf einzelne, partikulare Handlungskalk\u00fcle; sie beanspruchen aber zu unrecht eine Erkl\u00e4rung f\u00fcrs Ganze, denn sie unterstellen damit, dass die 38 F\u00fcrstenberg, Georg M. von, Overstaffing as an Endgame and Prelude to the Employment Collapse in Eastern Germany?, in: Communist Economies & Economic Transformation, 1995\/3, S. 299. zu begreifen. Ver\u00e4nderung der eigenen Instrumente und Regeln als das unumst\u00f6\u00dfliche Gebot der Stunde Organisation ergeben k\u00f6nnten. - Zu ber\u00fccksichtigen ist auch, dass jede der Tarifparteien die Plausibilit\u00e4tsdefizite des westdeutschen Tarifvertragssystems nicht als gen\u00fcgend krisenhaft empfand, um eine Analyse \u00fcber die Defizite der industriellen Beziehungen in Westdeutschland gab. - Statt eines gemeinsamen Grundverst\u00e4ndnisses, wie der Umbau im Umbruch zu bew\u00e4ltigen w\u00e4re, dominierte die Angst davor, dass sich Positionsverschiebungen zu Lasten der eigenen benennen: - Es herrschte ein enormer Zeitdruck, der dazu f\u00fchrte, dass improvisiertes Handeln den Prozess der Transformation gestaltete. - Zwischen den westdeutschen Verbandsspitzen bestand kein Konsens \u00fcber die Richtung des Umbaus auf der inhaltlichen und strukturellen Ebene, weil es auch keine gemeinsame orientierte Verhalten der kollektiven Akteure aber folgende Einflussfaktoren auf die Startphase Ergebnis-Zuschreibung kaum zul\u00e4sst. Gleichwohl lassen sich mit Blick auf das sicherheitsund un\u00fcberschaubare Entscheidungssituation wie die Startphase eine dezidierte Ursachenschen Repr\u00e4sentationsl\u00fccke? Hier wird von der These ausgegangen, dass eine so komplexe Interpretationen eines interessegeleiteten Eigennutzes einzelner Gruppen oder einer ostdeutWelche Rolle spielten dabei die von den oben angegebenen Autoren ins Zentrum ger\u00fcckten Angestellten erf\u00fcllte, eine in der ehemaligen DDR bisher nicht vorhandene Differenz zwischen Arbeitern und Angestellten zu etablieren. neuen Arbeitswelt nicht mehr entspricht, jedoch das \"nachholende Abgrenzungsbed\u00fcrfnis\" der auf Ostdeutschland \u00fcbertragen, die zwar den Qualifikations- und Leistungsanforderungen der Entgeltrahmentarifvertrages wurde indes die Trennung in Arbeiter- und Angestelltenstrukturen Konsens dar\u00fcber hergestellt, gemeinsam diesen Weg einzuschlagen. Statt eines neuen innergewerkschaftliche Resonanz. In Sachsen hatten die Tarifparteien im Herbst 1990 einen Debatten war, stie\u00df der Wille zur immanenten Reform des Tarifsystems auf eine gro\u00dfe \u00dcbergang vom DDR-Tarifsystem auf das bundesdeutsche kein Gegenstand \u00f6ffentlicher neuen Eingruppierungsbestimmungen und Entlohnungsgrunds\u00e4tzen. W\u00e4hrend ein langsamer 17 \u00dcbergangsregelung auf der Grundlage der DDR-spezifischen Lohn- und Gehaltsdifferenzierungen und zweitens die Entwicklung eines Lohn- und Gehaltsrahmentarifvertrages mit 39 Weshalb wurde die Gelegenheit des Systemwechsels nicht genutzt, um das Tarifsystem den in den 80er Jahren in Westdeutschland bereits sich ver\u00e4nderten Bedingungen anzupassen? 39 Vgl. Mahnkopf, Birgit 1991, S. 289. sich selbst, dass sie sich nicht wie die ,L\u00e4mmer zur Schlachtbank' f\u00fchren lassen\". den Dem\u00fctigungen. Sie zeigten damit ihren westdeutschen Arbeitgebern, den westdeutschen Kollegen und so sehr in der Sph\u00e4re ihrer Interessen als in der ihrer kollektiven Identit\u00e4t: Schluss mit dem Ducken und mit 117 f.: In diesem Sinne interpretiert Hondrich den Streik 1993: \"Die Rationalit\u00e4t des Streiks lag f\u00fcr sie nicht bezeichnet werden kann, kam es in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern zu Deindustrialisierung, Massender massiven staatlichen Interventions- und Transferleistungen als semi-Schocktherapie ostdeutsche Gef\u00fchlslage, wenn die Arbeitgeber versuchten, die ostdeutschen gegen\u00fcber den westdeutschen Arbeitnehmern zu benachteiligen. Abweichungen vom Tarifvertrag. Demgegen\u00fcber rekurrierte die IG Metall auf die spezifisch nach einer spezifisch ostdeutschen Tarifpolitik, sondern auch die realen betrieblichen Arbeitgeber mit dem Hinweis auf die besondere ostdeutsche Lage nicht nur ihre Forderung diese Wahrnehmung f\u00fcr ihre je eigenen Organisationsinteressen. So begr\u00fcndeten die 1992, die Gerechtigkeitskomitees und die vielen anderen Aktivit\u00e4ten wie beispielsweise den Revisionsstreik (1993) Bedingungen der Vereinigungskrise auch als Resonanzboden f\u00fcr die Betriebsr\u00e4tebewegung der konzeptionellen Startprogrammierung. Der Kolonialisierungsvorwurf wirkte unter den \"\u00dcberst\u00fclpungskritik\" war der Hinweis auf die fehlende Beteiligung ostdeutscher Akteure an Akzeptanz von Organisationen und Verfahren. Eng mit der Frage der \u00dcberforderung verzahnt ist der \"Kolonialisierungsvorwurf\". als nicht intendierte Folge im zeitlichen Verlauf eine zus\u00e4tzliche Hypothek hinsichtlich der nicht weiter zu gef\u00e4hrden und sich damit noch st\u00e4rker zu \u00fcberfordern. Daraus entwickelte sich mussten, um die zwischenverbandliche Handlungsf\u00e4higkeit des tarifpolitischen Netzwerkes 18 Im Ergebnis bedeutete dies, dass die Tarifparteien sich durch den Systembruch \u00fcberfordert sahen und sich deshalb im eigenen Gestaltungsbereich \"eine Unterforderung\" auferlegen 40 So deuteten gro\u00dfe Teile der ostdeutschen Arbeitgeber - aber auch Teile der Besch\u00e4ftigten - nachtr\u00e4glich die \u00dcbertragung des westdeutschen Modells als \"Kolonialisierung\" beziehungsweise als \u00dcberst\u00fclpungsvorgang. Zutreffend an der 41. Dabei ging es jeweils auch um die ostdeutsche Identit\u00e4t im Sinne von mehr Anerkennung und Beteiligung, wof\u00fcr bis auf den heutigen Tag die Rede von der \"Ostalgie\" steht. Sowohl die Arbeitgeberverb\u00e4nde wie auch die IG Metall bezogen sich auf 42 5. Ostdeutschland: Vom Haupt- zum Nebenschauplatz des deutschen Modells Die Inkorporation der ehemaligen DDR in das westdeutsche Modell erfolgte per Beitritt zur Bundesrepublik. Im Kontext einer vergleichsweise radikalen Transformation, die angesichts 40 Vgl. Brie, Michael, Die Ostdeutschen auf dem Weg vom \"armen Bruder\" zur organisierten Minderheit? (Max-Planck-Gesellschaft: AG TRAP) Berlin 1994\/4. 41 Vgl. K\u00e4dtler, J\u00fcrgen\/Hertle, Hans-Hermann, Sozialpartnerschaft und Industriepolitik. Strukturwandel im Organisationsbereich der IG Chemie-Papier-Keramik, Opladen 1997. 42 Vgl. Hondrich, Karl Otto, Rashomon in Deutschland, in: Hondrich, Karl Otto\/Joost, Angela\/Koch-Arzberger, Claudia\/W\u00f6rndl Barbara, Arbeitgeber West - Arbeitnehmer Ost. Vereinigung im Konflikt, Berlin 1993, S. Finanzhilfen verbuchen konnten.\" etwas Vergleichbares wie die Wirtschafts- und W\u00e4hrungsunion erfahren haben noch umfangreiche Wiederanstieg des industriellen Produktionsvolumens erfolgte im selben Tempo wie in L\u00e4ndern, die weder optionen f\u00f6rderte. Die strategischen Schl\u00fcsselakteure dieses Prozesses sind die ostdeutschen Konservierung betrieblicher Abkapselungsstrategien gegen\u00fcber verbandlichen HandlungsWirkungen des exogen gesteuerten Transformationsprozesses zu einem Amalgam, das die Massenarbeitslosigkeit das paternalistisch-gemeinschaftsstiftende DDR-Erbe und die industrieller Beziehungen aus. Statt dessen verbanden sich unter den Bedingungen der noch kein hinreichend beruhigender Einfluss auf die Funktionsf\u00e4higkeit des dualen Systems in der Mehrzahl der Betriebe dem westdeutschen Niveau angen\u00e4hert haben, geht davon jedoch Metallindustrie von 15,8 Prozent auf 26,5 Prozent. Die ostdeutsche Metallindustrie kann nach zehn Jahren als \u00f6konomisch relativ konsolidierte Industrielandschaft gelten. Obwohl die Lohnst\u00fcckkosten wie auch Umsatz und Rendite sich verzeichnet werden: Zwischen 1996 und 1998 stieg die Exportquote der ostdeutschen Allerdings konnten auf diesem Gebiet in den vergangenen Jahren erstaunliche Zuwachsraten liegt, kommt die Metallindustrie der neuen Bundesl\u00e4nder nur auf einen Wert von 26,5 Prozent. schwach ausgepr\u00e4gt. W\u00e4hrend die Exportquote in den alten Bundesl\u00e4ndern bei 44,4 Prozent misch konstitutives Element des deutschen Modells bislang in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern nur als regional ausgerichtete Nischenproduzenten agieren, ist die Exportorientierung als \u00f6konoMetallbetriebe ihren Hauptsitz in Ostdeutschland haben. Da die Mehrheit der kleinen Betriebe deutlich wird der Dependenzcharakter, wenn man ber\u00fccksichtigt, dass nur drei der gro\u00dfen nur selten \u00fcber alle wichtigen Funktionen des Wertsch\u00f6pfungsprozesses verf\u00fcgen. Besonders Besch\u00e4ftigten), die zugleich meist dem Modell der verl\u00e4ngerten Werkbank entsprechen, also Metallindustrie arbeiten, sind eine kleine Zahl gro\u00dfer Betriebe (53 Betriebe mit mehr als 500 Dependenz\u00f6konomie, in der etwa 8 Prozent (1998) aller Besch\u00e4ftigten der deutschen dynamische Regional\u00f6konomie eingebunden. Wichtige Kennzeichen der ostdeutschen fest in die Wertsch\u00f6pfungsketten der westdeutschen Konzerne als abh\u00e4ngige, aber durchaus Elektroindustrie hat sich seit 1996 auf einem niedrigen Niveau konsolidiert und ist nunmehr Mezzogiorno geworden, wie verschiedentlich bef\u00fcrchtet wurde. Die ostdeutsche Metall- und Ostdeutschlands auf eine Schrumpfgr\u00f6\u00dfe reduzierte. Ostdeutschland ist aber nicht zum und osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern zeigt, das \u00e4hnliche Ergebnisse - wenngleich zeitlich gestreckt - auch bei einer eher gradualistischen Strategie eingetreten w\u00e4ren. 19 arbeitslosigkeit, einer ungleichen Verm\u00f6gensverteilung und einem dominanten Einflu\u00df der westdeutschen Konzerne. Der Vergleich mit den Transformationsprozessen in anderen mittel43 Denn mit der Zusammenf\u00fchrung zweier Volkswirtschaften, die g\u00e4nzlich unterschiedliche Leistungsniveaus hatten, setzte ein Verdr\u00e4ngungsprozess ein, der dazu f\u00fchrte, dass sich die industrielle Basis 43 Vgl. Wiesenthal, Helmut 1999, S. 61: \"Nicht nur ist die Industrieproduktion Ostdeutschlands in ungef\u00e4hr demselben Verh\u00e4ltnis geschrumpft wie in Polen, Ungarn und der Tschechischen Republik, sondern auch der \"Ehrlichkeit\" und \"Offenheit\" seien.\" 45 Weitbrecht, Hansj\u00f6rg, Effektivit\u00e4t und Legitimit\u00e4t der Tarifautonomie. Eine soziologische Untersuchung am Beispiel der deutschen Metallindustrie, Berlin 1969. und Leistungsk\u00fcrzungen auf der Basis dieser kollektiven Verbundenheit erfolgen, deren Charakteristikum wird in dieser Perspektive als ein entscheidender Wettbewerbsvorteil gesehen, da zugemutete Einschnitte die prek\u00e4ren Stufen der Privatisierungsphase. Die gemeinsame politisch-kulturelle Verwurzelung in der DDR ein freundschaftlich-gemeinschaftliches Wir-Gef\u00fchl. Man hat den Umbruch in der DDR \u00fcberstanden sowie und Elektroindustrie und mehr als 50 Prozent aller Besch\u00e4ftigten in verbandsgebundenen Besch\u00e4ftigten arbeiteten 1998 etwa 20 Prozent aller Besch\u00e4ftigten der ostdeutschen MetallVerbandsmitgliedschaft. In den 53 gro\u00dfen ostdeutschen Metallbetrieben mit mehr als 500 bandsmitglieder sind. Bei letzteren besteht etwa \u00e4hnlich h\u00e4ufig wie in Westdeutschland eine mittleren Betriebe unterproportional und die gro\u00dfen Betriebe \u00fcberproportional h\u00e4ufig Verdeutschen Metallindustrie aufweisen. Dabei f\u00e4llt auf, dass die kleinen Betriebe selten, die ostdeutschen Arbeitgeberverb\u00e4nden, die das seit 1945 geringste Organisationsniveau in der Modells geschieht dies gemeinhin mit Blick auf das geringe Mitgliederniveau in den Akzeptanz besitzen. Das Ideal der deutschen Verb\u00e4ndedemokratie ist eine Verkn\u00fcpfung von hoher Mitgliederzahl und starker Mitgliederbeteiligung. weniger stark ausgepr\u00e4gt ist und formale Verfahren sowie Institutionen eine gr\u00f6\u00dfere schaften anzutreffen sind, besteht darin, dass dort die Personalisierung dieses Politikmusters vorherrschend ist. Der Unterschied zu Westdeutschland, wo \u00e4hnliche FlexibilisierungsgemeinVerhaltensprofil f\u00fcr die industriellen Beziehungen der ostdeutschen Metallindustrie Konstellationen findet. Entscheidend ist jedoch, dass das hier skizzierte betriebliche dass sich auch in Ostdeutschland mittlerweile eine Bandbreite unterschiedlicher betrieblicher personell fundierte Wettbewerbsgemeinschaft kann allerdings nicht dar\u00fcber hinwegt\u00e4uschen, tionen der Tarifparteien, besteht in der gemeinsamen kulturellen und politischen Herkunft sowie in der Priorit\u00e4t f\u00fcr den Erhalt des eigenen Arbeitsplatzes. gemeinschaften, die durchaus offen sind f\u00fcr von ihnen selbst als positiv erachtete Intervenman sich auf dem Markt zu behaupten habe. Die Basis dieser betrieblichen Flexibilisierungseinstehe und sich dabei nicht von au\u00dfen vorschreiben lasse, mit welchen sozialen Standards Weltmarktes behaupten k\u00f6nne, wenn sie gemeinsam f\u00fcr die Zukunft des Unternehmens 20 Manager. Ihnen scheint es bisher zu gelingen, den betrieblichen Zusammenhang als Schicksalsgemeinschaft zu deuten, die sich nur dann gegen\u00fcber den Gef\u00e4hrdungen des 44 Auch wenn personenzentrierte Netzwerke in den kleinen Betrieben sicherlich eine gr\u00f6\u00dfere Bedeutung haben als in den gro\u00dfen, so findet sich dieser Faktor auch dort. Die Fixierung auf die kulturell und 45 Angesichts dieses Leitbildes ist es folgerichtig, Mitgliederr\u00fcckg\u00e4nge und eine schwache aktive Mitgliederbeteiligung ab einer bestimmten Grenze als bedrohlich zu empfinden. Hinsichtlich der Funktionsf\u00e4hgkeit des deutschen 44 Weinert, Rainer, Einflussfaktoren auf die Akzeptanz fl\u00e4chentarifvertraglicher Regelungsstandards und Austauschmuster in Ostdeutschland, Berlin 1999, S. 45: Hierzu eine pointierte Bewert ung von Rainer Weinert: \"Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te kennen sich im Regelfall seit mehreren Jahrzehnten, es besteht beispiellose regionale Verdichtung dieser Ph\u00e4nomene identifizieren, deren Relevanz vor dem 90er Jahre auch dort versch\u00e4rften, so l\u00e4sst sich in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern eine bislang bereits vor 1989 in Westdeutschland existierten und sich anschlie\u00dfend in der Standortkrise der Flexibilisierung der Arbeitsbedingungen. Auch wenn man konzediert, dass diese Problemlagen weichung der juristischen Unabdingbarkeit des Fl\u00e4chentarifvertrages sowie eine informelle Verbandsmitglieder und eine offensive Arbeitgeberverbandsstrategie zugunsten einer Aufrifbruchs, eine hohe Verbandsabstinenz, eine geringe aktive Partizipationsbereitschaft der ausschlaggebend, sondern die strukturellen Effekte, die mit den Betriebsgr\u00f6\u00dfenunterschieden zusammenh\u00e4ngen. und Erfahrung beruhenden Verhaltensunterschiede zwischen Ost- und Westdeutschland ostdeutschen Betriebsstruktur liegt. Es sind also nicht die vorhandenen, auf fehlender Tradition deutlich unterstrichen werden, das der entscheidende Unterschied in der kleinbetrieblichen wird, als existierten die alten Grundlagen noch. An dieser Stelle muss aber noch einmal Einflussfaktoren an diese Stelle treten. Dann w\u00fcrde so verfahren wie bisher, indem so getan Funktionsf\u00e4higkeit des Systems industrieller Beziehungen an Bedeutung verliert, weil andere k\u00f6nnte es auch sein, dass die Relevanz von Mitgliederstruktur und -potential f\u00fcr die Zahl der kleinen und mittleren Betriebe eine Verbandsmitgliedschaft anstrebt. Schlie\u00dflich nur um eine \u00dcbergangserscheinung handelt, nach deren \u00dcberwindung wieder eine gr\u00f6\u00dfere dessen Fortf\u00fchrung unwahrscheinlich erscheinen l\u00e4sst. Es ist aber auch denkbar, dass es sich \"historische B\u00fcndnis\" zwischen kleinen und gro\u00dfen Betrieben an eine Grenze gelangt ist, die verbandsabstinent oder fluchtorientiert. Diese Entwicklung k\u00f6nnte bedeuten, dass das eigent\u00fcmliches Flexibilit\u00e4tspotential herausgebildet haben, sind die kleinen Betriebe meist W\u00e4hrend die gro\u00dfen Betriebe in der Regel Verbandsmitglieder sind und zugleich ein Hinweis auf die kleinen Betriebe eine f\u00fcr sie g\u00fcnstigere Entgeltentwicklung erwarten. w\u00e4hrend die Gro\u00dfen die Mitgliedschaft als Vorteil begreifen - nicht zuletzt, weil sie mit Betriebe scheint eine Nichtmitgliedschaft in der Tariftr\u00e4gerorganisation vorteilhafter zu sein; an Tarifabweichung in den gr\u00f6\u00dferen Ostbetrieben h\u00f6her als im Westen. F\u00fcr die kleinen kollektivvertraglich geregelte Arbeitsbedingungen berufen. Vermutlich ist der informelle Grad sch\u00e4ftigten, die 1998 in den gro\u00dfen ostdeutschen Betrieben arbeiteten, konnten sich auf 21 Firmen. 46 \u00dcber 90 Prozent dieser Betriebe sind Zweigwerke westdeutscher oder ausl\u00e4ndischer Unternehmen. Die H\u00e4ufigkeit der Tarifbindung in den gr\u00f6\u00dferen Betrieben unterschied sich kaum von der westdeutschen Praxis in diesem Betriebssegment. Denn etwa 90 Prozent der Be47 Worin bestehen nun die Besonderheiten der industriellen Beziehungen in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern? Meist wird diese Frage beantwortet mit dem Hinweis auf die H\u00e4ufigkeit des Ta46 Diese Zahlen basieren auf einer Vollerhebung, die ich in zwei aufeinander folgenden Jahren ( 1997\/1998) durchgef\u00fchrt habe. 47 Der durchschnittliche ostdeutsche Metallbetrieb besch\u00e4ftigt etwa 87 Personen (1998), w\u00e4hrend dies in Westdeutschland rund 175 sind. entlasten. Als nicht intendierte Folgen und aufgrund der im Zeitraffer ver\u00e4nderten beigetragen, die Wucht des Anpassungsschocks abzupuffern und das politische System zu schaftler noch Mitte der 90er Jahre mutma\u00dften. Im Gegenteil: Die Verb\u00e4nde haben dazu proben nicht der Anfang vom Ende des deutschen Modells waren, wie manche Sozialwissennachzuweisen sind. Das Ergebnis meiner Analysen ist, dass die ostdeutschen Belastungskeine weitergehenden ostdeutschen Einfl\u00fcsse auf die westdeutsche Gesamtkonstellation werden, dass neben betrieblichen Einzelf\u00e4llen und einer diskursiven Instrumentalisierung historisch gewachsenen Pfad des westdeutschen Modells verl\u00e4sst. Insgesamt kann festgestellt feststellen. Aus alldem l\u00e4sst sich bislang nicht ableiten, dass Ostdeutschland ein Laboratorium ist, in dem ein neues, st\u00e4rker voluntaristisches Muster industrieller Beziehungen entsteht, das den ausgehender Verdr\u00e4ngungsdruck zwischen Konkurrenten im gleichen Marktsegment Beziehungen. Zudem l\u00e4sst sich in einzelnen F\u00e4llen ein unmittelbarer, von Ostdeutschland Rolle im Diskurs \u00fcber die Weiterentwicklung des westdeutschen Systems der industriellen weitere Deregulierung der industriellen Beziehungen. Es spielt insofern mitunter eine wichtige Arbeitgebern zuweilen als Vorbild und Druckmittel eingesetzt, als Referenzsystem f\u00fcr eine industriellen Beziehungen zu gestalten. In Westdeutschland wird Ostdeutschland von den durch ihre Initiativen einen Beitrag leisten wollen, um die Zukunft der gesamtdeutschen Selbstverst\u00e4ndnis entsprechend begreifen sie Ostdeutschland als Laboratorium, in dem sie Mitte der 90er Jahre haben sie diesen Part selbst in die Hand genommen. Ihrem \u00fcbernehmen. In diese Rolle wurden sie anfangs von westdeutschen Funktion\u00e4ren gedr\u00e4ngt; seit weiterhin, innerhalb des Verbundnetzes der Arbeitgeberverb\u00e4nde einen offensiven Part zu der meisten westdeutschen Konzerne. Gleichwohl versuchen einige ostdeutsche Verb\u00e4nde scheiterte bislang am Widerstand der Gewerkschaften und dem ordnungspolitischen Interesse Industrie zu l\u00f6sen und das Prinzip des Pilottarifvertrages au\u00dfer Kraft zu setzen. Beides f\u00fcr dessen Verl\u00e4ngerung sich die Arbeitgeberverb\u00e4nde engagieren. Dagegen sind ihre Versuche, die recht umstrittenen Daten \u00fcber die Lohnst\u00fcckkosten ostdeutschen Betriebe gegen\u00fcber den westdeutschen einen signifikanten Lohnkostenvorteil, haben k\u00f6nnte. Da der Angleichungsprozess seit Mitte der 90er Jahre blockiert ist, haben die verb\u00e4nde entlang der Betriebsgr\u00f6\u00dfe, was durchaus Vorbildcharakter f\u00fcr Westdeutschland gegen\u00fcber den kleinen Betrieben besteht die Gefahr einer Zweiteilung der Arbeitgeber22 Hintergrund der Massenarbeitslosigkeit und der schwierigen Aneignung des dualen Systems thematisiert wird. Mit der unzureichenden Integrationsf\u00e4higkeit der Arbeitgeberverb\u00e4nde 48 in Ostdeutschland als Druckmittel in der gesamtdeutschen Lohnpolitik einzusetzen, bisher ebenso gescheitert, wie ihre Anstrengungen sich g\u00e4nzlich aus dem tarifpolitischen Verbund mit der westdeutschen 48 G\u00f6rzig, Bernd, Lohnst\u00fcckkosten und Wettbewerbsf\u00e4higkeit in der Strukturanalyse (DIW-Diskussionspapiere 181), Berlin 1998. ist der Fl\u00e4chentarifvertrag eine politisch auszuhandelnde Referenzinstitution, deren AusgestalWirkung als Gravitationszentrum nicht so ohne weiteres sagen. Denn aus dieser Perspektive irreversibel in einer Krise steckt. Hingegen l\u00e4sst sich dies hinsichtlich seiner politischen Fl\u00e4chentarifvertrages als eines umfassenden Instrumentes juristischer Unabdingbarkeit k\u00f6nnte also weiterhin die These vertreten, dass sowohl das Leitbild wie auch die Realit\u00e4t des \u00d6ffnungsklausel eine Zunahme der betrieblichen Abweichungspraxis festzustellen. Man gehandhabt. Seither ist auch durch die von den Tarifparteien selbst geschaffene chungsm\u00f6glichkeiten erkl\u00e4rt worden und wurde in den Betrieben auch mehrheitlich so vertrag als unabdingbarer Regulierungsanspruch zur definitiven Mindestnorm ohne AbweiVer\u00e4nderungen beim Fl\u00e4chentarifvertrag: Im \"goldenen Zeitalter\" war der kollektive TarifDramatik, ohne g\u00e4nzlich gegenstandslos zu werden. Schwieriger ist die Beurteilung von schaft der gr\u00f6\u00dferen Betriebe andererseits, so verliert das Problem der Mitgliederschw\u00e4che an kleinbetriebliche Industrielandschaft einerseits und die ausgepr\u00e4gt hohe VerbandsmitgliedFl\u00e4chentarifvertrages. Bezieht man sich hinsichtlich der Mitgliedschaft auf die besondere Mitgliederschw\u00e4che der Arbeitgeberverb\u00e4nde und zweitens die schwache Geltungskraft des hinsichtlich der ostdeutschen Situation insbesondere zwei Dimensionen als prek\u00e4r: Erstens die \u00fcberbetriebliche, sektorale Verteilungspolitik durchf\u00fchren. Aus dieser Perspektive erscheinen Beziehungen sind die mitgliederstarken Verb\u00e4nde, die durch Konflikt-Kooperation eine Ver\u00e4nderungsm\u00f6glichkeiten zu unterscheiden. Der Kern des deutschen Modells industrieller das, was den Kern des deutschen Modells ausmacht, von seinen variablen Elementen und stark ver\u00e4ndert haben. F\u00fcr eine \"realistische\" Interpretation der Entwicklungen ist als erstes mit dem \"goldenen Zeitalter\" geben, weil sich die Bedingungen seit Ende der 70er Jahre zu lands bislang bew\u00e4hrte. Alle Versuche, das \"goldene Zeitalter\" zum Bewertungsma\u00dfstab f\u00fcr die ostdeutsche Entwicklung zu machen, landen bei perspektivlosen Verfallsthesen. Es kann keine Identit\u00e4t deutsche Modell industrieller Beziehungen unter den besonderen Bedingungen Ostdeutschflexibler Handhabung der vorhandenen Instrumente, die dazu beigetragen hat, dass sich das Bedeutung, ohne jedoch \u00fcberfl\u00fcssig zu werden. Es ist die Kombination aus Beharrlichkeit und bisher eine Zunahme von Streiks zu verzeichnen ist. Die sektorale Ebene verlor zwar an politik nicht abgeschaltet. Vielmehr kam es zu einer Pluralisierung der Arenen, ohne dass erhebliche Kommunikationsprobleme, jedoch wurde die kooperative sektorale Regulierungsk\u00f6nnen, suchte die IG Metall diesen Prozess abzubremsen. So entstanden zwischen ihnen Gelegenheitsstruktur bildete, um ihre Deregulierungsinteressen schnell voranbringen zu den Strukturwandel reagierten. W\u00e4hrend der Strukturwandel f\u00fcr die Arbeitgeber eine Das gilt auch dann, wenn man konzedieren muss, dass die Tarifparteien unterschiedlich auf 23 Umweltbedingungen traten dann Belastungsprobleme auf, die ihre Strategie in Frage stellten. Auf den industriellen Strukturwandel reagierten die Tarifparteien mit einem Strategiewechsel. 1990-2000, Dresden 2000. Organisationsm\u00e4chtigkeit nicht auf eine einzelne Ebene beziehen, es wird vielmehr st\u00e4rker als m\u00e4chtigkeit zu erhalten. Unter den ver\u00e4nderten Bedingungen kann sich verbandliche Pr\u00e4senz zu organisieren, um den Wandel mit zu gestalten und die notwendige OrganisationsF\u00e4higkeit der Tarifparteien, auf den verschiedenen Aushandlungsebenen eine handlungsf\u00e4hige einen Teil eines gr\u00f6\u00dferen industriellen und sozialen \u00dcbergangsprozesses. Entscheidend ist die Abweichungen in anderen Regionen in \u00e4hnlicher Weise auftreten, dann handelt es sich um existiert, ohne dass dies den Gesamtkontext pr\u00e4gt. Wenn es zudem so ist, dass diese Besch\u00e4ftigten der deutschen Metallindustrie arbeiten, mit abweichenden Regulationspraktiken ist es durchaus m\u00f6glich, dass eine Regional\u00f6konomie, in der weniger als 10 Prozent aller formen als die westdeutsche aus. Innerhalb des deutschen Systems industrieller Beziehungen industrie zeichnet sich durch eine deutlich andere Industriestruktur und andere Kooperationsf\u00f6derale gesamtdeutsche Tarifstruktur formal eingebunden wurden. Die ostdeutsche MetallBedingungen stark ausgepr\u00e4gter Sezessionstendenzen im ostdeutschen Arbeitgeberlager in die Versuche der westdeutschen Arbeitgeberseite mehr, diesen Weg zu gehen. Statt dessen \u00fcbernahm der s\u00e4chsische Arbeitgeberverband gesamtdeutschen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnisse zu nutzen. Doch seit l\u00e4ngerem gibt es keine offensiven suchten die Arbeitgeber zun\u00e4chst, Ostdeutschland zum Einfallstor f\u00fcr eine Neujustierung der an den nicht intendierten Ergebnissen dieser Steuerungsleistung ab. In diesem Prozess verSteuerung vorgenommen werden konnte, arbeiteten sich die Tarifparteien in der folgenden Zeit vom Transferstart abgeschw\u00e4cht wurden. Nachdem in der Aufbauphase eine zentrale sektorale sich feststellen, dass die westdeutschen Einfl\u00fcsse in Ostdeutschland mit zunehmender Distanz Arbeitsbedingungen der Mehrheit der Besch\u00e4ftigten pr\u00e4gt. In den vergangenen Jahren hat es keine nachhaltige Beeinflussung des westdeutschen Systems industrieller Beziehungen durch die ostdeutsche Entwicklung gegeben. Zugleich l\u00e4sst gestalten und sich dabei an einem zentralen Referenzinstrument orientieren k\u00f6nnen, das die in einem arbeitsteiligen Aushandlungsprozess mit den betrieblichen Akteuren diesen Prozess kooperativen Regulierungspraxis im sektoralen Mehrebenensystem besteht und die Verb\u00e4nde der Perspektive pfadabh\u00e4ngiger Entwicklung ist es entscheidend, dass die F\u00e4higkeit zu einer Modells betroffen ist, wenn die Funktionsf\u00e4higkeit einzelner Elemente geschw\u00e4cht ist. Aus 24 tung unter konkreten \u00f6konomischen Rahmenbedingungen von den politischen Kr\u00e4fteverh\u00e4ltnissen abh\u00e4ngt. Aus dieser Argumentation ergibt sich, dass nicht der Kern des deutschen 49 diese Rolle und versuchte das Repr\u00e4sentationsmonopol der IG Metall in Frage zu stellen. Der Druck der gro\u00dfen ostdeutschen Betriebe und der IG Metall f\u00fchrten letztlich dazu, dass die f\u00fcnf neuen L\u00e4nder auch unter den 49 Vgl. \"Wir bekennen uns zu s\u00e4chsistischer Tarifpolitik\", der Verband der s\u00e4chsischen Metall- und Elektroindustrie schert aus dem Kartell aus, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21. Juli 1997; vgl VSME Chronik aus eigenen Kr\u00e4ften nachhaltig zu pr\u00e4gen. und somit auch eigene Akzente setzen k\u00f6nnen, ohne jedoch den Kern des deutschen Modells beiden um abh\u00e4ngige regionale Gr\u00f6\u00dfen, die zwar durchaus dynamischen Charakter besitzen Beziehungen durchaus vergleichbar mit der der ostdeutschen \u00d6konomie: Es handelt sich bei schen Modells modifiziert erhalten bleiben. Dabei ist die Rolle der ostdeutschen industriellen Seither wird der Umbauprozess beschleunigt fortgef\u00fchrt, wobei die Kernelemente des deutgef\u00fchrt, dass der Umbauprozess der industriellen Beziehungen eher verlangsamt wurde. institutionellen Kontext aufzugeben. Die Startphase des Transformationsprozesses hat dazu zwischen Zentrum und Peripherie geben wird, ohne die Einbindung in einen gemeinsamen im Rahmen des deutschen Modells zuk\u00fcnftig mehr regionale Abweichungen und Differenzen weisen kommen wird. Im Gegenteil: Die ostdeutsche Entwicklung ist ein Beleg daf\u00fcr, dass es einer vollst\u00e4ndigen Konvergenz zwischen west- und ostdeutschen Standards und Verhaltensinsgesamt eher positives Bild zeichnen. Dabei gehe ich davon aus, dass es so schnell nicht zu Kr\u00e4fte in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern in Richtung Konsolidierung tendieren, l\u00e4sst sich ein aufgrund der Einbindung in die gesamtdeutsche Konstellation, sondern auch weil wichtige Ph\u00e4nomene der Ent-Konsolidierung wie auch solche der Konsolidierung gibt. Aber nicht nur in Westdeutschland. Die ostdeutsche Situation zeichnet sich dadurch aus, dass es gleichzeitig fortgesetzt, auch wenn einige Faktoren in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern nicht so funktionieren wie als eine kurze Unterbrechung. Die Politik des \"mittleren Weges\" wird neu justiert, aber gehenden Phasen steht. In einer l\u00e4ngerfristigen Betrachtung erscheint der Einigungsprozess phasenspezifische Klassifizierung des Gesamtsystems. Betrachtet man die bisherige Entwicklung der industriellen Beziehungen in den f\u00fcnf neuen L\u00e4ndern, so zeigt sich, dass der seit 1990 zur\u00fcckgelegte Weg in der Kontinuit\u00e4t der vorherPolitik der Akteure und deren Organisationszustand wie auch um eine jeweils - lose Verkopplung mit dem politischen und sozialstaatlichen System; wobei der Staat sich in der Regel mit der prozeduralen Interventionskompetenz begn\u00fcgt; - Verzahnung zwischen verbandlicher und betrieblicher Sph\u00e4re. Vor dem Hintergrund dieser Indikatoren gliedere ich in Tabelle 2 (S. 27) die industriellen Beziehungen der Bundesrepublik in f\u00fcnf Perioden. In dieser Tabelle geht es sowohl um die 25 zuvor eine gleichzeitige Handlungsst\u00e4rke auf der Makro-, Meso- und Mikroebene notwendig sein. Wichtige Merkmale des deutschen Modells industrieller Beziehungen sind: - Mitgliederstarke und konfliktf\u00e4hige Verb\u00e4nde; - \u00fcberbetriebliche Normierungsf\u00e4higkeit auf der Basis von Fl\u00e4chentarifvertr\u00e4gen; Verantwortun Tarifparteiensozialpolitischerbernahme\u00dcAnpassung WestBlockiertebernahme West\u00dcWiderwilligeLohnfortzahlung zwischen denMisstrauenrung des Lohns und Flexibilisie-DifferenzierungAufbau AGV-OTvoran gliedschaftMitgliederr\u00fcck-gang schreitet verhindernSozialabbauFlexibilisierungge\u00e4vertrAltersteilzeit-Kampf gegentungenAbkopplungge\u00e4Westvertrbertragung der\u00dcder VerbandsmitBeschMetallindustrieWirtschaftlicheExpansionstaatlicher Leis-\u00e4anstiegAbbau sozial-ftigungsder ostdeutschen Konsolidierungkonomische\u00d61999 Beschlungsarenenftigungs-\u00e4sicherungspolitik der Verhand-Pluralisierung(1996) \u00e4krise (1995)HEnde des Stufen-rtefallklauseltarifvertrags(ab 93) Zunahmege\u00e4trftigungs\u00e4BeschHaustarifvertrgen\u00e4gangck-\u00fcMitgliederr KontrollierteStarker BeschdustrieHaustarifver-Zunahme vonDezentralisierungRevisionsstreiktigtenabbauf-\u00e4 schen MetallinBetriebsparteienAbkapselung derstrukturenTiefste Krise inder westdeut1996Vereinigungs-kriseVernderung derUnternehmens-\u00e4 AbwanderungFlexibilisierungs-Durchsetzung35-WAZ\u00f635-WAZFahrplan 35-der ArbeitszeitDifferenzierungWAZStufentarifvertragTarifsystemsTransfer desSanierungspolitikPartizipation amhinauszSchnellerVerbandsaufbauInvestitions-stoppen\/anreizeStufentarifvertragStufentarifvertragBeschEinigungsboomkationgern\u00e4ftigungs-gesellschaftenpolitik fortsetzen schutz\/Qualifi-West\u00fcndigungs-K :Altersteilzeit\/ g (\u00a9 Wolfgang Schroeder) Austritte aus denNach Bayern-AGVstreik Verbands-sicherungsver-tr\u00e4geAufbau AGV-OTAustritte aus denAGV nde Tarifsystem\u00e4Herausforderungen IG Metall Arbeitgeberverb ZeitraumOst West Ost West Ost West Ost WestAngleichungs-politikDeindustrialisie-rungEinigungsboomKeine negativenR\u00fcckwirkungenauf Status quolosigkeitschockTransformations-1992-Massenarbeits-1990 1992 - 1996 Organisations- und tarifpolitische Reaktionen der Tarifparteien in West- und Ostdeutschland 1990-1999 Tabelle 1: Umbauphase IIElemente in die Tarifpolitikbernahme sozialstaatlicher\u00dcrkung der betrieblichen Ebene\u00e4StKrisenpolitik West\/Ost Umbauphase Ibeginnt Differenzierungsinstrumente ZentralisierungsfReform des BetrVGKonzertierte AktionAktive Lohn- und neueOrganisationsgrad wZurGestaltungspolitikGoldenes Zeitalter IIhigkeitRegionalzentrierteMitgliederstagnation auf hohemKonfliktkooperationckgehende\u00e4NiveauMitgliederzahlen steigenchst\/\u00e4\u00fc Erprobungsphasepolitikungeordnetes System politischen Systemserfolgreiche allgemein- undtarifpolitische Verteidigungs-schneller Mitgliederzulauf (\u00a9 Wolfgang Schroeder) nde Zustand der Tarifpolitik Klassifizierung\u00e4Phase Staatlicher Einfluss Gewerkschaften ArbeitgeberverbOffensive Politik: weitreichende\u00fcSchneller Mitgliederzulaufindustriellen BeziehungenReform des wirtschaftlich-19551949-r dieRahmengesetzgebung fhigkeitDominanz der verbandlichenDefensive Stabilisierung der1966Goldenes Zeitalter I1956-Mitgliederstagnation\u00e4Zentralisierungsfhigkeit (1963)Spitzenebene\u00e4Aussperrungsfindustriellen Beziehungen\u00e4Organisationsgrad wPositive Lohndriftdemonstriertchst 19771967-Offensive Stabilisierung:gewerkschaftsfreundlichesinkender Organisationsgrad1978-rzungspolitik\u00fc(1978+84)higkeit bewiesenKonfliktftes\/BetrVG1989Deregulierung des Arbeitsmark-ArbeitszeitverkArbeitgeberfreundlichehigkeit\u00c4Beziehungen durch neueNeujustierung der industriellennimmt ab\u00e4\u00e4Sinkender OrganisationsgradVerpflichtungsfnderung von AFG 116rzt (1996)1990-1999VereinigungskorporatismusArbeitszeitgesetz (1994)Kndigungsschutz abgebaut(1996)r Arbeit (1995)Verftigungssicherungspolitik\u00e4Beschregelung (1996)Organisationsgrad sinktPositive Lohndrift sinkt\u00e4\u00fcLohnfortzahlung imBayernstreik (1995)B\u00fcndnis fPendelbewegung zwischenKrankheitsfall gek\u00e4higkeit und zur\u00e4fAngeschlagene Verpflichtungs-rzungspolitikMitgliederzahlen sinkenOrganisationsgrad und\u00fcckgehende\u00fcnde)Konfliktfhigkeit\u00fcEtablierte Verbandsstrukturen inder KriseFlexibilisierung der Verbands-mitgliedschaft (OT-Verb\u00e4Kampf gegen staatlichekooperativer und konfliktorischerK\u00fcnderung der VorruhestandsPeriodisierung des deutschen Systems industrieller Beziehungen (1949-1999) Tabelle 2: 1995\/3, S. 299-318. 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Martin Behrens * Konvergenz oder 'Varieties of Capitalism'? Neue Literatur zur Entwicklung der Systeme der Politischen \u00d6konomie und der Industriellen Beziehungen ** Convergence or 'Varieties of Capita lism'? Review of Recent Studies of Different Systems of Political Economy and Industrial Relations Abstract - This contribution reviews five new books in Key words: Industrial Relations, Varieties of Capitalism, Convergence, Shareholder Value, Participatio n, Employers' Associations Dilger, A. (2002): \u00d6konomik betrieblic her Mitbestimmung. Die wirtschaftlichen * Martin Behrens, Ph.D., Referent f\u00fcr Eur op\u00e4ische Arbeitsbeziehung en, WSI in der HansB\u00f6ckler-Stiftung, Hans-B\u00f6ckler-Str. 39, D - 40476 D\u00fcsseldorf. E-Mail: MartinBehrens@Boeckler.de. ** Sammelbesprechung eingegangen: 7.4.2004 Arbeitsbeziehungen und Corporate Governanceribution to our understanding of recent devel-opments within the German system of industrial relations. As a starting approaches from the field of comparative politgence\/divergence of different systems of political economy as its ical science and takes the debate on conver-Zusammenfassung - der Politischen \u00d6konomie agen der Konvergenz\/Divergenz von Systemen chenden Politikwissenschaft, die sich mit FrEmpoyment Systems. Ithaca, ILR Press. the field of employment relations and corporate governance and discusses their contauseinandersetzen. H\u00f6pner, M. (2003): Wer beherrscht die Un Folgen von Betriebsr\u00e4ten. M\u00fcnchen\/Mering, Rainer Hampp Verlag. st\u00e4ndnis der aktuellen Entwicklung des deutscD\u00f6rre, K. (2002): Kampf um Beteiligung. Hampp Verlag. Beziehungen im flexiblen Kapitalismus. Wiesbaden, Westdeutscher Verlag. Ausgangs- und Bezugspunkt der Darstellungen siKatz, H\/Darbishire, O. (2000): Convergingzwischen Sozialpartnerschaft und Dienstleistung. M\u00fcnchen\/Mering, Rainer V\u00f6lkl, M. (2002): Der Mittelstand und die Tarifautonomie. 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Auf der Gegenseite wurde eine anhaltend stabile Divergenz der Systeme der politischen \u00d6kon omie und ihrer zentralen S\u00e4ulen der Industriellen Beziehungen nich t zuletzt von Hall\/So skice (2001) behauptet, deren viel beachteter Sammelband Varieties of Capitalism die Geschichte von zwei Modellen (liberal market economies und co-ordinated market economies) erz\u00e4hlt, die sich in ihrer Gegens\u00e4tzEntfesselung der Marktkr\u00e4fte verbinden, eben so wie regulationsthe oretisch inspirierte Marxisten, die davon ausg ehen, dass sich im Laufe der 1990er Jahre ein stabiles postfordistisches Akkumulationsregime herausgebildet hat, welches die Stellung des die \u00f6konomische und soziale Prosperit\u00e4t unmittelbar mit der politischen Aufgabe der das US-amerikanische System der politischen \u00d6konomie und die darin eingebetteten Muster der Arbeitsbeziehungen wurden schnell zur Chiffre f\u00fcr die Dominanz der Marktsteuerung \u00fcber kollektive Formen der Interessenvermittlung Standort waren sp\u00e4ter das sk andinavische und das japani sche Modell der Arbeitsbeziehungen bevorzugter Bezugspunkt der Debatte. Nicht zuletzt mit der Intensivierung der Auseinandersetzung mit Prozessen der Globalisierung\/Internationalisierung gelangte jedoch das Thema Konvergenz\/Divergenz zur\u00fcck auf die Tagesordnung und jener \"gro\u00dfen\" Forschungsfragen, die in Wellenbewegungen auftauchen um alsbald wieder vom Radarschirm der wissenschaftlichen Gemeinde zu verschwinden. Im Bereich der vergleichenden Industrial Relations -Forschung geh\u00f6rt sicherlich die schon fast legend\u00e4re Arbeit von Kerr et al. (1960) Industrialism and Industrial Man zu jenen Versuchen, die Konvergenzhypothese als Szen ario f\u00fcr zuk\u00fcnftige Entwicklungen zu protegieren. Als Res\u00fcmee dieser umfassend en Studie, im Zuge derer 78 WissenschaftlerInnen Systeme der In dustriellen Beziehungen in nicht weniger als 35 L\u00e4ndern untersuchten, pr\u00e4sentieren die Autore n ihre Beobachtung, dass es offensichtliche \u00dcbereinstimmungen in den Mustern der Industrialisierung g\u00e4be, die sich letztlich auf \u00dcbereinstimmungen der jeweils an gewendeten Basistechnologien zur\u00fcckf\u00fchren lie\u00dfen (Kerr et al 1960: 10). Im Er gebnis, so die Hypothese, sei eine Versachlichung der Industriellen Beziehungen auf der Basis des US-amerikanischen Modells zu erwarten. Au\u00dferhalb der Vereinigten Staaten traf diese fr\u00fche Amerikanisierungsthese auf nur sehr gebremste Aufmerksamkeit. Je nach Konjunktur und nach politischem Industrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 271 Einleitung Die Frage nach der Konvergenz oder Divergenz der Arbeitsbeziehungen im Allgemeinen und der Industriellen Beziehungen im Besonderen, ist schon seit jeher eine 1. Erstaunlich mag zun\u00e4chst erscheinen, da ss sich die Positionierung der wissenschaftlichen Gemeinde entlang der Argu mentationslinie Konvergenz\/Divergenz scheinbar nicht entlang politischer Lagerbildungen vollzieht. So finden sich im Lager der Verfechter der Konvergenzhypothese auf der einen Seite \u00fcberzeugte Neoliberale, 1 Dieses Muster hatte allerdings wenig mit jenem amerikanischen System der industriellen Beziehungen gemein, dass Kerr et al. 40 Jahre zuvor beschrieben habe n. Schlie\u00dflich haben sich in der Zwischenzeit Kernbereiche des Systems wie gewerkschaftliche Organisationsmacht, hohe Tarifdeckungsraten und die Dominanz von tariflich abgesicherten Seniorit\u00e4tsklauseln, work rules und Lohnformeln weitge hend verfl\u00fcchtigt. zur Substitution der Gewerkschaften ein bz w. versucht diese von Beginn an \u00fcberfl\u00fcssig erscheinen zu lassen. Die Verg\u00fctun g ist \u00fcberdurchschnittlich und h\u00e4ufig an Blick als analytisch sperrig erwiesen, werd en nun im Rahmen eines Gesamtbildes interpretierbar. Ausgangspunkt von Katz\/Darbishire ist hierbei die Analyse der Systeme der Arbeitsbeziehungen als employment relations, welche im Gegensatz zum l\u00e4nger etablierten Begriff der industrial relations nicht nur die kollektiven Austauschbeziehungen zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften, sondern ebenso den gewerkschaftlich nicht organisierten Bereich der Besch\u00e4ftig ung umfasst. Im R\u00fcckgriff auf fr\u00fchere Arbeiten von Richard Locke, argumentiere n die Verfasser zun\u00e4chst, dass sich die nationalen Systeme der Arbeitsbeziehungen in einem Prozess der fortschreitenden Aufl\u00f6sung befinden. Dies bedeutet im Umke hrschluss aber nicht, dass sich innerhalb der sieben untersuchten L\u00e4nder (U SA, UK, Deutschland, Schweden, Australien, Japan und Italien) keine unterscheidbar en Muster mehr finden lie\u00dfen. Im Zentrum der Analyse stehen daher vier klar unterscheidbare Patterns of Workplace Practices, die sich in allen untersuchten L\u00e4ndern finden lassen. Das Low Wage Pattern bezeichnet hierbei ein Muster mit stark gewerksc haftsfeindlichen Haltungen des Managements, geringem Formalisierungsgrad sowi e starker Hierarchisierung der Arbeitsbeziehungen. Vorherrschend sind Niedrigl \u00f6hne, auch in Kombinationen mit Akkordentlohnung, sowie eine besonders au sgepr\u00e4gte Personalfluktuation. Das Human Resource Management Pattern betont Elemente der Unternehmenskultur und der ausgepr\u00e4gten Kommunikation im Unternehmen und setzt beide Elemente als Methode vergleichender Perspektive scheinbar gegenl\u00e4ufige oder zumindest unverbundene Trends innerhalb eines neuen analytischen Rahmens zu fassen und zu begreifen. Entwicklungen im Bereich der betrieblichen Arbeitskonzepte, die sich auf den ersten sieren. Im Folgenden sollen einige dieser Studien n\u00e4her vorgestellt und kritisch gew\u00fcrdigt werden. Bei der zugrunde liegenden Auswahl wissenschaftlicher Studien steht das deutsche System der Arbeitsb eziehungen im Vordergrund. hungen ausmachen lassen. W\u00e4hrend eine umfassende vergleichende Bestandsaufnahme noch aussteht, ist es gerade in den letzten Jahren zur Ver\u00f6ffentlichung von etlichen Studien gekommen, die Entwicklungen in Teilbereichen beschreiben und analy272 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? lichkeit dennoch als stabile S\u00e4ulen der jewe iligen nationalen System der politischen \u00d6konomie erweisen. Nachdem nun einige Angebote zum Verst\u00e4ndnis der Entwicklung nationaler Systeme der Arbeitsbeziehungen vorgelegt wurden , stellt sich die Frage, inwieweit sich bereits auf Grundlage des aktuellen Stande s der Forschung Belege f\u00fcr die Entwicklungsrichtung und das Entwicklungstempo der nationalen Systeme der ArbeitsbezieKatz\/Darbishire: \"Converging Divergences\" Die Studie von Harry Katz und Owen Darbishire tr\u00e4gt das zu erkl\u00e4rende Paradoxon bereits im Titel: \"Converging Divergence s\". Die konvergierenden Divergenzen verweisen zun\u00e4chst einmal dara uf, dass sich die empirische Realit\u00e4t der Arbeitsbeziehungen kaum einer dichotomisierten Vorstellun gswelt eindeutig zuordnen l\u00e4sst. In ihrer international vergleichenden Analyse von employment systems in der Automobil- und Telekommunikationsindustrie unterbreiten die Autoren ein Angebot, aus international tutionen nicht einfach Marktkr\u00e4fte ausschalten oder hemmen, sie ver\u00e4ndern die Gethe different workplace patterns and the exte nt to which these patterns operate on a nonunion basis, vary greatl y.\" (S. 267) Als Triebkr\u00e4fte diese Entwicklungen werden institutionelle Faktoren ausgemacht. Hierbei gehen die Autoren davon aus, dass Instiup the key employment patterns spreading across countries, the relative proportion of den USA bislang nicht mit besonders ausgepr\u00e4gter direkter Partizipation der Besch\u00e4ftigten in Verbindung gebracht werden, wird uns hier ein Automobilwerk pr\u00e4sentiert, das sich auch nach sp\u00e4teren Befunden vo n Rubinstein\/Kochan (2001) als Joint TeamBased klassifizieren l\u00e4sst. W\u00e4hrend also mi t Blick auf das einzelne Land die Divergenzfolie sicherlich passt, spre chen Katz\/Darbishire gleichzeitig von Konvergenz in dem Sinne, dass sich der Gesa mtfundus der vorgefundenen Patterns of Workplace Practices eben genau auf diese vier Muster konzentr iert. Es bleibt schlie\u00dflich ein Argument, das sich erfrischend von schlichten Zerfa llsszenarien und \"Alles geht\"-Visionen abhebt, und sowohl eine gr\u00f6\u00dfere Variationsbreite innerhalb der untersuchten L\u00e4nder als auch weiterhin bestehende Unterschiede im internationalen Vergleich analytisch zu fassen vermag. \"While there are many commonalities in the work practices that make gliedschaft sei seit den 80er Ja hren stabil geblieben (S. 6). Als besonders eindr\u00fccklicher Beleg f\u00fcr diese Divergenzhypothese wird der Fall von GMs Saturn Projekt in den USA pr\u00e4sentiert. Konnten die Arbeitsbeziehungen in mancher Lapsus nicht erspart, etwa die Behauptung, die deutsche Gewerkschaftsmitmit geringen Grad der Gruppenautonomie) is t weit verbreitet. W\u00e4hrend diese beiden erst genannten Patterns im gewerkschaftsfreien Raum oper ieren, findet sich in bei den folgenden Mustern ein Platz f\u00fcr die organisierte Interessenvertretung der Besch\u00e4ftigten. Im Japanese Oriented Pattern wird stark auf die Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeit von Teams gesetzt, Arbeitseinsatzkonzepte sind stark formalisiert und Verg\u00fctungssysteme bieten ein hohes Lohnniveau auf Basis des Seniorit\u00e4tsprinzips sowie von Leistungsbeurteilungen. Die vorherrschende Form der Inte ressenvertretung ist die Betriebsgewerkschaft. Schlie\u00dflich kann das Joint Team-Based Pattern seine Verwandtschaft mit dem schwedischen Modell kaum verbergen. Es beruht auf Elementen der gemeinsamen Entscheidungsfindung und halbautonomer Gruppenarbeit. Die Verg\u00fctung ist Vergleichsweise gut und basiert auf der individuellen Qualifikation der Besch\u00e4ftigten (pay-for-knowledge); der Karriereentwicklun g wird gro\u00dfe Bedeutung beigemessen. Im Joint Team-Based Pattern werden Gewerkschaften nicht nur geduldet, sondern gemeinsam mit den Besch\u00e4ftigten aktiv in den betrieblichen Prozess der Entscheidungsfindung einbezogen. Divergenz meint in diesem Kontext zun\u00e4chst einmal, dass Katz\/Darbishire alle vier Muster in jedem der untersuchten L\u00e4nder finden konnten. Im Resultat f\u00fchrt dies dazu, dass sich eindeutig zu differenzieren de nationale Muster tendenziell aufl\u00f6sen. Der Tiefgang der empirischen Belege, die di e Autoren f\u00fcr ihre Th ese anbieten, ist hierbei sicherlich unterschiedlich. Dies lie gt unter anderem dari n begr\u00fcndet, dass die L\u00e4ndergruppe Schweden, Japan und Italien sehr kursorisch in einem Sammelkapitel behandelt wird, w\u00e4hrend die verbleibenden F\u00e4lle (USA, UK, Deut schland und Australien) tiefer gehend analysiert werden. Dar\u00fcber hinaus bleibt den LeserInnen auch Industrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 273 die pers\u00f6nliche Leistung oder den Untern ehmenserfolg gekoppelt. Karriereplanung wird ernst genommen ist aber stark individualisiert und Teamarbeit (eine Variante tionsmodus f\u00fcr arbeitspolitische Kompromissbildungen ber\u00fccksichtigt, werden f\u00fcnf Firmentypen gebildet, welche in der Folg e den Hauptteil der weiteren analytischen menslandschaft zu untersuchen, sondern da rum, am Beispiel einer bunten Schar von Unternehmenspionieren die Einf\u00fchrung und Umsetzung partizipativer Managementkonzepte zu analysieren. Mit Hilfe eines Analyserasters, das neben Elementen der Beteiligung auch konkrete Partizipations- und Kooperationsformen, Elemente der Marktsteuerung, Hierarchie, Managementstil, Arbeitsbeziehungen sowie den Integranomismus. Die Rolle des Systems der Indu striellen Beziehungen und der tragenden Institutionen wird allerdings untersch iedlich konzeptionalisiert. Sind bei Katz\/Darbishire Institutionen gesetzt, werden sie bei D\u00f6rre zum Gegenstand betrieblicher Auseinandersetzungen gemacht und so mit im Zuge der Auseinandersetzung um betriebliche Beteiligungskonzepte umgeformt. Die Studie basiert im Kern auf Fallstudien in 34 Betrieben. Neben vorwiegend in der Metallindustrie angesiedelten Industrieb etrieben wird ein weiterer Schwerpunkt auf die IT-Branche gelegt. Insgesamt werden vorwiegend solche Betriebe ber\u00fccksichtigt, die zum Zeitpunkt der Fallauswahl an der \"Spitze der Reorganisationsbewegungen\" standen (S. 34). Mithin ging es dem Autor weniger darum, einen repr\u00e4sentativen Querschnitt der Restrukturierungsbem\u00fchungen innerhalb der deutschen UnternehManagements selbst Gegenkr\u00e4fte erzeugt, die im Zuge der Restrukturierung durch exogene Kr\u00e4fte verst\u00e4rkt werden. (S. 22) Eine bedeutende Schnittmenge mit dem Ansatz von Katz\/Darbishire besteht sicherlich in der Ablehnung eines kruden \u00d6kodest f\u00fcr den deutschen Kontext leis tet hier die Habilitationsschrift Kampf um Beteiligung von Klaus D\u00f6rre (2002) aufschlussreiche Pioni erarbeit. In seiner Untersuchung partizipativer Managementkonzepte, genauer: der Zyklizit\u00e4t des Managementhandels in der deutschen Industrie, geht D\u00f6rre davon aus, dass dieses nicht das unmittelbare Resultat \u00f6konomischer Zw\u00e4nge ist, sondern dass die innere Widerspr\u00fcchlichkeit partizipativen genauen sozialen Mikrofundierungen der betrieblichen Arbeitsorganisation sowie die betrieblichen Auseinandersetzungen, welche diese hervorrufen bzw. ihre Ausgestaltung pr\u00e4gen, nur sehr oberfl\u00e4chlich thematisiert und problematisiert werden. Zuminchend gew\u00fcrdigt werden (T eague 2001) und verf\u00fcgbare quantitative Daten zur Besch\u00e4ftigung und Einkommensverteilung nicht hinreichend in die Analyse einbezogen wurden (Pencavel 2001). Dar\u00fcber hinaus sind sie aber au ch daran beteiligt, eben jene employment patterns im Detail weiter auszudifferenzie ren und anzupassen (S. 265). Seit seinem Erscheinen vor vier Jahren ist \"Converging Divergences\" in den USA und dar\u00fcber hinaus auf gro\u00dfe Au fmerksamkeit gesto\u00dfen und die Industrial and Labor Relations Review hat diesem Buch sogleich ein komplettes Review Symposium gewidmet. Kritik richtete sich darauf, dass die em pirischen Belege durchaus auch in andere Richtung interpretiert werden k\u00f6nnten (M arsden 2001), Elemente der Konvergenz, die gerade in Europa von sozialen Pakten und B\u00fcndnissen ausgehen, nicht hinrei274 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? wichte f\u00fcr die Verteilung der Wahlm\u00f6glichkeiten zwischen jenen employment patterns, die innerhalb einer unsicheren Umgebung potentiell gleich Erfolg versprechend sind. D\u00f6rre: \"Kampf um Beteiligung\" Ein weiterer blinder Fleck in Katz\/Darbishires Analyse mag darin bestehen, dass die weisen. Diese Br\u00fcche sind durchaus vielschichtig und umfassen verborgene Leistungsund unbew\u00e4ltigte Statuskonflikte ebenso wie entstehende Beteiligungsl\u00fccken und entt\u00e4uschte Beteiligungsverspr echen. Solche Br\u00fcche - so D\u00f6rre - f\u00f6rdern varianten\u00fcbergreifend eine neuartige Subjektivit\u00e4t der Arbeitenden. \"Partizipative Rationalisiekert. Der Typus der individualisierten Partizipation in der New Economy stellt sich als integraler Bestandteil der Unte rnehmensphilosophie dar. Beachtliche Freir\u00e4ume bei der Gestaltung des Arbeitsproze sses basieren auf direkten Austauschbeziehungen zwischen Management und den ei nzelnen Besch\u00e4ftigten (S. 178) und gehen einher mit dem 'ganzheitlichen' Zugriff auf das Ar beitsverm\u00f6gen der Angestellten (S. 192). W\u00e4hrend noch Katz\/Darbishire die innere Konsistenz ihrer Patterns of Workplace Practices in den Vordergrund stellen, besteht die besondere St\u00e4rke von D\u00f6rres Zugriff darin, auf die Br\u00fcche bei der Inszenierung der flexiblen Betriebsorganisation zu vermit der \u00fcberkommenden Arbeitsteilung bricht (S. 120), was regelm\u00e4\u00dfig das etablierte Statusgef\u00fcge der fordistischen Fabrik ersch\u00fc ttert (S. 173). Bei dieser \"basisdemokratischen Reorganisationsvariante\" wird Partizipation organisch im Arbeitsprozess verantrollierter Autonomie\" so dass auch hier das Management auf argumentierendes \u00dcberzeugen und konsensbildende Ma\u00dfnahme n angewiesen ist (S. 116). Als Hauptmerkmal der s elbstgesteuerten Partizipation in teilautonomen Gruppen erweist sich, dass diese sowohl horizontal (T\u00e4tigkeitszuschnitte) als auch vertikal (hierarchische Einordnung) externe Flexibilit\u00e4t der Unternehmen zu erh\u00f6hen (S. 105). Es entstehen Zonen \"konverschleiert (S. 57ff). Dennoch wird auch in dieser Variante \u00f6konomischer Zwang nicht einfach durchgestellt sondern ist ausg ehandelter und gedeut eter Zwang (S. 69). Bei der g elenkten Partizipation in der gestrafften Firmenb\u00fcrokratie werden Marktmechanismen in ein Instrument der Firmenb\u00fcrokratie \u00fcbersetzt mit dem Ziel, die interne und und Gradlinigkeit vermissen. So erweist si ch die Orientierung an der franz\u00f6sischen Regulationstheorie oftmals als recht blasse Referenzfolie und schmilzt im Zuge der Analyse des empirischen Materials zum Vergleich mit der tayloristisch-fordistischen Syndromatik. F\u00fcr diese leichte Formschw\u00e4che der Einleitung entsch\u00e4digt allerdings das folgende Fallmaterial, da s sehr systematisch aufgearbeitet wurde und an vielen Stellen durch scharfsinnige analytische Interpretation besticht. Insgesamt werden f\u00fcnf Typen partizipativer Managementkonzepte unterschieden. s ozialintegrative Partizipation im Kleinfirmennetz realisiert hierbei selbstgesteuerte Partizipation auf hohem Niveau und basiert h\u00e4ufig auf informellen Rechten und Pflichten. Beim Typus e rzwungene Partizipation im desintegrierten Betrieb erweist sich Partizipation oft als defizit\u00e4r, so dass Partizipationsrhetorik die eigentlichen Zwecke der Reorganisation Fallauswertungen die Plausibilit\u00e4t der Fall zuordnungen nachzuvollziehen. Eine saubere und nachvollziehbare Be gr\u00fcndung der Typenbildung Industrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 275 Betrachtung vorstrukturieren. Die Typenbild ung erfolgt vorwiegend induktiv und es bleibt den LeserInnen \u00fcberlassen, sukzessive anhand der sehr dichten und sorgf\u00e4ltigen 2 und des methodischen Vorgehens h\u00e4tte dem Band sicherlich gut getan und die Orientierung im Material erleichtert. Auch l\u00e4sst die theoretische Verortung der Studie an mancher Stelle Eindeutigkeit 2 So ist auch wenige erstaunlich, dass diese Typen noch auf S. 37 als \"Regorganisationsvarianten\" ins Rennen geschickt werden, um dann auf S. 205 sch lie\u00dflich als \"Typen einer Partizipation im Arbeitsprozess\" anzukommen. mit Hilfe einer ausgefeilten statistischen Me thodik. Hierbei erweist sich der Band als in zweifacher Hinsicht hilfreich. Zum einen untersucht er untersch iedliche Teilaspekte der \u00f6konomischen Folgen der Betriebsrats existenz unter Verwendung von Daten aus zwei Wellen des Bochumer NIFA-Panels ( 1994 und 1996) sowie unter R\u00fcckgriff auf die Bochumer Betriebsr\u00e4te-Befragung im Maschinenbau (1996). Zum anderen wird mit der kompakten und problemorientierten Darstellung der Ergebnisse eigener Berechnungen immer auch in komprimierter Fo rm an den bisherigen Forschungsstand angekn\u00fcpft. Auf diese bietet uns Dilger ei ne schon l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llige Bestandsaufnahme der schnell wachsenden Literatur zu diesem Problemfeld. Ein ausf\u00fchrliches Einleitungskapitel wi dmet sich zun\u00e4chst der zusammenfassenden Wiedergabe theoretischer Ans\u00e4tze zur Notwendigkeit und Bedeutung effizienzinnen und nach au\u00dfen in einem hohen Ma\u00dfe \u00fcber den Unternehmenserfolg mitentscheidet (D\u00f6rre 2002: 409), wird genau dies v on Alexander Dilger kr itisch hinterfragt. Dilgers Habilitationsschrift untersucht die \u00f6konomischen Wirkungen der Betriebsr\u00e4te davon aus, dass dieser institutionelle Rahmen eine Vielzahl unterschiedlicher Varianten arbeitspolitischer Kompromissbildungen zul\u00e4sst, die sich nicht zuletzt auch in Abh\u00e4ngigkeit der jeweiligen Manageme ntstile konkretisieren (S. 336f). Herrschaftsmittel und Rationalisierungsinstrumente genutzt, w\u00e4hrend die urspr\u00fcnglichen Humanisierungs- und Demokratisierungsversprechen h\u00e4ufig uneingel\u00f6st bleiben (S. 22, 345). Doch bereits der urspr\u00fcngli che Ausschlag des Pendels hatte weitreichende Folgen f\u00fcr die Balance zwischen direkter Partiz ipation und Formen delegierter Mitbestimmung, wie sie im bestehenden institutionellen Rahmen angelegt sind. So geht D\u00f6rre pativer Arbeitsformen nicht generell revidiert daf\u00fcr aber st\u00e4rker selektiert, d.h. als Betriebe in einer zweiten Phase (1999-2000) noch einmal aufges ucht wird. Die Befunde beschreibt D\u00f6rre als \"arbeitspolitis che Pendelbewegung\". Als Resultat dieser Pendelbewegung werden die breite Rezeption und experimentelle Einf\u00fchrung partiziwertungskalk\u00fcle zu zwingen\" (S. 162). Was zun\u00e4chst nur eine Vermutung ist, wird in einer zweiten Erhebungsphase empirisch untermauert, indem ein Teil der bereits im Zeitraum 1992-96 untersuchten ihren inneren Widerspr\u00fcchen zu zerbrechen droht: \"Der permanente Appell an die Subjekthaftigkeit, an die Beteiligungsbereit schaft der Lohnabh\u00e4ng igen st\u00f6\u00dft auf immer neue Kontrollformen und Herrschaftsprax en, die ersonnen werden, um Anspr\u00fcche auf Autonomie und Partizipation ins enge Korsett betrieblicher Effizienz- und Ver276 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? rung ersch\u00fcttert die Subjektivit\u00e4t quantifizie render Leistungsstandards, sie r\u00fctteln an \u00fcberkommenden Gerechtigkeitsvorstellung en, die auf quantitativen Messverfahren aufsitzen, und die f\u00f6rdert die Individualisie rung des Leistungsbewusstseins\" (S. 212). Bemerkenswert erscheint in diesem Kontext, dass D\u00f6rre gerade mit dem Typus \"Gelenkte Partizipation in der gestrafften Firmenb\u00fcrokratie\" eine besonders stabile Form der Beteiligung ausgemac ht hat (S. 119) w\u00e4hrend die selb stgesteuerte Partizipation in teilautonomen Gruppen in dieser Hinsicht als besonders prek\u00e4r anzusehen ist und an Dilger: \"\u00d6konomik betrieblicher Mitbestimmung\" Wird bei D\u00f6rre der gesellschaftliche Nutzen von Partizipation der Besch\u00e4ftigten selbst nicht in Frage gestellt sondern davon ausgegangen, dass Kooperationsf\u00e4higkeit nach Wegfall eines solchen Gremiums vorsehen und schlie\u00dflich solche Modelle, die f\u00fcnf verschiedene Betriebsratstypen einschlie\u00dfen. Von den genannten Betriebsratstypen wird sp\u00e4ter noch die Rede sein. Als Ergebnisse der multivariaten Analyse findet Dilger, dass Betriebsr\u00e4te die Fluktuation in den Belegschaften verringern (dies trifft zu f\u00fcr die Fluktuationsma\u00dfe Entlassungen, Eigenk\u00fcndigungen, Abg\u00e4nge, Zug\u00e4nge, Gesamtfluktuation) sowie zur fung wird lediglich die vorhandenen Seku nd\u00e4rliteratur in einen gesonderten Kapitel diskutiert). Sch\u00e4tzungen werden jeweils an geboten f\u00fcr Modelle, die lediglich die Existenz eines Betriebsrates voraussetzen (Dummyvariable), die Neugr\u00fcndung bzw. den mationen der Betriebsleitung entgegennimmt, und diese auf ihre Glaubw\u00fcrdigkeit hin \u00fcberpr\u00fcft (S. 70). Schlie\u00dflich besteht nach dem K\u00fcndigungsschutz-Ansatz in den Augen der Besch\u00e4ftigten ein gewichtiger Nutzen de s Betriebsrates darin, dass er durch den Gebrauch seiner Beteiligungsrechte K\u00fcndig ungen zwar nicht immer verhindern, wohl aber erheblich erschweren kann (S. 71). In der Folge werden diese sechs theoretischen Ans\u00e4tze solide operationalisiert und verschie dene Modelle f\u00fcr die abh\u00e4ngigen Variablen Personalfluktuation, Flexibilisierung der Arbeitszeiten, Innovationswirkungen und betriebliche Ertragslage gesch\u00e4tzt (zu den Auswirkungen auf L\u00f6hne und Wertsch\u00f6prung\" (hier: explizite oder innere K\u00fcndigung) verringert. Der Betriebsrat bietet somit eine kollektive L\u00f6sung f\u00fcr ein Artikulati onsproblem, welches au f rein individueller Basis nicht zufrieden stelle nd zu l\u00f6sen ist. \u00c4hnlich verh\u00e4lt es sich mit dem Ear-Ansatz . In diesem Konzept fungiert der Betriebsrat als Ohr der Belegschaft, indem er InforRahmens der Untersuchung. Schlie\u00dflich stellt sich in Deutschland die Frage \"mit Betriebsverfassungsgesetz oder ohne?\" zurzeit nicht in konkreter Form. Industrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 277 steigernder Mitbestimmungsgesetze, bleibt aber in seltsam unentschlossener Weise folgenlos f\u00fcr die in Kapitel 3 erfolgende Entwicklung eines eigenen theoretischen 3 Zwei theoretische Ans\u00e4tze, so Dilger, schreiben den Betriebsr\u00e4ten negative Wirkungen zu. Der Umverteilungsansatz sieht in den Betriebsr\u00e4ten Umverteilungsinstrumente, die L\u00f6hne und Arbeitsbedingungen einseitig zu Gunsten der Besch\u00e4ftigten verbessern, was im Rahmen eines Nullsummenspiels dann zu Lasten der Arbeitgeberseite geht. Beim Ineffizienzansatz werden die negativen Betriebsratswirkungen nicht ausschlie\u00dflich an dessen Umverteilungswirkung en gekn\u00fcpft. Ineffizienz und Betriebsrat geh\u00f6ren quasi untrennbar zusa mmen, so dass in jedem Fall auch die Besch\u00e4ftigten in betriebsratsgebundenen Betrieben schlechter dr an sind als jene in den betriebsratsfreien. Eher positive Auswirkungen der Betriebs ratsexistenz erwarten die folgenden theoretischen Ans\u00e4tze. Der Eigenwert-Ansatz geht davon aus, dass der Betriebsrat eng mit den Fairnesserwatungen der Belegschaften verkn\u00fcpft ist, was sich wiederum positiv auf Produktivit\u00e4t und somit die allgemeine Lage des Betriebes auswirkt. Beim VoiceAnsatz wird davon ausgegangen, dass Institutionen wie Betriebsr\u00e4te eine kollektive Artikulation von Interessen erlauben, welche wiederum die Gefahr der \"Abwande3 Nach ca. 40 Seiten freudlosen Abarbeiten s am Ansatz von Freema n\/Lazear erkennt Dilger: \"In der Realit\u00e4t gibt es jedoch keinen reinen Markt, sondern wird die Wirtschaft auf vielf\u00e4ltige Weise von Staat un d sonstigen Kr\u00e4ften beeinflusst. Deswegen d\u00fcrfte die Gegen\u00fcberstellung von eingriff sfreier \u00d6konomie und Mitbesti mmungsgesetzen der falsche Vergleich sein\" (D ilger 2002: 61). Restriktionen des Datensatzes entziehen, scheint es keine zu gewagte Hypothese zu sein anzunehmen, dass das Management imme r dann bereit ist \"freiwillig\" weitergehende Rechte einzur\u00e4umen, wenn es der Betr iebsrat erlaubt, gebietet oder opportun erscheinen l\u00e4sst. Nach Analyse der Daten des 1996er NIFA Pa nels kann Dilger auch noch davon ausgehen, dass die Bereitschaft des Ma nagements zur freiw illigen Gew\u00e4hrung von Beteiligungsrechten - wie auch immer sich diese begr\u00fcnden l\u00e4sst - durchaus beachtlich ist, denn schlie\u00dflich waren damals 68, 8% der Betriebsr\u00e4te im Sample \"eingebungen die Einbeziehung einer Variable zur Einbindung der Betriebsr\u00e4te durch das Management, d.h. der einseitigen und freiwi lligen Gew\u00e4hrung von Beteiligungsm\u00f6glichkeiten durch das Management, denn in der qua ntitativen Analyse erweist sich diese als Schaltervariable, die das Ergebnis in eine an dere Richtung modifiziert. Schnell k\u00f6nnte hier der Eindruck entstehen, die betriebliche Performanz sei vornehmlich von strategischen \u00dcberlegungen des Managements abh\u00e4ngig und weniger von Organisationsf\u00e4higkeit, Professionalit\u00e4t, interessenpolitisch em Selbstverst\u00e4ndnis und Kooperationsbereitschaft der Betriebsr\u00e4te. Obwohl sich diese Variablen der \u00dcberpr\u00fcfungen wegen torischen Ver\u00e4nderungen basiert. Scheinbar Erfolg versprechender erweist sich hingesind hier die Grenzen der Sekund\u00e4rauswertu ng eines vorgegebenen Datensatzes klar erreicht, bei dem die Typenbildung auf der recht weitgehenden Interpretation einer einzigen Frage nach der Haltung des Betriebsrates zu technischen und\/oder organisaunterschiedlichen Betriebsratsverhaltens systematisch zu diskutieren. M\u00f6glicherweise untersuchten Betriebsratswirkungen richti g voraus. Umverteilungsansatz und Ineffizienz-Ansatz lagen abgeschlagen auf den Pl\u00e4tzen. Letztlich kommt die Studie aber zu dem Schluss, dass in der Realit\u00e4t vermut lich mehrere Ans\u00e4tze zusammenwirken (S. 190). Insgesamt f\u00e4llt auf, dass die Einf\u00fchrung von f\u00fcnf unterschiedlichen Betriebsratstypen zur Erkl\u00e4rung der Zusammenh\u00e4nge nur begrenzt beitr\u00e4gt und schlie\u00dflich selbst in der Zusammenfassung nicht mehr der Versuch unternommen wird, den Einfluss mindest teilweise vom Management beeinflu sst werden, die Existenz desselben liegt au\u00dferhalb seines Entschei dungsspielraums\" (S. 172). Schlie\u00dflich kehrt der Autor zu den theoretischen Grundans\u00e4tzen zur\u00fcck und pr\u00fcft, inwieweit diese die Resultate der qua ntitativen Datenanalyse richtig modelliert und vorhergesagt haben. W\u00e4hrend die Vorhersageschw\u00e4che von Eigenwert-, Voiceund Ear-Ansatz im Bereich der Ertragslage zu verorten war, schneidet hier die Erkl\u00e4rungskraft des K\u00fcndigungsschutz-Ansatzes am besten ab und sagte die empirisch triebsrat auf freiwilliger Basis zus\u00e4tzliche Re chte gew\u00e4hrt. Dilger folgert hieraus, dass \"eine im Sinne der am Ertrag interessierten Eigent\u00fcmer handelnde Betriebsleitung ein m\u00f6glichst kooperatives Verh\u00e4ltnis mit einem einmal existierenden und nicht freiwillig passiven Betriebsrat anstreben sollte. Denn das Verh\u00e4ltnis zum Betriebsrat kann zuscheidungen \u00fcber technische oder organisatorische Ver\u00e4nderungen eingebunden wurde. Schlie\u00dflich ergab sich ein negativer Zusammenhang zwischen Betriebsrat und Ertragslage, wobei sich dieser Effekt abschw\u00e4cht, wenn das Management dem BeBetriebsrat \u00fcber das gesetzlich oder tarifvertraglich vorgesehene Ma\u00df hinaus in Ent278 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? Anwendung von Modellen flexibler Arbeitszeiten beitragen. Im Bereich der (Produkt-)Innovationen gab es nur dann einen signifikant positiven Einfluss, wenn der interpretiert werden kann (S. 90). Dieser Faktor allein reicht aber nicht aus um zu erkl\u00e4ren, warum Shareholder Value ausgerechne t in den 90er Jahren so popul\u00e4r wurde. Eindeutig widerlegt wird die verbreitete Hy pothese, Kapitalmarktorientierung sei Resultat eines versch\u00e4rften Wettbewerbs um knappes Eigenkapital (S. 115ff). Als weitere vor allem als Reaktion auf \u00e4u\u00dferen Wettbewerbsdruck in hochkompetitiven M\u00e4rkten der Bilanzierungspraktiken), Investor Relations (Erreichbarkeit der Unternehmen, Offenheit, Zuverl\u00e4ssigkeit der Informationen und Qualit\u00e4t der Kommunikation), Renditeziele und Anreizkompatibilit\u00e4t de r Managementverg\u00fctung gebildet wird. In der Folge wird untersucht, welche M echanismen urs\u00e4chlich f\u00fcr die Shareholder Value-Orientierung des Managements ve rantwortlich sind und diese Mechanismen werden grob in zwei Gruppen unterteilt. Als \"externe Mechanismen\" (S. 79) werden solche Erkl\u00e4rungsfaktoren be zeichnet, die in der Umwelt des Unternehmens zu lokalisieren sind und somit den Handlungsspielraum von F\u00fchrungskr\u00e4ften einschr\u00e4nken, w\u00e4hrend \"interne Entwicklungen\" (S. 121) darauf fokussieren, wie diese Triebkr\u00e4fte innerhalb des Unternehmens abgearbeitet und betriebspolitisch umgesetzt werden. Als Resultat der Korrelation des Share holder Value-Index mit verschiedenen Internationalisierungs-Indikatoren kommt H\u00f6pner zum Schluss, dass Shareholder Value ten Informationsqualit\u00e4t der Gesch\u00e4ftsberichte (unter besonderer Ber\u00fccksichtigung tenmaterial replizieren lie\u00dfen. In der zwei ten H\u00e4lfte der 90er Jahre macht D\u00f6rre einen Bruch aus, der insbesondere Auswirkungen auf die Managementseite hat. Neue Managementmethoden, teilweise basierend auf \"m odischen Trends\" oder auf Negativerfahrungen finden in immer k\u00fcrzeren Intervalle n Anwendung und f\u00fchren letztlich zu einer beschleunigten Revision von best practices (D\u00f6rre 2002: 367). Verbunden mit einer verst\u00e4rkten Managerrotation f\u00fchrt dies gerade in den Konzernbetrieben zu einer schleichenden Aush\u00f6hlung der betrie blichen Politikarena. \"Einer Verbetrieblichung der Interessenvertretung steht die fortschreitende Entbetrieblichung strategischer Entscheidungsprozesse gegen\u00fcber\" (D\u00f6rre 2002: 378, Hervorh. i. O.). Als wesentliches Element einer solchen Umorientierung l\u00e4sst sich schnell die verst\u00e4rkte Orientierung des Managements an Shareholder Value-Konzepten ausmachen, womit allerdings noch nicht viel \u00fcber deren Ursachen gesagt ist. Industrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 279 den\". Folgt man hingegen D\u00f6rres partizipativen Managementkonzepten im Zeitverlauf, so k\u00f6nnen Zweifel daran aufkommen ob sich solche Befunde mit aktuellem DaH\u00f6pner: \"Wer beherrscht die Unternehmen?\" Genau dieser Ursachenforschung hat sich Martin H\u00f6pner in seiner Dissertation Wer beherrscht die Unternehmen vorgenommen. Theoretisch und analytisch arbeitet sich H\u00f6pner an der wohl am prominentesten von Hall\/Soskice vertretenen Varieties of Capitalism- These ab, der zufolge besonders koordinierte ebenso wie besonders unkoordinierte Systeme der politischen \u00d6konomie wege n ihrer Koh\u00e4renz besonders erfolgreich wirtschaften und sich dar\u00fcber hinaus wege n der starken Verkn\u00fcpfung ihrer \"Teilsph\u00e4ren\" als sehr stabil erweisen. (S. 23ff). Die Studie untersucht die 40 gr\u00f6\u00dften deutschen b\u00f6rsennotierten Nichtfinanzunternehmen unter besonderer Ber\u00fccksichtigung von \u00f6konomischen und soziologischen Variablen sowie Fragen der Machtverteilung. Im Zentrum der meist bivariaten statistischen Analysen steht ein Shareholder Value-Index, welcher aus den vier Komponen- Gegensatzes verstehen und mo dellieren, denn zu h\u00e4ufig verfolgen Management und Aktion\u00e4re unterschiedliche Ziele. H\u00f6pner definiert daher neben dem klassischen Klassenkonflikt einen Insider\/Outsider Konflikt bei dem sich die Insider (Arbeitnehmer und Management) gegen die Aktion\u00e4rsinteressen stellen. Beim Konflikt um ManagerherrShareholder Value-Strategien nicht einfach entlang eines einfachen Kapital-ArbeitValue-Strategien den variablen Bestandteil der Managerverg\u00fctung\" (S. 149). Wie diese Ausf\u00fchrungen zu den Intere ssen des Managements bereits andeuten, lassen sich die Konfliktebenen und Allianzbildungen im Kontext der Einf\u00fchrung von winner dieser Entwicklung werden klar id entifiziert: \"Durch den \u00dcbergang vom internen zum externen Monitoring gewinnen Manager doppelt. Die Personalentflechtung und der Strategiewechsel der Banken steigern den fixen, und Shareholder unkontrollierte Freir\u00e4ume um pers\u00f6nliche Interessen zu verfolgen (S. 144). Die GeUnternehmen nicht zugenommen, sondern si ch lediglich ver\u00e4ndert (S. 139). Dies hat auch Auswirkungen auf die Managementverg\u00fctung, denn nach Annahmen der Managementherrschafts- und Principal Agent-Theorie nutzen Manager sich bietende Monitoring der betroffenen Unternehmen. Im Resultat habe die \u00dcberwachung der beschrieben wird (S. 131). Gr avierend erscheinen auch Ver\u00e4nderungen in der Unternehmenskontrolle zu sein. Von der interessierten \u00d6ffentlichkeit weitgehend unbemerkt wurden an der Spitze der Aufsichtr \u00e4te Bankenvertreter durch ehemalige Manager derselben Unternehmen ausgetauscht - mit weitreichenden Konsequenzen f\u00fcr das 207). Insofern erscheint es schl\u00fcssig, dies e \"internen\" Interessenlagen des Managements n\u00e4her zu untersuchen. Empirisch bele gt wird zun\u00e4chst der ver\u00e4nderte Karrierehintergrund der deutschen F\u00fchrungskr\u00e4fte, der mit den Stichworten Professionalisierung, St\u00e4rkung der betriebswirtschaftlichen Basis und zunehmende Vermarktlichung ausschlaggebend, oder sorgte letztlich die verst\u00e4rkte Orientierung f\u00fchrender deutscher Gesch\u00e4ftsbanken in Richtung Investmentbanking f\u00fcr einen als hinreichend bedrohlich empfundenen \u00dcbernahmedruck? Die Studie erscheint hier unentschlossen. Die so identifizierten \"externen\" Anst\u00f6\u00dfe f\u00fcr die aktion\u00e4rsorientierte Unternehmensf\u00fchrung werden nun betrieblich verarbeitet, wobei H\u00f6pner davon ausgeht, dass dies nicht gegen den Willen und die Interessenlagen der F\u00fchrungskr\u00e4fte erfolgt (S. befindet, also \u00fcberhaupt eine offene Flanke f\u00fcr feindliche \u00dcbernahmen bietet. Muss dies allein f\u00fcr die Argumentation noch nicht sch\u00e4dlich sein (so lange die Korrelationskoeffizienten stimmen), so stellt sich in der Folge allerdings die Frage nach den zu Grunde liegenden Kausalbeziehungen. Ist wiederum der internationale Wettbewerb ternehmen letztlich zwar nicht den Anteil des Streubesitzes am Unternehmen ver\u00e4ndert, wohl aber seine Natur ver\u00e4ndert. Erscheint in diesem Bereich die Argumentation schl\u00fcssig, so wird das Eis im Bereich de s \u00dcbernameschutzes d\u00fcnner. H\u00f6pner argumentiert, dass allein schon die M\u00f6glichkeit feindlicher \u00dcbernahmen (welche wiederum an die Entstehung eines Marktes f\u00fcr Unternehmenskontrolle gekn\u00fcpft ist) ein Instrument zur Koppelung der Managerintere ssen an die Interessen der Aktion\u00e4re darstelle (S. 105), wobei wenig sp\u00e4ter einger\u00e4umt wird, dass sich \u00fcberhaupt nur eine Minderheit der gr\u00f6\u00dften deutschen Unternehmen zu mehr als 50 Prozent in Streubesitz 280 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? \"externe\" Faktoren identifiziert H\u00f6pner sc hlie\u00dflich die Eigent\u00fcm erstruktur (S. 93ff) sowie die Gefahr feindlicher \u00dcbernahmen (S. 104). Im Bereich der Eigent\u00fcmerstruktur geht der Autor davon aus, dass ein Konglomeratsabschlag f\u00fcr b\u00f6rsennotierte Un- interessiert (S. 49). nen St\u00e4be vornehmlich an der Bereitstellung eines breiten Dienstleistungsangebots zumeist auf so genannte Leitindustrien un d hierbei insbesondere auf die Metallindustrie. Besonders die unterschiedliche Betriebs gr\u00f6\u00dfenstruktur der Branchen ist f\u00fcr jede Analyse bedeutsam, weil sie - so V\u00f6lkl - di e jeweiligen tarifpolitis chen Interessen der Verbandsmitglieder sowie deren Abh\u00e4ngigkeit von den Dienstleistungen der Arbeitgeberverb\u00e4nde beeinflusst. W\u00e4hrend bei Tarifverhandlungen Gro\u00dfbetriebe davon profitieren, dass in der Regel auf die geri ngere finanzielle Leistungsf\u00e4higkeit der Kleinbetriebe verwiesen wird (S. 32), sind Kleinbetriebe aufgrund der fehlenden eigeArbeitgeberverb\u00e4nde sind \u00e4u\u00dferst rar und wenn es sie gibt, konzentrieren sie sich ten Expertengespr\u00e4chen mit Vertretern de r untersuchten Arbeitgeberverb\u00e4nde sowie der jeweils zust\u00e4ndigen Gewerkschaften, zu m anderen auf einer schriftlichen Befragung der Mitgliedsunternehmen. Die Befrag ungsergebnisse werden in Form von H\u00e4ufigkeitsausz\u00e4hlungen pr\u00e4sentiert. Mit dieser Studie betritt V\u00f6lkl weitgehend terra incognita , denn empirisch fundierte Untersuchungen der Organisationsf\u00e4higkeit und Organisationspolitik der deutschen zu gewinnen, ab\" (S. 196). Nach diesem Fazit kann es auch wenig erstaunen, dass H\u00f6pner die internen Destabilisierungspotentiale der Unternehmen un d ihren Einfluss auf die deutsche \"koordinierten Markt\u00f6konomie\" deutlich pessi mistischer einsch\u00e4tzt als dies zuvor Hall\/Soskice getan haben. schaften, die Interessenvertreter in den Unternehmen f\u00fcr gesamtgesellschaftliche Ziele der Arbeitnehmerinteressen in Stellung gebracht wird. In der ersten Runde sind hierbei die Gewerkschaften die eindeutigen Verlierer: \"Durch die zunehmend einzelwirtschaftliche Orientierung der Mitbestimmungstr\u00e4ger nimmt die F\u00e4higkeit der GewerkIndustrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 281 schaft versuchen Aktion\u00e4re und Arbeitnehmer gemeinsam eine Rebellion gegen egoistisches Managementverhalten z. B. im Bereich von Prestige investitionen (S. 153). Im Kontext dieses Konfliktdreiecks gelingt es H\u00f6pner sehr anschaulich darzustellen, wie wenig Substantielles die Arbeitnehmerseite dem fundamentalen Wandel in Richtung Shareholder Value entgegensetzen will oder kann. Schlie\u00dflich resultiert hieraus eine Situation, bei der sich neue Konfliktlinie n zwischen Betriebsr\u00e4ten und Gewerkschaften ergeben und betriebliche Interessen gegen eine gesamtgesellschaftliche Dimension V\u00f6lkl: \"Der Mittelstand und die Tarifautonomie\" W\u00e4hrend bei den bisher besprochenen Studien der Schwerpunkt eindeutig auf der betrieblichen Manifestation von Prozessen des sozialen und \u00f6konomischen Wandels lag, wendet sich die Dissertation von Mart in V\u00f6lkl einem der institutionellen Schl\u00fcsselakteure im System der In dustriellen Beziehungen zu. Der Mittelstand und die Tarifautonomie (2002) stellt eine tiefgehende Analyse von Arbeitgeberverb\u00e4nden von mehreren \u00fcberwiegend klein- und mittelbetrieblich st rukturierten Branchen dar. Ausgangspunkt dieser Untersuchung von Arbeitgeberverb\u00e4nden in der Steine- und Erden-, S\u00e4ge- und Holz-, sowie Holz- und Kunststoffindustrie ist hierbei die Frage nach der Erosion des Fl\u00e4chentarifvertrages, die vornehmlich al s schwindende Bindekraft der Arbeitgeberverb\u00e4nde interpretiert wird. Die Untersuchung basiert zum einen auf leitfadengest\u00fctz- immer noch ein stabiler Grundpfeile r in der deutschen Variante der Coordinated Market Economy? beit sicherlich sehr gut getan. sich hin auf einen allgemeines Modell, m\u00f6glicherweise das angels\u00e4chsische, oder ist es seln) auf der einen und von OT-Mitgliedschaften auf der anderen Seite h\u00e4tte der ArEntwicklungstempo des deutschen Systems der Arbeitsbeziehungen aus? Ver\u00e4ndert es Verb\u00e4ndelandschaft zu ziehen, der letztlic h dazu f\u00fchrt, dass selbst im Bereich der klein- und mittelbetrieblichen Unternehmen sstrukturen der Grad der Verbreitung von OT stark differiert. Das von V\u00f6lkl pr\u00e4sentierte Material ist im h\u00f6chsten Ma\u00dfe brisant und h\u00e4tte eine systematischere Diskussion der Faktoren, die zur Einf\u00fchrung von OT f\u00fchren, verdient. Auch eine systematischere Er\u00f6rterung der Frage nach dem Verh\u00e4ltnis zwischen der Nutzung von Abweichungen vom Fl\u00e4chentarifvertrag (Tarifbruch, \u00d6ffnungsklauner Einheiten zu verhindern. Auf der andere n Seite schildert V\u00f6lkl auch das enorme Gewicht, dass der pers\u00f6nlichen Orientierung der Verbandsgesch\u00e4ftsf\u00fchrer gerade bei Fragen der Einf\u00fchrung von OT zukommt. Es scheint sich hier ein Riss durch die senkomplexit\u00e4t eine herausragende Rolle. Interessenhomogene Verb\u00e4nde scheinen sich weniger dem Druck zur Einf\u00fchrung von OT-Modellen ausgesetzt zu sehen als interessenheterogene. So ist es in Teilen der Baustoffin dustrie gelungen, den Druck zur Einrichtung von OT-Mitgliedschaften durch die Gr\u00fcndung kleiner und homogeonsf\u00e4higen Verbandszwecks entfalten. Der verbandliche Dienstleistungscharakter allein bietet daher keine tragf\u00e4hige Basis f\u00fcr die Stabilisierung der Arbeitgeberverb\u00e4nde dieser Branchen. Aus der Perspektive der Verbandsf\u00fchrun gen dient das OT-Modell als Versuch der Organisationssicherung, durch welches unzufriedene Mitglieder im Verband gehalten werden sollen (S. 112). Als Ursach e f\u00fcr diese Wende zur OT-Mitgliedschaft macht V\u00f6lkl zwei Faktoren aus. Zun\u00e4chst einmal spielt die innerverbandliche InteresSie selbst k\u00f6nnen aber keine positive Ausstrahlungskraft in Richtung eines integratialso dem Angebot, sich f\u00fcr die Mitgliedschaft mit oder ohne Tarifbindung zu entscheiden. Als Resultat der Analyse gelangt V\u00f6lkl zu dem Schluss, dass die Wechselentscheidung aus der Perspektive der OT-M itgliedsunternehmen \"ein klares Votum gegen die Tarifbindung und keine Entscheidu ng f\u00fcr das reine Dienstleistungsangebot der Verb\u00e4nde war, denn dieser Grund stan d nur f\u00fcr eine Minderheit der OT-Firmen im Mittelpunkt\" (S. 181). Demnach k\u00f6nnen OT-Mitgliedschaften wohl als \u00dcberdruckventil f\u00fcr die Unzufriedenheit mit dem Fl\u00e4chentarifvertrag verstanden werden. aber der Nutzung von so genannten OT- (\"ohne Tarifbindung\")Mitgliedschaften, trag bzw. der Flexibilisierung besonders star k genutzt werden. So gaben zwischen 62,7 und 69,2 % der befragten tarifgebundenen Unternehmen an, \u00d6ffnungsklauseln zu nutzen und zwischen 68 und 84,6% best\u00e4tigten Regelungen vereinbart zu haben, die vom Tarifvertrag nicht gedeckt werden. Das besondere Augenmerk der Studie gilt 282 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? Aus dieser Perspektive kann es daher ka um \u00fcberraschen, dass gerade in den untersuchten Branchen die vielf\u00e4ltigsten Formen der Abweichung vom Fl\u00e4chentarifverAusblick Was sagen nun die hier pr\u00e4sentierten Studien \u00fcber die Entwicklungsrichtung und das hier zwar nie v\u00f6llig verschwunden, es habe n sich aber neue Formen neben den alten etabliert. Viele dieser Formen erinnern an die Zeiten vor der Entstehung der Industriegewerkschaften und greifen auf Charakteristika der craft unions zur\u00fcck, andere etablieren Netzwerkstrukturen, die weit in die Zivilgesellschaft hineinreichen und Elemente von sozialen Bewegungen aufnehmen. Um diese Formen zu lokalisieren und zu Gewerkschaften, kollektive Tarifverhandlungen und betriebliche Partizipation sind ver\u00e4ndert bzw. sogar dysfunktional werden l\u00e4 sst. Letztlich, so sein Fazit, erzeugen dies Widerspr\u00fcche auch Gegenbewegungen, die uneingel\u00f6ste Freiheitsversprechen einzuklagen versuchen. Erste Zeichen f\u00fcr solche Gegenbew egungen lassen sich in dem Band Working in America (Osterman et al. 2001) finden, der die US-amerikanischen Arbeitsbeziehungen nach mehreren Dekaden von Transformation und Entkollektivierung untersucht. Perspektive nicht zu erwarten. Aus der Stud ie von D\u00f6rre wird deut lich, dass selbst die erfolgreiche Einf\u00fchrung von Formen partizipativen Managements die Grundlagen eines etablierten Systems der Arbeitsbeziehungen nicht unbeeinflusst l\u00e4sst und diese stimmung ist somit vor dem Hintergrund einer funktionalistisch-nutzentheoretischen der Erosion beschleunigt haben. Dies gilt zum einen f\u00fcr Institutionen, wie z.B. den Fl\u00e4chentarif, aber auch f\u00fcr kollektive Akteure wie die Arbeitgeberverb\u00e4nde, welche diese Institutionen tragen und mit Leben er f\u00fcllen. Dilgers Analyse der wirtschaftlichen Folgen von Betriebsr\u00e4ten ist in dieser Hins icht ambivalent. Der Zugriff seiner Studie erlaubt zwar keine Analyse der Ver\u00e4nderungen der betrieblichen Mitbestimmung, der vielfach erwartetet positive Effekt der Betriebsr\u00e4te auf die Ertr\u00e4ge der Unternehmen bleibt allerdings aus. Starker R\u00fcckenwind des Managements f\u00fcr die betriebliche MitbeKonvergenz. Viele der von V\u00f6lkl gelieferten Befunde de uten darauf hin, dass sich au\u00dferhalb der vergleichsweise gut untersuchten Welt der deutschen Gro\u00dfunternehmen Prozesse zung f\u00fcr die Anpassung an ein allgemeines Muster. Ohne Erosion gibt es daher keine die ausschlie\u00dflich Deutschland zum Gegenstand haben, k\u00f6nnen uns Aufschluss \u00fcber das Konvergenzproblem geben. Letztlich ist die tiefgehende und nachhaltige Ver\u00e4nderung in Kernbereichen des deutschen Systems der Arbeitsbeziehungen die Voraussetsich hier eine gr\u00f6\u00dfere Vielfalt von Praktiken herauszubilden vermochte. Letztlich l\u00e4sst sich diese Frage nach der Konvergenz nur in international vergleichender Perspektive empirisch beantworten, aber auch jene hier vorgestellten Studien, these verweigert. Mit ihren Blick in die Betriebe hinein belegen sie eindrucksvoll, dass on stellt H\u00f6pner fest, dass sich das deutsc he Produktionsregime als paradigmatischer Fall einer koordinierten \u00d6konomie an liberale Markt\u00f6konomien ann\u00e4hert (H\u00f6pner 2003: 230). Mit ihrem Fokus auf Patterns of Workplace Practices bieten hier Katz\/ Darbishire eine alternative Perspektive an, die sich einer schlanken Konvergenzhypolehnung an Galbraith vor, die Messlatte nich t zu hoch zu legen und etwa das Kollabieren kompletter Systeme zu erwarten. Stattdessen soll es ausreichend sein, wenn zwei Systeme durch weit reichende Parallelen gepr\u00e4gt sind. Ausgehend von dieser DefinitiIndustrielle Beziehungen , 11. Jg., Heft 3, 2004 283 H\u00f6pner weist mit Recht darauf hin, dass der Konvergenzbegriff selbst eine Entwicklung durchgemacht hat, und er warnt da vor, die Ablehnung dieses Begriffs allein auf extrem unrealistischen Konvergenzkriterien zu gr\u00fcnden. Er schl\u00e4gt daher in An- 284 Sammelbesprechung: Martin Behrens: Konver genz oder 'Varieties of Capitalism'? interpretieren braucht es m\u00f6glicherweise einen neuen analytischen Zugriff, den es erst noch zu entwickeln gilt. Literatur Dilger, A. (2002): \u00d6konomik betrieblicher Mitbestimmung. Die wirtschaftlichen Folgen von Betriebsr\u00e4ten. M\u00fcnchen\/Mering, Rainer Hampp Verlag. D\u00f6rre, K. (2002): Kampf um Beteiligung. Arbeit. Partizipation und industrielle Beziehungen im flexiblen Kapitalismus. Wiesbaden, Westdeutscher Verlag. Hall, P.\/Soskice, D. (2001): Varieties of Capitalism: The Institutional Foundations of Comparative Advantage. Oxford University Press. H\u00f6pner, M. (2003): Wer beherrscht die Unternehmen? Shareholder Value. Managementherrschaft und Mitbestimmung in Deutschland. Frankfurt\/New York, Campus. Katz, H\/ Darbishire, O. (2000): Converging Divergences: Worldwide Changes in Empoyment Systems. Ithaca, ILR Press. 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Der vorliegende Beitrag geht vor diesem Hintergrund der Frage nach, welche Bedingungen und Einflussfaktoren f\u00fcr den Wandel der industriellen Beziehungen in beiden L\u00e4ndern entscheidend waren, um Wandel zu erm\u00f6glichen bzw. zu blockieren. Der Beitrag gliedert sich in drei Hauptteile: im ersten werden zusammenfassend die alten Modelle der Arbeitsbeziehungen in Schweden und Deutschland skizziert, im zweiten wird der Wandel in den 1980er und 1990er Jahren betrachtet, um im dritten Teil die neuen Konturen der Arbeitsbeziehungen zu behandeln. Aus institutionenanalytischer Perspektive wird die Bedeutung der Triade Ideen-Interessen-Institutionen f\u00fcr den Wandel von Systemen der Arbeitsbeziehungen diskutiert. 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