{"hits":{"total":{"value":2,"relation":"eq"},"hits":[{"_index":"gesis-21-05-2026-02-00-54","_id":"gesis-ssoar-34926","_version":3,"_seq_no":94736,"_primary_term":1,"found":true,"_source":{"title":"Dachverb\u00e4nde als Instrument der Non-Profit Governance","id":"gesis-ssoar-34926","date":"2012","date_recency":"2012","abstract":"\"Die Forschung zu Non-Profit Governance bezieht sich dominant auf den Vorstand einer Non-Profit-Organisation (NPO). Dabei spielen weit mehr Akteure eine Rolle f\u00fcr die Governance einer NPO. Dieser Beitrag befasst sich auf der Grundlage des Institutionellen Isomorphismus mit der Bedeutung des Dachverbandes als Governance-Instrument der Mitgliederorganisationen. In Abh\u00e4ngigkeit von der Autonomie der Mitgliederorganisationen und der Umfeldstabilit\u00e4t wird idealtypisch aufgezeigt, wie die Mitgliedschaft im Dachverband Anpassungsprozesse f\u00f6rdert und welche Entwicklungspfade dadurch erm\u00f6glicht werden.\" (Autorenreferat)","portal_url":"http:\/\/www.ssoar.info\/ssoar\/handle\/document\/34926","type":"publication","topic":["Bundesrepublik Deutschland","Non-Profit-Bereich","Non-Profit-Organisation","Verband","Instrumentarium","Mitgliedschaft","Corporate Governance","Governance","Struktur","vergleichende Forschung","Theorie","Stabilit\u00e4t","Umwelt","Autonomie","Organisationen"],"person":["Schnurbein, Georg von"],"person_sort":"Schnurbein","source":"In: Zeitschrift f\u00fcr Wirtschafts- und Unternehmensethik, 13, 2012, 1, 50-61","links":[{"label":"URN","link":"http:\/\/nbn-resolving.de\/urn:nbn:de:0168-ssoar-349262"}],"subtype":"journal_article","document_type":"Zeitschriftenartikel","institutions":["Rainer Hampp Verlag"],"coreAuthor":["Schnurbein, Georg von"],"coreSjahr":"2012","coreJournalTitle":"Zeitschrift f\u00fcr Wirtschafts- und Unternehmensethik","coreZsband":"13","coreZsnummer":"1","coreLanguage":"de","urn":"urn:nbn:de:0168-ssoar-349262","coreIssn":"1439-880X","data_source":"GESIS-SSOAR","index_source":"GESIS-SSOAR","database":"SSOAR - Social Science Open Access Repository","link_count":0,"gesis_own":1,"fulltext":1,"metadata_quality":10,"full_text":" georg.vonschnurbein@unibas.ch, Forschungsschwerpunkte: Stiftungsmanagement, Non-Profit Governance, Non-Profit Management. scher Staatssysteme, in denen Non-Profi t-Organisationen oftmals die geographische ________________________ Organisation des Non-Profit-Sektors bei. Ebenso sind sie ein Merkmal f\u00f6deralistischaftsgruppen an der politischen Willensbildung beteiligt und tragen wesentlich zur Dabei spielen Dachverb\u00e4nde im gesellschaftlichen Gesamtg ef\u00fcge eine nicht unerhebliche Rolle. Sie sind als Vertreter von Wirtschaftsbranchen oder anderen Geselllungspfade dadurch erm\u00f6glicht werden. Schlagw\u00f6rter: Dachverb\u00e4nde, Isomor phismus, Mitglieder, Non-Profit Governance, Reputation, Stakeholder Mitgliedschaft im Dachverband Anpassungsprozesse f\u00f6rdert und welche Entwicktionellen Isomorphismus mit der Bedeut ung des Dachverbandes als GovernanceInstrument der Mitgliederorganisationen. In Abh\u00e4ngigkeit von der Autonomie der Mitgliederorganisationen und der Umfeldstabilit\u00e4t wird idealtypisch aufgezeigt, wie die die Governance einer NPO. Dieser Beitrag befasst sich auf der Grundlage des InstituDachverb\u00e4nde als Instrument der Non-Profit Governance * G EORG VON S CHNURBEIN** Die Forschung zu Non-Profit Governance bezieh t sich dominant auf den Vorstand einer Non-Profit-Organisation (NPO). Dabei spielen weit mehr Akteure eine Rolle f\u00fcr Umbrella Associations as Governance Instrument of Nonprofit Organizations Research on nonprofit governance is dominantly focused on the board, although other constituents play important roles, as well. This piece of work uses the framework of institutional isomorphism to discuss the role of an umbrella foundation as a governance instrument for its member organizations. Based on the autonomy of the members and the stability of the environment as decisive factors, four ideal type influences of the umbrella organization on changes in the governance syste m are presented. Keywords: Umbrella Associations, Isomorphism, Me mbers, Nonprofit Governance, Reputation, Stakeholder 1. Einleitung Dachverb\u00e4nde z\u00e4hlen zu jenen eher seltenen Typen von Non-Profit-Organisationen (NPO), deren spezifische Eigenschaften oftmals \u00fcbersehen werden (Young 2001). * Beitrag eingereicht am 31.10.2011; nach doppe lt verdecktem Gutachterverfahren \u00fcberarbeitete Fassung angenommen am 3.2.2012. ** Prof. Dr. Georg von Schnurbein , Centre for Philanthropy Studi es (CEPS) Universit\u00e4t Basel, Peter Merian-Weg 6, CH-4051 Basel, Tel.: +41 61 267 34 63, Fax: +41 61 267 23 93, E-Mail: 50 Namen eines Verbandes nicht ausdr\u00fccklich erkennen, ob es sich dabei um einen Dachverband handelt. Als Verst\u00e4ndnisgrundlage sollen daher im weiteren Verlauf die folgenden Kriterien gelten: Mitgliederorganisationen differenziert. Darauf aufbauend werden Hypothesen zu Entwicklungsprozessen innerhalb des Modells gebildet. 2. Dachverb\u00e4nde als besondere NPO-Form Die Bezeichnung Dachverband f\u00fcr eine Organisation ist kein rechtlich definierter Begriff und kann daher weitgehend frei verwendet werden. Auch l\u00e4sst sich aus dem sichtigung von Mitgliederautonomie und Umweltsitu ation wird ein Modell entwickelt, das durch den Dachverband bewirkte isomorphe Prozesse in der Governance der System seiner Mitgliederorganisationen beitragen? Dazu werden zun\u00e4chst das Begriffsverst\u00e4 ndnis sowie die unterschiedlichen Formen von Dachverb\u00e4nden diskutiert. Anschlie\u00dfend wird der Institutionelle Isomorphismus als theoretische Grundlage der nachfolgenden Diskussion vorgestellt. Unter Ber\u00fcckdiesen Befund. Dieser Beitrag setzt sich mit der Bedeutung von Dachverb\u00e4nden als GovernanceAkteure anderer NPO, insbesondere seiner Mitgliederorganisationen auseinander. Die Fragestellung lautet daher: In welcher Form kann ein Dachverband zum Governanceanderen Stakeholdern (Bradshaw 2007; Balser\/McClusky 1995; Saidel 1998) belegen eine effektive Governance aus theoretischer Sicht nicht in Zweifel gezogen. Vereinzelte Beitr\u00e4ge zur Bedeutung von Mitgliedern (Graf 2007; von Schnurbein 2009) oder kaum in die Analysen mit einbezogen. Dabei wird die Bedeutung der Stakeholder f\u00fcr Untersuchungen zur Non-Profit Governance beruht auf der Befragung von Vorstand oder Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung. Einsch\u00e4tzungen und Meinungen anderer Beteiligter werden sungsans\u00e4tze und Ergebnisse (Brown\/Iverson 2004). Die Mehrzahl der empirischen finden sich in der Literatur inzwischen vielf\u00e4ltige theoretische und empirische L\u00f6liegt. Zur Zusammensetzung, Arbeitweise und Leistungsorientierung des Vorstands Akzent dominant auf dem Vorstand und dessen Beziehung zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung pal-Agenten-Theorie (Cornforth 2011). Dies hat zur Folge, dass der konzeptionelle inzwischen eine Vielzahl von Theorieans\u00e4tzen besteh t, dominiert in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zur Non-Profit Governance nach wie vor die Prinzidener Stakeholder in die strategische Steuerung der Organisation hervor. Durch die Auseinandersetzung mit Dachverb\u00e4nden als Governance-Instrument wird ein vernachl\u00e4ssigtes Thema zur Non-Profit Governance aufgegriffen. Denn obwohl Dieses weit gefasste Begriffsverst\u00e4ndnis hebt insbesondere die Einbindung verschier\u00fccksichtigung der Stakeholderinteressen sicherstellt\" (von Schnurbein 2008: 86). balsteuerung und der wirksamen Wahrnehmung sei ner Aufgaben unterst\u00fctzt sowie die Zweckerf\u00fcllung, Legitimit\u00e4t und Verantwortlichkeit der Organisation bzw. die Benance-Instrument anderer NPO, vornehmlich der Mitglieder des Dachverbandes. Non-Profit Governance wird in diesem Beitrag verstanden als \"ein Set von Instrumenten, Ma\u00dfnahmen und Mechanismen, das den Vorstand einer NPO bei der GloStruktur des Landes nachbilden. Auch wenn Dachverb\u00e4nde als Vereine selbst NPO sind, liegt der Fokus dieses Beitrags auf dem Nutzen von Dachverb\u00e4nden als Goverzfwu 13\/1 (2012), 50-61 51 entschieden Zentrale len Einheiten selbst Politik len Einheiten zungsf\u00e4higkeit der durch die Mitglieder wird von dezentra-Erscheinung und gigkeit der dezentravertritt und ihnen Dienste anbietet. sind, die ihre Interessen gleichen T\u00e4tigkeitsgebiet, die einer nationalen Organisation untergeordnet Organisationen aus dem sing) ten (z. B. Fundraizentralen EinheiZentrale Zentrale und de-festgelegt zungsf\u00e4higkeit der durch die Mitglieder tion zwischen wird durch Zentrale treten bietet Dienste f\u00fcr die f\u00f6deralen Organisationen an. Interessenvertretung und nale Organisation bestimmt die Verbandspolitik, erf\u00fcllt die nationale ganisationen; die natioEine hierarchische Struktur mit autonomen OrStruktur Beschreibung mit Vor- und Nachteilen in Tabelle 1 zusammengefasst werden. Die Unterscheidung stellt drei Grundtypen dar, die in der Realit\u00e4t nicht trennscharf zu differenzieren sind. Auspr\u00e4gungen Vorteile Nachteile mit 183 Dachverb\u00e4nden drei Strukturformen im Aufbau von Dachverb\u00e4nden, deren Young et al. (1996) unterscheiden auf der Grundlage einer empirischen Untersuchung solchen Strukturen nie vollst\u00e4ndige Stabilit\u00e4t, Klarheit oder Konsens erreicht wird. mehrerer Dachverb\u00e4nde dar (Schwarz 2005). Bradshaw (2007) hebt hervor, dass in Kollektivmitglieder (Vereine) oder Einzelmitglieder sein. sammengeh\u00f6rigkeit. Vereine mit Mitgliedern. Die Mitglieder dieser Subverb\u00e4nde k\u00f6nnen sowohl letzte Kriterium trifft jedoch nicht auf alle Dachorganisationen zu. Die Strukturen eines Dachverbandes sind h\u00e4ufig das Ergebnis einer historischen Entwicklung, und heutige Dachverb\u00e4nde stellen teilweise das Ergebnis aus der Fusion Ein Dachverband hat eine formalrechtliche Struktur, i. d. R. als Verein. Im Gegensatz zu Netzwerken und Initiativen ist ein Dachverband eine eigenst\u00e4ndige Rechtsperson. Der Zusammenschluss in einem Dachverband hat nationalen oder internationalen Charakter. Die Mitglieder verbindet eine geographische oder thematisch-inhaltliche ZuDie Mitglieder eines Dachverbandes sind selbst Verb\u00e4nde, d. h. eigenst\u00e4ndige Die Mitglieder sind i. d. R. rechtlich unabh\u00e4ngig vom Dachverband. Dieses Hohe Kontrolle der Geringe Durchsetzentralen F\u00fchrung f\u00f6deralis- Verbandspolitik Konkurrenzsituatische Gemeinsames AufZusammenschluss von Hohe Kontrolle der Kaum Durchsetmehreren, autonomen zentralen F\u00fchrung Verbandspolitik Uneinheitliche Verbundstruktur Gr\u00f6\u00dfere Unabh\u00e4n52 terogenit\u00e4t der Mitglieder. den Austausch zwischen den Mitgliederverb\u00e4 nden, bietet Dienstleistungen f\u00fcr die Arbeit in den Mitgliederverb\u00e4nden an und \u00fcbernimmt die Interessensvertretung nach au\u00dfen auf der (inter)nationalen Ebene. Da der Dachverband nur eine Meinung vertreten kann, m\u00fcssen die Einzelansichten der Mitgliederverb\u00e4nde aggregiert, selektioniert und schlie\u00dflich artikuliert werden. Die Komplexit\u00e4t dieser Aufgabe steigt mit der He\u00f6konomische und politikorientierte Formen der Identit\u00e4t von Dachverb\u00e4nden. Der Nutzen von Dachverb\u00e4nden wird prim \u00e4r mit Unterst\u00fctzungsleistungen f\u00fcr die Mitglieder beschrieben, weniger mit Leistungen, die unmittelbar dem Verbandszweck dienen. In einer Organisation f\u00fcr Behindertenbet reuung haben die regionalen und lokalen Einheiten unmittelbaren Kont akt zu den betroffenen Personen durch Betreuungseinrichtungen oder Beratungs- und Inform ationsleistungen. Der nationale Verband \u00fcbernimmt vor allem eine Koor dinations- und Koh\u00e4sionsfunktion im Sinne einer Netzwerkorganisation (Theurl 2005). Er koordiniert die Zusammenarbeit und Systeme (BdS 2008). Welche Struktur ein Dachverband w\u00e4hlt, h\u00e4ngt stark davon ab, was das vorrangige Selbstverst\u00e4ndnis der Organisation ist. Young (2001) unterscheidet zielorientierte, gaben an die dezentralen Einheiten und stellt daf\u00fcr die entsprec henden Ressourcen zur Verf\u00fcgung. Eine moderne Form der Konzernstruktur sind Social Franchisedieser Gestaltungsform dominiert eindeutig die Dachorganisation. Sie delegiert Aufregionalen oder fachlichen Einheiten von der Zentrale beinhaltet (Oster 1995). In die Dachorganisation kaum in ihrer Autonomie eingeschr\u00e4nkt, vielfac h entspricht der Verbandszweck dem kleinsten gemeinsa men Nenner der Mitgliederverb\u00e4nde. Schlie\u00dflich gibt es noch die Konzernstruktur, die h\u00e4ufig eine rechtliche Abh\u00e4ngigkeit der men, dann entwickelt sich eher eine Verbundstruktur. Die Mitglieder werden durch Bayrischen Fu\u00dfball verband , der wiederum Mitglied im Deutschen Fu\u00dfball bund ist. Schlie\u00dfen sich in einem Dachverband mehrere themenverwandte Verb\u00e4nde zusamEinheiten werden iten f\u00fcr dezentrale gleich gew\u00e4hrleistet staltungsm\u00f6glichke Kontrolle \u00fcberall ten (Franchise) bei der Zen gesteuert und kontrolliert werden. nationalen Organisation Eine zentralistische Or- Standards k\u00f6nnen Kaum eigene Geganisation mit lokalen durch die zentrale Einheiten, die von der Konzernstruktur Einheitliches AuftreVerantwortung liegt trale Tabelle 1: Unterschiedliche Strukturen in Dachver b\u00e4nden (eigene Darstellung in Anlehnung an Young et al. 1996) Eine h\u00e4ufige Gestaltung von Dachverb\u00e4 nden ist die f\u00f6deralistische Struktur, die dem f\u00f6deralistischen Staatsaufbau entlehnt ist. Hier besteht eine klare Aufgabentrennung zwischen der nationalen Zentrale und den dezen tralen Einheiten sowie eine hierarchische (meist geographisch gestaltete) Ord nung. In Deutschland wird die hierarchische Struktur auch in der Bezeichnung deutlich: Der TSV 1866 M\u00fcnchen ist Mitglied im zfwu 13\/1 (2012), 50-61 53 Nachhinein nachvollziehen lassen. Institutionen f\u00fchren, wenn Regelverst\u00f6\u00dfe ander er als Rechtfertigung des eigenen Handelns herangezogen werden. Oftmals laufen mimetische Prozess e nicht bewusst und aktiv gesteuert ab, sondern sind Folge unbewusster Abl\u00e4ufe, die sich erst im spezifischen Eigenheiten der Org anisationen \u00fcbersehen werden. Im negativen Sinn k\u00f6nnen mimetische Prozesse auch zur bewussten Missachtung von allgemeing\u00fcltigen managements von einer Organisation auf di e andere sein. Die Suche nach Vorbildern f\u00f6rdert das Denken in Benchmarks und Ratings (Drucker 1995), womit oftmals die w\u00e4gungen erfolgt. 3.1 Mimetischer Isomorphismus Ist eine Organisation unsicher \u00fcber die Umsetzu ng oder Gestaltung einer Aufgabe, sucht sie in ihrem Umfeld nach L\u00f6sungen, an de nen sie sich anlehnen kann. Oftmals handelt es sich um eine andere Organisatio n, die als glaubw\u00fcrdig erachtet wird. Ein solcher mimetischer Prozess kann z. B. die \u00dcbernahme eines erfolgreichen Prozessdie Zugeh\u00f6rigkeit zum Dachverband nicht ausschlie\u00dflich aufgrund von Effizienzersungen in manchen F\u00e4llen auch die Effizien z reduzieren. Die Theorie ist eine gute Grundlage f\u00fcr die nachfolgende Diskussion, da der Zusammenschluss in einem Dachverband ein organisationales Feld definieren kann und aus Sicht der Mitglieder dabei mehr der Legitimierung als der Effizienzsteigerung. Vielmehr k\u00f6nnen Anpasgliedschaft im Dachverband prim\u00e4r unter dem Aspekt der Verbundenheit zu einem organisationalen Feld und der daraus resultierenden Anpassungsprozesse verstanden. Gem\u00e4\u00df dem Institutionellen Isomorphismus gleichen sich Organisationen eines organisationalen Feldes (z. B. Produzente n gleicher Dienstleistungen) \u00fcber den Zeitablauf hinweg den \u00e4hnlichen Organisa tionen in ihrem Umfeld durch mimetische, normative und koerzitive Prozesse an (DiMaggio\/Powell 1983). Die Anpassungsprozesse dienen len Isomorphismus gef\u00fchrt werden (DiMaggio\/Powell 1983). Damit wird die Mitfolgende Diskussion zum Beitrag von Dachver b\u00e4nden im Governance-System von Mitgliederorganisationen soll prim\u00e4r auf der Grundlage der Theorie des Institutionelzelorganisationen. 3. Institutioneller Isomorphismus als theoretische Grundlage Wie eingangs festgestellt, hat die Bevorzugung der Prinzipal-Agenten-Theorie zu einer Konzentration der wissenscha ftlichen Auseinandersetzung mit Non-Profit Governance auf den Vorstand und dessen Beziehung zur Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung gef\u00fchrt. Die nachKodizes vollst\u00e4ndiger und umfassender sind als L\u00f6sungen von Branchen- oder Einw\u00e4hrend Verbundstrukturen mehr zur R\u00e4sonierung der Zentrale beitragen. In einer inhaltsorientierten Analyse von 15 Non-Pr ofit Governance-Kodizes haben von Schnurbein und St\u00f6ckli (2010) aufgezeigt, dass von Dachverb\u00e4nden herausgegebene lichkeiten, die Mitgliederverb\u00e4nde zu Wirksamkeit und Verantwortlichkeit zu bringen, Selbstregulierung. Dabei bieten Konzern- und f\u00f6deralistische Strukturen bessere M\u00f6gden f\u00fcr die Governance der Mitgliederverb\u00e4nde vornehmlich in ihrem Beitrag zur Grossman und Rangan (2001) benennen Gov ernance als eines der wesentlichen Themen, in denen Management-Probleme zwische n zentralen und dezentralen Organisationen in Erscheinung treten. Young et al. (1996) sehen den Nutzen von Dachverb\u00e4n54 on zur Bedeutung des Dachverbandes als Governance-Instrument werden diese Anorganisationales Feld definiert ist (DiMaggio\/Powell 1983). In der weiteren DiskussiBezug auf die Umsetzung. Ebenso nehmen Anpassungsprozesse zu, je eindeutiger ein zufolge sind Anpassungsprozesse eine Reaktion auf Unsicherheit im Umfeld oder in mechanismen von Dachverb\u00e4nden als Go vernance-Instrument im Hinblick auf Anpassungsprozesse entwickelt. Den Annahmen des Institutionellen Isomorphismus dieses Prozesses nutzt (z. B. Innovationsf\u00e4higkeit). 4. Dachverb\u00e4nde als Governance-Instrument Der Nutzen des Dachverbandes f\u00fcr das Governance-System der Mitgliederorganisationen ist in der wissenschaftlichen Liter atur bisher weitgehend unber\u00fccksichtigt geblieben. Mithilfe der zuvor beschriebe nen isomorphen Prozesse soll dieser Mehrwert des Dachverbandes nun analysiert werden. Dabei werden Hypothesen \u00fcber Wirkgement-System einf\u00fchrt, hei\u00dft das nicht, dass sie auch die Vorteile und Synergien Wenn eine Organisation sich beispielsweise zertifizieren l\u00e4sst und ein Qualit\u00e4tsmanapassungen oftmals zu Decoupling f\u00fchren, d. h. erzwungene Anpassungen werden nur formal vollzogen, jedoch nicht praktisch umgesetzt (Boxenbaum\/Jonsson 2008). gio\/Powell 1983). Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass Zwangsanrungen kommen meistens aus der n\u00e4heren Umwel t des Verbandes, z. B. \u00f6ffentliche Verwaltung (durch Subventionsk\u00fcrzungen oder Aberkennung der Steuerbefreiung), Ressourcengeber (durch Vert ragsk\u00fcndigung) oder Dachverband (durch Ausschluss oder Vorenthalten der Zusch\u00fcsse). Besonders die Anpassung an die Dachorganisation ist bei Verb\u00e4nden mit f\u00f6deralistischer Struktur h\u00e4ufig ein Konfliktthema (DiMaggaben zur Umsetzung machen, als Kodizes einzelner Organisationen (von Schnurbein\/St\u00f6ckli 2010). 3.3 Koerzitiver Isomorphismus Zuletzt geschehen Anpassungsprozesse durch Zwan g bzw. Sanktionsandrohungen, die ein sehr wirkungsvolles Mittel der Einflussnahme sind (Scott 1995). Die FordeBranchenorganisationen eine bessere Themenabdeckung haben und detailliertere AnKodizes aus Deutschland und der Schweiz gezeigt, dass Kodizes von Dach- oder Governance-Kodex herausgebildet, was u. a. mit den unterschiedlichen Herausgebern der Kodizes zusammenh\u00e4ngt. Wie bereits erw\u00e4hnt hat eine Untersuchung von 15 lung bei Wirtschaftsunternehmen hat sich im NPO-Sektor aber nicht ein einziger werden meist von den Akteuren selbst erstellt und sind daher mehr auf Praxiserfahrung als auf wissenschaftlichen Erkenntni ssen gegr\u00fcndet. Als Instrument der Selbstregulierung sollen sie gesetzlicher Regulierung vorbeugen. Im Gegensatz zur Entwickbei der Definition zentraler Inhalte der Non-Profit Governance. Governance-Kodizes wird (Meier-Schmid 2002). Ebenso sorgen Governance-Kodizes f\u00fcr eine Ann\u00e4herung Organisationen und in Berufsfeldern, wie sie u. a. durch Dachverb\u00e4nde erm\u00f6glicht (Luoma\/Goodstein 1999). Dazu z\u00e4hlt auch insbesondere die Vernetzung mit anderen Assessment-Prozesse des Vorstandes und andere Governance-Ma\u00dfnahmen ergriffen 3.2 Normativer Isomorphismus Normativer Isomorphismus entspringt dem zunehmenden Professionalisierungsdruck in NPO (Cornforth 2003). Um diesem Trend entgegenzuwirken, werden Selfzfwu 13\/1 (2012), 50-61 55 Dachverband entwickelt Dachverband koordiHoch allgemeing\u00fcltige niert mimetische AnpasInstitutionen sungsprozesse tiefgreifende Reform der Subventionspraxis an, dann f\u00fchrt dies unmittelbar zu Verunsicherung bei den betroffenen Organisationen. heit und die Partizipationsm\u00f6glichkeiten (Schwarz 2005). Steht beispielsweise eine Zum anderen legt das sozio-politische Umfeld die Grundlage f\u00fcr die Planungssicherder Agilit\u00e4t und der Konsolidierung der Branche, in der die Organisation aktiv ist. Gestaltung des Governance-Systems von Umfeldeinfl\u00fcs sen abh\u00e4ngig ist. Stabilit\u00e4t im Umfeld ergibt sich einerseits aus der \"Marktsituation\", d. h. der Zusammensetzung, Organisation beeinflusst das Umfeld die Entwicklung der Organisation. Bradshaw (2010) verdeutlicht anhand einer Literaturanalyse zur Kontingenztheorie, dass die vernance-Strukturen einer Organisation verwandt. Ebenso wie die Autonomie der status als Kriterium zur Beschreibung des Einflusses von Dachverb\u00e4nden auf die Gosowie der Frage nach der St\u00e4rke der Kundena npassung von Leistungen getrieben. Die Einbindung in die Dachorganisation wir d dagegen beeinflusst durch den daraus entstehenden Nutzen f\u00fcr die Mitgliederorganisation. Im Folgenden wird der Autonomiebundenheit, insbesondere der F\u00e4higkeit, eine lokale Finanzierung zu gew\u00e4hrleisten, zeigen jedoch auf, dass der kausale Zusammenhang v on Autonomie und Einbindung nicht immer gegeben ist. F\u00fcr sie wird Autonomie von der Frage nach der lokalen Vernahmen durch die Kriterien der Autonomie der Mitgliederorganisationen und der Stabilit\u00e4t des Umfeldes abgebildet. Eine hohe Autonomie der Mitglieder besteht prim\u00e4r in Verbundstrukturen, in welchen die Mitglieder eine eigene Identit\u00e4t entwickeln k\u00f6nnen und eigene strategische Ziele verfolgen. In diesen F\u00e4llen ist meist der Dachverband von den finanziellen Beitr\u00e4gen der Mitglieder abh\u00e4ngig. Eine tiefe Auton omie findet sich in f\u00f6deralistischen Strukturen und in Konzernstrukturen, in denen die Dachorganisation strategische Vorgaben zur Umsetzung in den Untereinheit en entwickelt und der Mittelfluss zentral verhandelt oder gesteuert wird (Young et al. 1996). Grossman und Rangan (2001) Umfeldsituation Unsicher Stabil Autonomiegrad der Mitglieder Dachverband als Treiber Dachverband sichert Tief des normativen Iso- Zugang zu spezifischen morphismus Ressourcen mit Hilfe von Zwang Tabelle 2: Dachverb\u00e4nde als Govern ance-Instrument im Kontext von Autonomie und Umfeld sowie idealtypische Entwicklungspfade (eigene Darstellung) 56 den Vorteil, dass die Arbeit der Mitgliederorgan isationen eine Wertsteigerung erf\u00e4hrt. verband ein Reputationsgewinn angestrebt. In diesem Fall ersetzt Reputation explizites Wissen und erleichtert damit Transaktionen zwischen Marktteilnehmern (Morten 1998). Grossman und Rangan (2001) sehen in der Einbindung in einen Dachverband Zur \u00dcberwindung der Unsicherheit im Umfeld wird mit der Mitgliedschaft im Dachdieser Konstellation f\u00f6rdert der Dachverba nd normative Isomorphismen, z. B. die Entwicklung von Branchenleitbildern oder Qualifika tionen f\u00fcr ein bestimmtes Berufsfeld. Der \u00dcbergang zum koerzitiven Isomorphismus kann dabei jedoch flie\u00dfend sein. Die idealtypische Organisation eines Dachverbandes in diesem Feld der Matrix ist eine Konzernstruktur, die von einer weitreic henden Abh\u00e4ngigkeit der Mitgliederorganisationen gekennzeichnet ist. Die Unsicherheit des Umfelds verst\u00e4rkt diese Abh\u00e4ngigkeit, da dadurch die Suche nach Alternativen zum Dachverband erschwert wird. Aufgrund (2) Unsicheres Umfeld - tiefe Autonomie H1: Die Mitgliedschaft in einem Dachverband tr\u00e4gt bei stark autonomen Organisationen in einem unsicheren Umfeld durch normative Isomorphism en zur Steigerung der Umfeldsicherheit bei. H2: Die Mitgliedschaft in einem Dachverband f\u00fchrt bei stark autonomen Organisationen in einem unsicheren Umfeld durch normative und mimetische Isom orphismen zu Autonomieverlusten, sofern die Branchendefinition unzureichend ist. folgenden mimetischen Anpassungs prozessen ist gerade bei sich entwickelnden oder im Umbruch befindenden Branche n von gro\u00dfer Bedeutung, da hier oftmals Erfahrungswerte und Orientierungshilfen fehlen. Daraus lassen sich folgende Hypothesen ableiten: nen, denn sie k\u00f6nnen sich in der Gestal tung ihrer Governance auf dieses Regelwerk berufen bzw. daran orientieren. Gleichzeitig kann eine steigende Umsetzung der unverbindlichen Richtlinien zu einer Hegemonisi erung und damit zu einem Verlust an Autonomie der Mitgliederorganisationen f\u00fchren, sofern auch Unsicherheit unter den Mitgliederorganisationen hinsichtlich der Defi nition des organisationalen Feldes und damit der eigenen Zugeh\u00f6rigkeit besteht. Diese Form von normativen und daraus leistet damit einen Beitrag zur Stabilisierung des Umfeldes der MitgliederorganisatioBest-Practice-Richtlinien entwickelt der Dachverband allgemeing\u00fcltige Standards und System der Mitgliederorganisationen be i. Die passende Organisation f\u00fcr solche Dachverb\u00e4nde sind Verbundstrukturen, denen jedoch die unmittelbare Durchsetzungsgewalt fehlt. Durch die Entwicklung und Verbreitung der Governance-Kodizes oder Dachverb\u00e4nde hoch autonomer Mitglieder in einem unsicheren Umfeld tragen insbesondere durch die Entwicklung und Durchsetzung von Standards zum Governance(1) Unsicheres Umfeld - hohe Autonomie lungspfade zeigen an, wie idealtypisch Mutatio nen \u00fcber die Feldergrenzen hinweg ablaufen sollen. unterschiedliche isomorphe Prozesse ab, mit den en der Dachverband einen Einfluss auf das Governance-System der Mitgliederorganisationen aus\u00fcben kann. Die EntwickIn Tabelle 2 wird eine Vier-Felder-Matrix mit Hilfe der beiden erw\u00e4hnten Kriterien entwickelt, die idealtypische Konstellationen abbildet. In jedem der vier Felder laufen zfwu 13\/1 (2012), 50-61 57 H5: Die Mitgliedschaft in einem Dachverband verl iert bei niedrig autonom en Organisationen in einem stabilen Umfeld an Bedeutung, wenn Sanktionsm\u00f6glich keiten f\u00fcr koerzitive Isomorphismen fehlen. band aber seine Position als Ressour cengarant, werden Mitgli ederorganisationen versuchen, ihre Autonomie zu st\u00e4rken. Daraus l\u00e4sst sich folgende Hypothese ableiten: erm\u00f6glicht eine glaubw\u00fcrdige Androhung von Sankt ionen und eine entsprechende Durchsetzung der Forderungen (Boxenbaum\/Jonsson 2008). Verliert der DachverDie Mitgliedschaft in einem Dachverband in diesem Feld ergibt sich vor allem aus dessen Machtstellung aufgrund der Bedeutung spe zifischer Ressourcen (z. B. Ausbildungsmonopol, zentrale Mittelvergabe). Der meist in f\u00f6deralistischen Strukturen organisierte Dachverband wirk t in die Governance der Mit gliederorgan isationen vor allem durch Anpassungsprozesse unter Zwang ein, de ren Zielsetzung eine Homogenisierung der Mitgliederorganisationen ist. Die Vorenthaltung des Ressourcenzugangs (4) Stabiles Umfeld - tiefe Autonomie H4: Die Mitgliedschaft in einem Da chverband f\u00f6rdert bei hoch autonom en Organisationen in einem stabilen Umfeld mimetische Isomorphismen. Homogenisierungssch\u00fcben, die im Allgemeinen aber kaum zu einer st\u00e4rkeren Position des Dachverbandes f\u00fchren. Daraus l\u00e4sst sich folgende Hypothese ableiten: Dachverband nicht in der Position ist, allgemeing\u00fcltige Normen aufzustellen oder sogar Zwang anzuwenden. Anpassungsprozesse laufen daher nur langsam ab oder in organisationen, vom Dach verband zentral gesteuer te L\u00f6sungen anzuwenden. Anpassungen im Governance-System erfolgen daher meist in mimetischen Prozessen, da der Verbundstrukturen. Die Sicherheit im Umfeld reduziert das Bed\u00fcrfnis der MitgliederStark autonome Mitglieder in einem stab ilen Umfeld werden den Dachverband vornehmlich als Dienstleister verstehen, der Aufgaben \u00fcbernimmt, die Synergieeffekte f\u00fcr die Mitglieder bringen. Der Dachverband ist meist gepr\u00e4gt von f\u00f6deralistischen oder (3) Stabiles Umfeld - hohe Autonomie H3: Die Mitgliedschaft in einem Dachv erband tr\u00e4gt bei niedrig autonomen Organisationen in einem unsicheren Umfeld durch normative und koerzitive Isomorphismen zur Steigerung der Umfeldsicherheit bei. in den Dachverband. Daraus l\u00e4sst sich folgende Hypothese ableiten: aus tiefer Autonomie und unsicherem Umfe ld \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum, f\u00fchrt dies fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zur vollst\u00e4ndigen Eingliederung der Mitgliederorganisationen Dies geschieht einerseits durch Unterst\u00fctzungsleistungen der Zentrale und andererseits durch deren Beitrag zur Aufsicht der Organisationen. Besteht die Konstellation 58 Whither (Wither) Boards? Conference, Kansas City, Mo., Apr. 26, 2007. Bradshaw, P. (2010): A Contingency Approach to Nonprofit Governance, in: Nonprofit Management & Leadership, Vol. 20\/No. 1, 61-81. gliedschaft im Dachverband meistens aus den Beitr\u00e4gen der Mitglieder finanziert werden. Literaturverzeichnis der eigenen Autonomie mit ins Kalk\u00fcl gezogen werden. Letztlich muss auch die MitMitgliedschaft in einem Dach verband nicht nur aufgrund des Nutzens f\u00fcr die eigene Leistungserstellung bewertet werden, sondern auch Aspekte der Umfeldunsicherheit und wusst sein und Konsequenzen solcher Abl\u00e4ufe fr\u00fchzeitig pr\u00fcfen. Zweitens sollte die sich Verbandsvertreter \u00fcber die verschiedenen Formen von Anpassungsprozessen beDachverb\u00e4nde ihre eigene Legitimation nur dan n aufrechterhalten, wenn sich die Mitgliederorganisationen aktiv beteiligen. Obwohl es sich bei diesem Beitrag um eine theoretische Diskussion ohne empirische \u00dcberpr\u00fcfung handelt, lassen sich auch Schl\u00fcsse f\u00fcr die Praxis ableiten. Erstens sollten Partizipation in einem Dachverband erzwungen werden kann. Schlie\u00dflich k\u00f6nnen den Interessen der eigenen Mitglieder unterlaufen wird. Auch stellt sich die Frage, ob Mitgliederorganisationen zu Zielkonflikten f\u00fchren, wenn dadurch die Ausrichtung an formulieren. So bedarf es weiterer \u00dcberlegungen, inwiefern Autonomieverluste der so lassen sich Ansatzpunkte f\u00fcr eine vertiefte wirtschaftsethische Auseinandersetzung zu unternehmen. Der Institutionelle Isomorphismus bietet dazu eine sinnvolle Fundierung, der mehr Beachtung geschenkt werden solle (Verbruggen et al. 2011). EbenSchritt \u00fcberpr\u00fcft und gegebenen falls angepasst werden. Weitere Forschungsanstrengungen sind zudem in Bezug auf die Ber\u00fccksichtigung anderer Stakeholder von NPO pr\u00e4gungen beschrieben und Hypoth esen zu Entwicklungspfaden gebildet, um die Wirkmechanismen zu verdeutlichen. Diese Hypothesen m\u00fcssen in einem weiteren tigung der Mitgliederautonomie und der Umfeldsicherheit wurden idealtypische Auspassungsprozesse in den Mitgliederorganisationen f\u00f6rdern k\u00f6nnen. Unter Ber\u00fccksicherkannt werden k\u00f6nnen (Bradshaw 2010). Den theoretischen Rahmen der Diskussion bildete der Institutionelle Isomorphismus. Es wurde dargelegt, in welcher Weise die Mitgliedschaft in einem Dachverband AnBeteiligung weiterer Stakeholder reduziert werden, wodurch Fehlentwicklungen fr\u00fcher ein Verst\u00e4ndnis \u00fcber den Dachverband als Governance-Instrument zu entwickeln. Gerade die hohe Belastung des Vorstandes als Governance-Gremium kann durch die 5. Schlussbemerkung Ausgehend von der Feststellung, dass die Literatur zu Non-Profit Governance stark auf den Vorstand fokussiert ist, wurde in diesem Beitrag der Versuch unternommen, Balser, D.\/ McClusky, J. (2005): Managing Stakeholder Relationships and Nonprofit Organization Effectiveness, in: Nonprofit Management & Leadership, Vol. 15\/No. 3, 295-315. Boxenbaum, E.\/ Jonsson, S. (2008): Isomorphism, Diffusion, and Decoupling, in: Greenwood, R.\/ Oliver, C.\/ Suddaby, R.\/ Sahlin-Andersson, K. (Eds.): The Sage Handbook of Organizational Institutionalism, Thousand Oaks: Sage, 78-98. Bradshaw, P. (2007): The Dynamics of Nested Governance in Nonprofit Organizations. Paper presented at Networks, Stakeholders, and Nonprofit Organization Governance: zfwu 13\/1 (2012), 50-61 59 ter. Verbruggen, S.\/ Christiaens, J.\/ Milis, K. 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Die aktuelle Debatte um intensivierte Globalisierung sch\u00fcrt Zweifel, ob diese Funktion und ihr institutioneller Rahmen in Zukunft noch Bestand haben k\u00f6nnen. Nach einer verbreiteten Deutung beg\u00fcnstigt \u00f6konomische Gloablisierung Kapitalismen, in denen kollektivvertraglich geregelte Lenkungssysteme traditionell geringer entwickelt sind. Als Konsequenzen f\u00fcr den 'rheinischen Kapitalismus' deutscher Pr\u00e4gung werden genannt: Aufzehrung sozialstaatlicher Regulierungskapazit\u00e4t, Druck auf kollektive Verhandlungssysteme, schwindende Integrationskraft intermedi\u00e4rer Organisationen und eine neuartige Heterogenisierung der Gesellschaft mit demokratiegef\u00e4hrdenden Potentialen. In Auseinandersetzung mit solchen Aufl\u00f6sungsszenarien formuliert der Beitrag eine andere These: Danach handelt es sich bei der Ausweitung transnationaler Untemehmensaktivit\u00e4ten um riskante Strategien, deren Gelingen - auch - von kompatiblen Formen der Interessenvertretung und Regulierung abh\u00e4ngt. Transnationale Unternehmensnetzwerke bleiben letztlich auf eine Einbettung ihrer Aktivit\u00e4ten in ortsgebundene Interaktionszusammenh\u00e4nge angewiesen. Das spricht f\u00fcr einen neuartigen Regulationsbedarf, der innerhalb der bestehenden institutionellen Konfiguration jedoch kaum zu befriedigen ist. 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Folgtman deraktueUenGlobahsierungsdebatte,dann istdieseFunktioninzwischengef\u00e4hrdet,we\u00fcdersozialstaat\u00fcch pazifierteKapita\u00fcsmusinsgesamtzurDispositionsteht.Der Tenoreinschl\u00e4\u00ac gigerAufl\u00f6sungsszenarienklingtbedroh\u00fcch:EineniedageweseneDynamik grenz\u00fcberschreitenderWktschaftsaktivit\u00e4tenm\u00fcndeineinenWettlaufunterschiedlichorganisierterKapita\u00fcsmenund Regu\u00fcerungssysteme.Dabeidrohe der\u00bbrheinischeKapitahsmus\"mitseinenausbalanciertenStakeholder-Interessentrotzgr\u00f6\u00dferersozialerLeistungsf\u00e4higkeitaufderStreckezu bleiben.Dem Anpassungsdruckeinergloba\u00fcsiertenMarkt\u00f6konomieausgesetzt,befindeer sichselbstinseinenst\u00e4rkstenBastionen,Skandinavienund Deutschland,auf dem R\u00fcckzug(Albert1992:165;Thurow 1996:16,Streeck1995). EinBhck aufdiehiesigenindustrieUenBeziehungenscheintsolcheDiagno\u00ac sen zu best\u00e4tigen.Wohl erstmalsin der Nachkriegsgeschichtewerden im E\u00fcten-DiskurstragendeS\u00e4ulendesbestehendenRegulationsmodusinFrage gesteht.Pl\u00e4doyersf\u00fcreinAufsprengendes\u00bbTarifkarteUs\",f\u00fcrdieVerbetrieblichungderLohnverhandlungenund einam shareholdervalueausgerichtetes ModeU derUnternehmenssteuerungsindzu ernsthaftdiskutiertenOptionen geworden. Da\u00dfein\u00bbbi\u00dfchenwenigersozialerFriede\"inTe\u00fcenderIndustrieinzwi\u00ac schenalsangemessenerPreisf\u00fcrKostenendastungenderUnternehmengut, wkft einbezeichnendesSchlaghchtaufver\u00e4nderteHandlungsbedingungen derTarifparteien. KlausD\u00f6rre,GlobalstrategienvonUnternehmen- einDesintegrationsph\u00e4nomen? 751 2. Unterden zahkeichenUrsachen,dief\u00fcreineWiederkehrdes\u00bbcompetitivecapita\u00fcsm\"(Schmitter1996)insFeldgef\u00fchrtwerden,ragteinFaktorbesonders heraus.VieleAufl\u00f6sungsszenarienvergebenden Partdes Protagonistenan \u00bbgrenzenlos\"mob\u00fceUnternehmen,diemitihrengrenz\u00fcberschreitendenAk\u00ac tivit\u00e4teneinerseitsdieVerflechtunginnerhalbderTriadevorantreiben,ande\u00ac rerseitsjedoch\u00fcberStandortkonkurrenzenund Druck aufL\u00f6hneund Sozial\u00ac standardsalsAgentensozialerDesintegrationwkken. Das suggestiveB\u00fcd von \u00bbfoodoose\"agierendenglobalplayers,die,von a\u00fcenR\u00fccksichtenaufIn\u00ac teressenin heimischenOperationsbasenentbunden,nationaleRegierungen und Gewerkschaftenbehebigin dieKnie zwingen,strukturiertinzwischen selbstkritischesozialwissenschafthcheThematisierungen.F\u00fcrdieBeurte\u00fcung derVer\u00e4nderungsdynamikinden industrieUenBeziehungenistderRea\u00fct\u00e4tsgehaltdiesesBudeseineinjederHinsichtentscheidendeFrage. Dazu formu\u00fcereund begr\u00fcndeichnachfolgenddreiThesen.Die erstelau\u00ac tet,da\u00dfessichbeim bindungslosenUnternehmenum einefolgenreicheFik\u00ac tionhandelt.ZweitenskorrespondierenunbestreitbareErosionstendenzenim SystemindustrieUerBeziehungenhierzulandemiteinemehergradueUenWan\u00ac delvon Internationalisierungsstrategien.Darausfolgtdrittens,da\u00dfSpiek\u00e4ume f\u00fcreinedieSt\u00e4rkendesaltenPfadesfortentwickelndeTransformationbeste\u00ac hen.Ichbeginnemitder\u00dcberpr\u00fcfungdesLeitb\u00fcdsvom heimatlosenUnter\u00ac nehmen (3.),begr\u00fcndesodann diePfadabh\u00e4ngigkeitvon Internationahsierungsstrategien(4.)und diskutiereschhe\u00df\u00fcchFolgenf\u00fcrdasdeutscheSystem industrieUerBeziehungenund seineAkteure(5.,6.). Vorausgeschicktsei,da\u00dfmeinenAusf\u00fchrungeneinebestimmteDefinition grenz\u00fcberschreitenderUnternehmensaktivit\u00e4tenzugrundehegt.Strategien multinationalerUnternehmen (MNEs) folgenden Spezifikavon M\u00e4rkten, Produktenund Branchen.Siem\u00fcssenaberauchalsVersuchebegriffenwer\u00ac den,dieRegelnzu beeinflussen,nach denen \u00bbthegame of profitmaking\" funktioniert.InternationaleAktivit\u00e4tenerkl\u00e4rensichzu einem Gutte\u00fcaus Versuchen,dief\u00fcrdas UnternehmenentscheidendenAushandlungsarenen mitBanken,Zulieferern,H\u00e4ndlern,Besch\u00e4ftigten,Gewerkschaftenund po\u00fc\u00ac tischenAdministrationenoptimalzu kontrol\u00fceren.Die um einSchl\u00fcsselun\u00ac ternehmengruppiertenInteraktionsmusterbezeichneichmit Ruigrok\/van Tulder(1995)alsindustrieUenKomplex,alsGravitationszentruminternatio\u00ac nalerRestrukturierung. 752 PlenumVTII:SozialeDifferenzierungundglobaleIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen 3. Bindungslosigkeitw\u00fcrdebedeuten,da\u00dfUnternehmenheimischeBargainingArenen mittelsExit-OptionverlassenoderdurchAndrohung dieserOption mehr oderminderbehebigbeeinflussenk\u00f6nnen.Ob und inwelchem Ma\u00dfe dasderFa\u00fcist,wirdindereinschl\u00e4gigenForschungau\u00dferordent\u00fcchkontro\u00ac versdiskutiert.Sprechendieeinenvon einerqua\u00fctativneuenPhaseinterna\u00ac tionalerArbeitsteUung,diedasEnde von geschlossenenNational\u00f6konomien aufdieTagesordnungsetzt(z.B.Dunning 1992,wenigerbestimmt:Dicken 1992),haltenandere(Hkst\/Thompson1996)dasf\u00fcreinenMythos,derseine Wkksamkeithaupts\u00e4chhcheinerRationa\u00fcsierungzweckgerichteterPartiku\u00ac larinteressenverdankt. \u00dcbereinstimmungherrschtdahingehend,da\u00dfsichseitMitteder80erJahre dramatischeVer\u00e4nderungeninderWeltwirtschaftund im pohtischenSzenario vollzogenhaben.W\u00e4hrenddiegewandelteWirtschaftstopographieden Welt\u00ac marktf\u00fcrpotentie\u00fceIndustriestandorteund Finanztransaktionenenorm er\u00ac weitert,erlaubenneue Technologien,Informationssystemeund Organisati\u00ac onsmethodeneinflexibles,tendenzieUinEchtzeitkoordiniertesManagement von Cross-border-Aktivit\u00e4ten.VerfechtereinerneuenQuaht\u00e4tkiternationaler RestrukturierungbetrachtendiesalsZ\u00e4sur.Nach ihrerAuffassunghaben die mittlerwe\u00fce39.000MNEs mit rund 270.000Auslandst\u00f6chtern(UNCTAD 1996)eineIntegrationsdynamikin Gang gesetzt,diesichnichtmehr inge\u00ac wohnte Kategorienbannenl\u00e4\u00dft. Auch dievehementestenVerfechtereiner\u00bbneuenGloba\u00fcsierung\"formu\u00ac \u00fcerendiesaUerdingsim SinneeinerPrognose,einerVision.So argumentiert z.B.Dunning (1992:616)vorsichtig,beianhaltendenGegenwartstrendswer\u00ac de dieNationa\u00fct\u00e4teinesUnternehmensin Zukunftm\u00f6glicherweiseimmer unwichtiger,we\u00fcsie\u00fcberdieAuswkkungen derWktschaftsaktivit\u00e4tenaufdie Wohlfahrtim Herkunftslandnichtsmehr aussage.Mt Bhck aufSzenarien,die sichMNEs nachArt eines\u00bbweltweitenWanderzkkusses\"(Afheldt1994:56) vorstehen,derseineZeltestetsdortaufschl\u00e4gt,wo einMinimum an Arbeits\u00ac kosteneinMaximum an Gewinn verheult,istdasbereitseinBefund.Nur wer dieDifferenzzwischenRealanalyseund Visionverwischt,kann das\u00bbheimat\u00ac loseUnternehmen\"bereitszurstrukturpr\u00e4gendenGr\u00f6\u00dfeerkl\u00e4ren. Einhel\u00fcgwirdinderLiteraturdavonausgegangen(Dunning1992;Dicken 1992;Carnoy1993;Chesnai1994;Hkst\/Thompson 1996),da\u00dfdasIdealei\u00ac nerwirklichtransnationalenOrganisationbislangaUenfa\u00fcsansatzweiseund nur von wenigenUnternehmenerreichtwkd. Angesichtsdes dynamischen Umbruchs machtesdennochSinn,entsprechendeParadigmengenauerzu be- KlausD\u00f6rre,GlobalstrategienvonUnternehmen - einDesintegrationsph\u00e4nomen? 753 trachten.AlsIndizf\u00fcreinqua\u00fctativneuesStadiuminternationalerRestruktu\u00ac rierunggut vielenInterpreteneinUnternehmensnetzwerk,das a\u00fceseine Funktionenan r\u00e4um\u00fcchoptimalenStandortenplaziertund seineweitgestreu\u00ac tenAktivit\u00e4teninnerhalbdesNetzwerksintegriert(mitunterschiedhchenDe\u00ac finitionenBartiett\/Goshal1990;Porter1993,Ohmae 1996).Im Unterschied zu konventioneUenInternationa\u00fcsierungsstrategienbehandelnsolcheNetz\u00ac werkeihreAu\u00dfenstandortewederalszentrahstischgef\u00fchrteFunktionennoch alsautonome Einheiten,sondernalsseparateund spezialisierte,gleichwohl aufeinanderabgestimmteModule.Dem Idealtypdes transnationalenNetz\u00ac werksentsprichtsomiteineHybrid-Struktar,dieEinheitin derVielfalter\u00ac m\u00f6ghchenso\u00fc.Es \u00fcegtaufderHand,da\u00dfineinersolchenOrganisationsform komplexeSteuerungsproblemeentstehen.Den Netzwerkenwerdenorganisa\u00ac torischeund kultureUeIntegrationsleistangenabverlangt,dienoch \u00fcberjene des\u00bbgeozentrischen\"Unternehmens(Perlmutter1972)mitinternationalisier\u00ac terManagementstrukturhinausgehen.Ichbehaupte,da\u00dfdiedarauserwach\u00ac senden Koordinationsaufgabenund Integrationsleistungeneinewkk\u00fcche BindungslosigkeitdesNetzwerksnichtzulassen. \u00dcbereinstimmendbetonenBest-practice-Beispiele,da\u00dfKoordinationim NetzwerkwenigereineFrageausgefe\u00fcterOrganigrammealsvielmehrdes \u00bbsubjektivenFaktors\",derintegrierendenHandlungsweisendesPersonalsist (Bardett\/Ghoshal1990:97 f.).Was dasf\u00fcrdieindustrieUenBeziehungenbe\u00ac deutet,wkd inderLiteraturbislangkaum thematisiert.Es hegtjedochnahe, da\u00dfdieinternenArbeitsbeziehungenim NetzwerkbesondererPflegebed\u00fcr\u00ac fen.RigideUnternehmenspohtikenund Sozialdumping-Strategienwiderspre\u00ac chen schonwegen ihresimmanentenKonfliktpotentialsden Funktionsprin\u00ac zipiensolcherOrganisationsformen.IntegrierteNetzwerkesindzumindestin ihrenZentrenaufKonf\u00fckui\u00fcnknierungund konsensualeEinbindungderBe\u00ac sch\u00e4ftigenangewiesen. Neuere Untersuchungen(z.B.Marginson\/Sisson1994)heben denn auch dieinterneKoh\u00e4sionskraftgrenz\u00fcberschreitenderNetzwerkealsUrsachere\u00ac gelver\u00e4ndernderPraktikeninden industrieUenBeziehungenhervor.Danach f\u00f6rderteinMix ausGratifikationen,offensiverInformationspolitikund Dis\u00ac ziplinierungmittelsinternerMarktmechanismendieEntstehunghomogener, lager\u00fcbergreifenderProduktivit\u00e4tskoa\u00fctionen.SolcheKoalitionentendieren zurAbschottunggegen\u00fcberderAu\u00dfenwelt.(Nagelu.a.1995:159).Integra\u00ac tiveKompromisse im Netzwerkw\u00e4rendemnach jener\u00bbSozialkitt\",derBe\u00ac legschaftenund Interessenvertretungenz.B.gegen\u00fcbergewerkschaftlichen Einfl\u00fcssenimmunisierenk\u00f6nnte.Im Resultatentst\u00fcndeeininternationaler Unternehmenssyndikahsmus,derhierzulandeletzdichaufeinAusscheidenin- 754 PlenumVTII:SozialeDifferenzierungundghba\/eIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen ternationaler\u00bbChampions\"aus dem Tarifverbundhinauslaufenw\u00fcrde.Ten\u00ac denzenin dieseRichtungsindun\u00fcbersehbar.Aber dieSyndika\u00fcsmus-These untersch\u00e4tztinterneSteuerungsproblemederMNEs ebensowiedieWkkung von \u00bbquer\"zu den UnternehmensgrenzenverlaufendenKonf\u00fckt\u00fcnien.Beide Faktorenbewkken einest\u00e4ndigeErneuerunglatenterInteressengegens\u00e4tze innerhalbderProduktivit\u00e4tskoa\u00fctionen-, einArgument,das aUerdingsdie Notwendigkeitvon Aushandlungund EinbindunginnerhalbderUnterneh\u00ac men zus\u00e4tzhchunterstreicht. Man mag einwenden,da\u00dfBindungenkiternleichtherzuste\u00fcensind,wenn esUnternehmenm\u00f6g\u00fcchist,sichjederzeitausnationalenAushandlungs-Arenen zu verabschieden.LetzteresistjedochselbstbeiderCreme multinationa\u00ac lerUnternehmennichtderFaU.Die weltweitgr\u00f6\u00dftenhundertMNEs weisen beiderInternationa\u00fcsierungihrerManagementfunktioneneineklareHierar\u00ac chieauf.Am weitestenfortgeschrittenistdieInternationa\u00fcsierungdesHan\u00ac dels.Mehr als40% derTop-HundertreahsierenihrenAbsatz\u00fcberwiegendin Au\u00dfenm\u00e4rkten.Die Internationa\u00fcsierungderProduktionbleibtdahinterzu\u00ac r\u00fcck.Nur 18 Fkmen haben den Gro\u00dfte\u00fcihresBetriebskapitalsim Ausland, 19 besch\u00e4ftigendieH\u00e4lfteund mehr ihresPersonalsau\u00dferhalbder heimi\u00ac schenBasis.Internationalisierungdes Aktienbesitzesund der Kreditbezie\u00ac hungen sindbislangeherzwergenhaftentwickelt.Im Top-Managementkann von Multinationaht\u00e4tkeineRede sein.Von 30 US-Fkmen habenf\u00fcnf,von 20 japanischenzweiund von f\u00fcnfzehndeutschennurviereinoderzweiAusl\u00e4n\u00ac derinihrenexecutiveboards(vgl.Ruigrok\/vanTulder1995:155 ff).For\u00ac schungund Entwicklungbefindensichebenfahs\u00fcberwiegendunternationa\u00ac lerKontro\u00fce(Dicken1992: 199).Im am st\u00e4rksteninternationa\u00fcsierten deutschenSektor,derPharmaindustrie,waren 1992 immerhinca.25% der FuE-Kapazit\u00e4tenan ausl\u00e4ndischenStandortenplaziert.In anderenBranchen hegtderAnte\u00fcbei14 bis15%. Diessigna\u00fcsiert,da\u00dfdieInternationa\u00fcsierung von Aktivit\u00e4teninzwischenauchwissensabh\u00e4ngigeund damitbesonderssen\u00ac sibleFunktionenderWertsch\u00f6pfungsketteerfa\u00dfthat(Gerybadzeu.a.1996). Aber dasAuslandsengagementkonzentriertsichaufvergleichsweisewenige Unternehmenin lokalenSchwerpunktenmit nichtbehebigherste\u00fcbarerIn\u00ac frastruktur.Aus solchenDatenl\u00e4\u00dftsichfolgern,da\u00dfkeinesderTop-HundertUnternehmenbislangwkklichgrenzen-oderbindungslosagiert.F\u00fcrdiegro\u00dfe Mehrzahlder\u00bbChampions\"istwirtschaftlicheSt\u00e4rkeinderheimischenOperationsbasis einewesentlicheVoraussetzungf\u00fcrihreCross-border-Aktivit\u00e4ten. F\u00fcrbesondereBeziehungenzu heimischenAushandlungs-Partnernspricht zudem einpolitischesArgument.Auch indermultipolarenWeltder90erJahre (Cam\u00fcleri\/Falk1994;Rosenau\/Czempiel1992)sindM\u00e4rkteineinkiterstaat- KlausD\u00f6rre,GlobalstrategienvonUnternehmen- einDesintegrationsph\u00e4nomen? 755 \u00fcchesBeziehungs-und Vertragsgeflechteingebettet.JedeLibera\u00fcsierungvon Marktzug\u00e4ngenwkd periodischdurchprotektionistischeMa\u00dfnahmenkon\u00ac terkariert.Aktue\u00fcstehenz.B.dervorsichtigen\u00d6ffnungChinasund Indiens neuerHandelshemmnisseinnerhalbderTriadegegen\u00fcber.Vielegrenz\u00fcber\u00ac schreitendeUnternehmensaktivit\u00e4tensindVersuche,solcheBarrierenzu um\u00ac gehen oderau\u00dferKraftzu setzen.Auf sicha\u00fceingeste\u00fct,kann auchdasfle\u00ac xibelsteNetzwerknichtin a\u00fcenrelevantenM\u00e4rktenpr\u00e4sentsein.Um als insiderinfremdenM\u00e4rktenanerkanntzu werden,bedarfes h\u00e4ufigder flan\u00ac kierendenUnterst\u00fctzungdurchRegierungenund politischeInstanzen.Glei\u00ac chesgutf\u00fcreineMinimierungdes SicherheitsrisikosbeiAuslandsinvestitio\u00ac nen.SelbstdiealsneuesStruktarmerkmalderGloba\u00fcsierungherausgeste\u00fcten strategischenAllianzenben\u00f6tigenzu erfolgreicherKooperationh\u00e4ufigstaat\u00ac licheModeration.MNEs bewegensichbeiihrengrenz\u00fcberschreitendenAk\u00ac tivit\u00e4tendaher oft im SchutznationalerRegierungen(Hkst\/Thompson 1996).We\u00fcsichpo\u00fctischeAl\u00fcanzenam besteninderheimischenOperations\u00ac basiskn\u00fcpfenlassen,istdortin derRegelauchderSitzderUnternehmens\u00ac zentrale.MNEs, dieaufstaadicheUnterst\u00fctzungnichtverzichtenwo\u00fcen,wer\u00ac den ihreVerankerungin den po\u00fctischenNetzwerkendes Herkunftslandes kaum aufsSpielsetzen. Da jedochselbstf\u00fcrdiegr\u00f6\u00dftenMNEs funktionalewiepo\u00fctischeBindun\u00ac gen an dieHeimatbasisnochimmer einenentscheidendenSte\u00fcenwerthaben, kommt auchdennationalenindustriellenBeziehungen,ihrenRegulationsnormen und AushandlungsmusterntrotzdeserweiterteninternationalenOperations\u00ac feldesnochimmereinbesondererStellenwertzu.In derGestaltungihrerBeziehun\u00ac gen zu Interessenvertretungenund GewerkschaftensindMNEs keineswegs v\u00f6l\u00fcgfrei.Eher istdasGegente\u00fcderFa\u00fc:Die heimischeAushandlungs-Umweltbestimmtvon Anfangan dieAusrichtunggrenz\u00fcberschreitenderUnter\u00ac nehmensaktivit\u00e4ten;sieistdieWurzeljederInternationalisierungsstrategie. 4. HeimischeKontrollmodiund Aushandlungs-MusterkonstituiereneinePfad\u00ac abh\u00e4ngigkeitinternationalerUnternehmensaktivit\u00e4ten.F\u00fcrdieMitteder 80er JahreeinsetzendePhase weltwktschaft\u00fccherRestrukturierunglassensich grob zweikonkurrierendeGloba\u00fcsierungs-Trajektorienunterscheiden.Nur einPfad,dieGlobalisation,beinhalteteineim geographischenSinneweltweite Intra-Unternehmensarbeitste\u00fcungmit aufzahkeicheL\u00e4nderund Standorte 756 PlenumVTII:SozialeDifferenzierungundglobaleIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen verte\u00fctenAktivit\u00e4ten.DieserPfad istmit Niedriglohn-Operationen,unter\u00ac nehmensweitstandardisiertenVorgabenund dkekterKontro\u00fceinvertikalin\u00ac tegriertenStrukturenkompatibel.Der riva\u00fcsierendePfad,dieGlokalisation, setztaufgeographischkonzentrierteProduktionmitInter-Unternehmensarbeitste\u00fcunginden dreigro\u00dfenHandelsbl\u00f6cken.DieserPfadbeinhaltetVer\u00ac suche,Wettbewerbsvorte\u00fcedurchvertikaldesintegrierteProduktionund Ver\u00ac netzungmit lokalenZu\u00fceferernund Subkontrakternzu rea\u00fcsieren.Beide Pfadekorrespondierenoffenbarmitv\u00f6l\u00fcgdifferentenKontro\u00fcmodi.GlobahsationstehtineinemEntsprechungsverh\u00e4ltniszu mikrofordistischerSteue\u00ac rung und schwachenAushandlungs-Partnern.Diesl\u00e4\u00dftrascheWechselvon Fluchtausund R\u00fcckkehrinheimischeAushandlungs-Arenenzu.Der Gloka\u00fcsationspfadisthingegenmit \u00bbtoyotistischen\"Formen derEinbindungver\u00ac woben.WeltweiteNutzungkomparativerVorte\u00fceund restriktiverDruck auf heimischeBargaining-PartnersindeinMerkmaldererstenTrajektorie.Der ri\u00ac va\u00fcsierendePfadhingegensuchtdieVerwurzelunginderHeimatbasisso lan\u00ac ge wiem\u00f6g\u00fcchzu bewahren.PfadimmanenteStrategiewechsel,dieaucheine R\u00fccknahmeinternationalerArbeitsteUungbedeutenk\u00f6nnen,sindan derTa\u00ac gesordnung.Aber derSprungvon dereinenzuranderenTrajektorieistf\u00fcr MNEs nurschwerm\u00f6g\u00fcch,we\u00fcdaseineZerst\u00f6runggewachsenerAushand\u00ac lungsmusterund Beziehungsnetzebedeutenw\u00fcrde. Die mikro\u00f6konomischenStrategiendermeistendeutschenund kontinentaleurop\u00e4ischenMNEs d\u00fcrftensichindessenaufkeinemderbeidenPfadeverorten lassen.Auf dieKrisedes fordistischenKapitahsmusreagierend,setztensich mit dem Aufstiegeurop\u00e4ischerMNEs zwei Internationahsierungsmuster durch.Fkmen spezie\u00fcerBranchen(Tabak-,Nahrungs-,Genu\u00dfmittel-,petrochemischeIndustrie)auskleinenStaatenzieltendaraufab,raschinsiderin fremdenM\u00e4rktenzu werden.Bisin dieGegenwartweisendieseUnterneh\u00ac men den h\u00f6chstenInternationa\u00fcsierungsgradauf.MNEs ausgr\u00f6\u00dferenFl\u00e4\u00ac chenstaatenfavorisiertenhingegenfr\u00fchzeitigeinemakroregionaleeurop\u00e4i\u00ac sche\u00d6konomie.Auslandsinvestitionenbeschr\u00e4nktensichaufrelativwenige Staatenund Sektoren(Pharma,Chemie,KFZ). Es dominiertenmultinatio\u00ac naleoderMultidomestic-Strategien,diesichinnerhalbderindustrieUenKom\u00ac plexemeistin Relationzu starkenheimischenBargaining-Partnernmit zentra\u00fcsiertenVerhandlungsstrukturenund ekiflu\u00dfreichenGewerkschaften entwickelten.Dieswar derUrsprungeineseigenst\u00e4ndigen,eurozentriertenEntwick\u00ac lungsmusters. Die gegenw\u00e4rtigeExpansiongrenz\u00fcberschreitenderAktivit\u00e4tendeutscher MNEs hatsichbislangim wesent\u00fcchenpfadimmanentvollzogen.Radikalge\u00ac wandelthatsichdasgeo\u00f6konomischeSzenario.EU-Binnenmarktund wkt- KlausD\u00f6rre,GlobalstrategienvonUnternehmen- einDesintegrationsph\u00e4nomen? 757 schaftliche\u00d6ffnungOsteuropashaben\u00bbvorderHaust\u00fcr\"eineneue Konstel\u00ac lationgeschaffen,aufdiewederUnternehmennoch Gewerkschaftenvorbe\u00ac reitetwaren.Daran gemessen,zeichnetsichdiegeographischeStreuungvon AuslandsinvestitionendeutscherMNEs noch immer durcheinebemerkens\u00ac werteKonstanzaus(H\u00e4rtelu.a.1996).Der Schwerpunkthegtnachwievorin L\u00e4nderndesEU-Binnenmarktes.1Zunehmende Investitionenin Osteuropa beschr\u00e4nkensichvornehmlichauf\u00bbsichere\"StaatenwieTschechienund Un\u00ac garn.R\u00e4umlichgesehen,bleibenAuslandskivestitioneneurozentriert.Auf dem erweitertenOperationsfeldagierendeutscheMNEs offenbarmitStrate\u00ac gien,diesicha\u00fcenfa\u00fcsgradue\u00fcgewandelthaben (vgl.H\u00e4rtelu.a.1996).In einem radikalver\u00e4ndertengeo\u00f6konomischenUmfeld k\u00f6nnenaber auch scheinbarkonventione\u00fceStrategievarianteneineneuartige,regelver\u00e4ndernde Dynamik erzeugen. 5. Genau diesistmit B\u00fcckaufdasdeutscheSystemindustrieUerBeziehungen der FaU.TrotznationalerVerwurzelungenvon InternationahsierungsstrategienbleibtalsFaktum einewachsendeKluftzwischenerweitertenOptionen derMNEs und nationalbegrenztenRegulationsformen.Selbstdieh\u00e4rtesten Kritikereiner\u00bbneuenGlobahsierung\"(Hkst\/Thompson 1996)machen auf dasdarausresultierendeRegulationsdefizitaufmerksam.Innerhalbderindu\u00ac strieUenKomplexe weisendieSchl\u00fcsselunternehmenden h\u00f6chstenInternationahsierungsgradauf.Ihnen am n\u00e4chstenkommen Banken und Han\u00ac delsh\u00e4user;Gewerkschaftenund politischeInstitutionenfolgenin weitem Abstand.In dem durch\u00dcberkapazit\u00e4teninLeitsektoren,hohe Arbeitslosig\u00ac keitund vergleichsweisedichte,rigideRegulationgepr\u00e4gtendeutschenWktschaftsraumistdieseInkongruenzfolgenreich.MNEs nutzendiever\u00e4nderte geo\u00f6konomischeSituation,um Machtressourcenzu akkumulieren,diesieaus derF\u00e4higkeitbeziehen,beiihrenVerhandlungs-PartnernUngewi\u00dfheitzu stei\u00ac gern(zum MachtbegriffCrozier\/Friedberg1993:13f.).H\u00e4ufigk\u00f6nnenInter\u00ac essenvertretungen\u00fcberhauptnichtermessen,ob einStandortvergleichstatt\u00ac gefundenhatund welchenReaht\u00e4tsgehalteineAuslagerungsdrohungbesitzt. Daher l\u00e4\u00dftsichdieExit-Optionbiszu einemgewissenGrad von denRealak\u00ac tivit\u00e4tenderUnternehmen\u00bbabkoppeln\".Als DruckmittelinVerhandlungs\u00ac prozedurengewinntsieeineeigeneQuaht\u00e4t.Oftmalsgen\u00fcgtdieDrohung \u00bban sich\",um Belegschaftenund Betriebsr\u00e4tezu disziplinierenund zum Unterlau\u00ac fentariflicherStandardszu bewegen. 758 PlenumVIII:SozialeDifferenzierungundgbbaleIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen Diesistf\u00fcrdieAkteurein den kidustrie\u00fcenBeziehungentats\u00e4chhcheine neueSituation.Grenz\u00fcberschreitendeAktivit\u00e4tenund Aushandlungsstrategien von Unternehmenk\u00f6nnennichtidentischeZielsetzungenverfolgen.So zeich\u00ac nen sichdierealenAuslandsaktivit\u00e4tenvon MNEs durchMotivationsvielfalt aus.Lohnkostenund Sozialstandardsspielenmeistnur eineNebenro\u00fce.F\u00fcr dieindustrieUenBeziehungenistjedochentscheidend,da\u00dfdieseDifferen\u00ac ziertheitderAuslandsaktivit\u00e4teninden Aushandlungsstrategienvon MNEs und Industrieverb\u00e4ndenso nichtzum Tragenkommt. Es mag durchaussein, da\u00dfdeutscheAutoherste\u00fcermitihremEngagementinden USA inersterLi\u00ac nieden Marktzugangsichernund W\u00e4hrungsrisikenausgleichenwo\u00fcen.Aber Thurows (1996:60)Mutma\u00dfung,eineProduktionzurH\u00e4lftederdeutschen LohnkostenseialsSignalan diegewerkschaft\u00fcchorganisierteArbeiterschaft inderHeimat zu verstehen,istkaum von derHand zu weisen. Die ver\u00e4ndertegeo\u00f6konomischeKonsteUationerlaubtflexiblenMNEs, po\u00fctische\u00d6ffendichkeiten,interneProduktivit\u00e4tskoahtionenund geseU\u00ac schaftlicheRegulationsmodinachhaltigzu ihrenGunsten zu beeinflussen. WkklichbindungsloswerdendieUnternehmendadurchabernicht.Selbstbei StandortkonkurrenzenbeziehensichSchl\u00fcsselfirmenin einerArt negativerFixierung wesentlichaufihreheimischeOperationsbasis.Die dortetabliertenVerhandlungs\u00ac musterund industrialrightslassensichbeeinflussen,abernichtau\u00dferKraft setzen.Ungeachtetdessen,b\u00fcdetdiewachsendeDiskrepanzzwischeninter\u00ac nationalenUnternehmensaktivit\u00e4tenund bestehendenRegulationsformen den N\u00e4hrboden,aufdem derpopul\u00e4reGlobahsierungsdiskursgedeiht.Glo\u00ac bahsierung,verstandenalsalternativloserSachzwangzurAnpassungan eine vermeintlichrege\u00fcoseWelt\u00f6konomie,isteinepo\u00fctischhergeste\u00fcte,aberun\u00ac gemein folgenreicheInszenierung.Das \u00bbG-Wbrt\"b\u00fcndeltdieAUtagserfahrung internationalerMarktkonkurrenz.Es konstituierteinDeutangsmuster, das die Komplexit\u00e4tinternationalerRestrukturierungtendenzieUauf eine Lohn- und Kostenproblematikreduziert.\u00dcber Standortkonkurrenzen, benchmarkingund die\u00bbchecksand balances\"im Management erh\u00e4ltdieses Deutungsmusterwkk\u00fcchkeitspr\u00e4gendeKraft.Es konstituiertEntscheidungs\u00ac korridore(Ortmann1995:37 ff),deren\u00bblawinenartiger\"Dynamik sichdieindustrie\u00fceAkteureinihrenmikropo\u00fctischenAushandlungennur schwerent\u00ac ziehenk\u00f6nnen. In einem Proze\u00dfohne \u00bbsteuerndesSubjekt\"vo\u00fcziehtsichso dieErosion des wohlfahrtsstaatiichenGese\u00fcschaftsvertragssamt der unterliegenden Kompromi\u00dfstruktur.Die Folgenf\u00fcrdieindustrieUenBeziehungensindal\u00ac lenthalbensichtbar.Gerade an derNahtste\u00fcevon betrieb\u00fccherMtbestim\u00ac mung und TarifautonomiezeichnensichzentrifugaleTendenzenab.In den KlausD\u00f6rre,GlobalstrategienvonUnternehmen- einDesintegrationsph\u00e4nomen? 759 Betriebenkommt esimmer h\u00e4ufigerzu Vereinbarungen,diezumindestinei\u00ac nem Spannungsverh\u00e4ltniszu \u00fcbergreifendenRegulationenstehen.Vor a\u00fcem beiArbeitszeitenund ArbeitsbedingungenwerdentariflicheStandardsunter\u00ac laufen(D\u00f6rre1996).Die stetsprek\u00e4reBalancevon zentralentariflichenund betrieblichenRegelungenistakutgef\u00e4hrdet.Bindekraftund Regulationsf\u00e4hig\u00ac keitvon Gewerkschaftenund Industrieverb\u00e4ndennehmen ab.Scheinbarpa\u00ac radox,sorgensichGewerkschaftenwie IG MetaU und IG Medien um die Funktions-und PoUtikf\u00e4higkeitihresko\u00fcektivenWiderparts.MitderHetero\u00ac genisierungder Wktschaftwkd zugleichdiesektoraleAusdifferenzierung ko\u00fcektiverVertragsbeziehungenforciert.Kurzum: Die Krisedes Produktionsmode\u00fcserreichtdieindustrieUenBeziehungenund erfa\u00dftdiegesamte\u00fci\u00ac stitutioneUeKonfiguration,in derderkidustrie\u00fceKonfliktbislangregu\u00fcert wurde. 6. Trotza\u00fcerRelativierungenbleibtsomiteinbrisanterRea\u00fct\u00e4tsgehaltderGlobahsierungsthese.MNEs sindnichtbehebigmob\u00fc,aberihreM\u00f6ghchkeiten zurBeeinflussungheimischerVerhandlungspartnerund Regulationsnormen sindbetr\u00e4chtlichgewachsen.Zwar kannsichdie\u00bbWaffe\"derStandortkonkur\u00ac renzauff\u00fcrm\u00e4chtigeMNEs alszweischneidigesSchwerterweisen.Denn bei h\u00e4ufigerAnwendung erweisensichInteressenvertretungenalslernf\u00e4hig.Zu\u00ac dem bestehtimmer dieGefahreinesdesintegrierendenBinnenklimasinden Belegschaften,wodurch geradein reorganisiertenBetriebenmit zerbrech\u00fcchenKooperationsformeneinenormesSt\u00f6rpotentialentsteht.AbersolcheLi- mitierungenk\u00f6nnennurdann\u00bbexante\"wirksamwerden,wennsievonhandlungsf\u00e4higen AkteurenwirkungsvollinunternehmenspolitischeEntscheidungsprozesseeingebrachtwer\u00ac den.Genau dasistinnerhalbderbestehendeninstitutioneUenKonfiguration nichtgew\u00e4hrleistet. Sichtbarwkd einegeradezuklassischanmutendeanomischeKonsteUation: Der bestehendeRegulationsmodusl\u00e4\u00dftsichnichtunver\u00e4ndertbewahren.F\u00fcr dasneueMusterinternationalerArbeitsteUungfehltein\u00bbregu\u00fcerendessozia\u00ac lesBand\" (Durkheim1992),einekompatibleRegulationsweise.Nichtdiein\u00ac ternationaleVerflechtungderWktschaftan sich,sonderndiesozialen,kultu\u00ac re\u00fcenund po\u00fctischenBlockierungenad\u00e4quaterRegulationsformenmarkieren das eigent\u00fcchegese\u00fcschafthcheProblem.Vor diesemHintergrundstehtdie Frage,wieeine\u00bbsozialeR\u00fcckbettung\"(Giddens1995:176)sichverselbst\u00e4ndi\u00ac gendermikro\u00f6konomischerHandlungsstrategienaussehenk\u00f6nnte. 760 PlenumVTII:SozialeDifferenzierungundglobaleIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen Nach meinerAuffassungstichtauchhierdasArgument derPfadabh\u00e4ngig\u00ac keit.Wie beiden InternationahsierungsstrategienderMNEs bestehenbeider Wahl derRegulationsformenpolitischeErmessensspiek\u00e4ume,diedurchdie SchwerkraftbestehenderInstitutionenund Regulationsnormenpr\u00e4formiert werden.EtabherteAushandlungsmusterbegrenzennichtnur diestrategi\u00ac schenOptionenderMNEs; diedadurchbeeinflu\u00dfter\u00e4um\u00fccheKonzentration grenz\u00fcberschreitenderAktivit\u00e4tenaufden europ\u00e4ischenRaum bietetzudem einenFluchpunktf\u00fcreinepfadimmanenteTransformationnationalerindustriellerBezie\u00ac hungen.Alsgr\u00f6\u00dfterBinnenmarktderWeltbesitztderEU-Raum auchinglo\u00ac balemMa\u00dfstabeineregelsetzendeKraft.Die EU b\u00fcdeteinenRahmen,dermitwelchenSchwierigkeitenauchimmer - \u00fcbernationalstaatiichbegrenzte Politikarenenbeeinflu\u00dfbarist.In dieserPerspektivek\u00f6nntesozialeR\u00fcckbet\u00ac tungdiePositionierung\u00dcidustrieUerAkteurein einem Systemeurop\u00e4ischer Mehrebenen-Regulation(zum Begriff:Jachtenf\u00fcchs\/Kohler-Koch1996)be\u00ac deuten. Mehrebenen-Regulationhei\u00dft,da\u00dfneueAggregationsebenenvon Interes\u00ac senentstehen,dieim po\u00fctischenProze\u00dfauchinstitutioneUmiteinanderver\u00ac bunden werdenm\u00fcssen.F\u00fcrdiedeutschenindustrialrelationsso\u00fcteman sich einensolchenWeg nichta\u00fczuidy\u00fcischvorste\u00fcen.Vieles,was \u00fcberStandort\u00ac konkurrenzenund den Druck aufko\u00fcektive,fl\u00e4chenbezogeneVertragsbezie\u00ac hungen gesagtworden ist,gutuneingeschr\u00e4nktf\u00fcrden Wktschaftsraumder EU. Da diesupranationaleEbene derInteressenformierungaufl\u00e4ngereSicht relativschwachbleibenwkd, ger\u00e4tdasdeutscheSystemindustrieUerBezie\u00ac hungen auchim EU-Rahmen unterDezentrahsierungsdruck. Ein durcheurop\u00e4ischeBetriebsr\u00e4tegest\u00fctzter\u00bbEurosyndikalismus\"(Hyman 1992)istindiesemKontextwohldasgeringereProblem.F\u00fcrhiesigeVer\u00ac h\u00e4ltnisseistwahrscheinlicher,da\u00dfeineextensiveAusnutzungvergleichsweise starkergewerkschaftlicherPositionenin den MNEs dieHeterogenisierung derWktschaftverst\u00e4rkenund daskollektiveVertragssystemweiterenZerrei\u00df\u00ac proben aussetzenwkd. Der durchInternationahsierungsprozesseforcierte sozialstrukture\u00fceWandel und einweitererBedeutungsverlustgewerkschaft\u00ac licher\u00bbHochburgen\" - k\u00f6nntesichalsnichtminder gravierenderweisen. W\u00fcrdeer doch den Unternehmenvor a\u00fceminBereichenmit qualifizierten \u00bbWissensarbeitern\"ver\u00e4nderteKontro\u00fcstrategienund individua\u00fcsierteAus\u00ac handlungsmusternahelegen. Auch diePlazierungineinereurop\u00e4ischenMehrebenenregulationliefeda\u00ac heraufeinetiefgreifendeTransformationdesdeutschenSystemsindustrieUer Beziehungenhinaus.Es machtabereinenUnterschied,ob sichdieDezentra\u00ac \u00fcsierungvon Aushandlungenund VertragsbeziehungenmitspontanerWucht KlausD\u00f6rre,GbbalstrategienvonUnternehmen- einDesintegrationsph\u00e4nomen? 761 und zerst\u00f6rerisch,oderkontrolliertund evolution\u00e4rvollzieht.Eine Entste\u00ac hungvon Euro-Companiesl\u00e4\u00dftSpiek\u00e4umef\u00fcrdieletztgenannteVariante.Im EU-Rahmen existiertimmerhineinMkiknum an kistitutioneUerKonvergenz. Zudem l\u00e4\u00dftsichhierzulandeschon jetztbeobachten,wie - gleichsamals \u00bbSubpohtik\"(Beck1996),unterhalbund neben den bestehendenInstitutio\u00ac nen - St\u00e4rkendesaltenSystemsaufeinerdezentralenEbene derInteressenaggregationfortgef\u00fchrtund weiterentwickeltwerden.\u00bbVorOrt\"st\u00f6\u00dftman auflose,oftausderNot geboreneKooperationsformenzwischenUnterneh\u00ac men,Betriebsr\u00e4ten,Gewerkschaftenund po\u00fctischenInstitutionen.Es werden Ausb\u00fcdungsverb\u00fcndeorganisiert,Innovationsprojektebetrieben,regionalund strukturpo\u00fctischeInitiativengestartet,kiformeUeVertragsbeziehungen und Regulationsnormenkreiert.MeistsinddieseAns\u00e4tzenoch schwachent\u00ac wickelt.Doch jewenigerdieSchutzfunktioneinersupranationalenInteressenaggregationgreift,destogewichtigerwkd derSte\u00fcenwerteinerim Schnitt\u00ac feld kooperativerUnternehmensbeziehungenverankertendezentralen Aushandlungs-und Kooperationsebene(dazuausf\u00fchr\u00fccher:D\u00f6rre1997). Wie eineneue\u00dcistitutioneUeKonfigurationindustrieUerBeziehungenletztendlichaussehenwkd, entziehtsichwissenschaftlicherPrognosef\u00e4higkeit.Ei\u00ac nesl\u00e4\u00dftsichjedochmit Bestimmtheitsagen:Ein Pfadwechselhinzu einem radikalgegenwartsorientiertenShareholder-Kapita\u00fcsmusw\u00e4ref\u00fcrvielekonti\u00ac nental-europ\u00e4ischeMNEs einriskantesUnterfangen.Eine Ausrichtungan dem miteinemsolchenGese\u00fcschaftsmodeUkompatiblenGloba\u00fcsations-Pfad w\u00fcrdebedeuten,da\u00dfdiebetreffendenUnternehmens\u00e4mdicheBargainingBeziehungenvo\u00fcst\u00e4ndigneu strukturierenm\u00fc\u00dften.Erfolgean einerFront etwaeineentscheidendeSchw\u00e4chungvon Betriebsr\u00e4tenund Gewerkschaf\u00ac ten - k\u00f6nntensichraschalsPyrrhus-Siegerweisen,we\u00fcsiebeiKontinuit\u00e4tin anderenArenendiesozialeKoh\u00e4renzdesjewei\u00fcgenindustrieUenKomplexes gef\u00e4hrdenw\u00fcrden.Wenn einzelnenSchl\u00fcsselunternehmendennocheinPfad\u00ac wechselgelingenso\u00fcte,w\u00fcrdedasbisaufweiteresdieKoh\u00e4sionskraftdesna\u00ac tionalenIndustriemodeUsund damit auch die Wettbewerbsf\u00e4higkeitder MNEs zus\u00e4tz\u00fcchbelasten.Eine pfad\u00fcberwindendeTransformationhinzu \u00bbamerikanisierten\"Arbeitsbeziehungenk\u00e4mesomit einem Vabanquespiel gleich.W\u00fcrdesiedoch dieAusrichtungan einem Gese\u00fcschafts-und Industriemode\u00fcimplizieren,dem interneKritikerwegen der eklatantensozialen PolarisierungschonjetztdieZukunftsf\u00e4higkeitabsprechen. 762 PlenumVTII:SozialeDifferenzierungundgbbaleIntegrationvonArbeits-undWirtschaftssystemen Anmerkung 1 AUein1995istimVergleichzum VorjahreineSteigerungderausl\u00e4ndischenDkekt\u00ac investitioneninIndustrie-undEntwicklungsl\u00e4ndernum 40% aufabsolut315Mrd. Dollarzu verzeichnen.Der KapitalstockderUnternehmenim Auslandistzwi\u00ac schen1980und 1994um fastdassechsfacheauf2.700Mrd.gestiegen.DieQuote vonInvestitioneninEntwicklungsl\u00e4ndernhatsichvon18auf28% erh\u00f6ht;dieBe\u00ac wegunggehtalso\u00fcberdenRaum derTriadehinaus.Deutschlandwar1995mit35 Mrd.US-Do\u00fcardrittgr\u00f6\u00dfterInvestor.DieSteigerungenlassensich\u00fcberwiegend auf dieAktivit\u00e4teneinigerwenigerFkmen (Hoechst,Veba)zur\u00fcckf\u00fchren (UNCTAD 1996). Literatur Afheldt,H. (1994),Wohlstandf\u00fcrniemand?VerlagAntjeKunstmann. Albert,M. (1992),Kapita\u00fcsmuscontraKapita\u00fcsmus.Frankfurt\/M. Bardett,Ch.\/Ghoshal,S.(1990),InternationaleUnternehmensf\u00fchrung. Frankfurt\/M. Beck,U.(1996),Das ZeitalterderNebenfolgenunddiePo\u00fctisierungderModerne,in: U.Beck\/A.Giddens\/S.Lash,ReflexiveModernisierung.Frankfurt\/M. Camilleri,J.A.\/Falk,J.(1994),The End ofSovereignty?The Po\u00fcticsofa Shrinking andFragmentingWorld.Alsdershot. 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